Neuseeland für Familien

Neuseeland mit Kindern – worauf ihr verzichten müsst

Neuseeland ist ja inzwischen – auch dank unserer konstanten Agitation – weithin bekannt als kinder- und familienfreundliches Reiseziel. Was Familien hier geboten bekommen, ist wirklich viel, aber ein wenig einschränken wollen die Euphorie doch, damit es vor Ort nicht zu Enttäuschungen und umgeworfenen Reiseplänen kommt: Was geht dann doch nicht mit Kindern in Neuseeland?

Lost Gypsy Gallery Papatowai

Nicht gut mit Kinder in Neuseeland: Schlafen

Dass ihr nicht jeden Campervan mieten könnt, wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, werdet ihr schnell bemerken – die günstigsten und kleinsten Modelle vom Typ Toyota Voyager haben nur zwei richtige Sitze (und auf dem Notsitz will niemand für mehrere Wochen sitzen, echt nicht) und sind meist nur für zwei Personen zugelassen.

Hier haben wir die größten Anbieter aufgelistet, bei denen ihr familienkompatible Campervans mieten könnt. Herausstechend kinderunfreundlich (und daher in der Liste nicht aufgeführt) sind die „coolen“ Wicked Camper – die unseres Wissens einzigen Vermieter, die in keinem Fahrzeug ihrer Flotte einen Kindersitz installieren können (und Freedom-Camping-tauglich sind die Campervans auch nicht, dädädä..).

Und wo wir schon bei Fahrzeugen sind: Auch die Hop-on-Hop-off-Touren mit den berühmt-berüchtigten Backpacker-Bussen wie Stray, Kiwi Experience oder Magic kommen mit kleinen Kindern nicht in Frage. Stray begründet dies damit, dass sie „ein risikoreiches Produkt anbieten“ – ob das auf die Fahrkünste der Busfahrer anspielt?

Kinder unter fünf Jahren haben in den Bussen jedenfalls nichts zu suchen, zwischen fünf und 15 Jahren bekommen sie immerhin 25 Prozent Rabatt, müssen aber angeschnallt werden oder einen Kindersitz benutzen (und ob diese Busse die passenden Gurte haben, wenn es mitunter nicht einmal eine Sitzplatz-Garantie gibt?). Angesichts des Altersdurchschnitts, der Interessen und der Unterbringung in fest vorgebuchten Hostels, die weder Einzel- noch Familienzimmer garantieren können, empfiehlt sich diese Reiseform unseres Erachtens generell nicht für Familien mit Kindern.

Was wir wirklich schade finden: Auch viele neuseeländische Hostels nehmen keine Gäste unter zwölf Jahren auf. Das ist in der Regel dem Zielpublikum der Backpacker geschuldet, die vor allem jung, laut und party-affin sind und von kleinen Kindern in der Gemeinschaftsküche angewidert erschreckt überfordert wären. Wollt ihr in einem Hostel übernachten, erkundigt euch immer vorher per E-Mail oder Telefon, ob ihr mit Kind(ern) willkommen seid!

Auch viele Luxus-Unterkünfte lehnen Kinder ab, hier gern auch gleich bis 16 oder gar 18 Jahre. Statt einer versauten Party fürchtet man hier aber wohl eher das Gegenteil: die Störung der heiligen Ruhe.

Dasselbe Argument steht wohl auch hinter dem Kinderverbot in einigen Thermal-Pools und -Spas; hier gibt es generell kinderfreie Einrichtungen, aber auch kinderfreie Zeiten, meist ist das abends ab etwa 17:30 Uhr.

DOC Matata

Problematisch mit Kindern in Neuseeland: Touren und Unternehmungen

In Neuseeland werben buchstäblich hunderte Anbieter von geführten Ausflügen, Thrill-Aktivitäten und themenspezifischen Freizeitparks mit ihren Angeboten – und in der Regel kann hier die ganze Familie problemlos teilnehmen.

