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Einen Kiwi in Neuseeland sehen: die besten Plätze

Obwohl der Kiwi Neuseelands nationales Maskottchen ist, sieht man das echte Tier vor Ort erstaunlich selten. Kein Wunder – der niedliche Vogel ist vom Aussterben bedroht. Wir sagen euch, wie und wo ihr trotzdem einen Kiwi in Neuseeland sehen (und sogar anfassen!) könnt.

Weltwunderer Verkehrsregeln Neuseeland Tongariro Kiwi Sign

Na, wo sind die Kiwis??

Einen Kiwi in freier Natur sehen – davon träumen viele Neuseeland-Reisende, und nur für sehr wenige geht der Traum in Erfüllung. Nicht nur sind die flugunfähigen, sehr unscheinbar gefärbten Vögel heute extrem selten – selbst wenn sie da sind, seht ihr sie mit ziemlicher Sicherheit nicht, denn sie sind a) nachaktiv und b) am liebsten im dichten, weglosen „bush“ unterwegs.

Während es gar nicht ungewöhnlich ist, nachts einen Kiwi rufen zu hören – wir sind ganz sicher, dass wir mindestens zwei auf einem DOC Campingplatz bei Ohakune im Tongariro National Park gehört haben! – ist der leibhaftige Anblick meist nur auf einer geführten Nachtwanderung zu haben.

Der Kiwi gehört nicht nur zu den seltensten, sondern auch zu den beliebtesten Vögeln Neuseelands, daher gibt es im ganzen Land zahlreiche Artenschutz- und Zuchtprogramme, bei denen man auch als Besucher mal reinschauen kann. Außerdem könnt ihr Kiwis in Neuseeland in Zoos und Naturschutzparks sehen; oft in „Nacht-Volieren“, wo der Tagesrhythmus künstlich umgedreht wird, damit man auch tagsüber einen Kiwi sehen kann.

Einen wilden Kiwi in Neuseeland sehen: schwierig

Der natürliche Lebensraum des Kiwi liegt in menschenleeren, abgeschiedenen Waldgebieten. Er gräbt meterlange Höhlengänge oder nistet unter Büschen oder in hohlen Baumstämmen. Und er ist eben dämmerungs- und nachtaktiv. Zufällig beim Wandern trifft man also fast garantiert keinen Kiwi.

Die beste Option auf Kiwi-Sichtungen habt ihr mit einer „Kiwi spotting tour“, die an verschiedenen Orten in Neuseeland angeboten werden.

Kiwi Spotting Touren gibt es zum Beispiel hier:

Einfache Nachtwanderungen kosten ab 25 NZ$, Ausflüge per Boot oder Führungen auf Inseln können allerdings viel teurer werden. Mit Kindern sind solche Aktivitäten nicht nur wegen der Tageszeit schwierig.

Ein Baby könnt ihr eventuell schlafend im Tragetuch mitnehmen; ansonsten würden wir so etwas erst mit älteren Grundschulkindern machen, die verstehen, warum sie ganz leise sein müssen. Viele Anbieter setzen auch ein Mindestalter bei 7 oder 10 Jahren fest.

Kiwis sehen in Neuseeland

Ein Kiwi! Wo?? Da!!! © Tourism New Zealand

Einen Kiwi in einem Naturschutzgebiet sehen: weniger schwierig

Das beste Beispiel für solche Orte ist „Zealandia“ (früher „Karori Sanctuary“), das vor den Toren von Wellington in einem 225 Hektar großen, raubtiersicher umzäunten Tal liegt. Hier können Besucher nicht nur Kiwis, sondern auch viele andere einheimische und endemische (also nur in Neuseeland vorkommende) Tier- und Pflanzenarten sehen – in einer Umgebung, die möglichst originalgetreu das ursprüngliche Neuseeland repräsentieren soll.

Auch in „Zealandia“ könnt ihr an einer geführten Nachtwanderung teilnehmen, um den dort lebenden „Little Spotted Kiwi“ zu sehen. Die Chancen stehen dabei etwas besser als in der echten Wildnis, und auch Kinder kommen hier besser mit als in der ganz freien Natur.

