Budget und Sparen

Weniger ausgeben, mehr einnehmen: so spart ihr euch die Neuseeland-Reise zusammen

Ein Monat ist vergangen seit dem Start unserer Spar-Challenge – und wir hoffen, ihr habt ihn genutzt! Nachdem ihr festgestellt habt, wie viel ihr für eure Neuseeland-Reise mit Kind ansparen müsst und ein Reisekonto dafür angelegt habt, machen wir nun den zweiten Schritt: (mehr) Kohle scheffeln, um bald abreisen zu können. Hier kommen unsere Reise-Spartipps.

Neuseeland-Reise Spartipps

Eine Neuseeland-Reise spart sich Euro für Euro zusammen

Jaha, das klingt immer so einfach: „Ihr müsst halt mehr sparen!“ Aber wo sollen wir armen Familien denn noch etwas abknapsen, wenn uns die lieben Kleinen die Haare vom Kopf fressen??

Reise-Spartipps: es geht los!

Überraschung: Es gibt tatsächlich eine ganze Menge Spartricks. Ihnen allen ist gemeinsam: Ihr werdet damit wahrscheinlich keine vierstelligen Beträge einsparen. Aber wenn ihr mehrere zwei- und dreistellige Beträge spart, dann kommt aufs Jahr gerechnet doch ein erkleckliches Sümmchen zusammen.

Schritt eins der Spar-Challenge: Sparen im Alltag

Es gibt so viele Möglichkeiten, um weniger Geld auszugeben. Fangen wir mal an:

Nebenkosten reduzieren: indem ihr Energie spart (Geräte ausschalten statt Standby, beim Neukauf auf Energieeffizienz achten, LED-Lampen anschaffen), zu einem günstigeren Strom-Anbieter wechselt, weniger heizt usw.

Lasst eure Steuererklärung checken, ob ihr wirklich alles herausholt (Angestellte können das vom Lohnsteuerhilfeverein machen lassen)

Auch die Betriebskostenabrechnung ist erstaunlich oft fehlerhaft und bringt euch Nachzahlungen ein – beim Mieterverein überprüfen lassen!

Was kostet euer Handyvertrag? Das geht doch bestimmt günstiger!

Habt ihr wirklich die günstigste Krankenversicherung? Gibt es vielleicht einen Tarif, in dem ihr Bonuszahlungen oder Beitragsrückerstattungen bekommt? Nachfragen!

Zahlt ihr regelmäßig Kontoführungsgebühren, Kartengebühren, Überziehungszinsen für euer Konto? Das muss nicht sein. Konto wechseln, Bank wechseln, umschulden.

Habt ihr einen Festnetzanschluss? Braucht ihr den wirklich? Bei den meisten Handyverträgen ist eine Festnetznummer dabei.

Auch einen Kabel-Anschluss braucht ihr nicht unbedingt. Heutzutage schaut man doch eh alles übers Internet.

Zeitungsabos, Fitnesscenter-Vertrag, Lottospielen: Das alles ist überflüssiger Quatsch. Weg damit.

Fertigessen, Mittagessen in der Kantine und Restaurantbesuche sind ab jetzt tabu. Kein Kaffee zum Mitnehmen, keine Pizza vom Italiener. Selbst gebackene Pizza, Picknick aus der Lunchbox und selbstgekochter Kaffee im Thermosbecher schmecken (fast) genauso gut.

Kinoabend, Ausflug ins Erlebnisbad, Kneipentour? Überlegt es euch dreimal, ob Sofa-Kino mit Leih-DVD, ein Ausflug an den See oder ein Abend zu Hause bei Freunden nicht genauso schön ist – und dreimal günstiger.

Selbstversorgung ist nicht nur im Urlaub die günstigste Art des Essens. Schreibt einen Wochenplan für alle Mahlzeiten und kauft gezielt ein, so dass ihr auf Vorrat kochen könnt.

Geht nur einkaufen, wenn ihr nicht hungrig seid (und vor allem die Kinder nicht!), schreibt euch einen Einkaufszettel und haltet euch daran. Versucht, Spontankäufe zwischendurch zu vermeiden, und achtet darauf, saisonal einzukaufen.

Auch wenn es nicht so ein tolles Einkaufserlebnis ist: Die Grundnahrungsmittel solltet ihr beim Discounter kaufen, oder wenigstens die günstigen Hausmarken ganz unten aus dem Regal nehmen (auch bei Kosmetik!).

