Meinung

7 Gründe, die wirklich keine Ausreden sind, nicht nach Neuseeland zu reisen

„Nach Neuseeland wollen wir ja auch unbedingt mal fahren. Also, irgendwann …“ Warum denn nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Fangt am besten direkt an mit der Reiseplanung. Und die folgenden Ausreden wollen wir bitte nicht mehr hören!

Otago Peninsula Weltwunderer

Ausrede Nummer eins: „Das ist ja so teuer!“

Ja, das ist es. Besonders, wenn man mit Kindern nach Neuseeland will. Das ist aber kein Grund, auf eine Traumreise zu verzichten – sondern vielmehr ein Grund, jetzt gleich mit der Finanzplanung und dem Sparen für die Reise anzufangen.

Und wenn ihr dafür erst einmal auf eine größere Wohnung, ein neues Auto oder einen weiteren Zwei-Wochen-Sommer-Hotelurlaub verzichten müsst, dann ist das eben so. Wir versprechen euch: Es lohnt sich!

Ausrede Nummer zwei: „Das machen wir ganz bestimmt später mal …“

Seid ihr sicher? Niemand weiß doch, was die Zukunft bringt; dass sie nicht nur Gutes in petto hat, sollte jedem klar sein. Wollt ihr ernsthaft warten, bis die Kinder aus dem Haus sind, ihr in der Firma weit genug gekommen seid oder endlich im Lotto gewonnen habt?

Hand aufs Herz: Meistens steckt hinter diesem vagen Nach-hinten-Schieben doch nur die Angst vor dem großen Schritt. Die kann man sich eingestehen – und ihn dann trotzdem wagen. Gemeinsam, und auch mit kleinen Kindern.

Moke Lake Queenstown Weltwunderer

Ausrede Nummer drei: „Dafür kann ich nicht genug Urlaub am Stück nehmen.“

Dieses Argument macht uns traurig. Nur wenige Berufe auf der Welt rechtfertigen eine derartige Selbstaufgabe, meistens steht hier ein böser Chef im Weg – oder man traut sich nur nicht zu fragen. Nur selten ist man so sehr auf seine Stelle angewiesen, dass es schlicht keine Alternative gibt.

Sobald ich mich selbst bei solchen „Das geht doch nicht…“-Gedanken erwische, denke ich daran: Auf dem Sterbebett werde ich sicher nicht an die vielen Stunden vor dem Computer denken – sondern an die tollen Momente mit meiner Familie, an unsere gemeinsamen Reisen und Erlebnisse.

Und wenn ihr wirklich nicht mehr als zwei Wochen bezahlten Urlaub am Stück nehmen könnt, dann überlegt euch eine andere Strategie – nehmt unbezahlten Urlaub, vereinbart eine Auszeit oder ein Sabbatical, reist in der Elternzeit oder kündigt eure Stelle. Wer wirklich nach Neuseeland reisen will, der wird auch einen Weg finden.

Ausrede Nummer vier: „Der Flug ist uns zu anstrengend.“

Das ist nicht wirklich ein Grund für euch, oder? Ja, es sind 24 Stunden, und die verteilen sich in der Regel mit Zwischenaufenthalten auf ganze zwei Tage. Aber hey, ihr müsst in der Zeit lediglich sitzen, essen und trinken, dem Entertainment-Programm folgen und eure Kinder bei Laune halten. In eurem Leben habt ihr garantiert schon Schwierigeres gemeistert, und nicht immer stand am Ende die Ankunft in Neuseeland als Belohnung!

Rob Roy Glacier Weltwunderer

Ausrede Nummer fünf: „Die Kinder sind noch zu klein.“

Neuseeland ist ein so kinderfreundliches Reiseziel, dass diese Ausrede nun wirklich nicht zieht. Wir haben in unserem Blog inzwischen zahlreiche Interviews mit reisenden Familien geführt. Obwohl alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und nicht alle restlos begeistert von Neuseeland waren, ist doch allen eines gemeinsam:

Keine Familie fand ihre Kinder im Nachhinein zu jung zum Reisen – und es waren einige Babys und Kleinkinder an Bord.

