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Einen Kiwi in Neuseeland sehen: an diesen 27 Orten geht das

! Aktualisiert am 5. Juni 2026

Obwohl der Kiwi Neuseelands nationales Maskottchen ist, sieht man das echte Tier vor Ort erstaunlich selten. Kein Wunder – der niedliche Vogel ist vom Aussterben bedroht. Wir sagen euch, wie und wo ihr trotzdem einen Kiwi in Neuseeland sehen (und sogar anfassen!) könnt.

Weltwunderer Verkehrsregeln Neuseeland Tongariro Kiwi Sign

Na, wo sind die Kiwis??

Einen Kiwi in Neuseeland in freier Natur sehen – davon träumen viele Reisende (haben wir auch). Aber nur für wenige geht der Traum in Erfüllung (für uns bisher nicht; dabei waren wir schon fünfmal in Neuseeland!).

Nicht nur sind die recht kleinen, flugunfähigen, sehr unscheinbar gefärbten Vögel sehr selten – selbst wenn sie da sind, seht ihr sie mit ziemlicher Sicherheit nicht, denn sie sind a) nachtaktiv und b) am liebsten am Boden im c) dichten, weglosen “bush” unterwegs.

Trotzdem: einen Kiwi in Neuseeland zu sehen, ist einfacher, als ihr denkt. Nachfolgend haben wir für euch 27 Orte aufgelistet, wo ihr Kiwis in Neuseeland beobachten könnt – auch mit Kindern.

Einen Kiwi sehen in Neuseeland – geht das?

Die Antwort ist: Jein.

Während es gar nicht ungewöhnlich ist, nachts einen Kiwi zu hören – wir sind ganz sicher, dass wir mindestens zwei auf einem Campingplatz im Tongariro National Park gehört haben! – ist der leibhaftige Anblick meist nur auf einer geführten Nachtwanderung zu haben.

Aber!

Der Kiwi gehört nicht nur zu den seltensten, sondern auch zu den beliebtesten Vögeln Neuseelands. Daher gibt es im ganzen Land zahlreiche Artenschutz- und Zuchtprogramme, bei denen man auch als Besucher reinschauen kann. Außerdem könnt ihr Kiwis an vielen Orten in Neuseeland in Zoos und Naturschutzparks sehen; oft leben sie in “Nacht-Volieren”, wo der Tagesrhythmus künstlich umgedreht wird, damit man auch tagsüber einen Kiwi sehen kann.

Tipp: Auf unserer Neuseeland mit Kind Karte sind all diese Kiwi-Orte natürlich markiert, in der Rubrik “Tiere beobachten oder streicheln” – plus an die 500 weitere Ideen für Familien. Superpraktisch für eure Reiseplanung unterwegs!

Tongariro National Park Kiwi Schild

Geliebt, gefährdet, geschützt – das gilt für viele Tiere und Landschaften in Neuseeland

Ein wilden Kiwi in Neuseeland sehen: schwierig

Es gibt fünf Kiwi-Unterarten (die wiederum weitere Unterarten haben) in Neuseeland:

  • Nordstreifenkiwi (North Island Brown Kiwi) – er ist (wieder) in großen Teilen der Nordinsel verbreitet und die häufigste Kiwi-Art in Neuseeland
  • Großer Fleckenkiwi/Haast Kiwi (Great Spotted Kiwi/Roroa) – er lebt nur noch in drei kleinen Regionen im Norden der Südinsel
  • Zwergkiwi (Little Spotted Kiwi/Kiwi Pukupuku) – die kleinste und seltenste Kiwi-Unterart
  • Okarito-Kiwi/Rowi – diese erst 2003 entdeckte Unterart lebt NUR NOCH in einem Waldgebiet bei Okarito an der West Coast
  • der Tokoeka oder Südstreifenkiwi – diese Unterart findet ihr auf Stewart Island, außerdem leben Tokoeka im Fiordland und bei Haast

Egal, welche Unterart: Der natürliche Lebensraum des Kiwi sind menschenleere, abgeschiedene Waldgebiete. Er gräbt dort meterlange Höhlengänge oder nistet unter Büschen oder in hohlen Baumstämmen. Und er ist eben dämmerungs- und nachtaktiv. Zufällig beim Wandern trifft man also fast garantiert keinen Kiwi.

