Neuseeland für Familien Unterwegs in Neuseeland

Neuseeland Bucket-List für Familien: 15 Dinge, die eure Kinder nicht verpassen sollten

Neuseeland ist ein Land der Superlative, das zahllose einzigartige Erlebnisse bietet – keine Frage. Aber neben all den Scenic Flights, Great Walks und Adrenalin-Kicks, die ihr Erwachsenen auf eurer To-do-Liste für Neuseeland stehen habt, solltet ihr auch an eure Kinder denken. Auf die warten in Aotearoa nämlich auch eine ganze Reihe an unvergesslichen Erfahrungen!

Der Riesenspielplatz in Kowhai Park/Whanganui

So einen gigantischen Spielplatz hat noch kein deutsches Kind gesehen, wetten? Unsere waren jedenfalls nicht wieder fortzubewegen. Whanganui liegt zum Glück recht praktisch auf dem Weg von Wellington nach Norden, also verpasst das kleine Städtchen nicht!

Weltwunderer Neuseeland Whanganui Kowhai Park

Die Dinosaurier-Rutsche ist nur eine von vielen Attraktionen im Kowhai Park

Baumriesen bestaunen

Ob nun Tane Mahuta, der „Vater des Waldes“ oder einer seiner Verwandten: Auf der Nordinsel solltet ihr die Gelegenheit nutzen und euch mit euren Kindern die letzten noch lebenden Giant Kauris ansehen. Einige dieser Baum-Uropas sind älter als das Christentum! (Das steht auch noch auf unserer eigenen Kinder-Bucket-List. Aber die gigantischen Redwoods bei Rotorua fanden unsere Kinder auch schon recht beeindruckend!)

Weltwunderer Neuseeland Kinder Rotorua Redwoods

Der Whakarewarewa Redwood Forest bei Rotorua – hier gibts Baumriesen für alle, die es nicht bis ins Northland schaffen

Museen

Regentage sind in Neuseeland gar nicht so selten. Ihr solltet sie weise nutzen und euch eines der vielen tollen Museen anschauen. Ob Touristenmagneten wie Te Papa in Wellington oder das Canterbury Museum in Christchurch oder Kleinode wie die „Waihi Gold Story„, eure Kinder werden begeistert sein (und zu Hause wohl nur noch die Nase rümpfen…).

Weltwunderer Neuseeland Te Papa Museum

Im Te Papa Museum in Wellington gibt es gleich mehrere spezielle Kinder-Räume

Cape Reinga

Am Leuchtturm von Cape Reinga zu stehen, den schäumenden Strudel aus zwei aufeinanderprallenden Ozeanen zu beobachten und nach den Seelen der Toten Ausschau zu halten, die ganz vorn an der Spitze der Klippen an dem kleinen Pohutukawa-Baum in die Unterwelt eingehen, bewegt Groß und Klein – wetten?

Weltwunderer Neuseeland Cape Reinga

Blick auf Cape Reinga (allerdings schon von 2002)

Mutprobe!

…oder Ekel-Alarm? Es ist jedenfalls etwas ganz Besonderes, einen Huhu-Käfer, eine spatzengroße Puriri-Motte oder eine Giant Weta zu entdecken und vielleicht sogar auf die Hand zu nehmen. Brrr!

Weltwunderer Puriri Moth

Die Puriri-Motte: total harmlos, aber gruselig groß

In See stechen

Egal, wie wenig Zeit ihr in Neuseeland habt: Nichts sollte euch daran hindern, wenigstens einmal eine Bootstour mitzumachen. Toll, wenn das auf einem echten Segelschiff passiert (zum Beispiel in der Bay of Islands oder auf der Banks Peninsula) und noch toller, wenn ihr dabei zufällig Delfine oder Wale seht. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könnt ihr natürlich auch gleich eine Tour zum Whale watching buchen (oder sogar mit ihnen schwimmen).

Weltwunderer Neuseeland Whitianga Tour

Ist das Wasser warm genug, kann man oft spontan mal zum Schnorcheln reinspringen – oder mit Delfinen spielen

Faszination Glow-worms

„Richtige“ Glühwürmchen kennen eure Kinder vielleicht, aber die neuseeländischen glow-worms sind etwas ganz anderes. Und über die wie Galaxien funkelnden glow-worms an Höhlendecken oder mitten im Nachtwald staunen nicht nur Kinder in Neuseeland. (Ziemlich teuer und touristisch geht das in Waitomo, aufregender ist es in Te Anau oder an der West Coast, und ganz kostenlos findet ihr die Würmchen in Waipu auf der Nordinsel oder in Linkwater im Marlborough Sound.

Thermal total

Wenn eure Kinder nicht schon im Yellowstone-Nationalpark waren, werden die blubbernden, dampfenden, zischenden Thermalwelten in und um Rotorua sie garantiert tief beeindrucken.

(Tipp: Der elend lange Rundgang durch das Waiotapu Thermal Wonderland oder die Wanderung durch das Waimangu Volcanic Valley sind für Kinder arg anstrengend. Versucht fürs erste lieber die Craters of the Moon oder schaut euch kostenlos im Kuirau Park im Stadtzentrum von Rotorua um.)

Weltwunderer Neuseeland Thermal Hidden Valley

Schwefelige Entdeckungen im Hidden Valley

Noch mehr Thermalspaß

Selbermachen ist die beste Art, etwas zu lernen – sagt nicht nur Maria Montessori. Was kann es also Wertvolleres geben, als mit Kindern einen eigenen Heißwasser-Pool im Hot Water Beach zu graben? Das geht entweder auf der Coromandel Peninsula oder in Kawhia an der Ostküste der Nordinsel.

