Eure Neuseeland-Reisen mit Kind

Interview: Auszeit in Neuseeland – kurz und gut!

Eine Auszeit in Neuseeland tut richtig gut. Ein paar Monate lang in Neuseeland zur Schule gehen, dort am Leben der Menschen teilnehmen und eine zweite Heimat finden – dass das so schnell (und mit der richtigen Unterstützung auch so einfach) gehen würde, das hatten Annegret und ihre Familie nicht erwartet!

Auszeit in Neuseeland Cape Farewell

© Annegret Bernstein

Weltwunderer: Liebe Annegret, erzähl unseren Lesern doch bitte zuerst etwas über euch: Wer seid ihr und wie kam es zu eurer Auszeit in Neuseeland?

Annegret: Wir sind die Familie Bernstein aus Freital. Peter ist Arzt, ich, also Annegret, bin Musikerin. Wir haben vier Kinder: Clemens (16), Tim (14), Nathalie (11) und Vincent (8).

Vor einem Jahr waren wir für einen Schul-Term in Nelson. Ein paar Wochen davor und danach haben wir uns noch Zeit genommen, um Nord- und Südinsel Neuseelands kennenzulernen und ein paar Tage Zwischenstopp in Australien zu machen, damit wir meine Schwester mit ihrer Familie besuchen können.

Unsere Kinder sollten einmal in ihrer Schullaufbahn eine Zeit im englischsprachigen Ausland verbracht haben. Da sie nicht allein weg wollten und uns eine Auszeit von der Arbeit Not tat, sind wir auf die Suche gegangen und stießen im Internet auf Study Nelson.

Neuseeland hat uns gereizt – die Wärme im europäischen Winter, die Landschaft und die Drehorte von „Herr der Ringe“ haben auch die Kinder gezogen. So haben wir ca. ein Jahr vor dem Abflug begonnen zu erwägen, zu planen und uns heranzutasten, wie es wäre.

WW: Wie lange habt ihr euch auf eure Auszeit in Neuseeland vorbereitet?

Annegret: Unsere Schulleiter waren aufgeschlossen und auf der Arbeit gab es (nach etwas Druck) auch frei. So haben wir ein Jahr kräftig gespart und sind nach abgeschlossenen Vorbereitungen endlich am 8. Januar 2018 aufgebrochen.

Study Nelson hat uns gut beraten und uns eine deutsche Familie vermittelt, mit denen wir vorab offene Fragen klären konnten. Das hat uns geholfen, trotz der hohen Kosten zum Abenteuer „Ja“ zu sagen.

In Nelson selbst war für uns eine Wohnung (Haus mit Garten) reserviert, die Schulanmeldungen wurden von Study Nelson getätigt, beim Visum beantragen wurden wir unterstützt und vor Ort war das Team jederzeit für uns da. Es gab keine Frage, die wir nicht mit Study Nelson klären konnten.

Auszeit in Neuseeland Strand

Rundum zufrieden mit der Mini-Auszeit © Annegret Bernstein

WW: Wäre das nicht auch ohne Hilfe gegangen?

Annegret: Ohne diese Hilfe wäre es wohl bedeutend komplizierter gewesen, aus der Ferne in Unkenntnis der Verhältnisse alles Nötige zu organisieren. Da wir dort in eine Gemeinschaft hineingepflanzt wurden, stand einer schnellen Integration nichts im Wege.

Nach drei Monaten fiel uns der Abschied sehr schwer. Wir hatten in Nelson ein Zuhause gefunden, nach dem wir uns jetzt noch sehnen. Wir werden alles tun, um eines Tages zurückkehren zu können.

WW: Würdet ihr beim nächsten Mal – das es ja bestimmt gibt – etwas anders machen?

Annegret: Ein Punkt, den wir beim nächsten Mal besser machen könnten, wäre der Autokauf. Wir würden gleich auf das Rückkaufangebot („buyback“) des Verkäufers eingehen. Auch wenn man da nur 50 Prozent des Kaufpreises zurückerhält, ist das mehr, als man in Auckland kurz vor dem Abflug noch bekommen kann. Dazu hat man dann, um an sein Geld zu kommen, außerdem noch einige Gänge vor sich.

