Where to go in NZ

Fotoshow: Unsere Top-Ten-Strände in Neuseeland

Ob tropisch-weißsandig an türkisblauem Wasser, stille Bucht mit Kieselchen, brettflach und kilometerlang oder sturmzerzaust mit schwarzen Wellenkronen, Neuseelands Strände sind der Hammer – da wird wohl keiner widersprechen, der bereits eine Kostprobe nehmen durfte.

Wir haben versucht, unsere absoluten Favoriten nach gründlicher Erfahrung in insgesamt elf Wochen Neuseeland aufzustellen – und sind nach langen Diskussionen und viel Streit zu diesem Ranking gekommen.

1. Platz: Muriwai Beach

Er ist weder idyllisch-tropisch noch allzu kindgerecht, vielmehr drohen hier Rip Tides und mitunter sogar Haie. Aber die mystische Am-Rand-des-Jenseits-Stimmung, die einen am kilometerlangen Muriwai Beach unweigerlich ereilt, ob man nun die Füße im schwarz glitzernden Sand vergräbt, von den steilen Klippen über das weite Meer schaut oder sich im Neoprenanzug mit Surfbrett hinaus in die Wellen wagt, ist einfach unschlagbar typisch für Neuseeland.

Blick auf Muriwai Beach von der Tölpel-Kolonie

Blick auf Muriwai Beach von der Tölpel-Kolonie

2. Platz: Tonga Bay im Abel Tasman National Park

Hier haben wir auch schon den tropischen Kandidaten. Die Tonga Bay tief im Nationalpark-Gebiet ist nur per Aquataxi zu erreichen und entsprechend menschenleer – wenn nicht gerade eine Gruppe Wanderer oder Kayakfahrer vorbeikommt. Keine Sorge, die ziehen auch wieder ab – und dann hat man die etwa 500 Meter lange Bucht mit dem goldenen Sand, die versteckte Höhle an ihrem südlichen Ende und den Blick auf die Seehunde, die draußen auf den Felsen liegen, wieder ganz für sich allein.

Weltwunderer Tonga Beach Abel Tasman Neuseeland

Tonga Beach im Abel Tasman National Park – ein Südseetraum

Einziger Nachteil: Das Aquataxi, das einen wieder abholen soll, kommt viel zu schnell.

3. Platz: Cape Reinga – Tapotupotu Beach

Der allernördlichste Campingplatz Neuseelands liegt am Ende einer langen Gravel-Road-Serpentine, gleich östlich des für die Maori heiligen Cape Reinga. Auf der „Schattenseite“ des so berühmten Ninety-Mile-Beach kann man zu DOC-Konditionen an der Tapotupotu Bay übernachten – und an einem der schönsten Strände, die wir in Neuseeland gesehen haben.

Der Strand aus feinem, weißem Sand ist endlos lang, wird von einem kleinen (und eiskalten) Flüsschen gespeist und ist nach Norden hin mit immer mehr Felsen gespickt, von denen es sich hervorragend angeln lässt. Durch den Zeltplatz gibt es auch eine Grundversorgung mit Trinkwasser, Dusche und Plumpsklo – was will man mehr?

Tapotupotu Bay am Cape Reinga (c) Flickr/portengaround

Tapotupotu Bay am Cape Reinga (c) Flickr/portengaround

4. Platz: Ocean Beach, Tairua

Im Gesamtpaket belegt Tairua natürlich den ersten Platz in unseren Herzen, aber auch der Strand, von dem wir uns damals fast nicht mehr lösen konnten, hat eine Menge Potenzial.

Eingerahmt von zwei bergigen Landzungen (von deren Gipfeln man einen tollen Blick auf den Strand hat), liegt Ocean Beach einigermaßen geschützt vor dem Pazifik mit kleinkindperfekten flachen „tide pools“ zum Planschen, aber immer noch offen genug, um ein paar anfängertaugliche Surf-Wellen hereinzulassen. Der sehr naturbelassene breite Sandstrand wird an der nördlichen Seite von einem typisch neuseeländischen Feature ergänzt: und zwar einem kleinen Park mit englischem Rasen, schattenspendenden Bäumchen und ein paar Picknickbänken.

