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Pakiri Beach: Top Ten Campingplatz und Strand-Geheimtipp in einem

Wanderer, kommst du nach Pakiri … dann hast du dir wirklich Mühe gegeben. Mehr als eine furchtbar schlechte Schotterstraße führt dort nämlich nicht hin. Die entsprechende Abgeschiedenheit, zusammen mit einem der beeindruckendsten Strände der Nordinsel, ergibt eine Campsite-Location der Superklasse.

Pakiri BeachWoran erinnert man sich zuerst, wenn man an Neuseelands Nordinsel denkt? Grüne Hügel, riesige Kauris und dampfende Schwefelquellen kommen sicher jedem in den Sinn, aber vor alle anderen Erinnerungen schieben sich doch bestimmt die wahnsinnig schönen Strände; an denen man im Gegensatz zur Südinsel höchstwahrscheinlich sogar mal ins Wasser gehüpft ist.

Neben dem „Klassiker“ Muriwai Beach und Ocean Beach in unserem Lieblingsort Tairua hat uns auf unserer großen Reise vor allem ein Strand verzaubert: Pakiri Beach an der Ostküste, etwa neun Kilometer nördlich von Leigh oder 86 Kilometer nördlich von Auckland.

Was nach einem Katzensprung klingt, benötigt mehrere Stunden Anreise – die Gravel Roads, die vom Örtchen (mehr ist es wirklich nicht) Pakiri ans Meer führen, sind in wahrhaft grauenhaftem Zustand und schrecken den unerfahrenen Campervan-Fahrer mit Staub, engen Kurven, Washboarding und fiesen Auswaschungen. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, was auf diesen Straßen los ist, wenn der Pakiri Beach Holiday Park mit seinen vielen ordentlichen Stellplätzen und den vielen netten Bungalows einmal voll besetzt ist und die alle auf einmal an- oder abreisen.

Pakiri Beach

Wir wollen uns aber auch nicht vorstellen, wie es am Pakiri Beach aussähe, wenn man diese Gravel Roads asphaltieren und somit für eine bequeme An- und Abreise sorgen würde. Der Status quo ist eigentlich perfekt: Auf dem Besucherparkplatz (natürlich mit picobello sauberen Toiletten; ich glaube, da gab es sogar Duschen!) sieht man ein paar klapprige Campervans von strubbeligen Surfern, die hier nach der perfekten Welle suchen; der Campingplatz selbst liegt in flirrender Gone-fishing-Ruhe, ein paar Familien liegen am Strand im Schatten von Pohutukawas, in den Dünen stochern vom Aussterben bedrohte Fairy Terns.

Und: Es herrscht ohrenbetäubender Lärm – von den wahrhaft gigantischen Brechern, die den Strandabschnitt rechts vom Besucherparkplatz zum Surferhimmel machen, aber jeden Schwimmer wirksam abschrecken. Im offenen Meer baden ist hier ein Ding der Unmöglichkeit; das sieht man spätestens dann ein, wenn man gesehen hat, dass die Surfer hier Helme tragen (!) und dass die Einheimischen vom Strand aus mit gigantisch langen Leinen nach Haien (!) fischen.

Pakiri Beach

Dafür, dass der extrem breite Sandstrand trotzdem kindergeeignet ist, sorgt das hier ins Meer mündende Poutawa-Flüsschen. Es fließt mit ziemlicher Geschwindigkeit und gräbt dadurch einen ansehnlichen Graben in die Dünen, bevor es sich ganz flach und unschuldig in den über 100 Meter breiten Sandstrand vertröpfelt.

Unschuldiges Planschen für Babys ist hier nicht; aber lustiges, von Eltern assistiertes (!) Strömungsschwimmen! Pakiri Beach ist so abgelegen, dass es hier keine Rettungsschwimmer gibt; das sorgt zwar für die gewünschte Idylle, bedeutet für euch aber: Bitte Vorsicht!!

 

Ein zweiter Grund, warum man sich mit Kindern hier mehr als willkommen fühlt, ist der Pakiri Beach Holiday Park. Sanitärräume und Küchengebäude waren guter Durchschnitt, aber nichts Besonderes (fünf Minuten Duschen kosten 50 Cent; Küchengeräte gibt es zwar reichlich, aber kein Kochgeschirr!); im Zeltplatzlädchen kann man (bis auf Bier) alles kaufen, was man zum Kochen und Spielen am Strand so braucht.

Der vergleichsweise hohe Preis und das kühle Management werden allerorts bemängelt; wir fanden beides keiner Beschwerde wert. Für eine Powered Site mit zwei Kindern haben wir in der Nebensaison 45 NZ$ bezahlt.

Das Alleinstellungsmerkmal des Platzes ist sein Spielplatz: Hier gibt es nicht nur Rutschen, Schaukeln & Co., sondern auch und vor allem mehrere kleine Spielhäuschen – mit Spielküche, Spielwohnzimmer und so weiter. Für die Erwachsenen gibt es … Tischtennis!!

Pakiri Beach Holiday Park

Unsere Kinder konnten sich gar nicht entscheiden, was sie wollten: zum Strand oder zum Spielplatz? Da letzterer eingezäunt auf dem Gelände des Campingplatzes liegt, kann man die Lütten guten Gewissens eine Weile in Ruhe lassen und selbst ein wenig in den Dünen herumstreunen – ohne dabei auf die Fairy Terns zu treten, bitteschön.

Dass man in der Nacht am Strand das gesamte Universum zu sehen scheint, ist für Neuseeland ja nichts Besonderes; hier haben wir sogar eine Sternschnuppe gesehen … aber was wir uns gewünscht haben, dürfen wir nicht verraten 😉

Pakiri Beach

Tipp: Nördlich von Pakiri ist am Te Arai Point auch Freedom Camping erlaubt! Noch mehr Freedom Camping Spots in der Nähe findet ihr in unseren ausführlichen Download-Listen.

1 Kommentar

  • Hallo,
    Danke für die gute Empfehlung, werde sie bei meinem nächsten Urlaub gerne wahrnehmen! 🙂 Ich als Fan von Natururlaub und Stränden würde hier warscheinlich voll auf meine Kosten kommen, wobei Neuseeland ja sowieso ein perfekter Ort für einen Natururlaub darstellt. Weiter so!

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