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Internet Access unterwegs – Camping online?!

Da ein funktionierender Internet-Zugang heutzutage nicht nur für unsereins, die freiberuflichen Cyber-Worker (haha) auch im Ausland unabdingbar ist, sondern von ganz normalen Sterblichen zum Versenden von Rundmails, Aktualisieren von Blogs oder Facebook-Einträge gebraucht und gewünscht wird, ist die Frage „Do you have internet access?“ auch beim Buchen von Campingplätzen eine zentrale.

Campingplatz mit Internet – „the olde way“

Update: Einen Beitrag, der speziell auf den Internet-Zugang im Campervan eingeht, findet ihr hier.

Wer mehr tun will als den Wetterbericht auf der DOC-Homepage zu checken, der braucht eine zuverlässige und ausreichend schnelle Internetverbindung. Während in Neuseeland heutzutage in vielen Hotels und Motels „free internet access“ herrscht, ist das auf den Campingplätzen nicht so selbstverständlich.

Sehr häufig wird zwar mit „internet access“ geworben, aber wenn man darauf angewiesen ist, sollte man genauer hinschauen und evtl. vor dem Einchecken nachfragen. Wahlweise gibt es „wireless“ Internet, dann bitte den eigenen Laptop oder das Smartphone dabeihaben, oder (ausreichend für den Durchschnittsreisenden) man kann sich in eine „internet cabin“ setzen, wo ein abgeranzter funktionaler PC steht.

Achtung, wer lange E-Mails schreiben will: An die englische Tastatur muss man sich erst gewöhnen, das gibt Frust, wenn jede Minute zählt!

Wirklich kostenlosen Zugang findet man auf Campinglätzen nur sehr selten, bei uns war das genau zweimal (von fast 40) der Fall: im Muriwai Beach Motorcamp und im Beachside Holiday Park am Mount Maunganui.

In der Regel wirft man entweder Münzen in eine Box am PC ein oder man eröffnet „wireless“ ein Zeitkonto, das man bei dem jeweiligen Anbieter per Kreditkarte bezahlt. Der Vorteil: Viele dieser Zeitkonten-Anbieter bedienen mehrere Campingplätze, so dass man Mehrstunden-Pakete nutzen kann, die dann natürlich günstiger sind.

Ein landesweit verbreiteter Hotspot-Anbieter ist IAC. Für einen 30-Tage-Flatrate-Zugang zahlt man (Stand 2015) 50 NZ$. Dafür erhält man ein 3.000-MB-Datenpaket. Wer sich nicht für so lange festlegen möchte, kann auch stunden- oder tageweise Pakete kaufen, zum Beispiel 180 variabel einteilbare Minuten mit maximal 750 MB Datenübertragung für 15 NZ$. Bezahlt wird online mit Kreditkarte. Ist man angemeldet und hat ein Zugangspaket gekauft, erscheint der IAC-Zugang auf dem eigenen Rechner, sobald man damit online geht. Die Prozedur ist wirklich idiotensicher. Man sollte allerdings nicht vergessen, sich nach erledigter Internet-Sitzung auf der IAC-Seite wieder abzumelden, falls man ein Minutenpaket nutzt! Hier findet ihr eine interaktive Karte mit allen Orten, an denen ihr euch in Neuseeland bei IAC einloggen könnt.

Wesentlich weiter verbreitet als IAC ist Zenbu. Dieser Anbieter geht nicht nach der Zeit, die man online verbringt, sondern ausschließlich nach der Datenmenge. Das klingt nett, denn so kann man seine E-Mails oder Texte auf Websites ganz in Ruhe lesen. 100 MB kosten 10 NZ$. Klingt nicht viel, aber umgerechnet sind das schon 75 NZ$ für die 750 MB, die man bei IAC für schlappe 15 NZ$ bekommt – allerdings dort mit einer Zeitbeschränkung von 180 Minuten. Was nun besser ist – da kann ich nur die virtuellen Schultern heben.

