Die ultimative Packliste: Was muss mit – und was nicht?

Dies ist Teil 5 von 6 der Artikelserie Gut gepackt - Packtipps für Neuseeland

 Die ultimative Packliste: Was muss mit – und was nicht?
Nun aber endlich – für alle Glücklichen, die bald ihre Koffer und Taschen für die große Reise ans andere Ende der Welt packen dürfen. Diese Packliste wurde von internationalen Experten entwickelt und von uns selbst im Härtetest geprüft und für gut befunden. Für Ergänzungen ist sie natürlich offen, aber die oberste Regel beim Packen sollte nie vergessen werden: Weniger ist mehr!

Handgepäck

Generell: Alle Sachen, die im Urlaub unentbehrlich sind, gehören ins Handgepäck! Das Aufgabegepäck kann verloren gehen oder erst Tage später ankommen. So lange sollte man sich im Notfall aus dem Handgepäck versorgen können; Medikamente, Ersatzschnuller, Ersatzkleidung, Lieblingsspielzeug, Laptop etc. möchte man nicht nachkaufen müssen.

  • Pässe, Kinderpässe, Flugticket – Achtung, Pässe auf Ablaufdatum prüfen!!
  • Internationaler Führerschein, Voucher fürs Wohnmobil
  • Kreditkarten – möglichst mehrere mitnehmen!
  • Kleines Bargeldreservoir – für den Snack am Flughafen oder das erste Taxi
  • Andere Dokumente – Scheine für die Auslandsreise-Krankenversicherung und CDW, Ersatz-Passbilder, Impfausweise, normaler Führerschein, evtl. Visitenkarten…
  • Müsliriegel, Knabberzeug – für den kleinen Hunger am Gate, bei Verspätung und wenn das Bordessen nicht schmeckt
  • Nasenspray (richtiges und Meerwasser!) – nicht nur für Schnupfennasen bei Start und Landung; Flugzeugluft ist unheimlich trocken
  • CARES-Gurtsystem – siehe Artikel zur Flugsicherheit
  • Trinkflaschen – vor dem Einchecken ausleeren, danach mit Leitungswasser füllen; im Flugzeug sollte man trinken, trinken, trinken!
  • Komplettes Set Wechselsachen für jeden – im Fall von Gepäckverlust, Reiseübelkeit (der Horror!!) oder generell zum Frisch-Fühlen nach 12 Stunden Flug
  • Waschlappen (in Ziplock-Tüte) – für die Notwäsche zwischendurch, die Kühlung von Beulen und im Ernstfall den kleinen Abwasch
  • Wickelzeug, Ersatzschnuller, Schnuffeltuch, Fläschchen? – Windeln und Feuchttücher gibt es im Notfall auch im Flugzeug, aber darauf sollte man sich nicht verlassen; was, wenn die Windeln auf dem Flughafen in Tokyo plötzlich alle sind?
  • Zahnbürsten, Deo… – nach 12 Stunden Flug eine Wohltat – denn dann kommen ja nochmal 12 Stunden…!
  • Bonbons, Kaugummis etc. – Achtung: Die Einfuhr von Kaugummi ist in Singapur verboten! Bei Start und Landung auch heute noch sehr gut, um die Ohren freizubekommen; die Stewardessen verteilen so etwas meist nur noch auf Nachfrage!
  • Minispielzeuge, Pixibücher, Puppen (siehe ausführlicher Artikel) – alles, was auf kleinem Raum gespielt werden kann und dessen Einzelteile nicht ständig herunterfallen, ist gut. Stifte, Malbücher und Geduldsspiele gibt es bei den großen Airlines für alle Kinder.
  • Warmes Shirt/Fleecejacke, dicke Socken, Hausschuhe – auf Langstreckenflügen sollte man sich so gemütlich und leger wie möglich einkleiden
  • Homöopathische Notfallapotheke, Aspirin – je nach individueller Anfälligkeit

Technik

Vieles hiervon steckt aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich ebenfalls im Handgepäck, aber ich führe die Rubrik mal extra auf.

