Rund ums Wohnmobil

So sollte ein familienfreundliches Wohnmobil aussehen

Wir haben euch gefragt, was für euch in ein familienfreundliches Wohnmobil gehört – und ihr habt geantwortet, hier im Blog und auf Facebook. Was euch da alles eingefallen ist, hat uns glatt umgehauen. Vielen, vielen Dank für eure Erfahrungen und Meinungen! Die Wunschliste für den familienfreundlichen Campervan ist ellenlang – aber teilweise wirklich leicht umzusetzen.

Weltwunderer familienfreundliches Wohnmobil Neuseeland

Wenn ihr euer Wohnmobil für die nächste Neuseeland-Reise mit Kindern bucht, dann schaut euch vorher unsere Liste an und vergleicht, was davon der Vermieter eurer Wahl bereits umsetzt. Nachfragen (etwa nach den Möglichkeiten zum Verstauen von Gepäck oder nach der Kindersicherheit im Innenraum) kostet nichts und hilft den Vermietern, ihre Angebote kundenfreundlicher zu gestalten.

Und wenn es wirklich nicht kinderfreundlicher geht, könnt ihr euch wenigstens entsprechend vorbereiten und kleine Helfer wie Saughaken, Wäscheleine oder ein Netz zum Aufhängen von zu Hause mitbringen.

Ein familienfreundliches Wohnmobil in Neuseeland mieten: darauf müsst ihr achten

Um eure vielen Ideen ein wenig übersichtlich(er) anzuordnen, teilen wir sie in vier Hauptkategorien auf – klickt einfach auf die einzelnen Tabs, um den Text auszuklappen.

Innenausstattung
  • Umräumen nervt, besonders bei Regen: statt Kindersitze wegräumen, Sitze umklappen, Polster irgendwo deponieren usw. sollte auch mit aufgebautem Bett genug Platz zum Bewegen bleiben
  • Standheizung (mit Gas) und gute Isolierung
  • die Fenster so tief oder groß, dass man auch auf den Kindersitzen in der zweiten Reihe bequem sehen kann
  • Vorhang ums Bett: dann können die Kinder schlafen und die Eltern im Wohnbereich noch planen, schmökern etc.
  • ausreichend Platz für eine Kindersitzgelegenheit am Tisch (Hochstuhl zum Anklemmen an die Tischplatte)
  • Stauraum ist für Familien im Urlaub das A und O:
    • viel und leicht zugänglicher Stauraum
    • Staukästen, die auch bei aufgebautem Bett gut zu erreichen sind
    • eine eigene kleine Ablage für jeden, um Kleinigkeiten zu verstauen
  • Genauso wichtig ist die Küche, denn Essen gehen kommt mit Kindern nicht täglich in Frage:
    • möglichst kompakte Küche, alles griffbereit
    • großer Kühlschrank mit Gefrierfach
    • Mikrowelle und /oder BBQ-Grill
    • Idee: eine ausziehbare, ins Wohnmobil integrierte Außenküche, am besten mit Grill und Kochplatte
  • Becherhalter in der Fahrerkabine
  • Mückenschutz an den Fenstern und Türen
  • gute Verdunkelung an den Fenstern
  • kein Teppichboden (oder jedenfalls nicht für längere Wohnmobil-Reisen)
  • ausziehbare Markise, Sonnensegel oder Plane als Regen- und Sonnenschutz
  • Außendusche (warm!)
  • Kofferraum mit Abfluss, damit man ihn mit Wasser ausspülen kann
Kindersicherheit
  • variable Möglichkeiten, um Kindersitze und Babyschalen zu platzieren (gern auch auf der vorderen Sitzbank)
  • ordentliche Kindersitze mit Informationen (oder Hilfe des Agenturpersonals) zum korrekten Einbau
  • alle Sitze nach vorn gerichtet, damit niemandem schlecht wird
  • Rausfallsicherung für Kinderbetten
  • möglichst wenige Ecken, scharfe Kanten, herausragende Schrauben u. Ä., um Verletzungsrisiko für Kinder zu minimieren
  • alle Fächer und Schubladen mit kindersicheren Verschlüssen
  • Türabsperrgitter, damit die Tür offen bleiben kann, das Kind aber nicht rauskommt
  • keine Ritzen zwischen Sitzen und Polstern, in denen Kinderbücher und kleines Spielzeug verschwinden können
Zubehör
  • Als erstes kommt hier wieder das Thema Stauraum:
    • große, stapelbare Plastikboxen zum Verstauen
    • kleinere Boxen für die Küche für lose Lebensmittel wie Mehl, Zucker oder Kaffee
    • eine große Plastikbox für Schuhe: weil die sonst ständig im Weg sind. (Vorschlag: ein Fach direkt am Einstieg unter einer Sitzbank oder in der Trittstufe integrieren)
    • Netze für Kleinkram unterm Dach und an den Seiten
    • Wäscheleinen, Haken, Platz für Regenklamotten: bei dauerhaft schlechtem Wetter muss man seine Sachen gut trocknen können
  • verschließbare Windel-/Mülleimer, die platzsparend an der hinteren Einstiegstür hängen oder außen angehängt werden können
  • ein unauffällig integrierter Safe für Laptops und andere Wertgegenstände
  • Fußmatten für drinnen und draußen
  • strapazierfähige Folie zum Auslegen für draußen bei Matschwetter
  • ein kleiner Basis-Werkzeugkoffer
  • eine familienfreundliche Küchenausstattung:
    • Kindergeschirr und -besteck
    • bruchfeste Trinkbecher oder Tassen
    • Wasserkocher für Zubereitung von Babynahrung und Babymilch
    • Thermoskanne
  • … und speziell für Kinder:
    • für rückwärts mitfahrende Babys ein kleiner Spiegel zum Anbringen an der Kopfstütze der Rückbank
    • Kinder-Hochstuhl zum Leihen
    • eine Spielzeug-Willkommensbox für die Rückbank
    • Sandspielzeug und anderes Spielzeug, das man immer mal braucht und an die nächsten Nutzer weitergeben kann (Boogie Board, Ball, Laufrad, Springseil…)
    • Sonnenschutz-Rollos für die hinteren Fenster (einfach mit Saugnäpfen zu befestigen)
Technik
  • Lautsprecher auch für die zweite Reihe, getrennt regelbar (damit Kinder-CDs nur hinten gehört werden können)
  • Steckdosen, die so angebracht sind, dass man nicht über Kabel stolpert, wenn etwas eingestöpselt ist
  • Steckdosen nicht direkt am Bett, oder unter Klappen versteckt
  • USB-Anschluss bei der Sitzgruppe und den Schlafmöglichkeiten
  • Konverter zwischen Autobatterie und 220-V-Anschluss
  • DVD-Player, der während der Fahrt genutzt werden kann, mit Kinder-DVDs
  • groooßer Wunsch: transportables Wi-fi

