Neuseeland-Reise 2011

Zurück aus Neuseeland – hallo Alltag

* Beitrag aktualisiert am:

Ein Frühlingsbote?

Ein Frühlingsbote?

Seit einer Woche sind wir jetzt wieder zu Hause, und der Alltag hat uns wieder. Woran man das erkennt?

Wir werden jetzt nicht mehr schon nachmittags müde, stehen dafür aber auch nicht mehr mit den Hühnern auf. Schade – jetzt heißt es wieder jeden Morgen, sich (und die Kinder) mühsam aus dem Bett zu quälen…

Diese bestehen nun nicht mehr darauf, barfuß und ohne Jacke rauszugehen; sie haben inzwischen eingesehen, dass es kalt ist und bleibt. Beim Überqueren der Straße müssen wir uns noch jedes Mal vorbeten: „Erst links, dann rechts schauen!“ Am Steuer klappt es schon wieder ganz gut, nachdem in den ersten Tagen grundsätzlich der Scheibenwischer ansprang, wenn man abbiegen wollte.

Das Sonnen- bzw. überhaupt das Tageslicht kommt mir persönlich allerdings immer noch seltsam falsch vor, die Sonne steht zu niedrig und die Luft ist viel zu trüb! Ganz zu schweigen von der mangelnden Frische, hust. Ist aber schon seltsam, auf einmal wieder ganze Tage in geschlossenen Räumen zu verbringen… und dann sind die noch so kurz…

Beim Einkaufen fällt uns auf, wie klein und eng die Supermärkte sind; und an das irre Tempo an der Kasse haben wir uns auch noch nicht gewöhnt. Huii, rauschen die Einkäufe über das Band, und krach! fallen sie hinten runter, wenn man sie nicht mit Höchstgeschwindigkeit in die mitgebrachte Tüte stopft.

Freundliches Anlächeln praktizieren wir mutig und mit gemischten Ergebnissen; die Reaktionen reichen von verständnislosen Blicken der Kassiererin bis zu überraschtem Zurückfreuen von Spaziergängern.

Wir bleiben dran – ein Stück Neuseeland wollen wir nach Deutschland bringen!

Dazu passt auch unser Pflanzprojekt: Aus dem Gartenmarkt in Auckland haben wir uns Samen mitgebracht, um unseren Balkon ein Stück neuseeländischer aussehen zu lassen. Nun warten Nikau-Palme und Cabbage Tree auf feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank und sollen dort in den nächsten Wochen keimen (nach Anleitung selbstverständlich!); die Packungsaufschrift „grows just about anywhere“ hat uns ermutigt.

(Update: „Anywhere“ bezieht sich offenbar nur auf „anywhere in New Zealand“. Kein einziger Samen hat es zur Keimung geschafft, dabei hatten wir sie im gesamten Familienkreis verteilt!)

Das Beste zum Schluss: Wir haben nach nur sieben Tagen in der Heimat unsere erste familiäre Erkältungswelle, inklusive Zu-Hause-Bleiben der Kinder. Super. Hatschi!

Wie ging es euch nach eurer Rückkehr aus Neuseeland? Fühlt ihr euch auch wie im falschen Film?

2 Kommentare

  • Wir planen auch gerade unseren NZ Urlaub mit unseren zwei Kindern. Und Euer Block ist wirklich klasse. Jeden Abend lese ich ein bisschen was von Euch.
    Habe ich das richtig gelesen, dass ihr jeden Tag weiter gefahren seid? Oder habt ihr auch mal für dich ein paar Tage einen Stopp gemacht? Wie lange seid ihr so im Schnitt pro Tag gefahren?

    • Hallo Kathrin,

      wir waren ja jetzt zweimal mit unseren Kids in Neuseeland. Wir sind aber jedesmal fast jeden Tag weitergefahren, nur ganz selten haben wir mal zwei oder gar drei Tage irgendwo Station gemacht. Wenn du nach „Route“ suchst, müsstest du die Routen von beiden Reisen im Blog finden. Wir sind maximal 250 km am Tag gefahren, manchmal auch nur 100 km. Aber auch kurze Strecken können sich enorm ziehen, wenn man ständig zwischendurch Pause macht und zum Staunen anhält ;-)

      Liebe Grüße
      Jenny

Hier kommt deine Meinung rein.