On the road in NZ

Den Führerschein, bitte!

Der berühmte „rosa Lappen“ ist ja so ein Thema gewesen hier im Haus, als es um den notwendigen Führerschein für Neuseeland ging. Ja, wir wissen, dass man außerhalb von Europa einen Internationalen Führerschein braucht. Ja, der Mann hatte so einen auch schon mal. Sogar benutzt, und zwar mehrmals in Thailand und Mexiko …

Führschein für Neuseeland

Schöne Straße, aber nur mit gültigem Führerschein zu genießen!

Erinnerlich war aber (zumindest bei Teilen von uns) auch, dass dieses einmalig unscheinbare Dokument (es sah ungefähr so sexy aus wie eine von diesen Pappkarten, von denen man in der Schule die Essenmarken abtrennen konnte) schon bei seiner letzten Vorlage gar nicht mehr gültig gewesen war. Der thailändische Jeep-Verleiher hatte das 2001 großzügig übersehen, und der Wohnmobil-Verleiher in Auckland hatte 2002 (da er Deutscher war) auch mit dem rosa Lappen Vorlieb genommen. Aber wer weiß…

Ein neuer Internationaler Führerschein musste also her für unsere neue Neuseeland-Reise. Der Mann sollte ihn nutzen, der Mann sollte ihn also auch beschaffen. Wer ihn persönlich kennt, weiß schon, wie die Geschichte endete: Mit einem explodierten Geduldsfaden meinerseits, als ich entdeckte, dass es inzwischen völlig unmöglich sein würde, noch einen zu besorgen.

Weil für den internationalen Führerschein zunächst mal ein europäischer Führerschein benötigt wird, also der in Scheckkartenform. Diesen wiederum als Upgrade vom rosa Faltblatt zu bekommen, setzt einen aktuellen Sehtest, einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs usw. voraus, kostet um die 25 Euro und vor allem… dauert. Zu lange.

Die Entscheidung hieß also: eine(n) Übersetzer(in) des Vertrauens finden und die oder den eine beglaubigte Übersetzung anfertigen lassen. Hat die Dame von GermanyTS anstandslos und in no time at all erledigt. Mann behält seinen rosa Lappen und ich meine Nerven. Herrlich.

Update: So einfach ist das alles inzwischen nicht mehr! Wie ihr heute euren deutschen Führerschein für Neuseeland fit macht und ob ihr damit auch ein großes Wohnmobil fahren dürft, lest ihr in diesem neuen Beitrag zum Führerschein für die Neuseeland-Reise nach!

13 Kommentare

  • „Dieser“ kann im Heimatland beantragt werden bezieht sich wahrscheinlich nur auf den internationalen Führerschein. Ansonsten müsste es doch „Diese kann“ bzw. „Diese können“ heißen. Aber wem sage ich das 🙂 …

    Frag doch Mal die Botschaft um Aufklärung, oder besser noch die NZTA direkt, sonst lassen sich noch Leute auf Deine und Frithjofs Empfehlung Übersetzungen anfertigen, die im Ernstfall ungültig sind.

  • Die NZTA (das neuseeländische Verkehrsministerium) macht zu Übersetzungen von nicht-englischen Führerscheinen ganz klare Angaben (http://www.nzta.govt.nz/driver-licences/new-residents-and-visitors/approved-translators/), ich zitiere:

    Acceptable translation documents

    If your overseas driver licence or permit isn’t in English you must provide an accurate English translation when you are driving and when you want to convert your overseas licence to a New Zealand licence. The translation must be provided by:

    an NZ Transport Agency authorised translation service, or
    a diplomatic representative at a high commission, embassy or consulate, or
    the authority that issued your overseas licence.

    Es gibt meines Wissens keinen „NZ Transport Agency authorised translation service“ außerhalb Neuseelands, insbesondere auch nicht in Deutschland. Eine Übersetzung bei der deutschen Botschaft in Wellington machen zu lassen ist wahrscheinlich unpraktisch, und das entsprechende deutsche Führerscheinamt darum zu bitten hört sich auch nicht aussichtsreich an.

    Wenn man mit einer nicht autorisierten Übersetzung durchkommt, dann ist das wohl eher Glück.