Allerdings dürfen in „Zealandia“ erst Kinder ab 12 Jahren an den Nachttouren teilnehmen. Eine spezielle Kiwi-Führung in der Dämmerung für Kinder ab 5 Jahren gibt es immer samstags von April bis September!

Kosten für eine Kiwi-Tour in „Zealandia“: 85 NZ$/Erwachsene, 40 NZ$/Kinder

Weitere Naturschutzgebiete in Neuseeland mit Chancen auf Kiwi-Sichtungen sind:

  • Whangarei Kiwi Sanctuary
  • Moehau Kiwi Sanctuary auf der Coromandel Peninsula
  • Maungatautari Sanctuary Mountain bei Hamilton -> hier könnt ihr beim „health check“ der Kiwis mithelfen!
  • Tongariro Forest Kiwi Sanctuary bei Ruapehu
  • Okarito Kiwi Sanctuary an der Westcoast
  • Haast Tokoeka Sanctuary (weiter südlich an der Westcoast)
Kiwis sehen in Neuseeland Westcoast Wildlife

Dieses Küken wohnt im © Westcoast Wildlife Centre

Einen Kiwi in Neuseeland im Zoo sehen: easy

Zwar gibt es nur wenige große Zoos in Neuseeland, aber Kiwis und andere seltene Tiere werden in zahlreichen Forschungseinrichtungen und Tierparks gehalten, gezüchtet und/oder wieder aufgepäppelt.

Meistens werdet ihr dort den „Brown Kiwi“ (auf Deutsch: Nördlicher und Südlicher Streifenkiwi) finden; der Zwergkiwi („Little Spotted Kiwi“) und die noch selteneren Arten des Großen Fleckenkiwi („Grey Spotted Kiwi“) und Okarito-Kiwi („Rowi“) sind eher selten für Otto Normalbesucher zu sehen.

Vorteil: Die Chance, einen lebenden Kiwi zu sehen, ist hier ziemlich hoch; auch mit kleinen Kindern könnt ihr euch hierhertrauen, ohne scheue wilde Tiere zu verschrecken. Und mit eurem Eintrittsgeld helft ihr in vielen Einrichtungen beim Artenschutz mit.

Kiwi sehen in Neuseeland Rainbow Springs

Dieser süße Kleine wohnt in Rainbow Springs in Rotorua © Rainbow Springs

Einige Zoos und Tierparks in Neuseeland, wo ihr Kiwis sehen könnt:

Kiwi sehen in Neuseeland Rotorua

Die sind leider ausgestopft…

Dem Kiwi helfen: super!

Eine gute Möglichkeit für Touristen: Kauft eure Kiwi-Souvenirs über die Organisation Kiwis for Kiwi, dann gehen die Einnahmen direkt an den gemeinnützigen Verein zur Rettung des Kiwi.

Ihr könnt natürlich auch Geld spenden: Am einfachsten geht das mit einem Besuch in einem Naturschutzgebiet oder in einer Aufzuchtstation – dort werden nicht nur die Eintrittsgelder entsprechend verwendet, ihr könnt auch Geldspenden abgeben. Mit nur 100 NZ$ kann eine Fläche von 10 Hektar Wald, etwa das Revier eines Kiwis, ein ganzes Jahr lang raubtierfrei gehalten werden.

Habt ihr schon einen echten Kiwi in Neuseeland gesehen? Erzählt uns, wo!

5 Kommentare

  • Hallo Jenny,
    wenn man in Neuseeland ist, will man natürlich auch einen Kiwi sehen! Schade, dass sie so stark vom Aussterben bedroht sind. Hoffentlich greifen die Maßnahmen zur Arterhaltung.
    LG
    Katharina

  • Trotz 2 Monaten Neuseeland haben wir keinen Kiwi gesehen. Allerdings auch keine der von dir genannten Einrichtungen besucht. Irgendwie stand der gar nicht so weit oben auf unserer Liste. Wobei, süß ist er schon.

    Viele Grüße
    Victoria

  • Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde die immer noch voll süß. Sie sehen unglaublich schutzbedürftig aus, und ich würde sofort einen adoptieren… In freier Wildbahn habe ich übrigens noch nie einen gesehen, ich war halt leider noch nie in Neuseeland…

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