Camping

Geheim, geheimer, Geheimtipp: „Glamping“ ist das nächste große Ding in NZ!

Glamping, wasn das? Das Zusammenziehen zweier Begriffe zu einem schicken neuen Kunstwort ist ja immer ein großer Spaß fürs Marketing – Glamping à la „glamorous camping“ soll also all diejenigen überzeugen, denen schnödes Campen zu unbequem und vor allem zu uncool ist und die es lieber etwas luxuriöser hätten. Wo sonst kann so etwas erfunden werden als im Ursprungsland des Campings?

Tatsächlich ist der „Glamping“-Trend keine neuseeländische Erfindung; entsprechende Angebote gibt es bereits in den USA, Australien und sogar in Großbritannien. In Neuseeland wollen zwei Frauen auf der weltweiten Trendwelle mitschwimmen: Liz Henderson und Sonia Minnaar sind derzeit eifrig bemüht, ein Netzwerk von Farmen aufzubauen, die auf ihrem Privatgelände feste Zelte für Touristen aufbauen und Luxus-Übernachtungen darin anbieten.

Glamping in NZ (c) Amanda Reelick/good.net.nz

Glamping in NZ (c) Amanda Reelick/good.net.nz

Der Vorteil für den „Glamper“, vor allem in der Hauptsaison: Man hockt nicht zwischen zig anderen Zelten auf einem überfüllten Campingplatz, sondern übernachtet an Orten, die „off the beaten track“ und sehr einsam liegen. Man muss kein Zelt einpacken und herumschleppen und auch den ganzen anderen Kram wie Schlafsäcke, Isomatten und Geschirr kann man zu Hause lassen.

Ach ja, und der Luxus: Die „Zelte“ sind eher kleine Häuser mit Stoffwänden; man kann aufrecht darin stehen, hat Strom, Wasser und Wärme und kann sich auf Wunsch bekochen lassen. Einige Anbieter waren noch kreativer und haben kleine Hobbit-Höhlen errichtet – auf der Website bekommt man einen Eindruck von der Vielfalt des Angebots.

Der Vorteil für die Bauern: ein zweites finanzielles Standbein – wenn man für die zusätzliche Arbeit Zeit hat. „Glamping“ soll ja nicht umsonst ein wenig „glamouröser“ sein als stinknormales Camping; es genügt also nicht, ein Zelt auf einer festen Holzterrasse aufzubauen, es mit Elektrizität und Wasseranschluss zu versehen und sich um eine einigermaßen schicke Einrichtung mit Feldbett, Schränkchen, Tischen und Holzofen zu kümmern (dabei hilft ihnen die Firma „Canopy Camping Escapes„).

Um Werbung, die Abwicklung der Buchungen und das Finanzielle kümmern sich Liz und Sonia ebenfalls. Aber um ihre Luxus-Gäste und deren Bedürfnisse, die durchaus höher sein dürften als die von anspruchslosen und sich selbst versorgenden Normalcampern, müssen sich die Bauern selbst kümmern. Ob sie das schaffen? Ein weiterer Vorteil des Angebots für die Bauern ist sicherlich, dass sie ihre Tore wieder für Touristen schließen können, sobald es ihnen zu hektisch wird oder wenn sie mit „lambing“ oder der Ernte genug zu tun haben.

Immerhin haben sich wohl allein auf der Nordinsel schon über 100 potenzielle „Glamping“-Anbieter bei „Canopy Camping“ beworben. Bisher gibt es zwar nur zwei Angebote, die man buchen kann, aber die begeisterten Bewertungen lassen Gutes für die Zukunft hoffen!

Glamping in Underhill/Waikato (c) Canopy Camping Escapes

Glamping in Underhill/Waikato (c) Canopy Camping Escapes

1 Kommentar

  • Im Urlaub in Matrei waren wir früher auch immer campen. Ich habe daran viele schöne Erinnerungen. Glampen klingt so, als könnte das noch mal was für mich sein. Etwas schicker, und vor allem etwas bequemer, wenn man keine 20 mehr ist. :)

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