Bei einigen Unternehmungen kann es jedoch schwierig werden:

(c) Flickr/Wildlife Travel

© Flickr/Wildlife Travel

  • In Kaikoura ist „Whale Watching“ frühestens ab drei Jahren möglich. In Auckland könnt ihr dagegen Kinder jeden Alters mit auf die „Whale and Dolphin Safari“ nehmen.
  • Auch beim beliebten „Swimming with dolphins“ kann es knifflig werden, einen Anbieter zu finden, der euer Kind ins Wasser lässt: Einige Anbieter erlauben das bereits für Achtjährige, andere wiederum erst ab zehn Jahren. Die Grundbedingung ist: Das Kind muss schwimmen können und auch an Bord ständig unter der Aufsicht der Eltern bleiben. Ihr könnt also nicht beide ins Wasser springen und euer Kleines von der Reling zuschauen lassen! Wenn ihr Pech habt, werden Kinder unter fünf Jahren nicht einmal als reine Zuschauer an Bord gelassen.
  • Sea Kayaking ist eine tolle Möglichkeit, den Abel Tasman National Park zu erkunden – auch für Familien, dachten wir, als wir Angebote für ein „Family Package“ sahen. Aber ohweh, auch diese Touren sind aus Sicherheitsgründen (immerhin geht es dabei aufs offene Meer hinaus) frühestens ab acht Jahren zugelassen.Wer dennoch raus aufs Meer will, versucht es vielleicht lieber auf der Coromandel Peninsula: „Cathedral Cove Kayak Tours“ bietet seine „Family Classic“-Touren explizit für Kinder jeden Alters an.
  • Das Mindestalter für Zorbing, also das Hinunterrollen von einem Hügel in einem aufgeblasenen Gummiball (wahlweise festgeschnallt oder lose zusammen mit einem Schwapps Wasser), variiert von Land zu Land zwischen sechs und zwölf Jahren. Im Ursprungsland Neuseeland dürfen Sechsjährige gern ungehalten in der nassen Kugel zu Tal schweppern; festgeschnallt rollen können Kinder ab einer Größe von 1,60 m (was die parallel geltende Mindestaltersgrenze von sechs Jahren leicht lächerlich macht – da dürfte ja noch nicht mal meine Mutter mitfahren!!).
(c) Flickr/einalem

© Flickr/einalem

  • Auch von so harmlosen Sachen wie Segeltouren und Ausflügen mit traditionellen Kanus der Maori („waka“) können kleinere Kinder (normalerweise unter sechs Jahren) bei einzelnen Anbietern ausgeschlossen sein; dann sind hier wahrscheinlich schlicht keine Kinder-Rettungswesten an Bord.
  • Ein Ausflug nach White Island, ob mit dem Boot oder ganz cool mit dem Helikopter, ist sicherlich ein tolles Erlebnis. Wann sieht man schon mal einen aktiven Vulkan ganz aus der Nähe? Wegen der Schwefeldämpfe, die über die Insel wabern, müssen hier an einigen Stellen des Rundgangs Atemschutzmasken getragen werden. Da es keine Kindermasken gibt, geht so ein Ausflug mit Kindern daher erst ab acht Jahren.
  • Während Scenic flights mit Helikoptern, Segel- und Motorflugzeugen überall in Neuseeland mit Kindern jeden Alters möglich ist (die Kleinen fliegen meist sogar kostenlos mit!), dürfen erst Teenies sich von Brücken und Felsen stürzen – Bungee-Jumping beim „Godfather“ AJ Hackett gibt’s erst ab frühestens 13 Jahren und 1,20 m Körpergröße sowie 45 kg Mindestgewicht, in Rotorua könnt ihr schon eure Zehnjährigen in die Tiefe stoßen (das Mindestgewicht liegt hier nur bei 35 kg). Kinder Jugendliche unter 16 müssen außerdem die Erlaubnis ihrer Eltern vorweisen können, bevor sie springen.
(c) Flickr/cabbit

© Flickr/cabbit

  • „Boah, sind die streng“, stöhnt ihr jetzt vielleicht enttäuscht, liebe Pre-Teens – aber Achtung, es gibt ein tolles Schlupfloch: Für das noch wesentlich coolere Tandem-Skydiving gibt es keine Altersgrenze – unter 18-Jährige brauchen lediglich die Erlaubnis ihrer Eltern, um sich 4.000 Meter in die Tiefe zu stürzen.
  • Andere spannende Dinge wie Canyoning, Rafting, Abseiling, Cave Tubing oder Blackwater Rafting könnt ihr erst mit Zwölf- bis 15-Jährigen machen.
  • Aber nicht alles, was Spaß macht, ist jüngeren Kindern verboten. Schon 14-Jährige können ihr Quadbike selbst durch den Dreck steuern, natürlich auch ohne Führerschein. Sind eure Kinder jünger, dürfen sie als Beifahrer (oder sagt man Soziusse?) an Bord, nur unter Fünfjährigen ist der Fahrspaß ganz untersagt.
Coromandel Snorkeling Tour

Zwar keine Delfine, aber im Meer schnorcheln ist erlaubt!

