Der Aoraki Mount Cook National Park liegt im Herzen der Südinsel und lockt mit grandioser Natur, inklusive dem höchsten Berg Neuseelands. Viele Familien überlegen, ob sich ein Abstecher zum Aoraki Mt Cook mit Kindern lohnt. Unsere Empfehlung: ein ganz klares Ja!

Pflichtstopp am Peter’s Lookout bei schönem Wetter: Da hinten ragt tatsächlich Aoraki/Mount Cook auf!
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Aoraki/Mt Cook, mit 3.724 m der höchste Berg Neuseelands, trägt nicht umsonst einen Doppelnamen: Für die Maori hat er als “Cloud Piercer” große spirituelle Bedeutung, für die Europäer ist er ein wunderschöner Gipfel, den man sogar vom Highway easy sehen kann. Es gibt sogar einen Rastplatz an der perfekten Stelle, um Fotos zu machen: Peter’s Lookout (Tapataia Mahaka) am Westufer des Lake Pukaki.
Ein Traum für Touristen!
Der höchste Berg Neuseelands und die Gipfel, die ihn umgeben, gehören zu den Southern Alps, die sich wie ein Rückgrat über die Südinsel ziehen. Zusammen mit den weiter südlich gelegenen Nationalparks Mount Aspiring, Westland Tai Poutini und Fiordland bildet er eine UNESCO Weltnaturerbe-Stätte.
Ausnahme-Bergsteiger und Neuseeland-Nationalheld Edmund Hillary hat hier geübt, bevor er gemeinsam mit Tenzing Norgay den Chomolungma/Mount Everest bezwang. Auch heute erklimmen jedes Jahr Menschen den Aoraki/Mt Cook, und immer wieder kommen Bergsteiger dabei zu Tode. Für Alpinisten ist der Nationalpark, der sich über 700 km2 im Zentrum der Südinsel erstreckt, ein Traum: Fast die Hälfte seiner Fläche besteht aus Gipfeln (davon 19, die über 3.000 m hoch sind) und Gletschern. Aber auch für Familien und Kinder mit kurzen Beinen gibt es hier viel zu erleben.

Auch mit Kindern gibt es im Aoraki Mt Cook National Park viel zu erleben!
Entsprechend gut besucht ist der Nationalpark; vor allem das Dörfchen Aoraki Mt Cook Village (das eigentlich nicht mehr als eine Ansammlung von Hotels ist) platzt bereits in der Vorsaison aus allen Nähten, tausende Besucher drängen sich hier bei schönem Wetter auf den Wanderwegen.
Ab Dezember 2025 werden deshalb Parkgebühren am Aoraki Mt Cook eingeführt (mehr dazu weiter unten), und immer wieder wird auch über eine Beschränkung der Besucherzahlen gesprochen, um die empfindliche Natur nicht zu überlasten.
Lasst euch von den beeindruckenden schneebedeckten Gipfeln und den Besuchermassen nicht abschrecken, der Aoraki Mt Cook ist nicht ohne Grund ein absolutes Muss bei einer Neuseelandreise. Nur den Wetterbericht solltet ihr vor eurem Besuch aufmerksam lesen!

Aoraki Mt. Cook im Sonnenuntergang – ein seltener Anblick!
Wo liegt der Aoraki Mount Cook National Park?
Der Aoraki Mt Cook National Park liegt in Canterbury, ziemlich genau in der Mitte von Neuseelands Südinsel und nur knapp 3 Stunden Fahrt von Christchurch entfernt. Wer weiter nach Queenstown will, fährt nur noch etwa 260 km.
Das Dörfchen mit dem originellen Namen Aoraki Mt Cook Village liegt nur 15 km vom Gipfel des Aoraki Mt Cook entfernt!
Für viele Neuseeland-Reisende ist der Aoraki Mt Cook daher die logische erste Etappe nach dem Start ihrer Fahrt von Christchurch. Aber wir empfehlen allen Familien, nichts zu überstürzen: Nicht nur direkt in Christchurch und in unmittelbarer Umgebung der Stadt gibt es viel zu sehen – auch die 300 km lange Strecke von dort zum Aoraki Mt Cook hat noch einige spannende Zwischenstopps zu bieten (die wichtigsten, die ihr wirklich nicht verpassen dürft, beschreiben wir weiter unten in diesem Beitrag).

