Internet Access unterwegs – Camping online?!

Dies ist Teil 5 von 8 der Artikelserie Camping in Neuseeland

Da ein funktionierender Internet-Zugang heutzutage nicht nur für unsereins, die freiberuflichen Cyber-Worker (muhaha) auch im Ausland unabdingbar ist, sondern von ganz normalen Sterblichen zum Versenden von Rundmails, Aktualisieren von Blogs oder (grusel) Facebook-Einträge gebraucht und gewünscht wird, ist die Frage “Do you have internet access?” auch beim Buchen von Campingplätzen eine zentrale.

Wer mehr tun will als den Wetterbericht auf der DOC-Homepage zu checken, der braucht eine zuverlässige und ausreichend schnelle Internetverbindung. Während in Neuseeland heutzutage in vielen Hotels und Motels „free internet access“ herrscht, ist das auf den Campingplätzen nicht so selbstverständlich.

Sehr häufig wird zwar mit „internet access“ geworben, aber wenn man darauf angewiesen ist, sollte man genauer hinschauen und evtl. vor dem Einchecken nachfragen. Wahlweise gibt es „wireless“ Internet, dann bitte den eigenen Laptop oder das Smartphone dabeihaben, oder (ausreichend für den Durchschnittsreisenden) man kann sich in eine „internet cabin“ setzen, wo ein abgeranzter funktionaler PC steht.

IMG 1082 Internet Access unterwegs   Camping online?!Achtung, wer lange E-Mails schreiben will: An die englische Tastatur muss man sich erst gewöhnen, das gibt Frust, wenn jede Minute zählt!

Wirklich kostenlosen Zugang findet man auf Campinglätzen nur sehr selten, bei uns war das genau zweimal der Fall: im Muriwai Beach Motorcamp und im Beachside Holiday Park am Mount Maunganui.

In der Regel wirft man entweder Münzen in eine Box am PC ein oder man eröffnet „wireless“ ein Zeitkonto, das man bei dem jeweiligen Anbieter per Kreditkarte bezahlt. Der Vorteil: Viele dieser Zeitkonten-Anbieter bedienen mehrere Campingplätze, so dass man Mehrstunden-Pakete nutzen kann, die dann natürlich günstiger sind.

Ein landesweit verbreiteter Hotspot-Anbieter ist IAC. Für einen 30-Tage-Flatrate-Zugang zahlt man aktuell 50 NZ$. Dafür erhält man ein 3.000-MB-Datenpaket. Wer sich nicht für so lange festlegen möchte, kann auch stunden- oder tageweise Pakete kaufen, zum Beispiel 180 variabel einteilbare Minuten mit maximal 750 MB Datenübertragung für 15 NZ$. Bezahlt wird online mit Kreditkarte. Ist man angemeldet und hat ein Zugangspaket gekauft, erscheint der IAC-Zugang auf dem eigenen Rechner, sobald man damit online geht. Die Prozedur ist wirklich idiotensicher. Man sollte allerdings nicht vergessen, sich nach erledigter Internet-Sitzung auf der IAC-Seite wieder abzumelden, falls man ein Minutenpaket nutzt! Hier findet man eine interaktive Karte mit allen Orten, an denen man sich in Neuseeland bei IAC einloggen kann.

Wesentlich weiter verbreitet als IAC ist Zenbu. Dieser Anbieter geht nicht nach der Zeit, die man online verbringt, sondern ausschließlich nach der Datenmenge. Das klingt nett, denn so kann man offensichtlich seine E-Mails oder Texte auf Websites langsamer lesen. 100 MB kosten 10 NZ$. Umgerechnet bedeutet das 75 NZ$ für die 750 MB, die man bei IAC für schlappe 15 NZ$ bekommt – allerdings mit einer Zeitbeschränkung von 180 Minuten. Was nun besser ist – da kann ich nur die virtuellen Schultern heben.

Tipp: Wer sehr doll am Budget zu knapsen hat, der kann versuchen, an oder in Bibliotheken oder Cafés eine Internetverbindung zu bekommen. Die sind dort wirklich „for free“, aber dafür mitunter verdammt langsam. Fotos uploaden ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Geschwindigkeit der Internetverbindung ist generell die Krux in Neuseeland; hier kommt man sich häufig vor wie in Deutschland vor 20 Jahren. Es müssen halt nahezu überall die Kupfer-Telefonkabel genutzt werden. Wenn es auch ein bisschen teurer sein darf, kann man natürlich gern per Handy oder eine Vodafone-SIM-Card im Laptop über UMTS online gehen; dann wird die Datenverbindung über das Mobilfunknetz hergestellt und ist in der Regel wesentlich flinker. Hier ist der Nachteil allerdings die dünne Besiedlung des Landes (die ja ansonsten ein, wenn nicht der Vorteil ist): Sehr häufig findet das Handy gar keine Verbindung, um UMTS nutzen zu können.

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3 Responses to Internet Access unterwegs – Camping online?!

  1. Anita (22 comments) says:

    Bitte gern geschehen! Eine völlig datenunabhängige Flatrate haben wir übrigens nirgends gefunden. Das praktische bei unserer Variante ist auch, dass es prepaid ist, dh es entstehen nicht plötzlich unschöne Ueberraschungen.
    (ich hab dir eine email mit dem link zu unserem Blog, der eigentlich einfach ein Reisetagebuch ist, geschickt, wir ihn nicht wirklich öffentlich haben wollen.)

  2. Anita (22 comments) says:

    ein gerade seehr aktuelles Thema (sonst könnte ich das hier nun nicht schreiben…). Wir haben die letzte von dir erwähnte Variante und finden es klappt recht gut (allerdings sind wir mit Ipad statt mit “richtigem” Laptop unterwegs, gibts ja aber auch immer häufiger): eine microsim von telecom gekauft und dann dazu ein prepaid datenpaket. Kostenpunkt November 11: 500 MB 25 Dollar/Mt, 2 GB 50 Dollar/Mt (reicht sogar bei weitem bei täglich bloggen und Bilder hochladen). Die Abdeckung ist natürlich gerade auf der Südinsel gelegentlich spärlich, aber insgesamt nicht schlecht und wir waren durchaus in sehr abgelegenen Gebieten. Verglichen mit den Karten für die Wifis der Campgrounds fahren wir einiges günstiger, haben wir festgestellt und können dazu noch von unterweg immer ins Internet. Nur so als Ergänzung ;-) .
    Muriwai Beach kommt in 14 Tagen, gut zu wissen dass da wirklich für free, danke!

    • Weltwunderfrau (146 comments) says:

      Vielen Dank für deine wertvollen Informationen, Anita! Das ist genau das, was ich mir von diesem Blog erhofft habe.
      Wenn du uns jetzt noch den Blog verrätst, in dem du täglich bloggst…? Wir wollen auch mitlesen!!

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