Nimmt man nun noch den sehr bequem angelegten Parkplatz, das dort befindliche große und saubere Toilettenhäuschen samt kostenloser Außendusche und die überaus freundlichen Anwohner hinzu, die einen schon mal auf ein Eis oder ein BBQ einladen, dann ist Ocean Beach wirklich der perfekte Strand, um hier ein paar Tage zu verbringen.

Ocean Beach in Tairua mit Blick auf Te Paku Mountain

Ocean Beach in Tairua mit Blick auf Te Paku Mountain

5. Platz: St. Andrews Beach

So gar nicht zum Baden lädt dieser Strand an einem kleinen Lookout südlich von Christchurch ein – aber der breite Streifen aus absolut identisch scheinenden flachen grauen Kieseln, der sich endlos nach Norden und Süden erstreckt und auf einer Seite von steilen Lehmklippen, auf der anderen Seite von tosender, weiß-blauer Gischt begrenzt wird, ist sehr eindrucksvoll.

St Andrews Beach südlich von Christchurch

St Andrews Beach südlich von Christchurch

6. Platz: Waipu Beach

Ein typischer Strand für die Nordinsel wird hier in Perfektion gebracht: weißer feiner Sand, weites blaues Meer, endlose Dünen mit zarten Blümchen und ein abgeschiedener DOC Campingplatz mit einem großartigen knorrigen Kletterbaum. Abhängen, Sonnenaufgang anschauen und träumen …

Kurz nach Sonnenaufgang in Waipu Cove (c) Flickr/Brandon Koger

Kurz nach Sonnenaufgang in Waipu Cove (c) Flickr/Brandon Koger

7. Platz: Te Puia Hot Springs

Vergesst den Touristenrummel auf der Coromandel Peninsula, wo Menschenmassen mit Schaufeln den armen Hotwater Beach in Hahei zerwühlen, um sich ein „self made hot tub“ zu buddeln. Sechs Kilometer westlich von Kawhia, einem sympathischen Fischerdorf abseits der Touristenroute an der Westküste der Nordinsel, findet ihr an der Ocean Beach Road hinter hohen Dünen im schwarzen Sand genauso heißes Schwefelwasser – nur eben ganz in Ruhe. Und auch wenn die Gezeiten gerade nicht passen (heiß wird es etwa zwei Stunden vor dem Tiefstand der Ebbe) und ihr umsonst buddelt: Der menschenleere und endlos lange schwarze Strand ist einfach unglaublich schön …

Te Puia Hot Springs Kawhia Neuseeland

Auf dem Weg zu den Te Puia Hot Springs bei Kawhia

8. Platz: Ocean Beach, Mount Maunganui

Ein gänzlich anderes Feeling vermittelt das schnieke Strand-Örtchen auf der Mount Maunganui-Halbinsel nahe Tauranga in der Bay of Plenty – hier gibt es schicke Strandhäuser und Villen, coole Restaurants und hippe Läden sowie auch einen riesigen Campingplatz, der den „Flaschenhals“ der Halbinsel besetzt, bevor sie in dem erloschenen Vulkankegel des etwa 200 Meter hohen Mount Maunganui endet.

In Mount Maunganui, das uns an Mallorca zur Hochsaison erinnerte (aber – wenn das geht – positiv!), gibt es gleich zwei Strände: einen sehr geschützten und eher langweiligen mit schmutzig-grauem Sand und Blick auf den Yachthafen und Tauranga, und eben den herrlichen, weißsandigen und mit sehr ansehnlichen Surfschülern bevölkerten Ocean Beach. Wer sich mal ein wenig mondän und wie zu Hause in Europa (oder in Australien?) fühlen will, der lege hier sein Handtuch aus.

Weltwunderer Maunganui Beach Neuseeland

Mount Maunganui Ocean Beach, voller schnuckeliger Surfer

9. Platz: Tawharanui Peninsula, Anchor Bay

Einer dieser „scenic places“ mit zwei Gesichtern ist auch dieser Strand im Einzugsgebiet von Auckland nahe der Stadt Warkworth: An Wochentagen trifft man hier, hinter sieben grünen Hügeln und sechs Kilometern kurviger Gravel Road am hintersten Ende einer Halbinsel im Tawharanui Regional Park, überhaupt niemanden an.

