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Kochen im Campervan: 6 leckere Frühstücksideen für Neuseeland

Guten Morgen! Und was gibt es zum Frühstück? Die Frage trieb uns am Anfang unserer Neuseeland-Reise den Schweiß auf die Stirn. Denn auf die guten deutschen Brötchen mussten wir verzichten, und jeden Tag gezuckerte Cornflakes?? Wir haben sechs einfache und (mittel-) gesunde Ideen für ein leckeres Frühstück im Campervan für euch – und eure Kinder.

Frühstück im Campervan Pfannkuchen

Das perfekte Campervan-Frühstück „The Awesome Breakfast Buritto“ © Alan Levine unter CC 2.0

Frühstück im Campervan: die Grundregeln

Eine reich gedeckte Frühstückstafel wie zu Hause mit Brötchen, Butter, verschiedenen Wurst- und Marmeladensorten fällt in Neuseeland aus; dazu fehlen nahezu alle der uns vertrauten Zutaten. Außerdem ist das Decken eines so großen Tisches total unpraktisch.

Schnell muss es gehen, so ein Campervan Frühstück im Hause Weltwunderer. Denn oft schaffen wir es erst weit nach Sonnenaufgang aus dem Bett – und wenn dann schon um 10 Uhr der Check-out angemahnt wird, ist die Zeit fürs Frühstück-Machen knapp.

Außerdem wollen wir nicht schon morgens einen Haufen Geschirr abwaschen müssen; es bis zum Abend aufzuheben, wenn dann alles richtig fest angetrocknet ist, haben wir uns ebenfalls ganz schnell abgewöhnt.

Deshalb zeichnet unsere Campervan-Frühstücksrezepte vor allem eines aus: Sie gehen schnell und einfach. Bonus: Sie halten lange satt und sind sehr günstig – denn unser lange angespartes Neuseeland-Reisebudget hauen wir lieber für andere Dinge auf den Kopf 😉

Unsere 6 Lieblingsrezepte für Frühstück im Campervan

-> Haferbrei, Porridge oder „oats“

In Neuseeland essen das offenbar sehr viele Menschen, geht man nach dem breiten Angebot von Haferflocken („oats“) in den Supermärkten. Und das ist klug: Denn Haferflocken sind gesund, glutenfrei, voller Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine. Sie machen lange satt, helfen gegen Verstopfung und enthalten Antioxidantien.

Das Tolle an Haferbrei: Man kann ihn sehr vielfältig zubereiten.

Wir kochen feine Haferflocken in einem Wasser-Milch-Gemisch (wahlweise mehr Milch oder stattdessen Kokosmilch, Sojamilch etc. nehmen – auch Apfelsaft geht!) auf und rühren dann so lange, bis ein Brei entstanden ist. Eine Prise Salz nicht vergessen! Eingerührt bzw. als Garnitur benutzt wird dann, was da ist: Honig, Bananen, Beeren, Nüsse, you name it.

  • Vorteil: Kostet fast nix, kann täglich variiert werden, hält lange satt und ist gesund.
  • Nachteil: braucht einen Kocher und hinterlässt einen verschmierten Topf, der schnell ausgewaschen werden muss!
Frühstück im Campervan Porridge

Porridge bzw. Oats sind lecker und gesund; „power food“ © Pleuntje unter CC-BY-SA 2.0

-> Obstmüsli

Die Porridge-Alternative für Mama (die warme Breie eklig findet): Haferflocken zusammen mit dem gerade vorrätigen Obst, etwas Honig, Chia-Samen oder was auch immer in Naturjoghurt oder Sojajoghurt einrühren und genießen.

  • Vorteil: funktioniert auch ganz ohne Strom oder Gas.
  • Nachteil: ???

-> Pita-Brote

In Neuseeland gibt es zwar keine ordentlichen Brötchen, aber Pita-Brottaschen. Die schneidet man seitlich auf, packt Frischkäse und Früchte oder Hummus und Alfalfa-Sprossen hinein, legt das Ganze wahlweise kurz unter den Grill – und guten Appetit!

  • Vorteil: Unsere Kinder mögen es gern, wenn sie ihr Brot selbst „basteln“ dürfen. Wer nicht mag, kann seine Pita auch nur (dünn) mit Butter füllen.
  • Nachteil: Kleine Kinder brauchen Hilfe beim Füllen und lassen die Füllung dann auch gern aus Versehen rausfallen.

-> Arme Ritter

Wenn Toast übriggeblieben ist, gibt es morgens Arme Ritter: Toastscheiben in eine Milch-Ei-Mischung einlegen und dann knusprig anbraten. Mit Zucker bestreuen oder Honig drauf, frisches Obst – fertig!

  • Vorteil: Sieht toll aus, kostet aber fast nix. Und lässt sich mit Toast zubereiten, der in Neuseeland oft das einzig verfügbare Brot ist.
  • Nachteil: Macht nicht allzu satt und ist überhaupt nicht gesund.

-> Pfannenbrot

Unbändige Lust auf frisches Brot, aber der nächste Supermarkt ist weit (und in Neuseeland findet ihr dort eh kein ordentliches Brot)? Dann backt ein schnelles Pfannenbrot!

Einfach 4 Tassen Mehl mit 1,5 bis 2 Tassen Wasser, einer halben Tasse Zucker, einem Päckchen Backpulver, ordentlich Salz und evtl. einigen Trockenfrüchten vermischen. Den Teigball dann zu kleinen Fladen flachdrücken und in der Pfanne ausbacken – viel Öl oder Butter nehmen!

  • Vorteil: echtes Soulfood, das glücklich macht
  • Nachteil: braucht eine Weile für die Zubereitung und bleibt nicht lange frisch

-> Sonntagsfrühstück: Pfannkuchen

Achtung: Das ist nur empfehlenswert, wenn ihr eine gute beschichtete Pfanne im Campervan habt, ansonsten schrubbt ihr euch dumm und dämlich.

Einen dickflüssigen Pfannkuchenteig aus Mehl, Milch, wahlweise ein bis zwei Eiern oder ein bis zwei zerdrückten überreifen Bananen, etwas Salz und ordentlich Backpulver („baking soda“) anrühren und kellenweise in der mit Öl oder Butter ausgepinselten Pfanne ausbacken (Deckel drauf!).

  • Vorteil: superlecker, die Kinder werden euch lieben!
  • Nachteil: Nicht nur das Zubereiten, auch das Saubermachen dauert ziemlich lange.

Was sind eure Lieblingsrezepte für das Campervan-Frühstück? Oder frühstückt ihr gar nicht…?

Ihr sucht aber eigentlich Rezepte fürs Mittagessen und Abendbrot im Campervan? -> Bitte hier entlang!

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Frühstücksideen im Campervan Pinterest

4 Kommentare

  • Das sind für mich alltägliche Frühstücksrezepte, da brauch ich kein van ;-). Porridge esse ich seit Jahren, im Sommer dann eher overnightsoats, also kalt aus dem Kühlschrank.

    LG aus Norwegen
    Ina

    • Wir sagen ja nicht, dass du einen Campervan brauchst, um diese Rezepte zu machen. Aber du kannst sie eben auch gut im Campervan machen 🙂 Für uns ist das schon typisches Camping-Frühstück, zu Hause essen wir meistens was anderes.

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