! Aktualisiert am 22. Mai 2026
Vergesst die Waitomo Glowworm Caves, wo tausende Touristen im Gänsemarsch durch eine Höhle geführt werden. In den Waipu Glowworm Caves erlebt ihr ein echtes Höhlen-Glowworm-Abenteuer – ohne Eintritt, ohne Touristenmassen, dafür mit nassen Füßen. Bonus: Die Milky Way Caves für Angsthasen :-)

Die Waipu Glowworm Caves: ein echtes Abenteuer mit Kindern in Neuseeland!
Wo liegen die Waipu Glowworm Caves?
Von Auckland kommend, erreicht ihr den Abzweig zu den Höhlen, der nach links vom SH 1 abgeht, etwa 40 km vor Whangarei – es sind etwa 1,5 Stunden Fahrt von Auckland, was die Waipu Glowworm Caves perfekt für einen Tagestrip ab Auckland macht.

Hier geht es zu den Waipu Glowworm Caves
Der Weg zu den Waipu Glowworm Caves ist nicht besonders prominent ausgeschildert. Wichtig: Nicht nach rechts in Richtung Waipu Cove abbiegen, sondern nach links in die Shoemaker Rd! Diese Straße dann bis zum Ende fahren, links in die Mountfield Rd einbiegen und kurz darauf noch einmal links in die Waipu Caves Rd. Das letzte Stück ist – typisch für Neuseeland – eine Schotterpiste.
Vom (kostenlosen) Parkplatz aus gelangt ihr dann zu Fuß über eine kleine Schafweide zum Eingang der Höhlen.

Hier geht es zu den Waipu Glowworm Caves
Erfahrungsbericht: Waipu Glowworm Caves mit Kind
André und Kristin aus Berlin haben mit Baby Theo die Elternzeit in Neuseeland genossen (ihre Erlebnisse könnt ihr im Blog Theo on Tour nachlesen) und uns von ihrem Besuch in den Waipu Glowworm Caves erzählt:
“Mit einem damals fast einjährigen Racker im Schlepptau war eine geführte Bootstour durch die bekanntesten aller Höhlen Neuseelands – die Waitomo Caves – nicht möglich. André war ohnehin wenig begeistert und hielt die angebotenen Touren für überteuerten Touri-Nepp. Glücklicherweise bekamen wir den Hinweis, dass die Waipu Caves ein gutes Stück nördlich von Auckland äußerst sehenswert sind, und das “for free”!

Der Höhleneingang (c) Arne Schumann
“Als wir die Höhlen betraten, waren wir zunächst orientierungs- und etwas hilflos, denn es dauert eine Weile, bis sich die Augen an das wenige Licht der Taschenlampe gewöhnen. Nach fünf Minuten Höhlenwanderung über ein kleines Bächlein und vorbei an wunderschönen großen Stalaktiten und Stalagmiten steht man dann tatsächlich unter einer von tausenden Glühwürmchen bevölkerten Kuppel.
Uns war etwas mulmig zumute, denn wir waren mutterseelenallein in den Höhlen. Auf dem feuchten und glitschigen Höhlengestein kann man leicht ausrutschen, deswegen rate ich jedem Besucher, festes Schuhwerk anzuziehen!
Außerdem sieht man die Hand vor Augen nicht, eine unglaubliche Dunkelheit herrscht dort unten. Deshalb unbedingt eine Taschenlampe (besser zwei) einstecken. Fotofreunden empfehlen wir, ein gutes Stativ mitzunehmen.
Ganz ohne Zeitdruck und hundert andere Touris im Nacken begafften wir die kleinen Biester in aller Seelenruhe mit unserer Taschenlampe aus nächster Nähe.”