Der Blick auf den Aoraki/Mt. Cook vom Ufer des Lake Pukaki ist ein Traum!
Anreise zum Aoraki/Mt Cook: Das müsst ihr wissen
Wie schon erwähnt, ist die Anfahrt sowohl von Christchurch als auch von Queenstown aus gut in einem Tag zu schaffen – es sind 300 bzw. 260 km, aber ihr werdet unterwegs ständig anhalten und fotografieren (oder kleine Wanderungen machen), also plant genug Zeit ein.
Reisende, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, haben ein Problem: Aoraki Mt Cook liegt weder auf der Route der KiwiExperience-Busse, noch wird es von den InterCity-Fernbussen angefahren. Für Busreisende ist in Lake Tekapo Schluss.
Ihr braucht also auf jeden Fall einen Mietwagen oder einen Camper, um den Aoraki Mt Cook National Park zu erreichen!
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Neu und wichtig für alle motorisierten Besucher sind die Parkgebühren, die ab Dezember 2025 am Aoraki Mt Cook eingeführt werden. Diese gelten (noch…) nicht für das gesamte Dorf, sondern nur für den Besucherparkplatz White Horse Hill neben dem gleichnamigen DOC-Campground; dort parkt ihr, wenn ihr den Hooker Valley Track oder den Kea Point Track laufen wollt.
Die Parkgebühren sind echt moderat:
- 5 NZ$/Stunde pro Fahrzeug ODER
- 25 NZ$/Tag pro Fahrzeug
Wer nur kurz jemanden absetzt oder abholt, zahlt für die ersten 20 Minuten nichts.

Da hinten ragt der schneebedeckte Aoraki/Mt. Cook auf
Zwischenstopps mit Kindern
Auf dem Weg zum Aoraki Mt Cook bieten sich sowohl von Christchurch (also von Norden) als auch von Wanaka oder Dunedin (also von Süden) einige Zwischenstopps an, die ihr nicht verpassen solltet! Eine Übernachtung dort lohnt nicht unbedingt, aber wenn ihr eine Pause braucht, sind sie perfekt.
Zwischenstopp am SH 8: Lake Tekapo
Jede*r kennt den Gletschersee mit dem knallblauen Wasser, das regelrecht künstlich aussieht – ist aber in echt wirklich so krass! Vor allem im November/Anfang Dezember, wenn die Lupinen am Seeufer in Blüte stehen, sieht das wunderschön aus (behaltet nur in Erinnerung, dass die Lupinen ein mieses Unkraut sind, das die empfindlichen Ökosysteme auf der Südinsel schon komplett überwuchert hat).

Lake Tekapo mit seinen Lupinen ist der natürliche Zwischenstopp für die Fahrt von Christchurch zum Aoraki/Mt. Cook
Was ihr außerdem am Lake Tekapo machen könnt, wenn ihr nicht nur Selfies für Instagram braucht:
- Die Tekapo Hot Pools* sind ein netter Pool-Komplex mit warmem Wasser (allerdings kein echtes Thermalwasser) und Blick auf den See – dessen Wasser immer sehr kalt ist und nicht zum Baden einlädt.
- Das Mt John Observatory auf dem kleinen Berg am westlichen Seeufer ist eine Sternwarte, die tagsüber interessante Displays zum Anschauen und ein schönes Café bietet – abends könnt ihr hier Stargazing-Touren* buchen, was sich sehr lohnt, da der Himmel hier nahezu keine Lichtverschmutzung aufweist und man unglaublich viele Sterne sehen kann!

Die Church of the Good Shepherd wird meist belagert von Touristen
Am SH 8: Omarama Clay Cliffs
Die Omarama Clay Cliffs liegen etwa 10 km außerhalb der gleichnamigen Ortschaft im Flusstal des Ahuriri River am Ende einer laaangen Gravel Road, die tatsächlich nicht sehr gut zu fahren ist – man spricht hier von “washboarding”, weil Querrillen wie auf einem Waschbrett das Auto mies durchschütteln. (Ich bin mit einem Spaceship Rental dort gefahren und hatte keine Probleme, der Trick ist: Man darf nicht zu langsam fahren!)
Trotzdem: Die Anfahrt lohnt sich und die Kasse des Vertrauens darf gern einen 10-NZ$-Schein bekommen (zumal dort neuerdings Kameras stehen…), denn immerhin seid ihr hier auf Privatgelände. Vom Parkplatz sind es geschätzte zehn Minuten Fußweg, bis ihr die ersten Hoodoos seht und dann bald mitten zwischen den lehmigen Felsenklippen herumklettern könnt. Im Frühjahr, wenn hier überall gelbe (!) Lupinen blühen, und im Herbst, wenn die aus Europa eingeschleppten Laubbäume sich bunt färben, sieht es hier besonders hübsch aus.

