Eure Neuseeland-Reisen mit Kind

Eure Weihnachten in Neuseeland: immer anders, immer schön!

Weihnachten in Neuseeland feiern, wie war das für euch? Das haben wir unsere Leser und Fans gefragt, und wir haben viele Antworten erhalten. Die längeren Geschichten habt ihr an den vergangenen Sonntagen bereits lesen können; heute, zu Weihnachten, präsentieren wir einen wilden Mix. Weihnachten feiern am anderen Ende der Welt, das ist offenbar immer anders, aber immer schön!

Eure Weihnachtsgeschichten aus Neuseeland – bitteschön!

Weihnachtsbaumkugel in Neuseeland Julia Schoon


Merry X-mas! © Julia Schoon/Jäger des verlorenen Schmatzes

Weihnachten in Neuseeland mit Freund und Baby: Julia erinnert sich bis heute gern daran

„Vor drei Jahren verbrachten wir unser allererstes Weihnachtsfest als Familie in Neuseeland – im Hochsommer, ohne Kälte, Kerzen, Glühwein. Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass mir etwas Wichtiges fehlen könnte. Weihnachten feiern in Neuseeland im Sommer, das konnte ich mir nicht recht vorstellen.

Im Dezember freut sich ganz Neuseeland auf die großen Ferien. Und wir waren in Sommerurlaubsstimmung! In einem kleinen Ort auf der Coromandel Halbinsel wollten wir uns ein Eis kaufen und kamen an einem mit Kunstschnee besprühten, weihnachtlich dekorierten Schaufenster vorbei, aus dem Laden erklang „Last Christmas“. Und prompt bekam ich Weihnachtsgefühle – im strahlenden Sonnenschein.

Ein paar Tage später, als wir am Cape Reinga auf dem DOC Campingplatz Tapotupotu Bay standen, fühlte ich mich nicht besonders besinnlich. Wehmut kam aber auch nicht auf, als ich mangels Weihnachtsbaum einen Treibholzast schmückte: mit roten Pohutukawablüten, Muscheln und einigen goldenen Baumkugeln.

Weihnachten feierten wir in Neuseeland zweimal hintereinander: Zuerst am Abend des 24. Dezember (mit Bescherung und leckerem Essen) und dann am Morgen des 25. Dezember mit festlichem Frühstück zu Wellenrauschen und Meeresblick. Weil ja zwischen Neuseeland und Deutschland genau zwölf Stunden Zeitunterschied sind, saßen genau zu dieser Zeit unsere Lieben zu Hause um den Weihnachtsbaum. Ein schönes Gefühl!

Unser Weihnachten in Neuseeland ist schon drei Jahre her. Meine „innere Weihnachtsuhr“ ist seitdem ein wenig aus dem Takt geraten: Ich freue mich immer noch über Lebkuchen, Glühwein und Baumschmücken. Aber daneben bekomme ich in der Weihnachtszeit immer eine Art Fernweh nach Neuseeland…“

Weihnachten feiern in Neuseeland: für Steffi im zweiten Zuhause

„Wir waren 2011 mit Felix (er war damals ein Jahr alt) bei meinen Eltern über Weihnachten in Neuseeland zu Besuch. Es war etwas anders als gewohnt, aber auch wunderschön! Wir haben Weihnachten deutsch/neuseeländisch gestaltet und uns das für uns Beste aus beidem herausgesucht.

Am 23. Dezember haben wir abends eine kleine Tour unternommen und die wahnsinnig toll geschmückten Häuser in der Gegend rund um Nelson und Richmond angesehen. Was uns total gefallen hat: wie herzlich wir von den jeweiligen Hausbesitzern willkommen geheißen wurden. Bei manchen bekamen wir sogar Snacks und etwas zu trinken für kleines Geld zu kaufen.

Weihnachten in Neuseeland feiern Nelson Beleuchtung

Festliche Weihnachtsbeleuchtung gibt es auch in Neuseeland © Steffi Reichler

Den 24. Dezember haben wir komplett am Strand verbracht. Abends gab es leckeres Lamm und als Nachspeise die typische neuseeländische Pavlova mit Erdbeeren. Danach durften wir in Nelson den schönsten, beeindruckendsten, herzlichsten und geselligsten Weihnachts-Kindergottesdienst besuchen, den ich bis jetzt erlebt habe.

Nach dem Gottesdienst gab es zu Hause ganz traditionell Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Wir hatten keine Tanne oder einen ähnlichen Baum, aber trotzdem war alles perfekt. Statt Glühwein tranken wir eben einen kühlen Sauvignon Blanc.