(Neuerdings steigt aber die Wahrscheinlichkeit! An immer mehr Orten in Neuseeland wird der Kiwi wieder angesiedelt und pflanzt sich sogar erfolgreich fort, dank strikter Schädlingsbekämpfung, Hundetraining etc. Auf Rakiura/Stewart Island leben inzwischen wieder so viele Kiwi, dass man sie mitunter sogar tagsüber beim Wandern trifft.)

Die beste Option auf Kiwi-Sichtungen habt ihr mit einer “Kiwi spotting tour”. Solche Touren werden an verschiedenen Orten auf Neuseelands Nordinsel und Südinsel angeboten.

Kiwi Spotting Touren in Neuseeland gibt es zum Beispiel hier:

Einfache Nachtwanderungen kosten ab 60 NZ$, Ausflüge per Boot oder Führungen auf Inseln können allerdings deutlich teurer werden.

Orokonui Sanctuary Dunedin

Im Orokonui Sanctuary bei Dunedin

Das Problem: Mit Kindern sind solche Aktivitäten nicht nur wegen der Tageszeit schwierig – Kiwi-Touren beginnen erst, wenn es dunkel wird, und das kann im Sommer auf der Südinsel recht spät sein.

Ein Baby könnt ihr vielleicht schlafend in der Trage mitnehmen; ansonsten würden wir so etwas erst mit älteren Grundschulkindern machen, die verstehen, warum sie ganz leise sein und geduldig warten müssen. Viele Anbieter setzen deshalb ein Mindestalter bei 7 oder 10 Jahren fest.

Einen Kiwi in einem Schutzgebiet sehen: weniger schwierig

Ein schönes Beispiel für solche geschützten Orte ist ZEALANDIA (früher “Karori Sanctuary”), das vor den Toren von Wellington in einem 225 Hektar großen, raubtiersicher umzäunten Tal liegt. Hier können Besucher nicht nur Kiwis, sondern auch viele andere einheimische und endemische (also nur in Neuseeland vorkommende) Tier- und Pflanzenarten sehen – in einer Umgebung, die möglichst originalgetreu das ursprüngliche Neuseeland wiederherstellen will.

Zealandia Karori Wildlife Sanctuary Wellington

Im Zealandia erlebt man Neuseelands Tierwelt wie vor 200 Jahren

In ZEALANDIA könnt ihr an einer geführten Nachtwanderung teilnehmen, um den dort lebenden Kleinen Fleckenkiwi (Kiwi Pukupuku) zu sehen. Die Chancen stehen dabei deutlich besser als in der Wildnis: Angeblich werden auf 80 % der Touren Kiwis gesichtet.

Zealandia Karori Wildlife Sanctuary Wellington

Über diesen Zaun in ZEALANDIA kommt kein Raubtier

Allerdings dürfen an den Nachtführungen in ZEALANDIA Kinder erst ab 12 Jahren teilnehmen. Spezielle Kiwi-Führungen in der Dämmerung für Kinder ab 5 Jahren – Kids’ Night Walks – gibt es immer samstags von April bis September, ansonsten bucht ihr mit Kindern die Twilight Tour.

Kosten für eine Kiwi-Tour in “Zealandia”: ca. 60 Euro pro Person

Tipp: Bucht eure Zealandia by Night Tour* ein paar Tage im Voraus, die Gruppen sind recht klein!