Lupinen sind nicht das Einzige, was an den Omarama Clay Cliffs beeindruckt
Für Kinder ist es an den Clay Cliffs sehr aufregend, weil es keine ordentlich angelegten Wege gibt – passt genau deshalb gut auf sie auf!
Geologisch sind die Omarama Clay Cliffs genauso entstanden wie die Putangirua Pinnacles bei Wellington, die man aber aktuell nicht mehr erreichen kann – insofern ist das hier eine tolle Gelegenheit!

“Herr der Ringe”-Vibes an den Omarama Clay Cliffs
Am SH 83: Duntroon Elephant Rocks und Maori-Felszeichnungen
Wenn ihr von der Ostküste aus zum Aoraki Mt Cook fahren wollt, biegt ihr kurz nach Oamaru vom SH 1 ab auf den SH 83, der immer am Waitaki River entlang ins Landesinnere führt. Diese abgeschiedene Gegend ist nicht nur ganz allgemein eine landschaftliche Freude wegen der bizarr geformten Felsen links der Straße – hier verbergen sich auch echte Schätze für Paläontologen, Geologen und Historiker!
Wenn euch prähistorische Maori-Felszeichnungen, Fossilien von Riesen-Pinguinen und solche Sachen interessieren, solltet ihr im Vanished World Centre in Duntroon vorbeischauen – oder ihr macht einen kleinen Schlenker zur Maerewhenua Rock Art Site, zu den Maori Rock Drawings in Takiroa oder zu den Elephant Rocks und dem Valley of the Whales.
-> Lest hier mehr über den Vanished World Trail

Die Elephant Rocks im Waitaki Valley sind ein echter Geheimtipp
Unterkünfte im Aoraki/Mt Cook National Park: unsere Empfehlungen
Ein echtes Problem im Aoraki Mt Cook National Park ist der Mangel an Unterkünften – oder andersherum gesehen, sind es die zu vielen Besucher.
Als wir im Januar 2011 hierherkamen, war es gar kein Problem, einen Platz auf dem schlichten DOC-Campground zu bekommen. Heute muss man den Platz (der sich in puncto Qualität nicht verändert hat!) Monate im Voraus buchen, wenn man nicht in der absoluten Nebensaison kommt.
Noch viel mehr gilt das für “richtige Unterkünfte”, also Hotels und Motels. Günstig werdet ihr hier in der Sommerzeit nirgends unterkommen; dafür seid ihr morgens die ersten und abends die letzten, die die wunderschöne Natur genießen können, ohne die Massen an Tagesbesuchern.

Schlafen mit Blick auf den Aoraki/Mt. Cook: geht eigentlich nur im Glentanner Park Centre
Hotels, Motels und Hostels am Aoraki Mt. Cook
Das hervorstechendste Hotel im kleinen Village (und das meine ich buchstäblich – man sieht es von überall!) ist das altehrwürdige Hermitage Hotel, das innen und außen einem Sporthotel in den europäischen Alpen ähnelt. Hier zu wohnen, muss toll sein – bucht äußerst früh, wenn ihr zwischen November und Februar herkommen wollt! Es hat vier Sterne, etwa 90 Zimmer und ist rund ums Jahr ziemlich teuer.

Das erste Haus am Platz: The Hermitage ist riesig!
Es gibt noch zwei weitere Unterkünfte im Ort, die zum Hermitage gehören: die schicke Mount Cook Lodge mit knapp 60 Zimmern und lustigen Finnhütten und das Mount Cook Motel mit ca. 30 kleinen Hütten, die 800 m weiter unten an der Straße liegen (wichtig – wenn ihr dort die Frühstücksoption bucht, müsst ihr jedes Mal 800 m zum Hermitage Hotel laufen oder fahren!). Beide sind recht hochpreisig und werden über dieselbe Website wie das Hermitage Hotel gebucht.
Für weniger anspruchsvolle Reisende gibt es im Ort noch die gemütliche Aoraki Alpine Lodge* und ganz unten am Ortseingang das Haka House*, ein vergleichsweise teures Hostel der bekannten Haka House Kette (eines der wenigen YHA-Häuser, die nach den Corona-Schließungen immerhin ein Hostel geblieben sind). Gleich gegenüber liegen noch die schlichten Bungalows des Aoraki Court Motel*, und das war’s.