Auch heiße Thermalflüsschen und -badebecken in freier Natur findet ihr überall in Neuseeland – springt rein! (Aber Vorsicht, der Kopf soll nicht nass werden, weil im Thermalwasser oft gefährliche Parasiten hausen.)

Leckereien schlemmen

Noch so etwas, was einfach toll an Neuseeland ist: Das Essen schmeckt hervorragend und ist absolut kindertauglich. Spätestens, wenn ihr euch an einer Riesenladung „Fish and Chips“ sattgegessen, dazu eine L&P-Limo getrunken und als Nachtisch ein Eis von „Patagonia“ geschleckt habt, glaubt ihr uns das.

Fish and Chips in Picton

Die Seele jeder Kleinstadt: der Fish-and-Chips-Laden

Hobbits!

Nicht nur in Matamata könnt ihr nach Zwergen und Hobbits Ausschau halten. Sind eure Kids alt genug, um die Bücher und Filme zu kennen, ist Neuseeland = Mittelerde = das Paradies. Wo sonst kann man in einer echten Filmkulisse herumlaufen?

Tipp: Mit kleinen Hobbit-Fans solltet ihr unbedingt auch die Weta Cave in Wellington besuchen – das lohnt sich vielleicht sogar noch mehr als „Hobbiton“ und ist auf jeden Fall viel günstiger.

Weltwunderer Hobbiton Matamata

Ein Hobbit? Oder ein Zwerg?

Eisberge und Gletscher

In Neuseeland gibt es aber wirklich alles, oder? Die wenigsten Kinder haben schon mal auf einem Gletscher gestanden oder einen Eisberg gesehen, geschweige denn angefasst. Am Tasman Glacier Lake geht das ganz einfach, ihr müsst nicht einmal eine Bootstour auf dem Gletschersee buchen.

Und die bis ans Meer reichenden Gletscher Franz Josef und Fox sind ebenfalls sehr beeindruckend – auch und vielleicht sogar weil sie in den letzten Jahren extrem zurückgegangen sind. Der Klimawandel macht auch vor Neuseeland nicht Halt…

Weltwunderer Tasman Glacier Lake

Kalt!

Dünensurfen

Windsurfen kann ja jeder, und auch Wellensurfen ist nichts, wofür ihr extra nach Neuseeland fahren müsstet. Auf dem Weg zum Cape Reinga kommt ihr aber in Te Paki vorbei, und dort wartet ein Erlebnis, das eure Kinder definitiv lieben werden (auch Erwachsene sind in aller Regel begeistert, also keine Scheu!): 50 bis 100 Meter hohe Sanddünen türmen sich, so weit das Auge reicht, und können nicht nur bestiegen, sondern mit Surfbrettern auch befahren werden – yay!

Tipp: Die am Parkplatz zu leihenden Surfboards sind ganz schön teuer. Wenn ihr des Sommers im Land unterwegs seid, könnt ihr für weiteres Surfen (im Wasser) für etwa 20 NZ$ ein ganz normales Boogie Board kaufen und hier verwenden. Wir haben allerdings gehört, dass es nicht mehr erwünscht ist, kostenlose „Ersatzbretter“ wie etwa große Pappschilder oder Plastikplanen mitzubringen…

Mui Ne Red Sanddunes

(Das hier sind allerdings andere Sanddünen. Die gibt es nämlich auch in Vietnam!)

Freedom Camping

Draußen spielen, wandern und toben ist für Kinder sowieso der Hit. Mit eurem eigenen beweglichen Dach über dem Kopf könnt ihr diese Erfahrung in Neuseeland rund um die Uhr genießen – wenigstens einmal solltet ihr „freedom camping“ ausprobieren und die nächtliche Einsamkeit abseits eines Campingplatzes erleben.

Wenn nur noch die Milchstraße am Himmel zu sehen ist, um euch herum Morepork-Eulen und Kiwis rufen und ein neugieriger Igel nach Futter schnuffelt, ist das spannender als jede Nachtwanderung. Angst vor wilden Tieren oder Verbrechern muss in Neuseeland niemand haben, solange ihr an einem legalen Stellplatz steht.

Weltwunderer Neuseeland Freedom Camping Lake Taupo

Mutterseelenallein am Lake Taupo

Selbstversorgung

Okay, nicht jede Familie besteht aus passionierten Anglern. Aber selbst blutige Anfänger können in Neuseeland recht einfach selbst einen Fisch fangen. Im Meer ist Angeln kostenlos, eine einfache Ausstattung und „bait“ bekommt ihr an jeder Tankstelle. Auch diverse Lachsfarmen bieten ihren Gästen die Möglichkeit, den gewünschten Fisch selbst aus dem Wasser zu ziehen – probiert es mal aus!

Weltwunderer Neuseeland Kinder

Statt Fischen kann man natürlich auch Muscheln fangen…

-> Die Top-Ten-Hits der Weltwundererkinder aus zwei Monaten NZ findet ihr hier. Noch tausende weitere Tipps für (meistens kostenlose) Aktivitäten mit Kindern findet ihr auf der Website www.planmyplay.co.nz. Und natürlich bei uns!

Habt ihr noch mehr und andere Tipps, was man mit Kindern in Neuseeland unbedingt machen sollte? Dann her damit!

3 Kommentare

  • Der Kowhai Park ist mittlerweile wieder offen. (29.03.2016) Unsere Kinder hatten hier viel Spass.

    In Levin zwischen Wellington und Wanganui ist ebenfalls ein sehr grosser Adventure Spielplatz. Da hat es für jede Altersgruppe etwas passendes dabei.

  • Für alle, die demnächst reisen: der Kowhai Park ist schon seit Monaten geschlossen, nachdem er im Juni letzten Jahres überflutet wurde. :-(((

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