Gesundheit

Tag, Herr Doktor – Hausmittel auf Reisen

Eine Reise, die ist lustig – aber mit Kindern wird sie regelmäßig gar nicht mehr so lustig, wenn die das tun, was sie am besten können: Von jetzt auf gleich einen unerklärlich hässlichen Ausschlag bekommen, im Strandurlaub eine Bronchitis entwickeln oder sich eine Minute nach der Ankunft am Klettergerüst eine Platzwunde zuziehen. Die weisen Eltern sorgen also vor, und zwar in Form von guter Vorbereitung (ein Erste-Hilfe-Kurs speziell für Kinder hat noch keinem geschadet!), Demut vor dem Schicksal (was auch passiert, es hat bestimmt einen Grund… auch der Brechdurchfall im Mietwagen) sowie einer gut gefüllten Reiseapotheke.

Viele Wehwehchen bekommt man auch im Urlaub mit Hausmitteln gut in den Griff, für deren Anwendung man im Campervan ja recht gut ausgestattet ist. Deshalb hier mal unsere Erfahrungen; diese sind natürlich kein Ersatz für selbständiges Nachdenken und den Gang zum Arzt, sobald man sich unsicher fühlt!

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit helfen meist schon:

  • Nasenspülung, Gurgeln, Inhalieren und selbst hergestellte Nasentropfen mit Kochsalzlösung (ein gestrichener Teelöffel normales Salz auf einen Viertelliter lauwarmes Wasser sind völlig okay)
  • Zwiebelsaft aus zwei Zwiebeln und einigen Esslöffeln Zucker, ein paar Stunden ziehen gelassen (nur um Gottes Willen gut abdecken!), den Sirup abgegossen und löffelweise alle paar Stunden eingenommen (danach Abstand zum Kranken halten – er stinkt wie ein… ähm… er stinkt)
  • Quark- oder Kartoffelwickel
  • für die Großen: einen halben Liter Bier mit einigen Löffeln Honig erwärmen und abends (!) trinken
  • Tee, Tee, Tee; am besten Thymian- oder Salbeitee. Trinken oder gurgeln nach Gusto. Memmen nehmen Honig dazu 😉

(Für Kinder gibt es spezielle Hustentee-Mischungen mit Süßholz, die schmecken sogar richtig gut. Einem Kind Thymiantee einzuflößen, kann dagegen schwierig werden.)

Bei Bauchschmerzen und Durchfall:

  • Tee, Tee, Tee. Hier helfen Fenchel- und Kamillentee.
  • mein Geheimtipp: getrocknete Heidelbeeren, einen Löffel voll gekaut oder einen Sud daraus hergestellt und getrunken (gibt es in der Apotheke, aber vielleicht nicht in jeder… also nehme ich sie lieber mit)
  • selbst hergestellte Elektrolytmischung aus einer Prise Salz und zwei Teelöffeln Traubenzucker pro Tasse Tee (Fenchel oder schwarz); optional noch zur Hälfte mit Orangensaft aufgießen
  • Schonkost wie bei Mutti aus Zwieback, geriebenem (!) Apfel und Banane
  • KEINE Cola! Dass Cola zwar das nötige Kalium enthält, aber sehr wenig und dabei noch viel zu viel Zucker und obendrein noch schädliches Koffein, weiß erstaunlicherweise immer noch nicht jeder.

Was ich nun endlich eingepackt habe, verrate ich hier.

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