Das schicke Panorama-Restaurant im Hermitage Hotel
Campsites und Freedom Camping am Aoraki Mt Cook
Wir haben es schon erwähnt: Die DOC Campsite White Horse Hill ist der einzige Campingplatz im Nationalpark und, sofern ihr einen Camper habt, auch die beste Option, um hier oben zu übernachten. Der Platz bietet wenig Komfort, ist aber dafür sehr günstig und punktet mit einer traumhaften Lage.
-> Unser Bericht zur DOC White Horse Hill Campsite

Die Flanke des Mt. Sefton ragt über der DOC White Horse Hill Campsite auf
Besser wird es eigentlich nur im Glentanner Park Centre – einem voll ausgestatteten Campground (dem einzigen weit und breit!) am Ufer des Lake Pukaki, nur 18 km südlich vom Mt. Cook Village. Hier steht ihr gemütlich auf kleinen, von Buschwerk umgrenzten Wiesenflächen und habt mit etwas Glück einen Panoramablick auf den Aoraki Mt. Cook im Sonnenuntergang – direkt aus eurem Camper!
(Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, denn den Aoraki sieht man aus dem Aoraki Mt. Cook Village nicht – dort ragt allenfalls die Flanke des Mt. Sefton über dem DOC White Horse Hill Campground auf.)

Sonnenuntergang am Aoraki/Mt. Cook – gibts im Glentanner Park Centre inklusive!
Es gibt eine Gemeinschaftsküche, ein Freiluft-BBQ-Deck und saubere Waschhäuser. Wenn ihr mit dem Auto kommt, könnt ihr in Glentanner in einfachen Stockbett-Hütten übernachten.
-> Hier bucht ihr eure Unterkunft*
Ringsherum erstrecken sich die Weideflächen einer Merino-Farm und wenn ihr ohnehin eine Heli-Tour zum Tasman Glacier am Mt. Cook machen wolltet, dann könnt ihr gleich hier starten.
Auf 60 Stellplätzen mit Stromanschluss und noch einmal so vielen “unpowered sites” findet sich fast immer ein freier Platz in Glentanner. Wenn ihr wirklich Pech habt und alles ausgebucht ist, bleibt euch noch das 66 km entfernte Twizel mit einem Holiday Park und einigen günstigeren Motels. Ein paar Kilometer außerhalb gibt es noch die kleine DOC-Campsite am Lake Poaka mit 30 Stellplätzen.
Freedom Camping ist im Aoraki Mt. Cook National Park nirgends erlaubt – aber am Südufer des Lake Pukaki findet ihr einen absolut idyllischen kostenfreien Stellplatz für Camper mit Self Containment Plakette (In der Hauptsaison wird es hier allerdings sehr schnell voll!).
Weniger idyllisch, aber dafür windgeschützt in einem Pinienwäldchen ist die Lake Wardell Camp Area, wo ihr mit Plakette kostenlos übernachten könnt – sie liegt gleich nach der Brücke über den Pukaki Canal (und wenn ihr dem in Richtung Ohau folgt, gelangt ihr zu einer weiteren Freedom Camping Site am Lake Ruataniwha).