Mit Kindern in Neuseeland so-so: Wandern

Auch wenn wir selbst uns längere Wanderungen mit Kleinkind nicht zugetraut haben, heißt das nicht, dass es nicht geht. Hier kommt es schlicht auf die persönliche Erfahrung und Fitness einer Familie an – wir haben sowohl Touristen mit Babytrage als auch neuseeländische Familien mit drei und mehr Kindern auf mehrtägigen Walks getroffen.

Mit kleineren Kindern, die noch permanent getragen werden, kommt man (entsprechende Tragefitness und einen Partner, der den Rest des Gepäcks schleppt) unter Umständen sogar besser voran als mit Fünfjährigen, die zum Getragenwerden zu schwer und zum Selbstlaufen zu faul sind. (Auf jeden Fall spart man sich das endlose Animationsprogramm …)

Rob Roy Glacier Track

Eine Einschränkung gibt es für Wanderungen trotzdem: Anspruchsvollere Tracks wie zum Beispiel der Milford Track oder die Bergetappen des Routeburn und des Kepler Track werden auf der Website des DOC für Kinder unter zehn Jahren explizit nicht empfohlen. Ob ihr euren Kindern so eine Wanderung zutraut, müsst bzw. dürft ihr im Endeffekt aber natürlich selbst entscheiden.

In den Huts auf den mehrtägigen Routen zahlen sie jedenfalls für die Übernachtung nichts (bis zehn Jahre, auf den Great Walks sogar bis 18 Jahre) – ein eindeutiges Pro-Argument!

Hier sind ein paar von Eltern getestete Wanderungen in Neuseeland:

Generell zu beachten mit Kindern in Neuseeland

Ein paar allgemeinen Einschränkungen unterliegt ihr als reisende Eltern natürlich immer, die haben speziell mit Neuseeland nicht viel zu tun. Klar ist, dass Ausflüge in Pubs und „Bottle Stores“ (das sind die Läden, wo harter Alkohol verkauft wird) mit Kindern unter 18 Jahren nicht erlaubt sind; das trifft sicherlich auch auf Nachtclubs zu. Was ihr laut Gesetz mit Kindern unter 18 Jahren dürft:

  • in Pub-Restaurants (wo es also etwas zu essen gibt) und „Family Lounge Bars“ gehen, auch wenn ihr dort kein Essen bestellt
  • euren Kindern alkoholische Getränke kaufen
  • in Privaträumen und auf öffentlichen Plätzen gemeinsam mit euren Kindern (die hoffentlich eher Jugendliche sind) alkoholische Getränke konsumieren

Wo wir schon bei Gesetzen und Regeln sind: Auch das unter jungen Leuten (so nennen wir mal alle unter 30, muhaha) so beliebte „Work and Travel“-Visum, das Aufenthalte in Neuseeland bis zu einem Jahr erlaubt, wenn man dabei hin und wieder arbeiten möchte, ist ab dem ersten Kind gestorben.

Und natürlich solltet ihr euch Rundreisen vom Zuschnitt „In drei Wochen über beide Inseln“ besonders mit kleineren Kindern verkneifen – das geht schon ohne Kinder nur mit viel Eile, mit Nachwuchs solltet ihr von solchen Plänen dringend Abstand nehmen.

Welche Erfahrungen habt ihr als Familie in Neuseeland gemacht – habt ihr euch durch eure Kinder in irgendeiner Beziehung eingeschränkt gefühlt?

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10 Kommentare

  • Wir waren mit unserer 7 Monate alten Tocher in Neuseeland und schon im Vorfeld der Reise war klar, dass man mit Baby nicht alles machen kann. Jeder von uns hatte aber 1 bis 2 oder 3 spezielle Wünsche, was er gerne machen würde und so haben wir eben einige Aktivitäten getrennt gemacht. Einer hat aufs Baby aufgepasst und der andere hatte einen tollen Tag. So kann man sich auch wesentlich besser auf den Ausflug konzentrieren. Wie schade wäre es beim WhaleWatching, wenn im Moment des Abtauchens des Wales das Baby anfängt zu schreien und man nix mehr mitbekommt (wofür man ja schließlich viel Geld bezahlt hat).
    Außerdem war jeder auch mal froh ein paar Stunden „Pause“ zu haben, in 8 Wochen wird es in einem kleinen Campervan doch manchmal auch eng.

