Lesen

Neuseeland Filme für Neuseeland Fans: unsere Top Ten Liste

Zu einer Rundum-Reisevorbereitung für Neuseeland gehört natürlich auch die kulturelle Einstimmung. Neben unseren Lesetipps könnt ihr euch nun auch mit Neuseeland-Filmtipps versorgen lassen – die Weltwunderer haben (fast) jeden Film probegeschaut. Weitere Neuseeland Filme nehmen wir gern mit auf die Liste!

Weltwunderer Weta Cave Wellington Goblin Neuseeland Filme

Nicht nur Orks finden es in Neuseeland gemütlich; hier wurden schon eine Menge toller Filme gedreht!

Ein bisschen schwärmen und seufzen über die Schönheit der neuseeländischen Natur kann ja jeder – von den allbekannten Reisedokumentationen à la „Neuseeland von oben“ und wie sie alle heißen, wollen wir in diesem Beitrag gar nicht weiter reden.

Uns geht es um die „echten“ Neuseeland-Filme – gedreht in Neuseeland, Handlung in Neuseeland und/oder Darsteller aus Neuseeland. Was wir in den letzten Jahren da alles entdeckt haben, ergibt eine lange Liste – perfekt für lange (deutsche) Winterabende oder eben eure Einstimmung auf den sehr eigenartigen Humor und die „Denke“ der Neuseeländer.

(Wenn ihr auf die Bilder klickt und die DVDs bei Amazon bestellt, bekommen wir von Amazon eine Provision. Ihr zahlt dabei keinen Cent mehr. Dankeschön!)

Die 10 (+1) besten Filme, die in Neuseeland spielen

Zwar landen sie nur selten im deutschen Kino, aber es gibt doch immer mehr gute Spielfilme aus Neuseeland, in denen neuseeländische Darsteller Geschichten aus Neuseeland erzählen. Manchmal ist der Ort der Handlung wichtig, manchmal gar nicht – aber dann spielt oft der typisch neuseeländische Humor eine Hauptrolle, der so schwarz wie der Nachthimmel über dem „Dark Sky Reserve“ Tekapo ist. Hier sind unsere 10 besten Neuseeland Filme (plus einer, aber „11 beste“ hätte einfach nicht so gut geklungen).

„Wo die wilden Menschen jagen“ (englisch „Hunt for the Wilder People“) von Taika Waititi (2017) ist eben auf Deutsch veröffentlicht worden und steht schon auf unserer Warteliste: Abenteuerfilm und gleichzeitig typisch schwarz-humorige Komödie über einen vernachlässigten Teenie aus der „Großstadt“ und seinen kauzigen Pflegevater, die durch eine Verkettung von Umständen im neuseeländischen „bush“ landen – klingt gut!

 

„Das Talent des Genesis Potini“ (englisch: „The Dark Horse“) von James Napier Robertson (2016) soll laut Kritiken einer der besten Neuseeland Filme aller Zeiten sein; wir haben uns die Lebensgeschichte des psychisch gestörten Schachgenies Genesis Potini noch nicht angeschaut, werden das aber sicherlich noch tun.

 

 

„Mahana“ von Lee Tamahori (2016): interessante, teilweise witzige und mitunter absurde Geschichte über zwei Maori-Familien, die als Schafscherer in den 1960er-Jahren auf der Südinsel leben und konkurrieren.

 

 

 

„The Dead Lands“ von Toa Fraser (2015): Mal was ganz anderes, ein ziemlich brutaler (ab 16!) Actionfilm über die Rache eines Maori-Kriegers an den Mördern seines Stammes. Untertitel sind Pflicht, denn der Film ist komplett in Te Reo Maori gedreht worden.

 

 

„5 Zimmer, Küche, Sarg“ (englisch: „What we do in the Shadows“) von Jemaine Clement und Taika Waititi (2014): Das ist neuseeländisches Kino!

Ein „Mockumentary“ über eine Vampir-WG in Wellington und ihre ganz normalen Probleme des Zusammenlebens, das muss man sich erstmal einfallen lassen. Großartig!

 

„Boy“ von Taika Waititi (2010): eine gleichzeitig traurige und lustige Coming-of-Age-Geschichte über den elfjährigen Maori-Jungen „Boy“, der realisiert, dass sein verehrter Vater doch nur ein armseliger Kleinkrimineller ist.