“Sternenhimmel” in den Waipu Glowworm Caves (c) Arne Schumann
“Unser Fazit zu den Waipu Glowworm Caves: Wir empfehlen den Besuch der Höhlen jedem, der keine Lust auf überfüllte, überteuerte und geführte Höhlentouren hat und gern auf eigene Faust loszieht.
Ihr solltet allerdings nicht zu viel erwarten! Ohne spezielle Ausrüstung und einen Experten kommt man in den Höhlen nicht sehr weit. Dafür hat man seine Ruhe und kann sich so lange an den Schönheiten sattsehen, wie man möchte. Für uns war es jedenfalls ein tolles kleines Abenteuer.”
Wir bedanken uns bei André und Kristin für diesen Geheimtipp – und bei ihrem Freund Arne Schumann für die schönen Fotos!
-> Weitere Informationen zum Waipu Caves Walk gibt es beim DOC.
Die sichere Alternative: Waipu Milky Way Caves
Nicht jede Familie freut sich darauf, nasse Füße zu bekommen; wenn es gerade stark geregnet hat, kann das Flüsschen in der Waipu Glowworm Cave noch viel höher steigen, dann watet ihr mit Pech in hüfttiefem Wasser.
Außerdem soll es Menschen geben, die Angst in einer stockfinsteren Höhle haben (dazu gehören unsere Kids) – oder einfach keine ordentliche Taschenlampe dabei!

Die sichere Alternative: Waipu Milky Way Caves
Für euch alle gibt es gleich um die Ecke von den Waipu Glowworm Caves eine tolle Alternative, wo ihr ebenfalls richtig viele Glowworms in einer Tropfsteinhöhle bewundern könnt – mit trockenen Füßen, auf einem gesicherten Rundweg, mit Beleuchtung in der Höhle und einer erfahrenen Führung, die euch viele interessante Fakten über Glowworms in Neuseeland erzählt.
Die Milky Way Caves sind ein benachbartes Höhlensystem im Waipu Caves Park, das erst vor ein paar Jahren touristisch erschlossen wurde – hier zahlt ihr also Eintritt für eine geführte Höhlentour, aber die macht Spaß! Und es ist deutlich weniger los als in den Waitomo Caves.

In den Waipu Milky Way Caves geht es ruhig zu
Wir können euch die Milky Way Caves sehr empfehlen – sei es als Plan B, wenn ihr die Waipu Glowworm Cave nicht besuchen könnt (oder wollt), oder auch als Ergänzung zur Glowworm Cave, bei der ihr Hintergrundwissen über Neuseelands Glowworms und die Entstehung von Karst-Höhlen bekommt. Perfekt für einen Besuch mit Schulkindern!

In der Waipu Milky Way Cave
-> Hier geht es zur Website der Milky Way Caves – außerhalb der Hochsaison könnt ihr aber spontan herkommen und euer Ticket kaufen, Führungen starten immer zur vollen Stunde.
Was sind überhaupt Glowworms?
Gut zu wissen, wenn ihr mit neugierigen Kindern die Waipu Glowworm Caves besucht: Die neuseeländischen Glow-worms sind nicht verwandt mit den aus Europa bekannten Leuchtkäfern! Vielmehr gehören sie zur Gattung der Pilzmücken.
Die Larven dieser Mücken namens Arachnocampa luminosa hängen gern in neuseeländischen Höhlen herum und locken mit ihrem Biolumineszenz-Licht andere Insekten an. Die verfangen sich dann in den herabhängenden Klebefäden, um von den Mückenlarven an der Höhlendecke verspeist zu werden.
Je größer der Hunger, desto heller leuchten die Glow-worms – und wenn es zu laut wird, erlöschen sie.

Hier sieht man sehr schön die Leuchtfäden der Glowworms
-> Ihr wollt mehr über Glowworms in Neuseeland wissen? Hier gibt es noch mehr Tipps, wo ihr Glowworms in Neuseeland sehen könnt.
Wenn ihr auch einen Neuseeland-Geheimtipp habt, den ihr gern verraten wollt, her damit! Wir freuen uns über eure Post.