Für Eilige: Tagestrips zum Aoraki Mt. Cook
Ihr habt keine bezahlbare Unterkunft im Aoraki Village, in Glentanner oder Twizel gefunden? Dann könnt ihr den höchsten Berg Neuseelands immer noch im Rahmen eines Tagestrips besuchen – ab Lake Tekapo oder Omarama ist es nicht weit.
Geführte Tagestouren zum Aoraki Mt. Cook gibt es ab Christchurch und Queenstown, dann seid ihr aber 12 bis 13 Stunden unterwegs. Mit Kids, die im Bus schlafen, vielleicht eine Option – ihr spart euch auf jeden Fall die teure Übernachtung, seht die Highlights ganz entspannt und könnt euren Besuch spontan nach dem Wetter richten.
-> Tagestour zum Aoraki/Mt. Cook ab Christchurch buchen*
Lohnt sich Aoraki/Mt. Cook mit Kindern?
Man überlegt als Familie vielleicht, ob sich der lange Abstecher zu Neuseelands höchstem Berg lohnt – denn besteigen kann man ihn als Nicht-Bergsteiger nicht und die Zufahrt ist eine 60 km lange Sackgasse.
Aber das macht gar nichts, es gibt hier nämlich erstaunlich viele sehr einfache und kurze Wanderwege – die euch mit Traumblicken von den Socken hauen werden.
Babys lassen sich auf den einfachen Wanderungen im Nationalpark problemlos auf dem Rücken tragen, Kleinkinder schaffen die kürzeren Walks schon ganz allein und größere haben einen Heidenspaß beim Kraxeln auf den steileren Abschnitten – oder beim Bestaunen der Eisberge im Tasman Glacier Lake.

Auf dem Tasman Glacier Lake kann man sogar Boot fahren
Was kann man im Aoraki/Mt. Cook National Park mit Kindern unternehmen?
Der für Normalmenschen zugängliche Teil des Aoraki/Mt Cook National Park ist zwar recht klein, er bietet aber eine Menge Erlebnisse und das auch für Familien mit kleineren Kindern!
Mit kurzen und längeren Wanderungen (inklusive einer familientauglichen Hüttenwanderung!), Rundflügen im Helikopter, Bootstouren im Schlauchboot auf dem knallblauen Tasman Glacier Lake und Stargazing im Aoraki Mackenzie Dark Sky Reserve kann man hier durchaus ein paar Tage verbringen – wenn das Wetter durchhält, was es selten für mehr als ein paar Tage tut.

Wir listen die Angebote einfach mal für euch auf:
- Bootstouren auf dem Tasman Glacier Lake (Startpunkt ist im Eingangsbereich des Hermitage Hotel, nicht direkt am See!)
- Sternenbeobachtung mit fachkundiger Begleitung, draußen oder im Planetarium (bei schlechtem Wetter); Start ist im Hermitage Hotel, das Mindestalter sind 8 Jahre
- Helikopter-Rundflug mit Southern Lakes Helicopters zum Aoraki und Tasman Glacier* (mit und ohne Landung) – Start ist am Mt. Cook Aerodrome ein paar Kilometer südlich des Ortes
- …oder mit Helicopter Line und Start in Glentanner*
- Ihr mögt Lachs? Auf dem Weg zum Aoraki Mt. Cook wartet am Südufer des Lake Pukaki die High Country Salmon Farm, die ihre Fische in Becken im Pukaki Canal züchtet. Ihr könnt die Fische anschauen und dann frisch geräuchert essen (oder fürs Picknick mit ins Aoraki Village nehmen).

Eisberge anstupsen macht Kindern garantiert Spaß!
Lohnt sich Aoraki Mt. Cook bei schlechtem Wetter?
Auch zwei Schlechtwettertipps im Aoraki/Mt Cook Village haben wir:
- Im altehrwürdigen Hermitage Hotel befindet sich das “Edmund Hillary Alpine Center” mit angeschlossenem Kino und Planetarium. Es ist zwar trotzdem recht klein und kostet happige 25 NZ$ Eintritt, aber eine oder zwei Stunden kann man hier gut verbringen.
- Kostenlos zugänglich ist das sehr schöne DOC Visitor Centre etwas weiter unten an der Straße, wo ihr ebenfalls eine kleine Ausstellung zum Nationalpark, den Bergsteigern und Bergführern und zu den Herausforderungen der alpinen Natur anschauen könnt – außerdem gibt es eine Menge schöner und praktischer Souvenirs und eine beeindruckende Aussicht auf die Berge durch eine riesige Panoramascheibe.

Echt schick: das Aoraki/Mt. Cook Visitor Centre des DOC
Generell muss man aber sagen, dass Aoraki/Mt. Cook bei schlechtem Wetter keine gute Idee ist – man sieht einfach nichts von der grandiosen Kulisse, wegen der man ja hierher kommt. Zum Glück ist schlechtes Wetter am Aoraki Mt. Cook zwar häufig, aber es hängt nicht lange fest – schaut also unbedingt ganz genau auf die Wettervorhersage der nächsten Tage, ob und wann Schönwetterphasen angekündigt sind.
Wir sind für einen Vormittag Sonnenschein hergefahren und es hat sich absolut gelohnt!