  • Handy/Smartphone – ein gutes Smartphone ersetzt unter Umständen die Kleinbildkamera, den Camcorder, den Nintendo, das Wörterbuch, das Navigationsgerät, die Kinderbeschäftigung …
  • Fotoapparat (alternativ bzw. ergänzend: Handy mit guter Kamera) – wer ohne Fotoapparat nach Neuseeland fährt, ist wahrscheinlich blind; gut macht sich eine Aufteilung in Spiegelreflexkamera für hochwertige Bilder und eine Kleinbildkamera/Fotohandy für Schnappschüsse und evtl. kurze Filme
  • Adapter - Vorsicht beim Kauf in Deutschland: Adapter müssen explizit für Neuseeland gelten, und selbst dann passen sie nicht für alle Geräte! Besser im Land kaufen
  • CDs/Festplatte mit Kinderfilmen, Hörspielen, Musik… Bei Regen eine gute Beschäftigungsmöglichkeit (evtl. nur auf “Powered Sites” nutzbar!)
  • Ladekabel/-stationen für alle mitgenommenen Geräte – logisch, hm?
  • Netbook (alternativ: extra Speicherkarte Fotoapparat) – auf längeren Reisen meines Erachtens unverzichtbar, wenn man bloggt, viel fotografiert und/oder viele Mails schreiben will; wir haben das Samsung NC 10 auch für die Buchhaltung und die Vorbearbeitung der Fotos genutzt (und waren sehr zufrieden)
  • Kensington-Schloss für das Netbook – praktisch, wenn man das Netbook auf dem Campingplatz im Waschraum aufladen muss

Kinderkram

  • Buggy/Kinderwagen – je nach Alter des Kindes für Flughafen-, Stadt- und Einkaufsbummel ungemein praktisch
  • Kindertrage – je nach Alter des Kindes und Länge der geplanten Wanderungen unverzichtbar
  • Kinderschlafsack – sehr praktisch, da in unserem Britz-Wohnmobil nur zwei Bettdecken waren
  • Kinderbesteck, -geschirr – das Geschirr im Wohnmobil ist bereits aus Melamin und daher kindergeeignet. Die Glas-Trinkbecher waren es allerdings nicht.
  • Lätzchen, Waschlappen – sehr praktisch für kleinere Kinder; spart viel Wäsche!
  • Windeln für 2-3 Tage – Windeln gibt es überall, im Notfall sogar im Flugzeug; aber man weiß ja nie…
  • Wasserdichte Unterlage – sehr praktisch bei kleineren Kindern: falls doch ein nächtliches Malheur passiert; man schläft schließlich auf den Sitzpolstern des Wohnmobils!

Spielzeug

Generell gilt: sparsam auswählen! Tolle und billige Kleinspielzeuge kann man in Neuseeland an jeder Ecke kaufen. Das sind dann gleichzeitig nette Andenken für die Kinder.

  • Kleine Wimmelbücher – endlose Beschäftigung garantiert…
  • Ein für alle mitreisenden Kinder interessantes, längeres Buch, das als Fortsetzungs-Gutenachtgeschichte kapitelweise über den Urlaub verteilt werden kann; idealerweise mit Bezug zum Urlaubsort, wie z. B. “Der Hobbit” für Grund- und fitte Vorschulkinder
  • Bunter Pfeifenreiniger zum Figurenbiegen – billig und witzig!
  • Taschendrachen – tolle Strandbeschäftigung auch für Papa ;-)
  • Malbuch mit leeren Seiten – auch als Tagebuch nutzbar; Stifte gibt’s im Flugzeug, aufheben!
  • Kleine Autos/Fingerpüppchen/Männchen – je nach Gusto
  • Spielzeug für Erwachsene (Bücher, Würfelbecher, Karten…) – … wenn es abends doch mal ruhig ist

Nützliches

In dieser Rubrik sind Dinge versammelt, die unheimlich praktisch sind und die man trotzdem oft vergisst.

  • Kulturbeutel mit Zahnbürsten etc. – evtl. zwei kleinere mitnehmen, da man auf Campingplätzen getrennt nach Geschlechtern gehen muss
  • Fernglas – für Wildlife-Watching
  • Gaffa-Tape – klebt alles!
  • Haken mit Saugnäpfen – unverzichtbar
  • Picknickdecke (wasserfest) – es gibt zwar fast überall Picknicktische; aber eben nur fast…
  • Reiseapotheke, Verbandszeug
  • Reiseführer, Straßenkarten – liegt auf der Hand, oder?
  • Schere, Nähzeug, Schnur, Leim – gutes Handwerkszeug zum Reparieren und Basteln gehört zur Reisegrundausstattung; im Britz-Wohnmobil gab es nichts davon
  • Ziplock-Bags, Schnipsgummis – Gold wert!
  • Supersaug-Handtücher – sehr praktisch; sind leicht, klein und quasi sofort nach dem Duschen/Waschen wieder trocken
  • Taschenlampen, Laternen, Stirnlampen… haben wir oft gebraucht!
  • Wäscheleine ohne Klammern – superpraktisch und oft genutzt; im Campervan sind zwar einige Klammern, aber die reichen nie für eine ganze Wäsche!
  • Regenschirm – für Memmen…
  • Messer – immer dabei, immer praktisch

Kleidung Kinder

Kleidung macht erfahrungsgemäß den Löwenanteil am Gepäck aus; aber mal ehrlich, wie oft kommt man zurück und packt ungetragene Sachen wieder in den Schrank? Hier sollte mutig reduziert werden – es gibt schließlich Waschmaschinen und Geschäfte!