Tipp: Wer sehr doll am Budget zu knapsen hat, der kann versuchen, an oder in Bibliotheken oder Cafés eine Internetverbindung zu bekommen. Die sind dort wirklich „for free“, aber dafür mitunter verdammt langsam. Fotos hochladen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Geschwindigkeit der Internetverbindung ist generell die Krux in Neuseeland; hier kommt man sich häufig vor wie in Deutschland vor 20 Jahren. Es müssen halt nahezu überall die Kupfer-Telefonkabel genutzt werden, und es führt nur ein einziges dickes Datenkabel durch den Pazifik nach Neuseeland (bald sollen es zwei werden, yeah!).

Wenn es auch ein bisschen teurer sein darf, kann man natürlich gern per Handy oder eine Vodafone-SIM-Card im Laptop über UMTS online gehen; dann wird die Datenverbindung über das Mobilfunknetz hergestellt und ist in der Regel wesentlich flinker. Hier ist der Nachteil allerdings die dünne Besiedlung des Landes (die ja ansonsten ein, wenn nicht der Vorteil ist): Sehr häufig findet das Handy gar keine Verbindung, um UMTS nutzen zu können.

11 Kommentare

  • Moin, wir fahren nächste Woche los und sind dann in Neu Seeland, werden die Nordinsel mit 2 Campern umreisen. Freuen uns riesig. Möchte gerne den digitalen Stöpsel ziehen, aber für wichtige Nachrichten usw muss ich erreichbar sein. Auch Navigation wäre gut. Was nimmt man denn dann nun?
    Gebe gerne etwas mehr aus, wenn ich dafür dann kein Stress habe. Vodafone mag ich zwar nicht, aber gut. Was wäre mit Spark? Freu mich über Feedback.

    • Hallo Marc, schau dir mal diesen Bericht an, der ist bissl aktueller. Vielleicht findest du da ja was Geeignetes für euch? Wir haben uns übrigens nur mit Straßenkarte wunderbar zurechtgefunden, digitaler Stecker war (bis auf den Blog) komplett gezogen – ging gut!

    • Hi Marc,

      bezgl. Navigation:
      Wir hatten uns einen Straßenatlas (von Kiwi Maps: Travellers Road Atlas) in handlicher Größe für 17$ gekauft. Da waren auch Sehenswürdigkeiten, Campingplätze und Stadtkarten drin. Da waren auch die kleinsten Gravel Roads drauf. Damit sind wir sehr gut und stressfrei gefahren. Den bekommst du z.B. in Touristen-Infos zu kaufen.

      Bezgl. Telefon+Internet:
      Wir hatten für denselben, von dir beschriebenen Zweck, Telefon und Internet. Dafür fanden wir Spark (Telekom) am besten. Siehe dazu mein Kommentar weiter unten stehend vom 15.07.2015. Der Stand ist zwar ca. 1 Jahr alt (Mitte Januar 15 – Mitte März 15) aber sollte sich nicht so stark geändert haben.

      Viele Spaß in NZ

      Jimmy

  • Hallo liebe Weltwunderer, liebe Neuseeland-Reisende,

    habt ihr Erfahrung mit dem „mobilen WiFi“, welches einige Wohnmobil-Verleiher für ihre WoMos anbieten?
    Wie gut ist das bezgl. verfügbarkeit in der Abgeschiedenheit? Ist die Datenmenge begrenzt?

    Der Kostenpunkt bei Alpha Campervans liegt bei 10NZ$/ Tag bzw. max. 100NZ$. Näheres dazu (unbegrenzte Datenmenge etc.) konnte ich bislang nicht erfahren. Vom Kostenpunkt her liegt das über den Anbietern was hier bereits im Blog vorgestellt wurde. Wir werden 2 Monate in Neuseeland unterwegs sein und das Internet hauptsächlich als Kommunikationsmittel für die zuhausegebliebenen Liebsten und Anliegen, die Wettervorhersage und event. als Routenplanungsunterstützung nutzen.

