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Produkttipp: Warum (fast) alle Eltern einen CARES-Gurt haben sollten

In der letzten Saison war unser CARES-Gurt zweimal in Neuseeland, gerade ist er wieder unterwegs nach Thailand. Warum wir unser Schätzchen so gern auf Reisen schicken? Weil kein Kind ungesichert im Flugzeug fliegen sollte, wenn es nicht muss. Heute erklären wir noch mal, warum uns das so wichtig ist und warum das gar nicht schwer ist.

Airport Moscow

Er funktioniert ganz einfach: Mit einer Schlaufe aus festem Gurtband und zwei daran befestigten dünneren Bändern macht der CARES aus dem normalen Beckengurt des Flugzeugsitzes einen bombenfest sitzenden Fünfpunktgurt. Im Fall einer Bremsung, eines Aufpralls oder einer Turbulenz während des Fluges (und die sind gar nicht mal selten) ist euer Kind dann gut gesichert – wie es mit einem normalen Beckengurt aussehen würde, zeigt der TÜV Rheinland in einem Crashtest-Video auf seiner Website.

9 Gründe für einen CARES-Gurt:

  • er ist binnen fünf Minuten am Flugzeugsitz angebracht
  • er kann auch auf Gangplätzen angebracht werden (anders als ein Autokindersitz)
  • er kann unter Umständen auch in Reisebussen und Autos (auf dem Vordersitz oder bei Rückbänken mit getrennten Lehnen) angebracht werden – sehr praktisch in Asien!
  • er ist leicht (ca. 500 g) und klein verpackt, passt also in den kleinsten Handgepäcks-Rucksack
  • er ist abwaschbar (sehr praktisch, wenn das Kind überraschend draufkotzt – selbst getestet!)
  • er ist „for use in aircraft“ zertifiziert und muss daher praktisch von jeder Airline akzeptiert werden
  • er ist das einzige Rückhaltesystem, das von Ryanair akzeptiert wird (für Kinder ab 1 Jahr)
  • er kostet nur etwa 85 Euro* und somit weniger als die meisten Kindersitze
  • er kann kaum beschädigt werden oder altern und lässt sich somit wunderbar wieder verkaufen

 

Wer braucht den CARES-Gurt, wer nicht?

Der Gurt passt allen Kindern, die schon selbst sitzen können und unter einem Meter groß sind (manche fühlen sich auch später noch wohl damit). Sehr kleine oder schmale Kinder könnten unter dem Beckengurt durchrutschen; hier kann man mit einer rutschfesten Sitzmatte nachhelfen, die ihr einfach auf den Flugzeugsitz legt.

Entscheidender ist sowieso das Gewicht: Mehr als 20 kg sollen die angeschnallten Kinder nicht wiegen. Das hat nicht direkt mit dem Gurt, sondern mit der Stabilität der Flugzeugsitzlehnen zu tun, die für solche Belastungen nicht ausgelegt sind.

Im Gegensatz zu normalen Autokindersitzen, die nie optimal auf einen Flugzeugsitz passen können, weil sie eben für Autositze gedacht sind, wurde der CARES-Gurt eigens für Flugzeugsitze entwickelt. Der TÜV Rheinland bemängelt allerdings, die Schutzwirkung des CARES-Gurtes sei nicht so gut wie die eines Autokindersitzes. Dazu sagen wir: besser überhaupt eine Schutzwirkung als gar keine, oder?

Der Nachteil?

Um den Gurt nutzen zu können, müssen Kinder natürlich auf einem eigenen Platz sitzen – damit fällt die Option „Wir sparen superviel Geld, so lange das Kleine unter zwei Jahre alt ist“ leider weg. Sicherheit hat ihren Preis, das ist leider so.

* Apropos Preis: Ihr bekommt den CARES-Gurt natürlich wie fast alle Dinge auf der Welt über Amazon. Dort kostet er zurzeit knapp 89 Euro.