  • Regen-/Matschhosen – superwichtig, auch bei Sturm und Kälte nützlich
  • Regenjacke, winddichte Jacke (Softshell), (dünne) Fleecejacke – Zwiebelsystem spart dicke Jacken!
  • Sandalen, Gummistiefel, Wanderschuhe – bei stündlichem Wetterwechsel braucht es alle Schuhe, die man hat
  • Badesachen, evtl. Schwimmärmel – je nach Reisezeit; aber ein Pool findet sich in NZ überall
  • Halstuch, am besten ein HAD – der Wind auf der Südinsel kommt direkt aus der Antarktis und kann sehr kalt werden! Außerdem ist es ein guter Nacken-Sonnenschutz
  • Sonnenhut (besser zwei…) – immens wichtig
  • UV-Schutzkleidung – immens wichtig, wenn Strandzeit geplant ist
  • Max. 1 Paar Strumpfhosen, 4 Paar Socken pro Kind
  • Max. 2 Hosen (eine dünne, eine Jeans)
  • Max. 2 Schlafanzüge pro Kind
  • Max. 2 Shorts/Röcke pro Kind
  • Max. 4 Longsleeves pro Kind
  • Max. 4 T-Shirts und Kleider pro Kind
  • Slips/Unterhosen für ca. eine Woche

Elternsachen

  • Regenhosen – nur für längere Wanderungen/Tracks nötig
  • Regenjacke/Cape – es kann in Neuseeland wirklich richtig schütten; daher auch für kürzere Wanderungen unverzichtbar
  • Sandalen, Wanderschuhe, leichte Schuhe – im Flugzeug und beim Stadtbummel möchte man auch mal ohne die klobigen Wanderschuhe gehen…
  • Flipflops, Badelatschen – für Campingplatz-Waschräume, Schwimmbäder, Strand…
  • Sonnenbrille, Sonnenhut/Schirmmütze – die Sonne in Neuseeland ist wirklich unglaublich intensiv!
  • Wasserdichte Outdoorjacke mit Fleece-Innenjacke – die wichtigste Investition für das wechselhafte NZ-Wetter
  • Badesachen – wenn die Kinder baden, müssen die Eltern auch rein…
  • Max. 2 Hosen (eine dünne, eine Jeans)
  • Max. 2 Shorts/Röcke pro Person – als Rock/Kleid/Decke kann auch ein Pareo oder ein großes Tuch fremdgenutzt werden
  • Max. 4 Longsleeves pro Person
  • Max. 4 Paar Socken pro Person
  • Max. 4 T-Shirts pro Person
  • Slips/Unterhosen für ca. eine Woche
  • 1 Schlafanzug pro Person – alternativ: eines der 4 T-Shirts als Schlafshirt nutzen

Vor Ort kaufen/besorgen

Siehe die Grundregel beim Packen: Man muss auf eine Reise, mit Ausnahme von Polar- oder Dschungelexpeditionen, nicht alles selbst mitbringen. Einige Dinge sind im Urlaubsland außerdem von besserer Qualität, wenn sie dort eher zum Alltag gehören.

  • Sonnencreme – Altbestände über LSF 30 können natürlich auch mitgenommen werden…
  • Insect Repellent – Stichwort: Sandflies!!
  • Adapter – gibt es z. B. bei „Dick Smith“ oder „Smith City“ in den großen Städten
  • Sandspielzeug, Ball, Schwimmhilfen usw. – nimmt im Gepäck einfach zu viel Platz weg
  • Waschmittel – statt teurer kleiner Reisepackungen lieber vor Ort ein „richtiges“ Waschmittel kaufen
  • Richtiges Duschbad, Shampoo, Spülmittel usw. – die „großen“ Marken gibt es überall auf der Welt
  • Angel – Angeln, Zubehör und Köder („bait“) kann man in Neuseeland an jeder Tankstelle kaufen

Überflüssig

Achtung – diese Rubrik speist sich aus unseren persönlichen Erfahrungen aus zwei Neuseelandreisen und zahlreichen anderen, die als Vergleich dienen! Im Endeffekt kann nur jeder selbst entscheiden, was für ihn unentbehrlich ist…

