Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

Dies ist Teil 9 von 11 der Artikelserie Budgetplanung für die Neuseeland-Reise

 Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot
Wer im Wohnmobil reist, kann sich das Auswärts essen ja eigentlich sparen, aber man gönnt sich eben zwischendurch auch gern mal ein bisschen Luxus – oder hat schlicht keine Zeit und Lust, die Lütten selbst zu verköstigen. „Richtige“ Restaurants haben wir uns mit Blick aufs Budget seufzend gespart, obwohl die vielen Restaurants an der “Waterfront” in Wellington sehr verlockend aussahen …

… aber auch für den kleineren Geldbeutel und zappelige Kinder hält Neuseeland geeignete Restaurants bereit. Weshalb der Posten “Dining out” einen gewichtigen Teil in unserem Budget ausmachte, nämlich 848 NZ$ in zwei Monaten.

Take aways – viel Essen für wenig Geld

Fish and Chips 300x225 Günstig essen gehen in Neuseeland – das AngebotEin ausgezeichnetes Familienessen zum Mitnehmen für wenig Geld ist zum Beispiel das Nationalgericht der Kiwis: „Fish and Chips“. Einen Laden oder eine Bude, die das verkauft, gibt es wirklich in jedem Ort. Bei den „Chips“ handelt es sich um Pommes frites, die in guten Läden zur Abwechslung auch aus Kürbis oder Kumara bestehen können.

 

Eine in Zeitungspapier gewickelte Portion „Fish and Chips“ reicht für mindestens zwei Personen, die Pommes frites sind extrem reichlich bemessen. Der „Fish“ ist in der Regel frittiert oder „battered“ und damit eine sehr fettige Angelegenheit. (Womit klar ist, dass es Fish and Chips nicht täglich geben sollte!)

Je nachdem, was am Tag gefangen wurde, gibt es andere Fischsorten. Die günstigste ist der Hoki bzw. Hake (der im Übrigen mit MSC-Zertifikat guten Gewissens gegessen werden kann!). Tarakihi, Snapper, Gurnard und Blue Cod sind teurer, aber leckerer. Achtung: Wo „lemon fish“ draufsteht, ist Hai drin!

Paua fritters 300x225 Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

Paua fritters © my chillout lounge

Da die Kiwis offenbar alles frittieren, was in die Friteuse passt, findet man interessante Experimente für den Gaumen: Dinge wie Whitebait (kleine durchsichtige Fischlein; gut!), Austern (naja) und „paua fritters“ – wovon ich entschieden abraten möchte.

Wen es interessiert: Das ist ein scheibenförmig gepresstes Pellet von der Größe einer Burgerfrikadelle, die grünschwarz aussieht, extrem nach Algen schmeckt und aus dem Fleisch der Paua-Muschel bestehen soll. Schmecken tut daran nur die Panade …

… aber wer keinen Fisch mag, der findet in denselben Shops hundertprozentig auch Burgers, Pies und Pizzas. Mit Fleisch oder ohne.

Ethnic food

Sushi in Auckland 300x225 Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

Jamm - Sushi-Take-away in Auckland

Günstig und lecker isst man auch in den vielen asiatisch geführten indischen, pakistanischen, koreanischen, Sushi- und Chinarestaurants; ja, in Neuseeland leben besonders auf der Nordinsel sehr viele Asiaten. Auch wenn es in diesen Etablissements schäbig aussehen sollte oder gar keine Stühle da sind, kann man sich immer alles als „take away“ einpacken lassen, sich mit Kind und Kegel in einen Park oder an den Strand verkrümeln und dort ein tolles Picknick machen.

Spielecke? Na klar!

Im Allgemeinen waren die Cafés und Restaurants der Preisklasse, die wir frequentiert haben, recht kinderfreundlich ausgestattet – eine Spielecke mit viel Spielzeug gab es fast überall und herumlaufende Kinder wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen. Und das Essen an sich ist ja auch bereits recht kinderfreundlich: Die übliche Beilage, Chips aka Pommes, kann man mit der Hand essen und chinesische Nudeln mögen alle Kinder (sicher wegen des Glutamats?).

Wenn es mal was anderes sein soll als Cola oder Fanta: Probiert mal L&P – das neuseeländische Kultgetränk “Lemon and Paeroa”, das in Paeroa auf der Coromandel-Halbinsel gebraut abgefüllt wird. Schmeckt ungefähr so wie Sprite, ist aber natürlich wesentlich cooler.

Self-Service-Restaurants

Steak and pepper pie Sandy Austin 300x225 Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

Zweifelhaft: Steak and Pepper Pie © Sandy Austin/FlickR

Wir haben nur selten unsere Bestellung am Tisch aufgegeben, meist mussten wir das (häufig nach Auswahl der aktuell verfügbaren Gerichte aus einer Vitrine) am Tresen tun, worauf man im Voraus kassierte und uns eine Nummer gab, die auf den Tisch zu stellen war.  Serviert und abgeräumt haben dann allerdings die Kellner. Typisch für Neuseeland sind eher rustikale Sachen wie „Pies“, Pasteten und anderes herzhaftes Gebäck, man findet vor allem auf der Nordinsel aber auch sehr nette Sachen wie türkisch/ pakistanisch angehauchte oder italienische Küche.

Ach ja: Trinkgeld wird in Neuseeland nicht erwartet; das bekommt man unter Umständen mit irritiertem Gesicht zurück in die Hand.

Eis, Baby!

Rush Munro walnut and maple rum swirl ice cream Sandy Austin 225x300 Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

Und zwar: Rush Munro Walnut and Maple-Rum Swirl © Sandy Austin/FlickR

Auf keinen Fall verpassen solltet ihr in Neuseeland die Gelegenheit zum Eis essen! Eine typisch neuseeländische Geschmacksrichtung, die offenbar bereits zum Kiwiana-Kulturgut gehört, ist „Hokey Pokey“; naja… schmeckt verdammt süß, nach Karamell und Vanille. Das findet man zwar auch in zahlreichen Varianten in der Tiefkühltruhe, leckerer schmeckt es jedoch allemal frisch vom Counter.

Aber die wahre Entdeckung sind die (wenigen) Anbieter von Kugeleis: Die Schokoladen-Kunstschmiede „Patagonia Chocolates“ mit Filialen in Queenstown und Arrowtown stellt Eis in einer Qualität und vor allem einer Portionsgröße her, die uns schlicht umgehauen hat. Der Wahnsinn!! Da ist es dann völlig egal, dass eine Kugel 4,50 NZ$ kostet.

(Spartipp: Wer gleich zwei Kugeln nimmt, zahlt nur 6,50 NZ$ – insgesamt! Da man diese Massen unmöglich allein vertilgen kann, hebt man sich am besten ein Becherchen vom letzten Besuch auf und teilt das frisch gekaufte Eis dann gerecht auf.)

flattr this!

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2 Responses to Günstig essen gehen in Neuseeland – das Angebot

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