(c) Amazon.de

(c) Amazon.de

… und übrigens:

Lasst euch bitte nicht erzählen, wegen des Gurtes dürftet ihr nur in der letzten Reihe sitzen. Der Gurt behindert den hinter euch Sitzenden in keiner Weise – wenn ihr ihn über die Sitzlehne schiebt, blockiert ihr höchstens das Tablett. Sind die Anschnallzeichen erloschen und die Tabletts dürfen heruntergeklappt werden, braucht ihr auch den Gurt nicht mehr und könnt ihn dann eurem Hintermann zuliebe lockern und ganz nach unten schieben (oder abnehmen).

Wir haben mehrere lange Flüge mit dem CARES-Gurt absolviert und sind absolut überzeugt davon. Wir sind so überzeugt, dass wir ihn auch regelmäßig verleihen. Wenn ihr also absolut keine Möglichkeit seht, selbst einen Gurt zu kaufen, dann fragt uns bitte. Uns ist wohler, wenn wir wissen, dass eure Kinder gut gesichert in den Urlaub fliegen 🙂

Update: Die Lufthansa erlaubt die Nutzung des CARES-Gurtes seit einigen Jahren ohne Angabe von Gründen nicht mehr, und andere europäische Airlines ziehen nach. Erkundigt euch vor der Flugbuchung unbedingt, welche Rückhaltesysteme die Airline akzeptiert!

Disclaimer: Auch dieses Produkt stellen wir euch aus freien Stücken vor, weil wir davon so überzeugt sind. Wenn ihr den CARES-Gurt über den Amazon-Link in diesem Post kauft, erhalten wir jedoch einen kleinen Anteil vom Verkaufspreis.

3 Kommentare

  • Hallo Weltwunderer-Familie,

    dank euch habe ich vom Cares Gurt erfahren und da bei uns im Februar ein Urlaub mit Flugreise ansteht, wollte ich mal nachfragen ob das Angebot mit leihen noch besteht und wir den Gurt vom 15.-22. Februar haben könnten. Wie viel möchtet ihr dafür?
    Viele Grüße

  • Wir haben ihn gerade in Neuseeland für unsere zehn Monate alte Tochter dabei. Sie kann zwar sitzen, aber ein bisschen zu groß ist er. Wenn sie sich protestieren d ins Hohlkreuz wirft, weil sie gerade nicht festgebunden sein will, hilft auch keine rutschfeste Unterlage. Aber wenn sie mitspielt, ist er gut. Wirklich einziger Nachteil, wenn so kleine Knirpse auf einem eigenen Platz sitzen: Sie lassen sich nicht besonders gut trösten. Ansonsten waren wir um den Extrasitz plus Cares-Gurt jede Sekunde froh.
    Und: das Emirates-Personal kennt den Gurt und verhandelt nicht, ob man ihn nutzen darf.

  • Liebe Jenny,
    interessanter Beitrag – vielen Dank. Ich habe ja hier schon mal an anderer Stelle durchblicken lassen, dass ich diesen Gurt und ähnliche Massnahmen eventuell ein bisschen übertrieben finde, da es absolute Sicherheit nicht gibt. Glaube wir hatten einmal oder so einen Autositz mit im Flugzeug, was ich aber ganz schön mühsam fand. Und dann ist Fliegen insgesamt gesehen natürlich bei weitem sicherer, als seine Kinder zuhause im Auto spazieren zu fahren (oder ohne Gurt auf nem Moped in Asien usw).
    Muss aber dennoch gestehen, dass eure (und die vom TÜV Rheinland!) genannten Argumente nicht ganz von der Hand zu weisen sind! Unsere Kinder sind zum Glück inzwischen so gross, dass auch ein normaler Beckengurt ausreicht – eigene Plätze haben sie eh schon lange. Der CARES ist nicht ganz billig, da kommt bei zwei, drei Kindern schon was zusammen. Aber auf der anderen Seite denke ich wir ihr, das sollte einem vielleicht schon die Sicherheit seiner Kinder wert sein. Und wenn ich überlege, was man sonst so alles aufgeschwatzt bekommt…

    Von daher würde ich mir heute die Anschaffung eines bzw mehrerer Gurte doch überlegen – zumal sie handlicher sind, als irgendwelche Autositze! 🙂

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