  • Geldaufbewahrung (Brustbeutel o. ä.) – nicht unbedingt nötig; man ist in Neuseeland so selten unter Menschen, dass die Wahrscheinlichkeit von Taschendiebstahl gering ist
  • Stützstrumpfhosen im Flugzeug – brauchen eigentlich nur Raucher, ältere Menschen und solche mit Venenbeschwerden; häufiges Aufstehen und Gymnastik reichen für Normalbürger aus
  • Strandtücher – gibt es im Wohnmobil, nehmen zu viel Platz im Gepäck weg
  • Schlafsäcke – haben wir (!) nicht gebraucht; bei extremer Kälte (denkbar im Frühling/Herbst) evtl. nützlich, dann könnte man aber auch einfach mehr anziehen
  • Bettwäsche – unheimlicher Platzfresser im Gepäck und gibt es im Wohnmobil, wer frisches braucht, kann auf Campingplätzen schnell waschen und trocknen
  • Fön – eigentlich unnötig, gibt es auf fast allen Campingplätzen
  • Schachtel, Dosen – leere Plastiktüten sammeln sich beim Einkaufen sehr schnell an, statt Tupperdosen wäscht man 1-Liter-Joghurtbecher o.ä. aus
  • Moskitonetz – lohnt sich nicht; im Wohnmobil unmöglich zu befestigen und die Sandflies fliegen eh nur tagsüber herum
  • Kinderkopfhörer (dämmbar) fürs Flugzeug – die Kopfhörer aus dem Flugzeug passen ab ca. 5 Jahren und wenn man neben seinem Kind sitzt, kann man die Lautstärke doch durch kurzes Selbst-Aufsetzen prüfen?!

flattr this!

About Weltwunderfrau

Die weibliche, ergo bessere, Seite dieses Blogs - verantwortlich für die (meisten) Texte und die Tippfehler. Außerhalb des Blogs verantwortlich für fast alles andere, als da wären die Organisation, die Lütten und der ganze Rest. Bis aufs Kochen und Knipsen, das ist Männersache.
This entry was posted in Gut zu wissen, Planung, Zum Mitnehmen and tagged , , , , , , , . Bookmark the permalink.

10 Responses to Die ultimative Packliste: Was muss mit – und was nicht?

  1. Pingback: Howdy, 2013 – Blog Summary und gute Vorsätze | weltwunderer

  2. Pingback: Checkliste: Reisevorbereitung Neuseeland - weltwunderer

  3. Pingback: Wie geht's den Kindern? - weltwunderer

  4. Träumerin (1 comments) says:

    Danke für die tolle Liste – hat auch uns sehr geholfen :)

  5. Pingback: 7 Tipps für entspanntes Fliegen mit Kindern | weltwunderer

  6. Pingback: Notfallmanagement beim Fliegen | weltwunderer

  7. Robert (1 comments) says:

    Das ist eine super Liste. Da ist alles auf einem Blick was ins Handgepäck darf. Ist die Liste aber nicht etwas zu lang? Darf man so viel Handgepäck mitnehmen? Ich habe bisher immer nur Elektronik und die wichtigsten Dokumente im Handgepäck gehabt. Den Fall das der Koffer später ankommt habe ich noch nicht durchdacht. Das ist aber ein berechtigter Einwand.

    • Weltwunderfrau (150 comments) says:

      Hallo Robert,
      gewogen hab ich das nicht alles, aber wir hatten das alles ja auch auf vier Personen (und eine zusätzliche Kameratasche) aufgeteilt. Besonders schwer kamen mir die beiden Erwachsenen-Daypacks jedenfalls nicht vor. Über die eingepackten Wechselsachen habe ich mich spätestens auf dem Rückflug sehr gefreut, nachdem sich der Weltwundersohn überraschend über uns beide erbrochen hatte…

  8. Kerstin (26 comments) says:

    Super Aufstellung! – Allerdings denke ich, dass ein Regenschirm durchaus nützlich sein kann. Die kleine, leichte Knirpsversion tuts zumeist. Wir haben den Regenschirm auch schon einmal zweckentfremdet und als Sonnenschirm benutzt, als ich unser Baby vor der Brust in der Trage hatte. Das ist einfacher als alles andere, um auch Händchen, Füßchen etc. des Babys zu schützen, gerade bei großer Hitze. Und in der Stadt ist ein Knirps bei Regen auch ganz nett. Ok, dann bin ich vielleicht eine Memme :-)

    • Weltwunderfrau (150 comments) says:

      Ganz ehrlich – ich fand den Schirm auch mal ganz praktisch, um vom Wohnmobil schnell zum Campingplatz-Klo zu huschen… Und hab nie bereut, ihn eingepackt zu haben! Bin eben auch eine Memme :-)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.