Ausrüstung und Praktisches

9 „Travel Hacks“ für eure Neuseeland-Reise mit Kind: unsere Profi-Packtipps

Eure Neuseeland-Reise wird euch für mehrere Wochen oder Monate in einem engen Campervan zusammenrücken und (hoffentlich) -wachsen lassen – gründliche Vorbereitung, ausführliche Packlisten und Checklisten sind da auf jeden Fall wichtig. Am wichtigsten aber sind unsere Reise-Geheimtipps für Familien, neudeutsch auch „Travel Hacks“ genannt.

Weltwunderer Travel Hacks New Zealand Moke Lake

 

  • ein guter Reiseführer

…ist einer, der a) speziell auf eure Bedürfnisse und Wünsche als Familie eingeht und b) nicht dieselben Tipps für euch hat wie alle anderen Reiseführer auch. Wir finden, dass „Where shall we take the kids?“ von Gaye Miller und „NZ Frenzy“ (für Nord- und Südinsel) von Scott Cook hier die allerbesten Bücher sind. Aber einen Klassiker wie den Lonely Planet haben wir auch immer dabei 😉

 

  • eine Camping-App

Nicht nur, weil Familien oft aufs Geld schauen müssen, machen sich hin und wieder kostenlose Stellplätze für den Campervan gut im Reisebudget. Freedom Camping inmitten Neuseelands grandioser Landschaften gehört für alle, die es ausprobiert haben, einfach zu einer ordentlichen Neuseeland-Reise dazu. Damit ihr mit reinem Gewissen und ohne Angst vor Bußgeldern euer Wohnmobil abstellen könnt, braucht ihr eine der für NZ erhältlichen Camping-Apps (oder unsere PDF-Listen mit Freedom Camping Spots, falls ihr kein Smartphone habt oder stromlos unterwegs seid).

 

  • Unterhaltungselektronik

Nennt uns Rabeneltern, aber wir wissen, was unsere Kinder für längere Zeit ruhig, zufrieden und beschäftigt hält: Hörbücher, Musik, Spiele-Apps und Filmchen auf Smartphone, Tablet & Co. Klar spielen wir auch gern zusammen „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder hören gemeinsam ein Hörspiel an, aber bitte nicht stundenlang.

Mit zunehmendem Alter entwickeln sich auch die Interessen der nicht mehr gar so Kleinen immer weiter auseinander, was oft zu Streit oder einseitiger Langeweile führt (eine Zehnjährige spielt eben nicht mehr begeistert „Ich sehe was, was du nicht siehst“ mit und findet „Bobo Siebenschläfer“ genauso langweilig wie wir…). Also: Kopfhörer und MP3-Player oder iPod für jedes Kind einpacken und bis zum Speicherrand mit Spiel und Spaß bestücken!

 

  • „richtiges Spielzeug“

Wir sind zwar praktisch veranlagte Rabeneltern, aber blöd sind wir auch nicht. Wir wissen sehr gut, dass zu viel Gedaddel die Kids zu nölenden, quadratäugigen Langweilern macht. Deshalb bieten wir immer, wenn es irgend möglich ist, Spielzeug zum Anfassen an – und uns als Mitspieler. Denn mit unseren Kindern zu spielen und auch, sie beim Spielen zu beobachten, finden wir richtig toll!

Unser Geheimtipp für lange Reisen, schon oft weitergegeben und sehr erfolgreich: die Überraschungstüte mit beliebigen, aber neuen und daher überraschenden Kleinigkeiten (Playmo-Männlein, Matchbox-Autos, Geduldsspiele, Pfeifenreiniger, Zaubertafeln, Knete…). Damit beschäftigen sich Kinder jeden Alters gern und auch überraschend (!) lange.

 

  • Metservice

Das einzige, was man zuverlässig über das Wetter in Neuseeland sagen kann, ist, dass es wechselhaft ist. Haha. Damit ihr zuverlässig wisst, wie wechselhaft es an eurem aktuellen Reisetag sein wird, und wo es wie sein wird, nutzt ihr am besten den neuseeländischen Wetterdienst. Dort gibt es nicht nur detaillierte Wetterberichte, Unwetterwarnungen und Regenradare, sondern auch Gezeitentabellen für die Küsten und Schneehöhen-Angaben für die Skigebiete.

 

  • Mückenschutz

Während Hinz und Kunz über die berühmt-berüchtigte Sandfly Bescheid wissen und sich Geheimtipps zum Schutz vor den kleinen schwarzen Biestern holen, wird eine unseres Erachtens viel nervigere Sache völlig übersehen: Auch in Neuseeland gibt es Mücken aka Moskitos, und das nicht zu knapp. Und anders als die Sandflies sind Mücken auch in der Dämmerung und nachts sehr aktiv und lassen sich auch von bewegten Zielen nicht so leicht abbringen.