Der Blick schweift ungehindert bis zum Horizont über den Pazifik, dessen schön gleichmäßige Wellen sich perfekt für erste Surf-Versuche eignen. Den Tag verdöst man am besten gesundheitsbewusst im Schatten der Pohutukawa-Bäume, die in den Dünen und am östlichen Ende der Bucht wachsen. Hinter den breiten Dünen wartet ein ebenso menschenleerer Campingplatz mit DOC-Niveau.

ABER: Wehe, man erwischt die Hauptferienzeit oder ein Wochenende mit schönem Wetter, wenn ganz Auckland hier seine Freizeit verbringt. Dann ist der Campingplatz ausgebucht und der Strand platzt vor Badegästen aus allen Nähten – hässliche Erinnerungen an Ostsee- und Adriastrände werden wach …

Anchor Bay im Tawharanui Regional Park, noch menschenleer

Anchor Bay im Tawharanui Regional Park, noch menschenleer

10. Platz: Pakiri Beach

Nicht unbedingt zum Baden geeignet und sogar Surfer tauchten hier mit Sturzhelm auf – aber wahnsinnig schön und in seiner Kraft beeindruckend ist Pakiri Beach, ein mehrere Kilometer langer, naturbelassener Strand nördlich von Leigh, auf jeden Fall. Bonus: Auch am Wochenende hat man hier Ruhe, obwohl Auckland nicht weit ist.

Pakiri Beach

Pakiri Beach

Ach, wenn diese Liste nur erschöpfend wäre … Aber da gibt es noch sooo viele andere tolle Strände. Welche findet ihr am schönsten?

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16 Kommentare

  • Hallo!

    Unser schönster Strand war der Hahai Beach auf Coromandel. Wir waren im Januar 2015 in NZ mit unseren beiden Kiddies. Dort waren wir mit unserem Camper im Beach Resort und hatten einen Stellplatz direkt hinter der Düne. Wir waren von morgens bis abends am Strand und sind mit dem Bodyboard in den Wellen geritten. Ein Traum! Im Oktober 2017 werden wir noch einmal nach NZ gehen, diesmal für 6 Monate und Hahai wird wieder auf dem Plan stehen.

    P.S. Eure Seite ist so toll! Ich finde immer wieder etwas Neues, Interessantes.

  • Hallo,
    schöne Seite, aber einen Strand vermisse ich hier. Den New Chums Beach an de Coromandel Peninsula, von dem Berg hat man einen wunderschönen Blick auf den Strand und allein der Weg durch den Wald dort hin ist sehr schön!!
    LG

  • Hallo, liebe Weltwunderer,

    uns verschlägt es über Weihnachten 2015 bis Mitte Januar 2016 nach Neuseeland.
    Am Schluss wollen wir 6 Tage an einem Ort auf der Nordinsel verweilen.
    Da mein Mann sich dem Wohnmobil verweigert, müssen wir also eine Bleibe finden.
    Habt Ihr einen Tip, wo es am besten mit zwei Kindern, 3&5, ist.
    Kleinkindgerechtes Schwimmen, Ausflüge in der nahen Umgebung (max 1Std Fahrzeit), und relaxen nach der großen Rundreise sind die Wünsche 🙂
    Bay of Islands, bay of Plenty, Seenregion um Rotorua/Taupo stehen derzeit zur Debatte.
    Was wäre Euer non-plus-ultra-Tip?
    10000 Dank!
    Liebe Grüße,
    Andrea

    • Hallo Andrea, bisher sind wir ja auch nur rumgereist. Wenn ich allerdings hätte bleiben wollen, dann auf Coromandel (besonders in Tairua…) oder auch in der Gegend um Matakana und Warkworth. Das ist alles in der Nähe von AKL, es gibt viel zu sehen und das Feeling ist einfach sehr nett. Dürfte in der Hochsaison allerdings sehr begehrt sein, also schnell buchen! Annette von http://www.rumreiserei.de hat mit Kind und Kegel ein paar Wochen in Napier verbracht und war auch sehr angetan. Ich denke ja, dass es fast überall in NZ sehr nett ist, viel könnt ihr also nicht falsch machen 🙂
      Sagt doch bitte Bescheid, wofür ihr euch entschieden habt, wir sind neugierig!