    Vielen Dank schon im Voraus für eure Tipps.

    Jimmy

    • Auch wenn das für Dich vermutlich nicht mehr relevant ist, bei Alpha sind da 500 MB enthalten. Das könnte man auch als Wucher bezeichnen.
      Günstiger kommt man, wenn man sich z.B. von Vodafone ein 5GB Prepaid Paket inkl. mobilem UMTS-Wifi-Modem holt. Das gibt es z.B. in Auckland direkt in der Ankunftshalle. Das ganze kostet einmalig 99 $NZ. Bei uns hat das für die ganzen 7 Wochen gereicht und der Vorteil ist, dass man es mit mehreren Geräten gleichzeitig via WLAN nutzen kann.

    • PS: Das sind knapp 60 Euro. Wir haben ganz Neuseeland bereist und hatten eigentlich nur auf der Südinsel am Wahariki Beach nahe Fairwell Spit, westlich von Wanaka (Haast Pass, etc.) und Milford Sound ein absolutes Funkloch.

    • Hallo tgb,

      vielen Dank für deine Rückmeldung. Ja, wir haben Mitte März diesen Jahres Neuseeland verlassen, nach 9 Wochen reisen. Dennoch findet deine Info sicherlich zukünftig NZ-Reisende. Vielen Dank dafür.

      Wir hatten uns vor Ort für einen Tarif bei SPARK (also T-Mobile) entschieden. Dieser Tarif enthielt 500MB UMTS pro Monat und soviel Freiminuten zum Telefonieren, dass wir sie nicht gebraucht haben. Außerdem konnte man von Spark Hot-Spots (meistens waren das Spark-Telefonzellen) jeden Tag 1GB kostenfrei zum Internet-Surfen nutzen. Das haben wir auch gebraucht, auch wenn es manchmal schwierig war, in der Nähe der Telefonzellen zu parken.
      Da diese Spark Hot Spots auch in sehr kleinen Ortschaften zu finden waren, ist es ein guter Tarif für Reisende, die nicht jeden Tag auf das Internet angewiesen sind bzw. öfters durch Ortschaften kommen.

      Viele Grüße

      Jimmy

  • Bitte gern geschehen! Eine völlig datenunabhängige Flatrate haben wir übrigens nirgends gefunden. Das praktische bei unserer Variante ist auch, dass es prepaid ist, dh es entstehen nicht plötzlich unschöne Ueberraschungen.
    (ich hab dir eine email mit dem link zu unserem Blog, der eigentlich einfach ein Reisetagebuch ist, geschickt, wir ihn nicht wirklich öffentlich haben wollen.)

  • ein gerade seehr aktuelles Thema (sonst könnte ich das hier nun nicht schreiben…). Wir haben die letzte von dir erwähnte Variante und finden es klappt recht gut (allerdings sind wir mit Ipad statt mit „richtigem“ Laptop unterwegs, gibts ja aber auch immer häufiger): eine microsim von telecom gekauft und dann dazu ein prepaid datenpaket. Kostenpunkt November 11: 500 MB 25 Dollar/Mt, 2 GB 50 Dollar/Mt (reicht sogar bei weitem bei täglich bloggen und Bilder hochladen). Die Abdeckung ist natürlich gerade auf der Südinsel gelegentlich spärlich, aber insgesamt nicht schlecht und wir waren durchaus in sehr abgelegenen Gebieten. Verglichen mit den Karten für die Wifis der Campgrounds fahren wir einiges günstiger, haben wir festgestellt und können dazu noch von unterweg immer ins Internet. Nur so als Ergänzung 😉 .
    Muriwai Beach kommt in 14 Tagen, gut zu wissen dass da wirklich für free, danke!

    • Vielen Dank für deine wertvollen Informationen, Anita! Das ist genau das, was ich mir von diesem Blog erhofft habe.
      Wenn du uns jetzt noch den Blog verrätst, in dem du täglich bloggst…? Wir wollen auch mitlesen!!

Hier kommt deine Meinung rein.