    Ganz abgesehen davon, versuchen wir gerade die neuseeländische Regierung davon zu überzeugen den deutschen EU-Führerschein ganz ohne Übersetzung oder Internationalen Führerschein anzuerkennen: http://www.nz2go.de/sidetrack-das-kreuz-des-suedlichen-lobbyismus/ .

    • Sehr interessanter Hinweis, Peter, vielen Dank dafür! Tatsächlich bin ich überzeugt, dass die Anforderung 2010 lautete „beglaubigte Übersetzung“, und so eine bekommt man relativ problemlos in D. Auf der (deutschen) Website der neuseeländischen Botschaft heißt es auch heute: „Um einen Wagen in Neuseeland anzumieten oder zu fahren, braucht man entweder einen internationalen Führerschein- oder eine englische, beglaubigte Übersetzung des gültigen deutschen Führerscheins (d.h. des „rosafarbenen“ oder des EU-Kartenführerscheins). Dieser kann im Heimatland beantragt werden.“

      Offenbar sollte man da noch mal genauer nachfragen…

  • Ist so eine beglaubigte Übersetzung eigentlich auch mit einem Verfallsdatum versehen, wie der internationale Führerschein?
    Ich hatte nämlich mal einen internationalen und der ist natürlich jetzt abgelaufen. Und so wie ich mich kenne, wird es nach dem Urlaub im Winter wieder mehr als 3 Jahre dauern, bis ich wieder in die Verlegenheit komme, dass ich eine Übersetzung benötige. Und spätestens dann lohnt es ja, eine beglaubigte Übersetzung zu haben statt wieder einen neuen internationalen Führerschein zu beantragen, wenn diese ihre Gültigkeit nicht verliert.

    • Habe mir die Frage grad selbst beantwortet. Die beglaubigten Übersetzungen sind laut GermanyTS unbegrenzt gültig.
      Wenn man dann bedenkt, dass der Mehrpreis gerade mal 13,70 € ist und man für den Internationalen Führerschein zur Führerscheinstelle muss, einen Parkplatz, ein Passbild und auch noch Zeit braucht ist der Mehrpreis eigentlich gar nicht mehr vorhanden.

    • Wunderbar, Alexandra – danke für das Nachfragen und den Preisvergleich 🙂

  • Liebe Weltwunderfrau,
    ich bin die „Dame von Germanyts“ und freue mich sehr, durch Zufall Ihren Beitrag gefunden zu haben. Vielleicht tröstet es Sie, dass die meisten unserer Führerscheinkunden ihren Führerschein etwa eine Woche bis einen Tag vor dem Flug urlaubstauglich machen wollen. Ihr Mann hat also durchaus im üblichen Rahmen gehandelt!
    Ich bin jedenfalls froh, dass unser Übersetzungsdienst eine größere nervliche Krise verhindern konnte. Wenn möglich, helfen wir immer gerne.
    Nur der von Ihnen angegebene Preis stimmt mit der Wirklichkeit nicht so ganz überein – der genannte Preis von 14,00 Euro deckt in etwa gerade mal unsere Steuern und Abgaben auf die Einnahme. Der aktuelle Preis findet sich unter http://www.germanyts.de/preise/ – und ist, so hoffe ich, angesichts der von Frithjof auf grausigste Art dargestellten Alternativen immer noch akzeptabel.

    Ich wünsche Ihnen jedenfalls noch eine schöne Zeit in Neuseeland und verfolge nun Ihren Blog aufmerksam. Ich war selbst vor vielen Jahren mit Fahrrad (Eastcape und Coromandel), Bus (Nord- und Südinsel), Zug (Südinsel) sowie zu Fuß (Abel-Tasman-Nationalpark) in Neuseeland unterwegs und habe die allerbesten Erinnerungen.

    Ihre Ulrike Lechner

  • Na, herzlichen Dank fuer die Blumen! Dann werde ich das Kompliment mal zurueckschicken: ich mag Deine Art zu schreiben. Trockener Humor ist mir am liebsten.
    Bin mal gespannt, wie Eure Reise weitergeht.
    Viele Gruesse,
    Frithjof

Hier kommt deine Meinung rein.