  • Ist der DOC-Campingplatz in der Nähe von Waipu Beach die Uretiti Beach Campsite? Was anderes finde ich nämlich nicht, was vom DOC geführt wird…

    • Hallo Lena, ja, das wird er sein – im Oktober 2002 waren wir dort die einzigen Camper und es sah wesentlich rudimentärer aus als heute. Aber der tolle Strand ist eindeutig derselbe!

  • Hallo,
    Schade, dass man bei euch keine Bilder posten kann. Bin grad in Tairua und wollte euch ein Bild da lassen. Aber ihr wisst ja wie es hier aussieht.
    Lg Philipp
    P.S.: Ich finde übrigens auch das Tairua irgendwie total unspektakulär ist aber auf der anderen Seite macht es das grad aus. Tolles Städtchen.

    • Hallo Philipp, danke für den lieben Gruß! Auf unsere Facebook-Seite kannst du doch aber Bilder posten?! Wir freuen uns auch über E-Mails mit Anhang 🙂

  • Heyy ist es empfehlendswert am muriwai, oder entsprechend piha beach das surfen auszuprobieren, wenn man da in der nähe wohnt, oder sollte man lieber n bisserl weiterfahren und einen geschützteren strand aufsuchen? schön wärs da den bildern nach ja auf jeden fall…

    • Hallo Maren, in Muriwai gibt es eine tolle Surfschule; der Weltwundermann hat hier mit null Kenntnissen angefangen und sich in zwei Tagen zum passablen Surfer hochgearbeitet. Wenn du gut schwimmen kannst und fit bist, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen! Muriwai wird an den Wochenenden sehr voll mit Tagestouristen aus Auckland, in der Woche ist es sehr angenehm da 🙂

  • Auf jeden Fall hat die Spirits Bay Chancen, Fotos gefällig? Wir waren drei Tage dort und es war einfach schön und vor allem einsam! Aber mit den Top-Ten ist das so eine Sache, ich könnte da hunderte Strände aufzählen. Was ist z.B. mit Wharariki Beach? Ein wirklich atemberaubender Strand, mit seinen interessanten Felsformationen. Oder Scotts Beach am Heaphy Track, Whatipu Beach in den Waitakere Ranges…

    • Na, dann schick uns doch einfach eure eigenen Top-Ten-Kandidaten samt Fotos. Wir sind immer offen für tolle Gastbeiträge von anderen NZ-Reisenden. (Da gab es doch sogar einen zum Wharariki Beach!?)
      Wir konnten halt in zwei Monaten auch nicht alles sehen, seufz…

  • Ist das wirklich noetig Kawhia zu promoten ? Ich wuerde gerne weiterhin schoene Sommertage und -abende dort verbringen ohne von Touristen ueberlaufen zu werden.

    • Hallo Uta,
      ja, das leidige Problem des Geheimtipp-Weitergebens … Ich habe keine Lösung, fände es aber auch schade, wenn ich hier nur Allgemeinplätze aus dem Reiseführer empfehlen würde (wo die Te Puia Hot Springs im Übrigen auch drinstehen).
      Und: Unsere Leserzahlen entwickeln sich zwar erfreulich, aber Angst vor Tausenden Touristen, die auf unsere Empfehlung nach Kawhia pilgern, musst du ziemlich sicher trotzdem nicht haben 😉

  • Der allernördlichste Campingplatz Neuseelands ist leider nicht Tapotupotu campsite (34°26’15″S 172°42’53″E), sondern Kapowairua (Spirits Bay) campsite (34°25’40″S 172°51’49″E).

    • Pedant! 😉
      Und wie sieht es in Spirits Bay aus, hat der Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung?

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