Liebe Jenny,
bist du bei deinem letzten Neuseelandbesuch vielleicht selbst dort gewesen?
Der Höhleneingang ist mittlerweile gut gekennzeichnet,auf dem Parkplatz davor kann man campen. Also leider nichts mit “Der kleine Hobbit”-feeling und wir suchen den versteckten Eingang. Es ist nach wie vor kostenlos, aber alles andere als ein nicht ausgetretener Pfad, leider. An Engstellen in der Höhle muss man Schlange stehen…warten, bis bestimmte Völkergruppen ihr 20. Gruppenbild mit Selfie-Stick und viel Gekicher endlich im Kasten haben.
Den Gloworms scheint das allerdings nichts zu machen, sie leuchten immer noch fröhlich vor sich hin und lassen die Höhlendecke wie einen Sternenhimmel erscheinen.
Ich weiß nicht, wie es ursprünglich war, aber ich nehme an, dass das Grundwasser stark gestiegen sein muss. Wir sind mit weit über die Knöchel reichende wasserfeste Wanderschuhe etwa 200 Meter weit gekommen – die Schuhe sind sinnvoll, weil es wirklich sehr rutschig (wie Schmierseife) und schlammig ist und auch unvermeidbar durch knöcheltiefes Wasser geht. Danach wurde die Decke sehr niedrig und wir hätten gebückt durch kniehohes Wasser waten müssen. Da waren die Kiwis in kurzen Hosen und Flipflops besser bedient. Wir sind umgekehrt, waren aber wohl in der Haupthöhle den Glühwürmchen nach zu urteilen. Es war trotzdem ein Erlebnis mit Kopflampe durchs Dunkle, gerade für unseren Krümel. Gecampt haben wir am Uretiti Beach- sehr schön!
Liebe Birgitta,
es scheint sehr auf die Jahres- und Tageszeit anzukommen, wie “geheim” die Waipu Caves sind. Ich war 2024 im November dort und ganz allein in der Höhle (gruselig); in den benachbarten Milky Way Caves habe ich spontan ein Ticket kaufen können.
Außerhalb der Hochsaison kann man hier also immer noch ein echtes Abenteuer erleben!
Kia Ora
Jenny
Das klingt ja wirklich super! Nicht dass wir noch einen Grund gebraucht hätten, sowieso nochmal nach NZ zu wollen…
Allen, die auf der Tour dort nicht vorbeikommen wohl aber in Waitomo sei Spellbound Tours ganz heiss empfohlen! Kleine Gruppen, nette Guides und eben auch kleinere, unbekanntere Höhlen und mehr Ruhe. Und trotzdem gaaaanz viele glow-worms ;)!
Und übrigens ist das Essen im Huhu Restaurant in Waitomo sehr lecker (gleich neben dem Camping). Und das Eis im völlig sympathischen Tante-Emma-Laden über die Strasse! Es reicht, ich will da wieder hin!
Wieder mal Gruss aus der Schweiz
Anita
Oh schön, das hört sich spannend an, vor allem weil wir eben nur die Waitomo Caves kennen. Ich hatte schon gehofft, wir könnten diesen Tipp im Herbst gebrauchen, aber leider liegt es so gar nicht auf unserer Route, da wir nur so wenig Zeit haben.
Aber mei, ein Grund irgendwann mal wieder zu kommen, gell :-)
Zeit ist immer das Problem, gell. Aber dieser Beitrag sollte auch ein bisschen dazu anregen, die Route nicht starr an den touristischen Fixpunkten auszurichten. Das wahre Neuseeland liegt eben nicht in den Waitomo Caves oder in den Thermalparks in Rotorua.
Ganz in der Nähe der Waipu Caves ist zum Beispiel auch ein extrem wunderschöner DOC-Campingplatz am Uretiti Beach. Eine Nacht dort und ein Ausflug in die Höhlen sind auf jeden Fall einen Abstecher von der Route wert. Auf dem Rückweg nach Auckland müsst ihr dann unbedingt noch die abgeschiedene Tawharanui-Halbinsel besuchen … und Pakiri Beach … und …