  • Sehr hilfreicher Beitrag! Für unsere Lütte war es ein echtes Highlight, dass sie beim Schwimmen mit Robben in Kaikoura schon mitdurfte (sie war 5). Allerdings zog man ihr drei Wetsuits übereinander, weil sie in der Größe nur Surfanzüge hatten :-). Beim Dolphin Swimming war die Beschränkung bei 8 Jahren, was ich in Anbetracht des Gewusels auch OK fand. Allein deswegen müssen wir wieder hin :-). Sonst haben wir keine Sachen unternommen, bei denen eine Beschränkung gegriffen hätte, und haben die Kiwis als enorm kinderfreundlich erlebt.

    In der Tat ist das Reisen mit Kind deutlich entschleunigter als ohne, aber das ist ja nichts Negatives.

  • Find auch, dass gewisse Altersbeschränkungen wirklich Sinn machen, auch wenn man das vor Ort manchmal nicht so richtig einsehen möchte!

    Die Altersbeschränkungen an den Gletschern fanden wir auch sehr schade, hätten wir doch gerne mit unseren Kindern eine Tour mitgemacht. Aber da konnte man nun eben nichts machen.
    Ausserdem geht es ja auch einfacher wie im Post und Connys Kommentar oben erwähnt mit Wanderungen auf verschiedenen Tracks, wie z.B. im Abel Tasman mit Hütten- oder Zeltübernachtung.

    Und ausserdem hat man ja dann (hoffentlich) immer noch die Möglichkeit in ein paar Jahren wieder nach NZ zu fahren, um dann mit seinen älteren Kindern alles das machen zu können, was man bei einem früheren Besuch auslassen musste!!!

  • Wir waren jetzt genau vor einem Jahr, also November und Dezember in NZ. Mit unserem damals gerade 6-jährigen Sohn. Auch ich möchte sagen, dass Altersbegrenzungen sinnvoll sind. Menschen brauchen nunmal bei manchen Dingen eine Mindestgröße oder ein Mindestgewicht um sicher durch das Abenteuer per Gerät gebracht zu werden, oder um nicht von Deck geweht zu werden. Ebenso ist ein Mindestalter zum Verständnis und Kondition mancherorts durchaus sinnvoll. Für uns war es manchmal schon ärgerlich, weil iunser Sohn gerade mal ein Jahr zu jung war und wir ihn nicht als 7-jährigen hätten ausgeben können, da er dafür viel zu kurz gewesen wäre. So konnten wir z.B. den Franz-Joseph-Gletscher nicht begehen, weil das erst ab 7 möglich ist. Ich habe dann mit dem Veranstalter gemailt und ihm erklärt, dass unser Sohn schon eine tolle Kondition hat und schon oft in den Bergen war und sicher die Tour gut macht. Sie waren unerbittlich und letztlich finde ich das auch gut so. Es muss auch Abenteuer und Touren nur für „Erwachsene“ geben. Auf den Mt. Everest schleppt man ja auch sein Kind nicht mit. Ich finde es auch oft mühsam, wenn man sich in Gruppen auf ein Abenteuer begibt und da sind Kinder dabei, die eiegentlich noch zu klein sind. Das bremst den Erwachsenen auch den „Spaß“. Als stolze und glückliche Mutter darf ich das meinen und sagen, ohne zu diskriminieren!
    Mit Kindern muss man seinen Urlaub halt anders planen und anders gestalten. Aber diese Zeit des Eingeschränktseins geht schneller vorbei, als Euch lieb ist!!!!!!!!!!!!!!!
    Zu den ungesicherten Tracks und Steigen möchte ich noch was sagen: NZ ist Natur und das soll auch so bleiben. In Norwegen z.B. kann man auf dem Preikestolen direkt an die Kante gehen und da geht es über 600 meter senkrecht runter zum Fjord. Ungesichert und ungebremst. Scheinbar erwarten wir Deutschen? über all Geländer, Seile, doppelte Böden. Ich persönlich finde nichts schrecklicher, als wenn überall der alpine oder querfeldein Charakter der Touren durch planieren und einmauern etc verlohren geht. Wer etwas alpines aber absolut kindersicheres sucht, der ist z.B. mit dem Hooker-Valley-Track gut bedient. 10 km Hin- und zurück in gigantischer Landschaft, fast eben und garantiert absturzsicher. Oder auch zur Cathedral Cove auf Coromandel kann man gefahrlos wandern oder den Abel Tasman Treck. Was auch schön und fast gefahrlos war, ist der Lake Marian am Weg zum Milford Sound. Dort waren wir zudem auch fast allein.
    Wir hatten einen Fiat-Ducato von Alphacamper. Preislich ok, für 3 Personen auch. Nicht der neueste und manches war defekt, aber wir hatten 6 tolle Wochen und wir hätten weder was größeres – für manche Wege nicht so optimal, noch was kleineres – im Land des Regens (bei uns hat es fast jeden Tag geregnet) ist ein komplett festes Dach ohne Zelt über dem Kopf schon sehr angenehm, gewollt.