Mit Coupons und Gutscheinen könnt ihr kleine Sümmchen sparen, mit Sonderangeboten und Aktionen ebenfalls (aber Vorsicht, manchmal verleitet das wiederum zu Spontankäufen, die gar nicht nötig wären).

Selbstversorger bauen Kräuter und Gemüse auf dem Balkon an (oder beim „urban gardening“!), pflücken Obst und Nüsse vom Gartenbaum, sammeln Pilze im Wald, backen ihr Brot selbst, stellen Joghurt, Waschmittel und Spülmittel selbst her… Man kann unheimlich viel selbst günstiger machen – und das macht auch noch Spaß und ist gut für die Umwelt!

Eis ist echt teuer, wenn man es an der Eisdiele kauft. Man kann es zum Glück wunderbar und in allen Geschmacksrichtungen selbst machen oder wenigstens in Großpackungen kaufen.

Der einfachste Spartrick, es sei denn, ihr habt total verbleite Leitungen: trinkt Leitungswasser. Kauft euch einen Sodasprudler und macht euer Mineralwasser selbst.

Kinderklamotten! Kauft sie Second-hand im Laden oder bei Ebay, geht auf Flohmärkte und fragt im Freundeskreis herum, wer abgelegte Sachen und Schuhe herumstehen hat. Macht bei Kleiderkreiseln mit oder organisiert Tauschpartys, dann macht das Ganze mehr Spaß.

Euren eigenen Klamottenkonsum solltet ihr natürlich ebenfalls so weit wie möglich reduzieren.

Kinderspielzeug! Eine krasse Geldverschwendung. Tauscht Spielzeug mit Freunden, kauft es gebraucht, verkauft es wieder, kauft No-name-Alternativen oder bastelt stattdessen selbst etwas. Pinterest ist euer Freund, wenn es um kreative Freizeitgestaltung mit Kids geht!

Und das Auto? Ganz abschaffen wäre die beste Lösung, alternativ könnt ihr Fahrgemeinschaften bilden, eure Fahrten mit Mitfahrgelegenheiten querfinanzieren, Werbung spazierenfahren… oder es wenigstens öfters stehenlassen und aufs Fahrrad steigen.

Wie viel spart ihr pro Monat ein? Schreibt es möglichst genau auf – und legt den Betrag umgehend auf euren monatlichen Reise-Sparbetrag drauf. Ihr erinnert euch: Ab aufs Reisekonto und nicht mehr daran denken!

Sooo viel könnt ihr gar nicht einsparen, merkt ihr? Mist. Es gibt aber noch einen weiteren Weg, um euren Sparbetrag zu steigern: indem ihr eure monatlichen Einnahmen erhöht. Das ist übrigens nicht etwa eine freiwillige Ergänzung, sondern Teil 2 unseres Neuseeland-Reise-Sparprogramms!

Bonus: Wer seine Einnahmen steigert, der fühlt sich besser als jemand, der den ganzen Tag nur verzichten muss. Und wer wie ihr über einen längeren Zeitraum Geld ansparen will, der tut gut daran, zwischendurch für ein wenig Wohlbefinden zu sorgen!

Neuseeland-Reise Spartipps

Was kostet die Neuseeland-Reise?

Schritt zwei der Spar-Challenge: mehr Geld verdienen

Die naheliegendste Idee: Fragt nach einer Gehaltserhöhung (natürlich nicht mit der Begründung „weil wir nach Neuseeland fahren wollen“!)

Wenn es nicht einfach so mehr Geld gibt: erhöht eure Arbeitsstundenzahl, nehmt Extraschichten oder Sonderaufgaben an.

Die krasse Variante: Kündigt euren Job und verhandelt eine fette Abfindung.

Vielleicht könnt ihr einen Nebenjob annehmen? (Aber Vorsicht: Ihr dürft wöchentlich höchstens 48 Stunden insgesamt arbeiten, und wenn ihr im öffentlichen Dienst angestellt seid, müsst ihr euren Hauptarbeitgeber über eine Nebentätigkeit informieren.)

Vielleicht könnt ihr selbstständig nebenbei etwas verdienen? Man kann Selbstgemachtes auf Märkten oder im Internet verkaufen, online Schreibarbeiten erledigen, einen mobilen Friseurdienst anbieten, andere Kinder betreuen, Nachhilfe geben…

Der letzte Strohhalm: Habt ihr als Geringverdiener vielleicht einen Anspruch auf Kindergeldzuschlag, auf Wohngeld oder auf zusätzliches Arbeitslosengeld II (sogenannte „Aufstocker“)?