Eine Schlechtwetterfront zieht über den Lake Pukaki heran – da heißt es gut überlegen, ob sich die Fahrt zum Aoraki/Mt. Cook lohnt!
5 Wanderungen am Aoraki/Mt Cook mit Kindern
Am Aoraki Mt. Cook treiben sich nicht nur Vollprofis herum, die den höchsten Berg Neuseelands besteigen oder anspruchsvolle Bergtouren wandern wollen – ganz im Gegenteil! Erstaunlicherweise warten hier einige der einfachsten und gleichzeitig schönsten Walks in Neuseeland.
… was dazu führt, dass es am Aoraki/Mt. Cook normalerweise vor Touristen nur so wimmelt und man auf den bekanntesten Walks tatsächlich im Gänsemarsch läuft. Dieses Problem löst ihr mit einer Unterkunft im Ort (siehe oben) und frühem Aufstehen oder später Wanderstunde – zum Sonnenauf- und -untergang seid ihr zwar immer noch nicht allein, aber es ist doch deutlich angenehmer.

Hier geht es zum Tasman Glacier Lake, der in einem Nachbartal des Aoraki/Mt. Cook liegt
Schön, aber voll: Hooker Valley Track
Unbestritten einer der schönsten Walks in Neuseeland ist der Hooker Valley Track – super kinderfreundlich, weil er wirklich easy, gut ausgebaut und fast ohne Steigungen zum Ziel führt und gleichzeitig voller wahnsinnig schöner Ausblicke.
Auf dem 4,5 km langen Track überquert ihr drei Hängebrücken und genießt Erste-Reihe-Panoramablicke auf den Mt. Sefton, den Mueller-Gletscher und seinen See und Aoraki Mt. Cook, was besonders zum Sonnenuntergang der Hammer ist.
Downside: Ihr müsst denselben Weg wieder zurücklaufen, es ist kein Rundweg. Und 9 km können für jüngere Kids durchaus lang sein, nehmt also vielleicht eine Trage mit. Buggytauglich ist der Hooker Valley Track nicht auf ganzer Länge!

Der Hooker Valley Track ist zu Recht enorm beliebt © www.depositphotos.com
Achtung: Seit Ende 2025 ist der Hooker Valley Track nur noch bis zum Lookout auf den Mt. Sefton zugänglich! Die zweite Hängebrücke wird ersetzt, das soll bis Herbst 2026 dauern. Blicke auf den Mt. Cook bekommt ihr in dieser Zeit eher vom Kea Point Track oder vom Sealy Tarns Track, die wir gleich vorstellen.
Start der Wanderung ist am Parkplatz am DOC White Horse Hill Campground (dort gibt es auch Toiletten) – ein Tages-Parkticket kostet seit Dezember 2025 pro Fahrzeug 25 NZ$. Wenn ihr ohnehin auf dem Campingplatz steht, spart ihr also Geld!
Schön und kurz: Kea Point Track
Einer der einfachsten Tracks am Aoraki Mt. Cook ist der kurze Kea Point Track, der vom White Horse Hill Parkplatz mit relativ geringer Steigung zu einer Aussichtsplattform über den Gletschersee des Mueller Glacier und das Hooker Valley (mit den ameisenkleinen Wanderern auf dem Hooker Valley Track!), links den Mt. Sefton und ganz hinten den Gipfel des Aoraki Mt. Cook.
Das Ziel ist die Moränenwand des Mueller Glacier, und hier kann man gut sehen, wie viel der Gletscher in den letzten Jahrzehnten von seiner Länge eingebüßt hat. Treppen gibt es hier nicht, einen Buggy würde ich trotzdem nicht mitnehmen. Die insgesamt 3 km (hin und zurück) schaffen auch Kindergartenkinder!
Start ist am White Horse Hill Parkplatz; ihr könnt auch direkt im Aoraki Village am Visitor Centre über den Terrace Walk loslaufen, dann dauert es eine Stunde extra (hin).
Viele Treppen: Sealy Tarns Track
Treppen, Treppen, Treppen – der Sealy Tarns Track ist gar nicht so lang, aber mit 2.200 Stufen, die im Zickzack auf nur 2,5 km Strecke 600 Höhenmeter bergauf führen, hat er seinen Beinamen “Stairway to Heaven” mehr als verdient. Die Ausblicke von oben auf das Hooker Valley, den quietschblauen Hooker Lake und den Mueller Lake und den schneebedeckten Aoraki Mt. Cook sind spektakulär.

