Neuseeland für Familien

Hoch hinaus in Neuseeland: Diese sechs Gipfel bezwingt ihr auch mit Kindern

Der höchste Berg Neuseelands, Aoraki/Mount Cook, wird nur von den wenigsten Besuchern bestiegen. Unterhalb der Viertausendergrenze gibt es für wanderlustige Urlauber aber eine Menge an „Besteigenswertem“ – und sogar mit Kindern könnt ihr in Aotearoa den einen oder anderen Gipfel bezwingen!

MeadsWall Whakapapa Ski Field

Rangitoto Summit – Auckland

Der nur 259 Meter hohe Rangitoto, Namensgeber der kleinen Insel vor der Metropole Auckland, kann gleich nach eurer Ankunft in Neuseeland als Testobjekt dienen, wie bergfest ihr seid – danach könnt ihr dann gleich in der Queen Street nach besseren Wanderschuhen suchen oder eure Motivationskünste verfeinern (denn Wandern mit Kindern ist durchaus eine Kunst!).

Der Aufstieg auf den Vulkankegel, der besonders schön vom Takapuna Holiday Park aus zu sehen ist, beginnt mit einer lustigen, etwa 30-minütigen Fährfahrt, bei der ihr mit Glück schon Delfine und andere Meeressäuger entdecken könnt. Vom Pier aus führt ein gut gepflegter Weg in etwa einer Stunde bis zum Gipfel und dort einmal rundherum. Ein etwa halbstündiger Abstecher auf den Lava Caves Track ist gerade mit Kindern sehr zu empfehlen, dort könnt ihr nämlich mit einer Taschenlampe Höhlen und Tunnel in der erkalteten Lava erforschen.

Der Tagesausflug beschert euch fantastische Blicke auf erloschene Lavaströme, in der Weihnachtszeit wandert ihr durch einen rot blühenden Pohutukawa-Wald (den größten in Neuseeland!), und die Sicht auf die tausenden weißen Segel auf dem Blau des Hauraki Gulf ist eine großartige Einstimmung auf das, was euch in den folgenden Wochen und Monaten erwartet.

In unserer Erinnerung führt fast der gesamte Weg über Holzbretter, damit die empfindliche Vegetation nicht zerstört wird. Dank einiger Treppen ist er aber nicht perfekt buggytauglich. Die Fähre nach Rangitoto startet mehrmals täglich am Ferry Terminal in der Quay Street oder in Devonport, ein Familienticket kostet 75 NZ$. Spartipp: Early-Bird-Tickets kaufen, die an Wochenenden für die erste Fahrt 7:30 Uhr gelten!

Weltwunderer Neuseeland Rangitoto

Blick vom Rangitoto Summit – als historische Dia-Aufnahme!

 

Mount Paku – Coromandel Peninsula

Ebenfalls sehr niedrig und fast genauso einfach zu besteigen ist dieser erloschene Vulkan mit zwei Spitzen, der über dem traumhaften Städtchen Tairua thront. Der unbefestigte, schmale Weg (manchmal nur ein Trampelpfad und definitiv nicht buggytauglich) führt euch vom Paku Drive aus (Parken einfach am Straßenrand, hier ist nichts los) durch dichten Wald mit stetiger Steigung in etwa 20 Minuten zum Gipfel.

Von der flachen Kuppe bieten sich neben einer Messstation tolle Rundumblicke über die Küstenlinie der Halbinsel und die vielen kleinen vorgelagerten Inselchen. Eine Infotafel hilft bei der Orientierung.

Ocean Beach Tairua Weltwunderer

Ocean Beach mit Blick auf Te Paku Mountain

Mount Maunganui/Mauao – Tauranga

Über dem netten Ferienörtchen Mount Maunganui thronte lange Jahre ein gleichnamiger Berg. Inzwischen hat er (um Verwechslungen zu vermeiden?) seinen Maori-Namen „Mauao“ wiederbekommen, die meisten nennen ihn aber nur „the mount“. Der erloschene Vulkan wird von den Einheimischen intensiv für sportliche Aktivitäten genutzt. Lasst euch von den unschuldig dahinjoggenden Läufern nicht täuschen, der Aufstieg auf den 232 Meter hohen Hügel hat es in sich!