Drehort des Films war Waihau Bay an der Ostküste Neuseelands, ein bei Kiwis beliebter Ferienort, wo Regisseur Waititi aufgewachsen ist. Der Soundtrack ist ein Gedicht!

 

„River Queen“ von Vincent Ward (2005): eine wahre Geschichte aus der Zeit der Neuseeland-Kriege, die am Whanganui River spielt und auch dort gedreht wurde; es geht um das spannungsvolle Verhältnis von Maori und Pakeha.

 

 

„Whale Rider“ von Niki Caro (2003): ein wunderschöner Film über Paikea, ein Maori-Mädchen, das eigentlich ein Junge hätte sein sollen (ihr Zwillingsbruder ist bei der Geburt gestorben). Trotz ihres „falschen“ Geschlechts findet sie den Mut, sich gegen die Tradition zu stellen, um genau diese fortzuführen – denn ihr Stamm braucht einen „Whale Rider“, der die Familienfolge fortführt.

Die Szenen, in denen Paikea einen gestrandeten Wal zurück ins Meer führt, sind wahnsinnig schön!

„Die letzte Kriegerin“ (englisch „Once were Warriors“) von Lee Tamahori (1995): extrem trauriger Film über eine Maori-Familie, die in einem Vorort von Auckland lebt und wo Kinder und Erwachsene so viel Unrecht und Gewalt erfahren, dass man eigentlich die ganze Zeit weinen möchte.

Achtung, der Film ist erst ab 16 freigegeben!

 

„Heavenly Creatures“ von Peter Jackson (1994): Ein ziemlich verstörender Film über ein reales Geschehen: Zwei Mädchen hatten 1954 in Christchurch die Mutter des einen Mädchens getötet, um nicht voneinander getrennt zu werden.

Bedrückend ist nicht nur die Geschichte, sondern auch das Wissen, dass man das Geschehen an den Orten gedreht hat, wo es tatsächlich passiert ist…

 

„Das Piano von Jane Campion (1993): Als noch keiner wusste, wo genau dieses Neuseeland lag, fanden wir diesen Film schon toll. Ein Drama mit wahnsinnig schöner Musik über Ada, die aus ungeklärten Gründen nur per Zeichensprache und über ihr Klavierspiel mit anderen kommuniziert.

Die Mutter einer Tochter wird in den 1850er-Jahren als Braut nach Neuseeland verkauft (was wohl üblich war) und trifft dort inmitten von „bush“ und Matsch auf zwei sehr unterschiedliche Männer.

Den Strand von Karekare erkennt man sofort wieder!

Neuseeland Serien für Serien-Addicts

Heutzutage schaut man ja statt einzelner Filme lieber Serien – und zwar am besten die komplette Staffel in einer Nacht. Auch für euch Binge-Watcher haben wir ein paar Tipps aus Neuseeland gefunden!

„Top of the Lake“ von Jane Campion (2013, mit sieben Folgen ): Die düstere TV-Serie über einen Kriminalfall spielt in der kleinen Gemeinde Laketop, deren reales Vorbild Glenorchy am Lake Wakatipu war. Hier erscheint die paradiesische Ecke nahe Queenstown allerdings weit weniger freundlich…

 

 

„Flight of the Conchords“ (2007 bis 2009 auf HBO, 2 Staffeln mit 22 Folgen) von Jemaine Clement und Brett McKenzie, die sich selbst spielen: zwei Folk-Musiker (deren Band „Flight of the Conchords“ tatsächlich existiert), die für ihre Karriere von Neuseeland nach New York gezogen sind und dort mit der amerikanischen Kultur zurechtkommen müssen.

Superwitzig und mit zehn „Emmys“ nominiert!

 

„Outrageous Fortune“ von James Griffin und Rachel Black (6 Staffeln, 2005 bis 2010) ist eine witzige Familienserie mit ernstem Hintergrund: erzählt wird, wie die Familie West aus Auckland, die schon seit Generationen aus Kriminellen besteht, versucht, von nun an ehrlich zu leben (was nicht so ganz klappt). Das Prequel zur Serie heißt „Westside“.

Achtung: Es geht zwar hier um eine Familie, aber diese Serie ist trotzdem nicht jugendfrei – FSK 16 steht drauf!