Weitere umzäunte Schutzgebiete mit Besucherzentren und geführten Touren tagsüber und nachts sind:

Maungatautari Sanctuary Mountain

Der doppelt gesicherte Eingang zum Maungatautari Sanctuary Mountain

Weitere (offen zugängliche) Kiwi-Schutzgebiete in Neuseeland mit Chancen auf Kiwi-Sichtungen sind:

  • Whangārei Kiwi Sanctuary (hier lebt der Nordstreifenkiwi)
  • Moehau Kiwi Sanctuary auf der Coromandel Peninsula (hier lebt eine sehr seltene lokale Unterart des Streifenkiwi)
  • Tongariro Forest Kiwi Sanctuary bei Ruapehu (hier lebt die seltenste Unterart des Nordstreifenkiwi)
  • Okarito Kiwi Sanctuary an der Westcoast (hier lebt der Rowi, von dem es weniger als 500 Tiere gibt)
  • Haast Tokoeka Sanctuary (weiter südlich an der Westcoast, hier lebt eine sehr seltene Unterart des Südstreifenkiwi)
Kiwis sehen in Neuseeland Westcoast Wildlife

Dieses Küken wohnt im © Westcoast Wildlife Centre

Einen Kiwi in Neuseeland im Tierpark sehen: easy

Zwar gibt es nur wenige große Zoos in Neuseeland. Aber Kiwis und andere seltene einheimische Tiere werden in zahlreichen Forschungseinrichtungen und Tierparks gehalten, gezüchtet und/oder wieder aufgepäppelt.

Meistens werdet ihr dort den “Brown Kiwi” (auf Deutsch: Nördlicher und Südlicher Streifenkiwi) finden; der Zwergkiwi (“Little Spotted Kiwi”) und die noch selteneren Arten des Großen Fleckenkiwi (“Grey Spotted Kiwi”) und Okarito-Kiwi (“Rowi”) sind eher selten für Otto Normalbesucher zu sehen.

Vorteil: Die Chance, einen lebenden Kiwi zu sehen, ist hier ziemlich hoch; auch mit kleinen Kindern könnt ihr euch hierher trauen, ohne scheue wilde Tiere zu verschrecken. Und mit eurem Eintrittsgeld helft ihr in vielen Einrichtungen beim Artenschutz mit.

Kiwi Auckland

Manchmal geht auch beim Souvenirkauf ein Teil des Geldes an den Kiwi-Schutz – fragt nach!

Ein schönes Beispiel ist das Nga Manu Reserve* an der Kapiti Coast bei Wellington. Hier gibt es Kiwi-Dämmerungstouren, die Besucher zu einem Gehege bringen, das speziell für nächtliche Begegnungen genutzt wird. Da die Teilnehmerzahl auf zehn Personen begrenzt ist, können alle an der Absperrung stehen, auf Knieschonern knien oder auf Hockern Platz nehmen und schweigend beobachten, wie der Kiwi über den Waldboden huscht und Futter sucht, ohne die Zaungäste zu bemerken. Ohne Glasscheibe fühlt sich das Ganze gleich noch intensiver an.

Ihr könnt natürlich auch tagsüber ins Nga Manu Reserve kommen und hier durch den Wald laufen und die Aviarien besichtigen!

National Aquarium Napier

Die Bewohner des National Aquarium in Napier: nachtaktive Kiwi

Zoos und Tierparks, wo ihr Kiwi in Neuseeland sehen könnt:

  • Kiwi North WhangareiHier habt ihr das Whangarei-Museum, ein Kiwi-Nachthaus und ein Freilichtmuseum mit einer historischen Dampflok zusammen, plus das Native Bird Recovery Centre -> im Northland das einzige Kiwi-Haus
  • Im Auckland Zoo gibt es (natürlich) ebenfalls ein Kiwi-Nachthaus.
  • Ganz nah am Flughafen Auckland liegt Butterfly Creek, wo ihr neben vielen anderen Tieren ganz neu auch ein Nachthaus mit einem Kiwi-Pärchen besuchen könnt – mit praktischem Shuttle vom Airport, wenn ihr noch Zeit bis zum Abflug habt!
  • National Kiwi Hatchery* in Rotorua: Hier kommt ihr den Kiwi-Küken in der Aufzuchtstation ganz nah! Die Touren sind oft ausgebucht.
  • das altehrwürdige Kiwi House in Otorohanga betreut neben den Kiwis, die hier auch gezüchtet werden, die größte private Sammlung einheimischer Vögel in ganz Neuseeland. Es gibt ganze zwei Nachthäuser, in denen jeweils ein Nordstreifenkiwi-Pärchen lebt.
  • Im National Aquarium of New Zealand in Napier darf man die Kiwis im Nachthaus (ohne Blitz) fotografieren!
  • Orana Wildlife Park* in Christchurch ist Neuseelands einziger Freilandzoo, wo ihr neben Giraffen und Gorillas auch Kiwis sehen könnt.
  • Ebenfalls in Christchurch ist das Willowbank Wildlife Reserve*, wo ihr die Nordstreifenkiwis im Nachthaus ohne Glaswand beobachten könnt. Und zwar ganze vier der fünf Arten! (Achtung: Die Kinder finden vielleicht die Capybaras süßer.)
  • recht neu und recht teuer, aber sehr cool: Kiwi Park* in Queenstown
  • Kiwi, Tuatara, Krebse zum Angeln und riesige Aale zum Streicheln hat das National Kiwi Centre*, Hokitika
  • das Westcoast Wildlife Centre in Franz Josef bietet neben einem Kiwi-Nachthaus auch ein Becken mit Zwergpinguinen, die hier nach Verletzungen aufgepäppelt werden. Das Zentrum widmet sich dem Erhalt des Rowi-Kiwi und hat schon über 200 Kiwi-Küken aufgezogen!
Kiwi sehen in Neuseeland Rotorua

Die sind leider ausgestopft…

Dem Kiwi helfen: super!

Auch wenn es zumindest auf der Nordinsel immer mehr Streifenkiwis gibt, sind sämtliche Kiwi-Arten in Neuseeland immer noch bedroht – einige mehr, andere weniger. Insgesamt gibt es heute weniger als 70.000 frei lebende Kiwi in Neuseeland, jeden Tag werden 20 Kiwis getötet (durch Hunde, Autos, streunende Katzen oder Marder und Wiesel).

Eine gute Möglichkeit, etwas für den Erhalt des Kiwi zu tun: Bucht eine geführte Tour in einem der Schutzgebiete, die wir vorgestellt haben – so wird euer Geld direkt in den Schutz des Kiwi (und anderer bedrohter Tiere) investiert.

Ihr könnt natürlich auch einfach so Geld spenden: Besucht ihr ein Naturschutzgebiet oder eine Aufzuchtstation, könnt ihr dort auch Geldspenden abgeben. Mit nur 100 NZ$ kann eine Fläche von 10 Hektar Wald, etwa das Revier eines Kiwis, ein ganzes Jahr lang raubtierfrei gehalten werden.

-> Hier findet ihr noch mehr Möglichkeiten, Neuseelands Natur zu unterstützen

Habt ihr schon mal einen wilden Kiwi in Neuseeland gesehen? Erzählt uns, wo!

Jenny

7 Kommentare

  • Aroha Island Eco Park (im Norden der Bay of Islands). Super schöner Campingplatz und abends auf Kiwi Wanderung gehen… Chancen sehr gut!

  • Ist ja gar nicht so einfach, den Kiwi noch irgendwo sehen zu können. Da ist dieser Artikel echt Gold wert. Die Aktion Kiwis for Kiwi finde ich da ne gute Idee.

    Liebe Grüße Daniela

  • Hallo Jenny,
    wenn man in Neuseeland ist, will man natürlich auch einen Kiwi sehen! Schade, dass sie so stark vom Aussterben bedroht sind. Hoffentlich greifen die Maßnahmen zur Arterhaltung.
    LG
    Katharina

  • Trotz 2 Monaten Neuseeland haben wir keinen Kiwi gesehen. Allerdings auch keine der von dir genannten Einrichtungen besucht. Irgendwie stand der gar nicht so weit oben auf unserer Liste. Wobei, süß ist er schon.

    Viele Grüße
    Victoria

  • Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde die immer noch voll süß. Sie sehen unglaublich schutzbedürftig aus, und ich würde sofort einen adoptieren… In freier Wildbahn habe ich übrigens noch nie einen gesehen, ich war halt leider noch nie in Neuseeland…

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