Anreise: Rund ums Fliegen

7 Tipps für entspanntes Fliegen mit Kindern

Fliegen ist langweilig, Fliegen ist anstrengend, Fliegen nervt. Mit den richtigen Verhaltensweisen und – am wichtigsten – einer entspannten Einstellung kann es aber durchaus ganz nett sein.

Weltwunderer Airport Narita

Was sind die sieben wichtigsten Tricks erfahrener Langstreckenflugeltern?

1) Ansprüche herunterschrauben. Wer beim Fliegen eine schnelle Abwicklung, Effizienz und höfliches Personal erwartet, der wird garantiert eine Enttäuschung erleben – und schlechte Laune bekommen. Wer nichts erwartet, wird immer positiv überrascht.

2) Noch wichtiger: Zeiten großzügig planen. Wer früh genug am Flughafen ankommt, ist kein Spießer, sondern klug: Man kann den Kindern genug Zeit lassen, um alles zu entdecken, keiner muss hetzen oder drängeln, vor der Sicherheitsschleuse kann in Ruhe (und wesentlich billiger als im Transit!) noch etwas gegessen werden.

Wer wartet und als letzter an Bord geht, genießt die maximale Zeit mit freier Bewegung am Gate. Eltern teilen sich hier am besten auf und schicken eine Hälfte mit dem Handgepäck zum Einsortieren vor, während der Rest der Familie bis zum letzten Moment mit dem Einsteigen wartet.

3) Eine gute Basis schaffen: Die nötige innere Ruhe erhält man nicht nur durch regelmäßiges Meditieren, sondern auch durch simple physiologische Grundlagen. Es sollte selbstverständlich sein, dass Eltern und Kindern ausgeruht und mit gefüllten Mägen am Flughafen erscheinen. Viel innere Sicherheit schaffen auch (abgearbeitete!) Checklisten. Den Kindern gibt man ein sicheres Gefühl, wenn man ihnen erklärt hat, was auf sie zukommt. Keine Märchen erzählen à la „Das dauert gaaar nicht lange“  – die Leidtragenden solcher Lügengeschichten sind immer die Eltern!

4) Lächeln – hey, wir fliegen in den Urlaub! Das ist toll!

5) Stewardessen sind Freunde! Okay, es gibt auch Schreckschrauben und Biester beim Kabinenpersonal (auch Männer natürlich!), aber die meisten sind wirklich hilfsbereit – und das im eigenen Interesse. Zufriedene Kinder sind nämlich still. Also ruhig nachfragen und um Hilfe bitten, wenn die nicht von selbst angeboten wird (siehe Punkt 1): Das Flugpersonal kann fast immer etwas tun.

6) Ruhe und Routinen sind während des Fluges und nach der Ankunft das A und O. Die für die Kinder gewohnten Abläufe lassen sich oft auch in fremder Umgebung adaptieren. Wenn im Flugzeug der Schlafanzug angezogen wird, ist Schlafenszeit – das versteht auch das kleinste Kind.

7) Helden sein: Eltern sollten am besten gar nicht erst darauf hoffen, während des Fluges zum Entspannen, Lesen oder gar Schlafen zu kommen. Das hat Vorteile: Man konzentriert sich voll auf die Bedürfnisse der Kinder, was diesen Sicherheit und Ruhe gibt. Man ärgert sich nicht permanent, wenn man das spannende Buch nach zwei Seiten schon wieder zuklappen muss. Und man freut sich wie Bolle, wenn es doch ruhiger wird, als man dachte …

Zum Schluss seien noch ein paar kleine, aber praktische Helfer aufgelistet:

  • Ein (kleines) Kopfkissen – vielfach verwendbar, zum darauf Schlafen, daran Schnuffeln, daran Lehnen, Hineinboxen, darauf Sitzen (und besser aus dem Fenster schauen können), im Flugzeug, im Transit und natürlich im Hotel…
  • Ein spezieller Rucksack – der „Reiserucksack“ mit ganz besonderen Inhalten, die es nur auf Reisen gibt. Da freut sich jedes Kind aufs Auspacken.
  • Ein Trösterlein – viele Kinder haben einen festen und lebenswichtigen „Freund”, der überallhin mit muss. (Den sollte es idealerweise sogar zweimal geben, falls er – Gott bewahre – verloren geht!) Auf spannenden und anstrengenden Flugreisen ist ein Plüschtier, eine Puppe, ein Lieblingsbuch oder ein vertraut riechendes Tuch Pflicht!
  • Eine Trinkflasche. Im Flugzeug gibt es zwar auf Wunsch immer Getränke, aber die kommen in offenen Bechern. Die eigene Trinkflasche gibt Sicherheit; gegen Verkleckern, als vertrauter Gegenstand, als probates Anti-Ohrendruck-Mittel bei Start und Landung und als Notfallreserve, wenn man nicht schon wieder die Stewardess rufen will …

1 Kommentar

  • Und noch ein Tipp: Auf langen Flügen unbedingt eine Notration für die Kinder mitnehmen. Wir hatten es einmal, dass auf einem Langstreckenflug mit British Airways das von uns bestellte Kindermenü nicht dabei war und es dann für unseren Sohn nur Ingwer Cookies und komische (britische!) Sandwiches mit Senfsauce gab. Das mochte er alles nicht und musste so einen langen Flug lang hungern 🙂

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