Erkundigt euch also vor der Buchung eures Campervans, ob die Fenster mit Mückenschutzgittern ausgestattet sind, haltet die Türen und Fenster beim Stehen möglichst immer geschlossen und benutzt nachts eventuell ein Moskitonetz – wenn schon nicht für euch, dann für eure Kinder! Mückenschutzpräparate mit DEET bekommt ihr ohne Probleme auch in Neuseeland, und mit etwas Glück wirken die auch gut gegen Sandflies.

 

  • gute Outdoor-Kleidung

Der Spruch „4 seasons in a day“ bezieht sich ebenfalls auf das enorm wechselhafte Wetter in Neuseeland. Selbst im Hochsommer kann es binnen weniger Stunden von Sonnenschein zu Nieselregen, Hagelschauer oder gar Schneesturm umschlagen – und umgekehrt natürlich. Und selbst wenn das Wetter strahlend ist, kommt ihr auf eurer Fahrt durchs Land in kurzer Zeit durch viele verschiedene Klimazonen.

Wenn ihr euren Campervan nicht mit Haufen verschwitzter, feuchter oder klitschnasser Kleidung anfüllen wollt, die ewig zum Trocknen braucht und viel Platz im Gepäck wegnimmt, dann investiert vor eurer Reise in gute, wasser- und windfeste Kleidung. Vernünftig abgestimmt und im Zwiebelprinzip getragen, müsst ihr weniger einpacken und bleibt länger trocken und warm.

Ach ja: UV-Schutzkleidung ist besonders für Kinder ebenfalls eine sehr gute Idee, die neuseeländischen Sonnenstrahlen sind enorm stark!

 

  • Coughlans-Wäscheleine

Wir haben sie schon an einigen Stellen lobend erwähnt und tun es hier noch einmal: Unsere Globetrotter-Wäscheleine, die ohne Klammern funktioniert, ist eine wunderbare Erfindung, die uns auf jeder Reise gut zupass kommt. Gerade in Neuseeland, dem Land der Waschmaschinen-Kaltwäsche, wo ihr schmutzige Kindersachen im Waschsalon oder in der Laundry auf dem Campingplatz eh niemals sauber bekommt, lohnt sich eine schnelle Handwäsche und das nötige Equipment dafür.

Dieses Jahr testen wir erstmal die „Scrubba Bag„, um unsere Handwäsche auf japanischen Camping- und Rastplätzen effizient zu gestalten. Mit drei Kindern und bei tropischer Hitze wird wohl einiges an Wäsche anfallen…

 

  • eine gute Babytrage

Hierzu müssen wir wohl nicht mehr viel sagen – wer sein Baby liebt, der … schiebt nicht, sondern trägt es durch die Welt. Gegen den ach so praktischen Reisebuggy sprechen bei einer Wohnmobilreise durch Neuseeland vor allem Platzgründe bei der Aufbewahrung – und ihr braucht das Ding ziemlich sicher fast nie. Allenfalls bei einem Bummel durch eine der wenigen Städte, einem Ausflug ins Museum oder eben auf dem Flughafen ist ein Buggy eine bequeme und praktische Sache. Dafür tut es aber auch ein günstiges Modell ohne Federung und Schnickschnack, das ihr notfalls direkt in Neuseeland kaufen oder leihen könnt.

Eine hochwertige Babytrage, die zu euch und eurem Tragestil passt und eurem Kind eine altersgerechte, ergonomische Haltung auch über längere Zeit erlaubt, ist dagegen auf einer Outdoor-Reise wesentlich öfter im Einsatz. Sie eröffnet euch Wanderrouten, die ihr mit Buggy oder Kinderwagen niemals gehen könntet, und genau deshalb seid ihr doch nach Neuseeland gereist, oder?

Diese Liste von Geheimtipps für eure Reise-Ausrüstung ließe sich sicher noch fortsetzen. Und genau darum bitten wir euch jetzt: Teilt eure ultimativen Reise-Geheimwaffen mit uns und anderen Lesern! Worauf würdet ihr bei eurer Neuseelandreise nie verzichten, was muss unbedingt bei euch ins Gepäck?

1 Kommentar

  • Ach, herrlich. So anders sehen eure Vorbereitungen gar nicht aus, als bei unserem Südtirol Familienurlaub. So wesentliche Dinge wie Hörbücher, Spielzeug und im Sommer Mückenschutz braucht man einfach immer. 😉
    lg Dani

Hier kommt deine Meinung rein.