Weihnachten in Neuseeland feiern Nelson Strand

Weihnachten am Strand von Nelson © Steffi Reichler

Auch am 25. und 26. Dezember haben wir sehr viel Zeit am Strand verbracht und das warme Wetter genossen.
Ich komme aus dem Schwärmen über das Weihnachtsfest, das wir in Neuseeland erleben durften, gar nicht mehr heraus!“

Christine hat zu Weihnachten in Neuseeland ihren Sohn besucht

„Heiligabend 2015 feierten wir in Te Anau, das Wohnmobil hatten wir geschmückt mit Faltsternen am Fenster und Weihnachtskinderkram aus dem Countdown-Markt. Der improvisierte Mürbeteig wurde mit dem Grill zu Weihnachtsplätzchen gebacken. Fast alles für den Gabentisch war in der Reisetasche, flach und leicht und nützlich, vor allem für den „Work and Travel“-Sohn.

Der Campingplatz war hauptsächlich von Neuseeländern besucht, die Zelte waren alle mit blinkenden Lichterketten geschmückt. Während ich im Womo den Gabentisch deckte, waren mein Mann und die Söhne im Kino, „Star Wars“ gucken.

Weihnachten in Neuseeland feiern Gabentisch Wohnmobil

Der Gabentisch im Wohnmobil von Christine © Christine Schweppenhäuser

Am 25. Dezember fuhren wir zum Milford Sound, bei strahlendem Sonnenschein. Nur ein Unternehmen bot an diesem Feiertag Touren an. Am Abend wollten wir in Te Anau schön essen gehen – denkste. Ein Chinese, total besetzt von Chinesen, und eine Pizzeria, in der etliche junge Deutsche wohl ihren ersten Arbeitstag hatten, das war’s. Mit viel Dreistigkeit haben wir vier Plätze ergattert und ewig auf die teure Pizza gewartet. Merke: Keine gute Idee, in Neuseeland an Weihnachten essen zu gehen.

Und: So wirklich warm war es nicht, auch nicht Silvester am Strand in Kaiteriteri. Wir trugen Daunenjacken, die Neuseeländer allerdings kurze Hosen und Kleider. Es gab eines der seltenen Feuerwerke, über dem Meer. „Alcohol ban“ bedeutete: Wir durften unseren „sparkling wine“ nicht am Strand trinken, die Polizei wachte darüber. Um 1 Uhr nachts bat uns die Nachbarin, doch bitte nach drinnen zu gehen, wir waren zu laut…

Trotzdem: Es war ein merkwürdiges, denkwürdiges, unvergessliches Weihnachten. Weihnachten mal anders zu feiern, ist nicht das Problem. Aber ich würde deshalb nicht mehr Weihnachten in Neuseeland verbringen wollen, weil es mir einfach zu voll war.

Vor 65 Jahren begann die Neuseelandliebe in unserer Familie durch eine Brieffreundschaft meiner Mama mit Maxine, die in Christchurch lebte. Meine Mutter hat es nie bis nach Neuseeland geschafft, Maxine und ihre Familie waren aber schon öfter in Europa und sie haben sich getroffen. Ich und meine Familie leben jetzt Mamas Traum. Es war die schönste Reise, die ich je gemacht habe. Nächstes Jahr im März geht es wieder los!“

Und zum Schluss: Jennys furchtbar (witzige) Weihnachtsgeschichte aus Neuseeland

„Am Heiligabend sind wir auf einen DOC Campground in White’s Bay bei Blenheim gefahren, direkt am Strand. Als erstes haben wir dort unsere zwei Zelte aufgebaut: Eines wollten wir zum Schlafen nutzen, in dem anderen bewahrten wir das ganze Essen auf.

Als wir vom Strand zurückkamen, waren zwei Possums ins Essenszelt eingebrochen und hatten ALLES angefressen – wäh! An diesem Abend gingen wir also hungrig ins Bett. Am nächsten Tag – wir waren inzwischen total ausgehungert – gab’s trotzdem nur ein „Pie“ von der Tanke in Kaikoura, da am Weihnachtsfeiertag ja alles geschlossen hatte. Es kann dieses Jahr nur besser werden!“

Hier haben wir noch mehr Weihnachtsgeschichten aus Neuseeland für euch:

Wie war euer Weihnachten in Neuseeland? Oder feiert ihr lieber zu Hause?

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