Hobbit & Co.

Der „Hobbit“ ist abgedreht, kommt nach Matamata!

Auf unserer großen Neuseeland-Reise hatten wir ja bereits begeistert erlebt, wie unglaublich TOLL es am Set des „Hobbit“ in Matamata ist. Jetzt könnt ihr alle den Hobbiton-Drehort besuchen!

Im Februar 2011 hatten wir einen Rundgang durch Hobbiton gebucht, für schlappe 60 NZ$ pro Nase (Kinder aber sehr günstig für nur 5 NZ$). Das Set war in den letzten Wochen dann doch endlich für den durchschnittlichen Touristen gesperrt, woraus wir messerscharf schlussfolgerten, dass nun endlich gedreht wird. Wie Peter Jackson’s Videoblog Nr. 4 zeigt, war das tatsächlich auch der Fall.

Die zweite gute Nachricht ist nicht für die Film-Fans, sondern für die Neuseeland-Reisenden: Die Dreharbeiten in Matamata sind nun abgeschlossen, es kann seit dem 9. November 2012 wieder besichtigt werden, was das Zeug hält!

Daher nehme ich einfach mal an, dass unsere Confidentiality-Erklärung nun nichtig ist und wir unsere Bilder auch mal zeigen dürfen. Gell?

Zuerst daher also der Schweigepakt, mit unserem Blut unterzeichnet:

Matamata alias Hobbiton: kurz vor dem „Hobbit“-Dreh

Und nun erzähle ich ein bisschen von Matamata alias Hobbiton bzw. „Beutelsend“. Es handelt sich hier um die am besten zugängliche und noch als solche erkennbare Location vom „Herrn der Ringe“, die nun ebenfalls für den „Hobbit“ genutzt wird, wie jeder sich denken konnte, der die Bücher gelesen hat.

Im Gegensatz zu allen anderen Drehorten, die vertragsgemäß gleich nach Ende der Dreharbeiten in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden (wie etwa Edoras in der Nähe von Christchurch oder Bruchtal in Kaitoke bei Wellington), hat sich der Besitzer des Landes, auf dem das Hobbiton-Set steht, inzwischen entschieden, dieses als permanent zu besichtigende Location zu erhalten. Yay!

Das heißt konkret: Die neuen Kulissen für den „Hobbit“ wurden nicht als solche konzipiert und gebaut (leicht und schnell wieder abzureißen), sondern für dauerhaftes Dastehen. Es gibt nun 44 Hobbit-Höhlen mit Stützwänden, wasserdichten Dächern usw., die tatsächlich betreten werden können. Die Steinbrücke, die über den See zum „Grünen Drachen“ führt, ist eine echte, tragende Stahlkonstruktion; und die Kneipe selbst könnt ihr als solche nutzen – in Zukunft jedenfalls, für uns war sie noch geschlossen.

Alle, die vor 2009 in Neuseeland waren, konnten an dieser Stelle zuerst gar nichts sehen (weil man nicht auf das Gelände durfte) oder später dann zwar die grünen Hügel, aber ansonsten nur Bretterreste von den angedeuteten Hobbit-Höhlen (wie man zum Beispiel auch im Lord of the Rings Location Guidebook* sehen kann). Diese Mär kursiert unter Touristen immer noch und ich geißele sie hiermit offiziell als überholt und falsch!

Seit Januar 2009 war man eifrig dabei, das Hobbiton-Set für den „Hobbit“ neu herzurichten; damals noch für einen anderen Regisseur (Guillermo del Toro), der sich dann zurückzog.

In den letzten beiden Jahren waren sechs Gärtner täglich mit Mähen, Düngen und Herrichten beschäftigt – vor allem der fast verwelkte Party-Baum musste gerettet werden. In den letzten Monaten wuchs dieses Team auf 35 Mitarbeiter an, die sich allein um das Grünzeugs kümmern! Und so sieht das Ergebnis aus:

Hobbiton besuchen: so geht’s

Also los, Leute, auf nach Matamata! Dort kann die Tour samt Pick-up direkt im Visitor’s Center gebucht werden, aber mit eigenem Auto findet ihr auch hin. (Die Sheep-Shearing-Performance ist zwingender Bestandteil der Besichtigung, egal wie ihr dort ankommt.)

Der Weg zum Set ist nicht ganz einfach zu finden, daher erkläre ich das nochmal kurz.

Die Adresse ist 501 Buckland Road, und das liegt ca. 15 km südwestlich von Matamata. Am einfachsten ist die Anfahrt aus der Stadt, wenn man vom State Highway 29 (der geht vom Hwy 27 ab, welcher nach Süden aus Matamata herausführt), nach ungefähr 6 km rechts auf die Puketutu Road abbiegt (ja, da steht sogar ein Lord-of-the-Rings-Schild!).

Schon nach einem Kilometer geht es an einem weiteren nicht zu übersehenden Schild scharf nach links auf die Buckland Road, der ihr dann nur noch für ca. 5 km folgen müsst. Viel Spaß!

1 Kommentar

  • Mmmh, also streng genommen kann ich der der Vertraulichkeitserklärung nichts entnehmen, was eine Publizierung zu irgendeinem Zeitpunkt erlaubt. 😉 Ich hoffe, dass Set bleibt im aktuellen Zustand auch noch ein paar Jahre – oder mindestens bis zu unserem nächsten Besuch – erhalten. Der Lütten wird es hoffentlich gefallen… Passt ja auch von der Größe her…

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