Packtipps Rund ums Wohnmobil

Packtipps für das Wohnmobil

Für das Packen auf Campervan-Reisen gelten andere Regeln als für Backpacker, und kleine Besonderheiten gibt es natürlich auch beim Reisen mit Kindern zu beachten.

  • Im Wohnmobil ist kein Platz. Schon gar nicht für sperrige Koffer oder riesige Rucksäcke. Während es in einigen Modellen möglich ist, ganze Reisetaschen in den Sitzbänken zu verstauen, sind die Bänke in anderen Modellen sogar dafür zu schmal. Wie in unserem Toyota Voyager zum Beispiel. Die drei Reisetaschen standen also zwei Monate lang im Fußraum herum.
  • Man packe die Reisetasche(n) also so sinnvoll, dass man sie nicht ausräumen muss, sondern sie als Truhe nutzen kann. Ein Stapel Hosen, ein Stapel T-Shirts.
  • Wer im Winter für den Sommer packt, ist klar im Vorteil – man kann schon Wochen im Voraus alles Nötige einpacken, weil im Alltag nichts fehlt. Außerdem kann man in aller Ruhe Fehlendes nachkaufen (Sommersachen und -schuhe vom letzten Jahr von den Kindern anprobieren lassen!)
  • Packliste schreiben: nicht nur, damit man nichts vergisst, sondern auch, falls ein Gepäckstück versehentlich nach Murmansk reist. Dann weiß man gleich, was genau nun fehlt und nachgekauft werden muss. Und es macht sich dann bezahlt, wenn man nicht alle Kindersachen in dieser einen verlorenen Tasche waren, sondern wenn man alles gleichmäßig verteilt hat.
  • Saughaken!! Wenn kaum Platz zum Verstauen ist, schafft man so Zusatz-Stauraum an den Wänden. Nicht nur Jacken, auch die Socken, Unterwäsche und/oder Badesachen können in Tüten an Haken aufgehängt werden.
  • Speziell für die Kinder unzerbrechliche Trinkbecher und Kinderbesteck; ein scharfes Messer kommt ebenfalls immer mit. Die Küchenausstattung im Campervan reicht für vier Personen gerade so aus; Plastikbecher zum Runterwerfen enthält sie aber genauso wenig wie funktionierende Messer.
  • Nicht zu viele Sachen mitnehmen (siehe Teil 3 unserer Packtipps)! In Neuseeland gibt es zig Zeltplätze, und auf nahezu jedem stehen eine Waschmaschine, eine Wäschespinne und ein Trockner. (Die allergrößten Sparfüchse finden im Campervan ein Spülbecken und einen Eimer für die Handwäsche.) Für einen Betrag zwischen 1 und 4 NZ$ bekommt man locker den Wochenbedarf einer vierköpfigen Familie sauber (na ja, fast). Mehr als vier T-Shirts pro Person braucht man in zwei Monaten nicht.
  • Von wichtigen Dingen sollten mehrere Exemplare oder Kopien mitgenommen werden. In unserem Fall betraf das (neben Kreditkarten…) vor allem Sandalen und Sonnenhüte. Kinder sind Kinder, die verlieren so etwas gern mal. Und wer will sich im Urlaub auf die Suche nach passenden neuen Schuhen machen?
  • Alte Sachen einpacken (Handtücher, Schlüpfer, Socken, T-Shirts), die man dann nicht wieder mit nach Hause nimmt. Neuseeland als Kleiderkammer sozusagen. Dann ist auch mehr Platz (und man hat eine Begründung!) für schicke neue T-Shirts aus dem Souvenirshop.
  • Platz und Gewicht sparen mit Funktionswäsche: superkleine und saugfähige [amazon_link id=“B005WJW3B8″ target=“_blank“ locale=“DE“ container=““ container_class=““ ]Trekking-Handtücher[/amazon_link], Shirts und Hosen aus schnelltrocknenden Stoffen usw.
  • Noch mehr Platz spart, wer die Zubehörliste des gemieteten Campervans schon zu Hause gründlich liest; Bettwäsche, Handtücher und Geschirr sind nämlich schon drin. Für den Sommer war das Bettzeug ausreichend, Frostbeulen sollten allerdings über einen (dünnen) Extraschlafsack nachdenken.
  • Kinder brauchen im Urlaub kaum Spielzeug; hier spreche ich von wirklich „brauchen“ (sie werden sich bestimmt nicht beschweren, wenn Mama alle Puppen einpackt!). Alles, was fehlt (Sandspielzeug z. B.), kann in Neuseeland problemlos nachgekauft werden.

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