(“Tarn” ist übrigens die Bezeichnung für die kleinen Bergseen, die mit Regenwasser gefüllt sind).
Der Aufstieg zu den Sealy Tarns Track dauert für normal fitte Menschen etwa 1,5 bis 2 Stunden (und eine Stunde zurück, dann geht es ja nur noch bergab).
Wenn ihr fit seid und ein Abenteuer erleben wollt, könnt ihr vom Ende des Sealy Tarns Track weiterlaufen zur Mueller Hut, einer knallroten Wanderhütte über dem Mueller Glacier – auch das ist mit gut ausgerüsteten, fitten Kindern durchaus machbar (Kiwi-Familien laufen dort gern hin, um zu übernachten).
Start des Kea Point Track ist entweder am Aoraki/Mount Cook Visitor Centre (-> kostenlos parken, aber ca. 45 Minuten Extra-Laufzeit) oder am Parkplatz White Horse Hill am Ende der Hooker Valley Road; folgt zuerst dem Kea Point Track bis zur Abzweigung zu den Sealy Tarns.
Wichtig: Im Winter ist der Sealy Tarns Track oft von Schnee und Eis bedeckt und sollte dann nur mit Steigeisen gelaufen werden – wenn überhaupt!
Geheimtipp: Red Tarns Track
Auf dem Sealy Tarns Track ist es – wegen der fantastischen Aussicht und weil der Track am zentralen White Horse Hill Parkplatz startet – in der Hauptsaison gut voll, wenn auch nicht so voll wie auf dem Hooker Valley Track.
Eine Alternative, die kürzer und weniger anstrengend ist, wird nur von sehr wenigen Wanderern besucht – besonders an vollen Wochenenenden ist der Red Tarns Track daher ein guter Tipp!
Vom Ort aus geht erst leicht bergab bis zu einer Brücke über den Black Birch Stream und von da aus geht es stetig bergauf über Treppen – allerdings sind es hier nur 300 Höhenmeter, bis ihr die Red Tarns erreicht habt.
Von einer perfekt platzierten Bank genießt ihr Ausblicke über das Tal des Tasman Glacier, das Aoraki Village weit unten und den Aoraki Mt. Cook – und auch die Red Tarns selbst sind spannend zu erkunden. Ihren Namen haben sie von einer roten Wasserpflanze, die im flachen Wasser wächst und es rot färbt.
Von oben geht es auf demselben Weg wieder zurück. Auf dem Rückweg könntet ihr noch den Governors Bush Walk mitnehmen, der in einer kleinen Schleife durch den alpinen Südbuchenwald führt und hinter der Brücke über den Black Birch Stream abzweigt.
Start des insgesamt ca. 4 km langen Red Tarns Track ist direkt im Aoraki Village am Bowen Drive. Dort ist neben dem Public Shelter ein kostenfreier Parkplatz (und eine Dusche!).
Superkurz: Tasman Glacier Lake Walk
Eigentlich ist das gar keine richtige Wanderung – aber gerade deshalb ist dieser Weg für Familien mit kleinen Kindern perfekt. Was ihm an Länge fehlt, macht er mit Abstechern und spannenden Erlebnissen wett!
Vom (noch) kostenfreien Blue Lakes Parkplatz lauft ihr ca. 20 Minuten leicht bergauf mit einigen Treppen, macht unterwegs einen kurzen Abstecher zu den Blue Lakes und erreicht dann eine kleine Aussichtsplattform auf den milchblauen Gletschersee, der sich in den 1970er-Jahren aus dem Schmelzwasser des Tasman Glacier gebildet hat. Ein Schild zeigt, wie sehr dieser längste Gletscher Neuseelands inzwischen geschrumpft ist – er war mal 22 km lang und verliert jedes Jahr an die 100 Meter.

