Budget und Sparen

Spartrick oder bescheuert? Mit „Campervan Relocation“ gratis durch Neuseeland

Wie kommen eigentlich die ganzen Wohnmobile von Christchurch zurück nach Auckland – oder andersherum? Damit am Anfang der neuen Saison wieder jede Vermietstation gleichmäßig bestückt ist, muss ja irgendjemand die Fahrzeuge quer durchs Land zurückbefördern. Klar, dass sich auch hieraus eine Win-Win-Situation machen lässt…

Weltwunderer Neuseeland Mount Cook Road

Wer Neuseeland mit dem Wohnmobil bereist, fängt normalerweise in Auckland an und steigt in Christchurch wieder aus – oder andersherum. Eine komplette Schleife zurück zum ursprünglichen Anmietort macht wenig Sinn, da sonst zwei Überfahrten mit der Fähre anfallen und große Teile der schmalen Inseln doppelt befahren werden müssten; ganz zu schweigen von der Zeit, die für uns Europäer in Neuseeland ja leider häufig zu knapp bemessen ist.

Beim ziellosen Herumstöbern in den Weiten des Internets hatte ich gerade das Erlebnis eines virtuellen Stirnklatschens, als ich die Seite von Transfercars fand. Mit dem schönen Slogan „From A to B for free“ ist eigentlich schon alles gesagt und man fragt sich, wieso man nicht schon eher dran gedacht hat: Wenn die meisten Touristen von Norden nach Süden reisen, müssen ja irgendwann zu viele Autos in Christchurch herumstehen, die pünktlich zur nächsten Saison wieder in Auckland gebraucht werden.

Die Lösung für die Vermieter heißt Car Relocation. Für Reisende mit lockerem Zeitplan bietet sich hier eine einmalige Chance: Gerade kürzere Strecken wie von Christchurch nach Dunedin oder von Auckland nach Paihia (in der Bay of Islands) können in einem kostenlosen Mietwagen oder Wohnmobil in fünf bis sechs Tagen komfortabelst bereist werden. Für die Strecke von Christchurch nach Auckland wird zwar sogar die Fährfahrt bezahlt, allerdings sind hier teilweise auch nur acht Tage vorgesehen.

Fazit: Es klingt verlockend, dürfte aber schnell in Stress ausarten. Einen „normalen“ Roadtrip durch Neuseeland werdet ihr auf diese Weise nicht machen können, und mit Kindern im Gepäck ist so eine spontane Campervan-Fahrt auch nicht zu empfehlen – immerhin muss ein Relocator täglich ordentlich Strecke machen und soll nicht bummeln.

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