Where to go in NZ

Coromandel-News: Cathedral Cove bald wieder zugänglich

Die Hauptsaison steht in den Startlöchern und viele Reisende denken bestimmt gerade intensiv darüber nach, ob sie der Coromandel-Halbinsel einen Besuch abstatten wollen. Die liegt immerhin in angenehmer Entfernung zu Auckland (man ist in wenigen Stunden da), lockt mit schönem Wetter und traumhaften Stränden (und der angeblich schwierigsten Gravel Road Neuseelands, der „Route 309“).

Als wir im Februar 2011 hier waren, stand natürlich auch und vor allem eines der spektakulären Naturwunder des Landes auf dem Plan: die „Cathedral Cove“, ein über 8 m hoher natürlicher Felsbogen an einem idyllisch weißen Strand, nur eine halbe Stunde Fahrt von unserem Freedom-Campingplatz in Tairua entfernt. Seit April 2010 war dieser ca. 20 m lange Durchgang allerdings für Normalsterbliche gesperrt, weil ein Felsbrocken aus dem Höhlendach gefallen war. Man durfte nun zwar von beiden Seiten kucken, aber eben nicht mehr durchgehen, wie dieses Bild von Peter Hodge auf infonews.co.nz zeigt.

Das zweite Hindernis tat sich kurz vor unserer Ankunft durch die extreme Schlechtwetterfront zum Jahreswechsel 2010/2011 auf, dessen heftige Regenfälle den Pfad, der von Land aus zur Cathedral Cove führte, wegspülten. Zu Fuß war also kein Rankommen mehr, vom benachbarten Strand aus hinüberzuschwimmen, soll zwar möglich sein, aber nicht mit zwei kleinen Kindern. Die einzige Alternative wäre eine Kajaktour gewesen, die auch viele Touristen nutzten; fiel für uns wegen der bereits erwähnten kleinen Kinder leider ebenfalls aus (Kajakfahrten auf offenem Meer mit kleinen Kindern möchte kein Anbieter in Neuseeland riskieren).

Also warfen wir nur einen sehnsüchtigen Blick auf die Cathedral Cove vom Meer aus, während wir eine kleinkind- und rentnertaugliche Rundfahrt auf dem „Glass Bottom Boat“ von Seafari genossen.

Die ist, so spießig es klingen mag, im Übrigen wirklich zu empfehlen: eine zweistündige Rundfahrt an der Küste entlang mit einer Pause zum Schnorcheln zwischen dicken Fischen über dem Riff. Den Blick durch den gläsernen Bootsrumpf auf die vielen Fische fanden nicht nur die Kinder toll. (Obwohl auch dieser wegen der Stürme in den letzten Wochen noch sehr getrübt war…)

Schnorchelzeug für uns und Floating Vests für die Kids gab es kostenlos dazu und vor allem: ein Dach! Bei der Knallsonne im Februar und der generell heftigeren Sonneneinstrahlung in NZ war das wirklich eine gute Entscheidung. Kostenpunkt: 90 NZ$ pro Elternteil und 50 NZ$ für das Großkind. (Achtung: Solche Touren in der Hauptsaison am Tag zuvor buchen, am besten in einer der vielen i-Sites.)

… Wo war ich stehengeblieben? Ach ja: Da die Cathedral Cove vom Wasser aus nicht wirklich spektakulär aussah (vielleicht wurde die Stimmung ja auch durch die zahlreichen am Strand herumschlappenden jungen Leute entzaubert…?), hatten wir diese Attraktion bereits unter „spektakuläre Enttäuschung“ verbucht – von dieser Schwarzen Liste erzähle ich später mal mehr).

Nachdem im Februar und März zwei weitere Felsbrocken aus der Decke gebrochen waren, stand eine permanente Sperrung der Cathedral Cove im Raum. Schade, aber nachvollziehbar. Das DOC, das angesichts des Zerfalls der Höhlendecke nicht nur um die Besucher, sondern vor allem um den ganzen Nationalpark besorgt ist, startet nun nach aktuellen Berichten Bemühungen, um die Cathedral Cove wieder sicher zugänglich zu machen. Spezialisten erarbeiteten im November eine genaue Bestandsaufnahme der gefährdeten Stellen. Nun sollen Arbeiter auf Gerüsten und an Seilen (!!!) diese Stellen sichern und loses Gestein präventiv abschlagen, so dass der Durchgang Anfang nächsten Jahres wieder passierbar sein wird. statt des heute zu sehenden Verbotsschildes wird dann nur noch ein Schild vor Steinschlag warnen und die Besucher das Risiko selbst einschätzen lassen: Wie man das beim DOC generell gern tut…

4 Kommentare

  • Wir waren Februar 2017 dort. Alles offen, passierbar, gewarnt wird vor Steinschlägen per Schildern. Wir haben ein paar wunderbare Badestunden verbracht! TOP! 🙂

  • aktuelle Meldung: Immer noch zu. Und gearbeitet wurde auch nix, nur die schon erwähnten Verbotsschilder und die Absperrbänder sind da. Ganz offensichtlich stört das viele nicht, wir haben einige durchgehen sehen und auch der Strand auf der andern Seiten war recht voll. Mit Kindern ist man natürlich Vorbild und bleibt auf der zugänglichen Seite stehen… Der Strand ist schön, aber halt schon sehr voll.
    Noch eine Bemerkung zum Parken: der PP am Ausgangspunkt des walks ist recht klein und viele Autos, so auch wir, haben dann entlang der Strasse geparkt. Fast alle davon hatten Ende des Nachmittags ein Knöllchen… – also dass vielleicht miteinkalkulieren ( 60 Dollar)…

    • Hallo Anita – wenn ihr auch ein Knöllchen bekommen habt und ein Mietfahrzeug fahrt, dann schnell zum örtlichen Sheriff und das Bußgeld direkt bezahlen!! Ist das Ticket erst beim Mietwagen-Verleiher angekommen, schlägt der nämlich noch eine fette Bearbeitungsgebühr drauf!
      Nun habt ihr wahrscheinlich kein Geld mehr für die Bootstour übrig 😉 Wir haben die an der Wharf in Whitianga angetreten, buchen kann man sie aber in jeder iSite auf der Halbinsel.
      Daumen hoch für euer Vorbild – ich warte schon auf die erste Meldung von Steinschlag-getöteten Touristen…

  • na da hoffen wir doch mal, dass die schnell arbeiten ; ) – wir sollten in ca 3 Wochen dort sein…. Und danke für den Seafari-Tip! Von wo aus seid ihr da gefahren?

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