Einige der Punkte, die unsere Leser hier aufgeführt haben, gibt es natürlich schon „in echt“ – familienfreundliche Wohnmobil-Vermieter geben sich nämlich durchaus Mühe, ihre Kunden zufriedenzustellen. Mit unserer Liste wissen sie jetzt, wo sie noch besser werden können.

Ulf von Adventiv jedenfalls zieht sich mit euren Wünschen jetzt in die Werkhalle zurück – wir sind gespannt, wie das Adventiv-Mobil für kleine Familien am Ende aussehen wird!

Für eure vielen tollen und durchdachten Beiträge bedanken wir uns von ganzem Herzen – und wie versprochen, verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar unseres Buches „Als Dach der Sternenhimmel. Camping in Neuseeland„.

Die glückliche Gewinnerin heißt: Katja Groß! Wir gratulieren dir zu diesem außerordentlich praktischen und lesenswerten Gewinn 🙂

Weltwunderer familienfreundliches Wohnmobil Neuseeland

4 Kommentare

  • Das ist ein sehr interessanter und nützlicher Bericht. Danke. 🙂 Wir möchten im kommenden Frühling mit Wohnmobil nach Südtirol und haben auch schon überlegt, auf was wir mit Kindern wohl achten sollten. Da ist es toll, auf Erfahrungen zurückgreifen zu können. 😀
    Lg Becky

  • Wow, da ist ja ne interessante und lange Liste bei rausgekommen. Unser Renegade von Britz hatte damals schon sehr vieles von dem, was ihr oben aufgelistet habt. Vor allem die ordentliche Fahrerkabine, in der die ganze Familie zusammen in richtigen und nach vorne gerichteten Sitzen saß, war fur uns ausschlaggebend für die Wahl dieses Fahrzeuges (außerdem sparte man sich das lästige Kindersitze Hin-und-Herräumen am Morgen und Abend) Davon können wir auf unserer Tour hier in den USA nur träumen, hier sitzen die Kinder eher auf Sofas mit niedriger Lehne oder einem Sessel!!! Die Sitzerhöhungen können wir gar nicht gebrauchen und haben sie gleich verstaut.

    LG Hartmut

    PS: Leider gibt’s den Renegade nicht mehr. Hoffentlich bringt Adventiv was Gutes raus!

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