Ausrede Nummer sechs: „Wir können nur in den Schulferien wegfahren.“

Diese Erkenntnis folgt meist sehr bedauernd, ein paar Jahre nachdem man seine Kinder als „zu klein zum Reisen“ befand. Tja, selbst schuld!

Aber mal im Ernst: Das deutsche Schulrecht ist wirklich weltweit ziemlich einmalig blöd und einschränkend für reisende Familien. Viele Familien schaffen es dennoch, ihre Kinder für Reisen freistellen zu lassen – einfach mal den Klassenlehrer fragen, beim Schulleiter vorfühlen und unverbindliche Gespräche führen kostet nichts und tut nicht weh.

Wer die Reise wirklich durchziehen will, der meistert auch eine zeitweise Schulabmeldung oder erbettelt zwei Wochen Unterrichtsbefreiung im Anschluss an Herbst- oder Winterferien.

Glenorchy Lake Walk Weltwunderer

Ausrede Nummer sieben: „Soo toll wird es da auch nicht sein.“

Die Fabel vom Fuchs und den Trauben kennt ihr sicher? Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen 😉

 

… Der einzige legitime Grund, der für mich tatsächlich gegen eine Neuseelandreise spricht, ist die CO2-Belastung der Atmosphäre durch den Langstreckenflug. Über das Für und Wider von Fernreisen aus der Perspektive der Nachhaltigkeit kann man lange diskutieren, und man sollte es auch tun.

Aber speziell gegen Neuseeland als Reiseziel spricht dieses Argument nicht!

Mount Ruapehu Tongariro Weltwunderer

4 Kommentare

  • Ja, das mit der Aufschieberitis ist oft ein Problem. Aber wer weiß schon, was noch so kommt im Leben. Schöne Gründe für eine Neuseelandreise. Ich war leider auch noch nie dort, aber die Welt ich einfach sooo groß und hat viele tolle Ecken. Bei deinen Bildern bekomme ich jedoch richtig Lust auf Neuseeland.

  • Ich kann den Weltwunderern nur recht geben – im Prinzip alles nur Ausreden (ausser vielleicht die CO2-Belastung… da haben wir auch unsere Probleme mit). Vor allem zu Grund Nr 2 sollte man sich immer in Erinnerung rufen – es gibt keine Garantien im Leben und deshalb auch keinen Grund, seine Träume auf Morgen zu vertagen. NZ ist jedenfalls den einen oder anderen Kompromiss im Vorfeld wert!

  • Also, wir kommen im Dezember und sind schon sehr gespannt. Die Route steht, die Flüge noch nicht. Aber das wird schon . Und in der Zwischenzeit hole ich mir auf diesem wunderbaren Blog jede Menge Appetit 🙂

  • Klasse Liste! Ihr glaubt ja gar nicht, wie oft ich in Gesprächen mit anderen Leuten, die sonst eigentlich äußerst reisefreudig sind, eben diese Ausreden zu hören bekommen habe. LOL! Neuseeland scheint weniger geografisch als vielmehr in den Köpfen der Menschen isoliert und abgeschieden zu sein.
    Also bei mir steht der Trip nach NZL dieses Jahr im September fest, ohne Wenn und Aber. Der Termin ist in Stein gemeißelt, komme was da wolle. Letztes Jahr Australien, dieses Jahr Peter Jacksons Heimatland.
    Der einzige Wermutstropfen: Ich wäre lieber mit dem Schiff hin anstatt zu fliegen. Fliegen nervt mich generell, weil nur der Start und die Landung interessant sind und der Rest so öde. Außerdem ist man im Sitz eingepfercht, kann sich also kaum bewegen. Auf dem Schiff kann man sich die Beine vertreten und es gibt immer was zu entdecken.
    Wird trotzdem ein Supertrip!
    In dem Sinne: LG und Haere ra!
    Kaihoro

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