Persönliches

Fernweh und Heimat – wie geht es euch damit?

Luzia Pimpinella hat gefragt, also hab ich mir Gedanken gemacht: Was ist für uns Weltwunderer Heimat und wie drücke ich das in einem (!) Foto aus? 

In Reiseblogs geht es ja eher um Fernweh und seltener um die Heimat – hat man so was als moderner Travel-Experte überhaupt (noch)? Ist es „cool“, wenn man am schönsten Ende der Welt Heimweh nach zu Hause hat? Wie vermittelt man Kindern ein Gefühl von „Heimat“, wenn man ständig mit ihnen durch die Welt reist (fragen nicht wir, aber kritische Stimmen…)? Mein Fotobeitrag zum Blog-Wettbewerb ist nicht neu, sondern wurde in Neuseeland aufgenommen – 18.000 km fern von unserer Heimat.

Heimat

(Ich hoffe, ich habe die Adresse genug verwischt…)

Ganz klar: Weltwunderer wollen die Welt sehen, am liebsten jedes Jahr ein neues Stück davon und perfekterweise gern auch noch mit einem Abstecher nach Neuseeland. Ach, Träume … Wenn wir nicht unterwegs sind, haben wir Sehnsucht nach der Ferne und vor allem nach Neuseeland. Gebt uns Flugtickets und wir packen gleich jetzt!

Wenn wir unterwegs sind, fühlen wir uns meistens wie Entdecker: gespannt, verwundert, beeindruckt, gestresst, mitunter verängstigt, aber oft fasziniert und in der Regel ganz gut. Heimweh kennen wir natürlich; je fremder und ungewohnter ein Land ist, desto deutlicher werden einem die Vorteile der eigenen Heimat – sei es das Essen, die Verkehrsregeln oder die Kultur.

In Neuseeland war und ist das anders: Auf seltsame Weise scheint dort zwar vieles faszinierend, neu und beeindruckend, aber nichts ist so fremd, dass man sich nach Deutschland sehnen müsste. Wir Eltern hatten kein Fitzelchen Heimweh, ABER unsere Kinder erinnerten uns immer daran, wo unsere Heimat ist – zu Hause, bei unserer Katze, den Großeltern, Tante und Onkel, den Freunden, unserem Viertel, dem großen Fluss …

Es stand daher nie in Frage, dass wir zurückkehren werden. Neuseeland hat einen festen Platz in unseren Herzen, aber auswandern wollen wir nicht. Das hier ist unsere Heimat und hier wollen wir gern bleiben – zwischen unseren Reisen 😉

Was bedeutet für euch Heimat – ein Punkt auf der Landkarte, ein inneres Gefühl oder einfach „da, wo es mir gut geht“?

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