Die Blue Lakes sind eher grün und nicht zwingend einen Abstecher wert

Atemberaubend blau (und eiskalt): der Gletschersee des Tasman Glacier
Mit Kindern noch cooler ist der Tasman Glacier Lake Track, der gleich am Anfang des Tasman Glacier View Walk nach rechts abzweigt und zum Ufer des Tasman Glacier Lake führt – hier könnt ihr die Finger (oder Füße) ins eiskalte Wasser stippen und mit etwas Glück sogar einen der Eisberge anstupsen, die im See schwimmen.
-> Hier haben wir den Tasman Glacier Lake Track genauer beschrieben
Praktische Tipps für Familien im Aoraki/Mt Cook National Park
Wir haben es schon ein paarmal erwähnt – das Wetter im Nationalpark ist extrem wechselhaft. Zwischen herrlichem Sonnenschein und peitschendem Regen liegen manchmal nur 30 Minuten. Selbst im Sommer müsst ihr euch darauf einstellen, dass es hier oben deutlich frischer ist als an der Küste.
Wandert also nicht einfach drauflos, sondern packt immer warme und regenfeste Kleidung ein, auch wenn es nur auf einen kurzen Walk geht. Auch Sonnenschutz ist im alpinen Gelände enorm wichtig!
Wichtig für eure Planung ist außerdem die Versorgungslage: Im Aoraki Mt. Cook Village gibt es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten, ihr könnt auch nicht tanken (es sei denn, ihr habt ein E-Auto – ich habe eine Ladesäule gesehen…).
Wenn ihr nicht alle Mahlzeiten im Café oder Restaurant einnehmen wollt (und auch davon gibt es im Örtchen nur wenige), bringt euch also genügend Vorräte mit.

Da am Horizont fängt der Lake Pukaki an, der vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist wird
Die beste Reisezeit für den Aoraki/Mt Cook National Park
Die Jahreszeit ist für einen Besuch am Aoraki Mt. Cook mit Kindern eigentlich egal – eindrucksvoll ist es hier oben immer. Im Winter kann es passieren, dass frisch gefallener Schnee die Zufahrtsstraße blockiert, normalerweise ist sie aber geräumt oder schneefrei.
Wichtig für euren Besuch ist eher das aktuelle Tageswetter, und da lautet unsere Empfehlung ganz klar: Orientiert euch an der Wettervorhersage.
Bei schlechtem Wetter lohnt sich eine Stippvisite am Aoraki/Mt. Cook mit Kindern nicht – ihr seht nur Wolken, es ist kalt und stürmisch. Bei schönem Wetter – und sei es nur für wenige Stunden prognostiziert – lohnt sich der Besuch mit Kindern aber gewaltig!

Unwetter dräut über dem Lake Pukaki – gruselig!
Wie viele Tage sollte man für Aoraki/Mt. Cook mit Kindern einplanen?
So wunderschön die Landschaft auch ist – ich würde als Familie zwei bis drei Tage am Aoraki/Mt. Cook einplanen, mehr nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Da das Wetter hier sehr wechselhaft ist, habt ihr eine gute Chance auf wenigstens ein paar Sonnenstrahlen zwischendurch. Wenigstens zwei Tage sollte Zeit sein, um eben eines dieser Schönwetterfenster zu erwischen. Und selbst mit viel Glück wird der Sonnenschein nicht länger als drei Tage anhalten.
- Ihr müsst Vorräte mitbringen, da es im Ort (und auch in Glentanner) nichts zu kaufen gibt. Für mehr als drei Tage würde ich das nicht machen wollen.
- Es gibt gar nicht mal sooo viele Wandermöglichkeiten am Aoraki Mt Cook mit Kindern, und die Tracks sind nicht allzu lang. Mit einem Tag auf dem Hooker Valley Track und einem zweiten Tag für den Besuch am Tasman Glacier Lake und vielleicht dem Sealy Tarns Track oder einer Bootstour auf dem Gletschersee habt ihr einen guten Eindruck von der Bergwelt, danach wiederholt es sich (oder ihr seid fußlahm).
Zum Schluss noch einmal die Erinnerung: Der Aoraki Mt. Cook National Park ist völlig zu Recht ein enorm beliebtes Ziel für Touristen, hier sind alle Unterkünfte lange im Voraus ausgebucht – auch der schlichte DOC-Campground. Vermeidet Enttäuschungen und plant euren Besuch weit im Voraus!
- Aoraki Mt Cook mit Kindern: die besten Aktivitäten und Unterkünfte - 20. Dezember 2025
- Essen gehen in Neuseeland: Restauranttipps & Spartipps für Familien - 21. September 2025
- Im Winter nach Neuseeland: eine gute Idee für Familien mit Schulkindern? - 12. September 2025