Wenn ihr in Sachsen oder Bayern wohnt und kleine Kinder habt, dann habt ihr vielleicht Anspruch auf Landeserziehungsgeld?

Kleinere Brötchen backen: Mistet gründlich aus, verkauft überflüssiges Zeug aus eurem Haushalt (Spielzeug, Kleidung, Technik…) und legt das verdiente Geld direkt aufs Reisekonto.

Auf Stadtteilfesten und Flohmärkten könnt ihr Limo und Kekse (oder selbst geknüpfte Armbänder, oder geschminkte Kinder) verkaufen, dabei kommen überraschende Beträge zusammen.

Regelmäßige Blutspenden sind eine tolle Sache und bringen beim richtigen Anbieter eine kleine Entschädigung. Steigern kann man das, wenn man Blutplasma, Sperma oder Muttermilch spendet… eure Entscheidung.

Lasst euch ab jetzt nur noch Geld für die Reise schenken, wenn ihr etwas zu feiern habt. Und zumindest unter euch Erwachsenen sind (teure) Geschenke ab jetzt eingefroren; alles wird für die Reise gespart, und die ist ja quasi euer Geschenk an euch selbst!

[Mehr Tipps zum Geld sparen und verdienen für die Reise-Finanzierung findet ihr übrigens in meinem Buch Reisebudget-Planung für Familien*.]

Vorsicht beim Sparen!

Beim Erdenken neuer Finanzquellen solltet ihr zwar durchaus offen für neue Ideen sein, aber dabei vernünftig bleiben. Es wäre bescheuert, eine Niere zu verkaufen, auf die Pferderennbahn zu gehen oder bei Schneeballsystemen mitzumachen, um schnell viel Geld zu verdienen.

Auch ein Kredit für die große Reise ist keine gute Idee – denn dann fahrt ihr mit Schulden nach Neuseeland, die euch dann jahrelang im Nacken sitzen werden.

Beware! Giant Kiwis!

Ein Bild von einer Kiwi – kann beim Sparen helfen (oder nur hungrig machen)

Damit ihr auch durchhaltet mit dem Sparen, gibt es einen guten Trick: Hängt euch ein Bild von Neuseeland, ein Foto von eurer letzten Neuseeland-Reise oder meinetwegen ein Bild von einem Kiwi gut sichtbar an den Kühlschrank oder den Badezimmerspiegel. Etwas, das euch immer daran erinnert, wofür ihr das alles macht!

Habt ihr noch mehr Spar-Ideen? Was funktioniert bei euch, was klappt gar nicht? Wir sind neugierig auf eure Reise-Spartipps!

Auf Pinterest merken? Am besten damit:

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4 Kommentare

  • Super Tipps! Meine Erfahrung: die vielen kleinen Ausgaben (die regelmäßige Brezel nach der Kita fürs „plötzlich“ hungrige Kind, der Kaffee zum Mitnehmen) knabbern sehr viel vom monatlichen Budget weg, weil man das Geld leichter ausgibt als einen großen Batzen für zB einen neuen Mantel oder eine Waschmaschine. Die
    Einen Tipp habe ich noch:
    So viel wie möglich bar bezahlen statt mit Karte. Dadurch merkt man unmittelbarer, wie das Geld weniger wird.

  • Ja, das leidige Sparen… Drahtseilakt, denn ein bisschen Genuss soll schon auch bleiben, :-).

    Ich musste aber gerade lachen — das ist zwar ein bisschen off topic, aber gerade bevor ich diesen Post geöffnet habe, hatte ich mit meinem Mann telefoniert, weil ich eine Reise in den Nordwesten Chinas plane… Und wir eine Diskussion darüber hatten, ob es beim Sparen zum Beispiel bei der Unterkunft wirklich ums Geld oder nicht doch eher um das Erlebnis geht — was man dann alles zu berichten hätte, wenn man in einer Absteige unterkäme. (Ich werde allerdings alleine fahren, da bin ich ein bisschen… relaxter was die Unterkunft angeht, als wenn ich mit Kindern fahre, denen muss man ja nun wirklich nicht alles zumuten, haha).

    Aber wie gesagt, off topic, :-).

    So long,
    Corinna

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