Packtipps

Der Clou: die wiederverwendbare Packliste

Eine Packliste, die man für jede Reise wieder verwenden kann, spart ungemein Zeit und Nerven (und Geld, wenn man keine vergessenen Dinge mehr nachkaufen muss, die dann zu Hause in dreifacher Ausfertigung herumliegen). Man kann sie als elektronische Vorlage abspeichern oder ausdrucken und laminieren. Dann lassen sich die Filzstift-Häkchen wieder abwischen. Und fürs nächste Mal nehme ich mir ganz fest vor, so eine zu basteln.

Weltwunderer Packliste Neuseeland

Die wichtigsten Regeln bei der Erstellung einer Packliste lauten:

  • rechtzeitig anfangen, am besten bald nach der Buchung der Flugtickets
  • strukturiert arbeiten: nicht wahllos alle Einfälle aufschreiben, sondern nach Kategorien ordnen. Bei jeder Reise muss Gepäck aus folgenden Bereichen mit:
  1. Dokumente (Reisepass, Visa, Tickets, Impfausweis, internationaler Führerschein, Voucher, Adressen)
  2. Geld (Kreditkarte, Travellerschecks, Devisen)
  3. Elektronik (Handy, Fotoapparat, MP3-Player, Netbook plus zugehörige Kabel, Adapter, Ladegeräte und Batterien)
  4. Reiseapotheke
  5. Hygiene (alles, was man zum Waschen braucht)
  6. Kleidung und Schuhe (der größte Posten)
  7. Kinderzubehör (Windeln, Schnuller, Kindertrage/Buggy)
  8. Spielzeug (für die Eltern: Bücher!, für die Familie: Spiele und Sportgeräte)

Optional gebraucht werden je nach Reiseziel und -art:

  1. Reiseführer, Straßenkarten, Wanderkarten, Wörterbücher
  2. Essen, Verpflegung
  3. Ferienhaus-Ausstattung (Bettwäsche, Handtücher, Spülmittel, …)
  4. Camping-Ausstattung (Zelt, Schlafsäcke, Campingmöbel, Geschirr, Besteck, Kocher, …)
  5. Strand-Ausstattung (Badesachen, Schwimmärmel, Sandspielzeug, Angel, Strandmuschel, …)

Dafür lassen sich extra Unterabteilungen für die Packliste schreiben, die nur für diese speziellen Anlässe „aktiviert“ werden.

Das Gepäck für einen langen Wohnmobil-Urlaub mit Kindern in Neuseeland unterscheidet sich nach unserer Erfahrung erstaunlicherweise kaum von einem Zwei-Wochen-Standard-Campingurlaub an der Ostsee.

  • genaue Mengen für Kleidung vorgeben; das verhindert gedankenlos-großzügiges Überpacken, weil man die Auswahl aus den vielen schönen Sommer-T-Shirts scheut. Auch für längere Reisen sollte maximal eine Wochenausstattung eingepackt werden; nach einer Woche kann man waschen (lassen). Das verhindert außerdem, dass man nach der Rückkehr als erstes mit der lästigen Pflicht zur Schmutzwäscheberg-Beseitigung konfrontiert wird – anstatt in Ruhe Fotos und Andenken zu sortieren…

Die wichtigste Lektion, die wir beim Packen gelernt haben, lautet denn auch: Die Reisedauer korreliert nicht mit der Gepäckmenge!

Jeder erwachsene Mensch weiß ja wenigstens ungefähr, was er bei welcher Art von Urlaub brauchen wird. Erste Punkte kann man bereits der Beschreibung des Reiseziels entnehmen (Bettwäsche für das Wohnmobil zum Beispiel), andere ergeben sich nach ein wenig Reiseplanung:

  • Welche Jahreszeit herrscht am Reiseziel und welche Durchschnittstemperatur ist daher zu erwarten? Müssen Extremtemperaturen mit „Notausrüstung“ (Schal, Handschuhe) abgedeckt werden?
  • Werden Strände angefahren? Dann ist Badezeug Pflicht.
  • Wie ist das Wetter am Reiseziel? Wie häufig, wie lange und wie stark regnet es dort normalerweise?
  • Sind spezielle Unternehmungen geplant, z. B. Gipfelbesteigungen, Reiten, Höhlentouren, für die besondere Kleidung oder Zubehör nötig werden?
  • Gibt es am Reiseziel kulturelle Vorgaben für die Kleiderordnung (der Klassiker: islamische Länder, aber auch Kathedralen in Europa verlangen züchtig bedeckte Besucher)?

Spätestens drei Tage vor der Abreise sollte die Packliste fertig erstellt sein, damit man noch einkaufen gehen kann. Und dann wird gepackt!

4 Kommentare

  • […] Packliste schreiben: nicht nur, damit man nichts vergisst, sondern auch, falls ein Gepäckstück versehentlich nach Murmansk reist. Dann weiß man gleich, was genau nun fehlt und nachgekauft werden muss. Und es macht sich dann bezahlt, wenn man nicht alle Kindersachen in dieser einen verlorenen Tasche waren, sondern wenn man alles gleichmäßig verteilt hat. […]

  • Wir fahren ja über Ostern 1 Woche weg, an die Ostsee bei eher kühlem Wetter. Und ich kann jetzt schon sehen, dass es kaum einen Unterschied gibt, ob man für 1 Woche oder für 4 Wochen packt. Die Grundausstattung ist eigentlich immer die gleiche Menge. Ich glaube, die meisten Menschen nehmen eh immer zu viel mit. Wir sind da zwar schon rigoros, aber manches bleibt dann auch bei uns ungenutzt im Koffer. Die Idee mit der wiederverwendbaren Packliste ist gut. Ich habe mich letztes Jahr echt geärgert, dass ich die von der ersten Neuseelandreise nicht mehr hatte. Damals hatte ich echt gut gepackt! Das zweite Mal war es bis auf die Tatsache, dass wir vom schönen Wetter etwas überrascht wurden, auch okay. Und diesmal habe ich die Packliste auch aufgehoben! LG Frau Zausel

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