Camping

Waschen auf neuseeländischen Campingplätzen – kein Vergnügen

In Neuseeland gibt es zig Zeltplätze, und auf nahezu jedem stehen (mindestens) eine Waschmaschine, eine Wäschespinne und ein Trockner. Die allergrößten Sparfüchse finden im Campervan auch ein Spülbecken und einen Eimer für die schnelle Handwäsche vor, Wäscheklammern gibt es ebenfalls.

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Für einen Betrag zwischen 1 und 4 NZ$ bekommt man locker den Wochenbedarf einer vierköpfigen Familie sauber – na ja, fast. Mehr als vier T-Shirts pro Person hätten wir in den zwei Monaten unserer Reise jedenfalls nicht gebraucht (siehe: Packtipps).

An dieser Stelle muss ich wirklich mal eine Beschwerde über das ansonsten wunderschöne Neuseeland loswerden: Die können keine Waschmaschinen bauen!

Wir haben auf wirklich vielen verschiedenen Campingplätzen Wäsche gewaschen und die Maschinen unterschieden sich augenscheinlich kaum voneinander. Es sind immer Toplader mit einer 6-kg-Trommel, in die zuunterst (!) das Waschmittel und darauf dann die Wäsche gegeben wird. Aus Gründen der Sparsamkeit sind allerdings nur Waschprogramme von 30° C wählbar („cold wash“) und in den allermeisten Fällen wäscht die Maschine gerade mal 20 bis 40 Minuten.

Klar, dass richtig verdreckte Kindersachen bei so einem Schonwaschgang nicht sauber werden – häufig hatte der Waschvorgang also einen rein psychologischen Nutzen für uns. (Besonders apart ist so etwas nach Malheuren wie dem bei unserem Swimming-with-Dolphins-Ausflug, als ich die vollgek… Sachen mit zugehaltener Nase direkt aus der Plastiktüte in die Maschine kippte… um sie nach einer halben Stunde milden Einweichens mit ungefähr derselben Duftnote wieder herausfriemeln zu dürfen. Urgs.)

Und nein, ein Blick in einen öffentlichen Waschsalon offenbarte die gleichen Waschmaschinen mit den gleichen „Cold wash“-Programmen wie auf den Campingplätzen. Wenn etwas wirklich sauber werden soll, kommt man als Camper also um eine gründliche Handwäsche nicht herum. Wie machen das die Kiwis??

Wer im Sommer unterwegs ist und genug Zeit zum Trocknen einplant, spart sich wenigstens die Dollars für den Trockner; viele Funktionstextilien wie etwa Softshell-Jacken dürfen auch sowieso nicht da rein.

Und wenn die Wäschespinne auf dem Zeltplatz schon besetzt ist? Dann empfiehlt sich diese wahnsinnig praktische Wäscheleine ohne Klammern von Globetrotter, über deren Anschaffung ich mich mindestens einmal pro Woche richtig gefreut habe.

3 Kommentare

  • Wir waren auch zuerst entsetzt! Vor allem vor den cold wash Maschinen. Das Geld kann man besser gleich sparen.

    Sehr positiv überrascht waren wir von Liquid self service Laundry! Haben wir zufällig über die Camper Mate App gefunden. Man kauft sich einmal für 3 oder 4 NZD einen Key, der dann wie eine Geldkarte funktioniert.
    Sowohl die Waschmaschinen als auch die Trockner waren immer top und die Wäsche dank der „whites“ Waschoption (heißestes Programm) endlich mal wieder richtig sauber.

    Die Globetrotter Wäscheleine ist auch super praktisch und häufig verwendet.

    • Mensch Julia, das klingt ja interessant. Ist das eine Waschsalon-Kette? Gibt es die in vielen Orten? Erzähl doch mal…

      LG, Jenny

  • Dem Probelm mit der Waschleistung können wir zustimmen. Mit zwei kleinen Kindern 3 und 5 kommt man in 9 Wochen Neuseeland einfach nicht ums Waschen rum. Auch, wenn man es nicht so eng sieht mit Flecken. Bei uns haben die Holperstraßen und mein Fahrstil für vollgek…. schon gereicht. Die Wäscheleine von Globetrotter ist Gold wert und wir ärgern uns schwarz, dass wir nicht mindestens noch eine in Deutschland gekauft haben. Es gibt eine ähnliche bei Kathmandu NZ, die ist aber viel kürzer und die Anschlüsse/Haken sind schlechter.
    Danke für deinen Blog! Weiter so!

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