    Allen viel Spaß in NZ! Entschleunigt und genießt die Abenteuer so, wie es mit euren Kindern möglich ist. Lieber kleine Touren, kleine Dinge und dafür den Spirit des Landes, die Einsamkeit und die Ruhe genießen… Es gibt so viel. Und NZ ist zwar am anderen Ende der Welt, aber wenn die Kinder groß sind, geht bestimmt auch noch ein Flugzeug dorthin…

    Conny

  • Tolle Auflistung.

    Eingeschränkt ist man natürlich auf eine gewisse Art und Weise. Doch die gewisse Entschleunigung die Kinder so mit sich bringen, sorgt wiederum für Momente, die es ohne Kinder nicht geben würde.
    Jet-Boot fahren ist ab 2 Jahren erlaubt. Unser Sohn war knapp 5 und hat es geliebt, obwohl er mittig sitzend quasi nix sehen konnte.
    Die Möglichkeiten zu wandern waren für unser Kind ideal. Ob Key Summit Track oder Hooker Valley Track – er hat die meisten Touren besser verkraftet als wir 😉
    Was ich allerdings nicht so toll fand, ist, wie ungesichert manche Tracks sich durch die Landschaft winden. Hat man das Kind nicht an der Hand – was bei uns leider schwierig durchzusetzen war – sieht man es vor dem inneren Auge oftmals schon den Abhang hinabfallen.

    • Hallo René, da hast du Recht. Ich hatte auch so manches Mal feuchte Hände… Aber ich bin ja der Meinung, wenn man Kindern ihre Bewegung lässt, lernen sie ihre Grenzen eher einzuschätzen, als wenn man permanent warnt, mahnt und sie irgendwo festbindet. Das scheinen die Kiwis auch so zu sehen 🙂

  • Ja, natürlich machen solche Altersgrenzen Sinn! Mich wundert es eher, dass vieles doch recht zeitig erlaubt wird (Skydiven können also theoretisch schon mutige Grundschüler – wahh!). Das gäbe es in Deutschland sicher nicht …
    Worauf ich mit diesem Post hinauswill: Hat man als Familie solche Unternehmungen auf der Agenda, sollte man sich frühzeitig informieren, welche Altersgrenzen bei den verschiedenen Anbietern gelten, damit es vor Ort nicht zu langen Gesichtern kommt. Oder halt Alternativen überlegen: Bei Familie Bauer ist Mama Sarah gerade allein nach White Island gefahren, Papa durfte dafür allein skydiven. 🙂

  • Manche Altersbeschränkungen machen aber auch Sinn, nicht wahr? Wir haben z. B. unseren damals zweijährigen Sohn in Südafrika mit auf eine Whale Watching Tour genommen. Er hat das (zum Glück) weitgehend verschlafen, fand es aber überhaupt nicht witzig. Das kann schon einmal je nach Gewässer und Boot ganz schön schaukeln, es gibt ruckartige Bewegungen und manchmal aus dem Nichts heraus sehr laute Geräusche (Motor) und nicht alle Kinder finden das witzig. Einer von uns beiden Erwachsenen verbrachte somit die ganze Fahrt zusammen mit ihm unter Deck (draußen konnte man sich nirgends gut festhalten und es war auch recht windig).
    Unser Sohn ist eigentlich sehr pflegeleicht, aber das fand er (und somit wir auch) recht doof.

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