Der Weg ist teilweise steil, aber sehr gut gepflegt und bis ganz oben buggytauglich. Von der abgeflachten Hügelkuppe, auf der ihr in der Abenddämmerung Kaninchen sehen könnt, eröffnet sich ein gigantisches Panorama auf die Bay of Plenty und bis zur Coromandel Peninsula.

Verschiedene Wege führen auf den Mauao, wir sind einfach vom Strand aus gestartet.

Achtung: Der Gipfel des Mauao ist (wieder) im Besitz ansässiger Maori-Stämme und gilt als „tapu“, also heilig. Benehmt euch also bitte entsprechend respektvoll.

Swimming with Dolphins Mount Maunganui

„The Mount“ vom Wasser aus

Mt Iron – Wanaka

Die Felsnase mit dem Namen Mt Iron – so bezeichnet, weil er wie ein Bügeleisen („iron“) aussieht – ragt hoch über Wanaka auf, ist aber nur 548 Meter hoch. Sie bietet großartige Ausblicke auf die umliegenden Berge, ohne dass ihr euch allzu sehr anstrengen müsst (okay, hin und wieder ist es ein wenig steil).

Der Rundweg beginnt direkt an einem Parkplatz gegenüber der „Puzzling World“ und dauert etwa 1,5 Stunden. Von oben habt ihr 360°-Grad-Rundumsicht auf den Lake Wanaka, die Pisa Range und die Southern Alps.

Gerade die Verbindung mit der „Puzzling World“ macht diese kurze Wanderung super kindgerecht, finden wir!

Flickr_Kathrin & Stefan Marks Mt Iron Wanaka

Traumhafter Blick vom Mt Iron auf Wanaka © Flickr/Kathrin & Stefan Marks

Ben Lomond – Queenstown

Den Blick vom Ben Lomond habt ihr garantiert schon in der einen oder anderen Tourismus-Broschüre gesehen, und das nicht umsonst – die Sicht von hier oben, immerhin 1.748 Meter, ist superb. Das Beste an diesem Track: Ihr könnt den langweiligen ersten Teil unterhalb der Baumgrenze gewaltig abkürzen, indem ihr die ersten 450 Höhenmeter mit der Skyline Gondola bewältigt.

Von der Bergstation geht es zunächst sanft bergauf, das letzte Wegstück ist recht steil und teilweise unbefestigt. Ihr braucht etwa zwei bis drei Stunden hin und wieder zurück. Der perfekte Abschluss dieser Wanderung: eine Abfahrt von der Bergstation mit dem „luge“, einer Art Sommerrodelbahn.

Die Gondelfahrt (hoch und runter) kostet für eine Familie 90 NZ$ (ein Erwachsener zahlt 33 NZ$, Kinder unter fünf Jahren fahren kostenlos). Wenn ihr mit der Rodelbahn hinabfahren wollt, kostet ein Ticket für fünf Fahrten inklusive Gondelfahrt 55 NZ$ pro Erwachsener/45 NZ$ pro Kind ab fünf Jahren.

Key Summit Track – Milford Road

Eine ausführliche Fahrt entlang der 120 Kilometer langen Milford Road solltet ihr ohnehin ganz oben auf eurer Neuseeland-Bucketlist stehen haben. Was wir als reisende Familie dort so toll fanden: Es gibt überall kurze und einfache Wanderwege, die zu den schönsten und abgelegensten Plätzen in der Wildnis führen – teilweise nur wenige Minuten von der Straße entfernt.

Einer der lohnenswertesten Abstecher von der Milford Road ist der nur drei Kilometer lange Key Summit Track – auch bekannt als die erste Etappe des Routeburn Track, eines der neun Great Walks von Neuseeland. Vom Parkplatz „The Divide“ läuft man etwa eine Stunde auf dem Routeburn Track, von dem dann der Key Summit Walk abzweigt. Hier geht es noch einmal 20 Minuten steil bergan, und dann genießt ihr einen Rundblick, der sich gewaschen hat. Okay, der Key Summit ist kein eigentlicher Gipfel, sondern eher eine Art Plateau, aber trotzdem ist man hier schon ziemlich weit oben.

Flickr Daniel Pietzsch Key Summit

Key Summit Blick © Flickr/Daniel Pietzsch

Welche Berge habt ihr in Neuseeland mit Baby oder Kind im Schlepptau bestiegen, was waren eure Favoriten?

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