Die 10 besten Filme, die in Neuseeland gedreht wurden

Dann gibt es noch die anderen Neuseeland Filme – die vielleicht nicht so richtig neuseeländisch sind, uns aber trotzdem sehnsüchtig seufzen lassen, weil sie eben in Neuseeland spielen.

Neuseeländische Landschaften dienen immer häufiger als Hintergrund, weil „Wellywood“ sich dank Sir Peter Jackson einen Platz ganz vorn im Kino-Universum erobert hat.

Auch wenn sie also gar nichts mit Neuseeland zu tun haben, sind hier unsere Filmtipps AUS Neuseeland.

„Ghost in the Shell“ (2017) mit Scarlett Johanson: Noch nicht gesehen, aber die Adaption des in Japan enorm beliebten Animes über eine bionische Polizistin soll sehr sehenswert sein.

Hier tritt Neuseeland mal nicht als Traumlandschafts-Kulisse auf, sondern Wellingtons Häuserschluchten doubeln die Straßen von Hongkong!

 

„Elliot, der Drache“ (2016) mit Robert Redford wurde in den Wäldern um Rotorua und in der Kleinstadt Tapanui auf der Südinsel gedreht. Der Familienfilm ist zwar nur die Neubearbeitung eines beliebten amerikanischen Klassikers, aber wirklich schön.

Die Szenen am Ende sind am selben Drehort entstanden wie Teil 2 des „Herrn der Ringe“ – Fans erkennen die Kelvin Heights über Queenstown sofort!

 

„Der Herr der Ringe“ (2001-2003) und „Der Hobbit“ (2012-2014) – was müssen wir dazu noch sagen? Nur so viel: So großartig die erste Trilogie ist, so enttäuschend fanden wir die zweite.

Selbst die Drehorte lassen nach – es gibt nach wie vor wesentlich mehr „Herr der Ringe“-Locations, weil der „Hobbit“ zu weiten Teilen am PC entstand. Merkt man.

(Die besten „Herr der Ringe“-Drehorte in Neuseeland haben wir natürlich für euch besucht und beschrieben – auf der Südinsel, auf der Nordinsel, rund um Wellington und ganz speziell in Hobbiton/Matamata.)

„Die Chroniken von Narnia“ von Andrew Adamson (2005), eine ziemlich buchgetreue Adaption des gleichnamigen Fantasy-Siebenteilers über drei Geschwister, die durch einen Kleiderschrank in eine magische Welt gelangen. Fand ich persönlich jetzt nicht so originell, aber die Kinder schon (ein sprechender Löwe, wow!).

Der Film wurde witzigerweise in Neuseeland und Tschechien, genauer: in der Sächsischen Schweiz gedreht, was ihn für uns besonders sehenswert macht 😉

„Der letzte Samurai“ (2003) mit Tom Cruise: Ein bildgewaltiges Epos über einen amerikanischen Soldaten, der im 19. Jahrhundert als Ausbilder in der japanischen Armee landet und dort von Samurai gefangengenommen wird. Bald fügt er sich in sein neues Leben ein, umarmt die japanische Kultur und kämpft schließlich Seite an Seite mit den Samurai gegen die kaiserliche Armee.

Wenn ihr in den Schlachten den Fujiyama im Hintergrund seht, schaut genau hin: Tatsächlich ist das Mt Taranaki!

Welche Filme aus und über Neuseeland findet ihr am besten? Wir ergänzen unsere Liste gern!

3 Kommentare

  • Neuseeland ist wirklich wunderschön. War letzes Jahr dort. Kann ich nur empfehlen. Allerdings wusst ich nicht, dass doch so viele gute Filme dort gedreht wurden. Danke, habe mir auch schon 2 Filme rausgesucht fürs Wochenende. 😀

  • Sie kommen vielleicht nicht in die Hitliste, geben aber einen Einblick in die Kiwi-Mentalität: No.2 (Naming Number Two) 2006; Mit Herz und Hand (The World’s fastest Indian) 2005

  • Zwei Serien, die in Neuseeland gedreht wurden und die ich gerne gesehen habe:

    Enid Blyton Adventure Series
    Enid Blyton Secret Series

    Beide entstanden von der Produktionsfirma Cloud9.

    Im Zirkus der Abenteuer spielt den Bösewicht ein Schauspieler, der in der Rückkehr des Königs den Olifantenreiter, dessen Olifant von Legolas niedergestreckt wird.

Hier kommt deine Meinung rein.