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#BloggerfuerFluechtlinge: Jeder kann – und sollte – helfen!

Lange haben wir überlegt, ob wir uns auf diesem Blog zu einem tagespolitischen Thema äußern sollten, das mit Neuseeland so gar nichts zu tun hat. Aber dann haben wir uns gedacht: Na klar hat es was damit zu tun. Denn auch wenn ihr euch gerade voller Vorfreude auf eure Neuseeland-Reise vorbereitet, seid ihr doch Europäer – und mit verantwortlich dafür, was gerade in unserer Heimat passiert.

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Für alle, die gerade am anderen Ende der Welt unterwegs sind und von der Entwicklung der letzten Wochen nichts mitbekommen haben, eine kurze Zusammenfassung: Eine gigantische Zahl von Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten in Syrien, dem Irak und afrikanischen Staaten verlässt ihre Heimat und fliehen vor Krieg, Hunger und Armut nach Europa. Über 800.000 Menschen werden in diesem Jahr allein nach Deutschland kommen – im Gepäck nur das Nötigste und oft Erinnerungen an furchtbare Erlebnisse.

Wir wollen uns hier nicht darüber verbreiten, was die Ursachen der größten Migrationsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg sind, wie man politisch damit umgehen kann und welche Folgen das für Europa und die Welt haben wird. Wir wollen nur kurz unserer Bestürzung und Beschämung darüber Ausdruck verleihen, wie in Europa, in Deutschland und leider auch in unserer Heimat Sachsen damit teilweise umgegangen wird.

Jeder, der Kinder (oder überhaupt ein Herz) hat, sollte doch beim Gedanken daran, was diese armen Menschen und Familien erleben und erleiden mussten, was sie überhaupt zu so einer gefährlichen Flucht mit ungewissem Ausgang getrieben hat, einzig und allein Anteilnahme, Mitleid und den Wunsch zu helfen verspüren. Leider weit gefehlt – den Flüchtlingen, die nach Dresden, Heidenau und in andere Städte kommen, schlägt stattdessen oft Angst, Ablehnung und blanker Hass entgegen.

Ja, die Politiker vieler Länder und Kommunen haben sich in letzter Zeit nicht eben durch effiziente, menschliche und nachhaltige Ideen im Umgang mit der Zuwanderungswelle hervorgetan, weshalb es vielerorts zu schwierigen Situationen und Problemen kommt. Aber das kann man doch a) auf zivilisierte Weise diskutieren und b) darf man es nicht an denen auslassen, die überhaupt nichts dafür können!

Wir wissen natürlich, dass unsere Leser weit von Sozialneid und Ausländerfeindlichkeit entfernt sind. Der Großteil der Deutschen (und auch der reiselustigen Sachsen!) fühlt in dieser Zeit voller schrecklicher Nachrichten mit dem Schicksal der Flüchtlinge mit und ist empört über die braune Kacksch…, die leider immer wieder in Deutschland auftaucht.

Aber das kann und darf nicht alles sein!

Ihr habt eure Flüge nach Neuseeland gebucht und euren Campervan gemietet – das war teuer und ihr habt sicherlich lange darauf gespart. Ihr wollt bald eine tolle Zeit mit euren Lieben erleben und schaut auf unserem Blog nach Freizeittipps und Tricks zum Sparen, denn Neuseeland ist kein günstiges Reiseziel. Da heißt es, das Geld zusammenhalten, gerade wenn man Kinder hat.

Die Flüchtlinge, die gestern, heute oder morgen hier bei uns ankommen, haben oft gar nichts, außer der Hoffnung. Also denkt bei aller Vorfreude auf eure Reise bitte auch an sie:

Ruft bei einer Hilfsorganisation in eurer Nähe an und fragt, was dort gebraucht wird. Schaut eure Klamotten durch, wenn ihr eure Packliste erstellt – sicher findet sich hier etwas zum Spenden. Mistet ungenutzte Spielsachen aus, wenn ihr eure Wohnung fit für die Zwischenvermietung macht. Knapst ein wenig von eurem Reisebudget ab und spendet Geld für Projekte, die etwas für Flüchtlinge tun. Oder meldet euch selbst vor Ort, um zu helfen – beim Sortieren von Spenden, beim Betreuen von Kindern oder bei anderen Tätigkeiten, für die vor allem engagierte und helfende Hände gesucht werden.

Uns geht es so gut, wir verzichten auf nichts, wenn wir helfen. Und es ist so wichtig zu zeigen: Wir Deutschen nehmen gern andere Menschen auf, die in Not sind. Um das beschämende Geschrei aus der rechten Ecke zu übertönen, müssen wir laut sein und Flagge zeigen. Darum unterstützen wir gemeinsam mit vielen anderen Reise-, Familien-, Food- und Politikbloggern die Initiative „Blogger für Flüchtlinge“.

 

Wir sind total begeistert, wie viele Spenden hier binnen weniger Tage zusammengekommen sind. Hier ist der Link, wenn ihr Geld oder auch andere Dinge spenden wollt – und natürlich ist es toll, wenn ihr die Initiative mit dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge in euren sozialen Netzwerken teilt und bekannter macht.

Und jetzt dürft ihr euch weiter auf Neuseeland freuen 🙂

Hier kommt deine Meinung rein.