Bei unserem Auto waren die Reifen in sehr schlechtem Zustand, alles andere funktionierte aber gut. Wir hatten keine Pannen und haben in unseren Toyota Noah zu sechst samt Gepäck reingepasst.

WW: Was habt ihr denn während eurer Auszeit in Neuseeland gemacht?

Annegret: Unser Alltag begann mit etwas Urlaub. Unsere Vermieter haben uns in der Nachbarschaft vorgestellt, uns mit in den Chor genommen und uns eine liebe Freundin an die Seite gestellt, die dann, wie auch unsere Vermieter (Mario und Sue) unsere Kinder mal mitgenommen hat zum Gassi gehen.

Auch zu Nachbarschaftsfesten wurden wir eingeladen. Peter ist zu einem Malkurs gegangen und hat ansonsten viel programmiert. Dazu hat er zu Hause den Kopf nicht frei, diese Kreativität braucht er aber.

Ich war ehrenamtliche Helferin in zwei Schülerorchestern (unsere Tochter Nathalie hat dort auch mitgespielt) und habe selbst im „Nelson Symphony Orchestra“ eine Probenphase mit Konzert mitgespielt. Darüber habe ich viele liebe Menschen kennengelernt und am Ende in der Musikschule und in der Kirchgemeinde St. Stephens Community Konzerte gegeben, mit meinem Sohn Tim am Cello. In den Schulen war mein musikalischer Beitrag auch gern gesehen.

Die übrige Zeit haben mein Mann und ich zum Wandern, Radfahren und Baden genutzt. Es war sehr wohltuend, einmal so viel Zeit zu zweit zu haben!

Auszeit in Neuseeland Cello

Hausmusik in Neuseeland © Annegret Bernstein

WW: Wie haben die Kinder eure Auszeit erlebt? Wie war der Schulbesuch in Neuseeland für sie?

Annegret: Den Kindern ging es in der Schule besser als je zu Hause. Nach zwei Wochen Umstellung auf den Unterricht in Englisch sind sie super mitgekommen und hatten viel Zeit und Energie für Kreativität.

Das Schulsystem in Neuseeland ist klasse. Die Art des Unterrichts ist entspannt und trotzdem zielführend. Besonders beliebt war die „International Outdoor Education“. Die dort besuchten Orte mussten wir am Nachmittag oder am Wochenende gleich noch einmal aufsuchen. Dass die Schule erst ca. 9 Uhr beginnt und 15 Uhr Schluss ist, trägt nachhaltig zu einem erholten Lernen bei.

Auszeit in Neuseeland

Hauptsache, den Kindern macht die Auszeit in Neuseeland Spaß! © Annegret Bernstein

WW: Das klingt alles super. Gibt es auch Dinge, mit denen ihr nicht so zufrieden wart?

Annegret: Das Leben in Neuseeland ist relativ teuer, wenn man es mit Deutschland vergleicht. Auch schmeckt uns der Käse nicht. Aber man kann sich helfen und es gibt gute Geschäfte wie BinnInn, in denen man unverpackt günstiger einkaufen kann. Wahrscheinlich sind die Preise auch realistischer, weil nicht subventioniert?

Als Tourist wird man echt ausgenommen, wenn man die gängigen Attraktionen besehen will. Das konnten wir uns nicht leisten. Aber in eine Gemeinschaft integriert zu werden, und das so schnell, war eigentlich viel mehr wert.

Unsere Kinder schwärmen noch immer von Neuseeland und möchten gern wieder zurück, die Freunde dort besuchen oder dort zur Schule gehen, es ist so viel entspannter!

Auszeit in Neuseeland Stadion

Ganz entspannt die Auszeit genießen – läuft! © Annegret Bernstein

WW: Okay, ihr wart also eigentlich rundum zufrieden in Neuseeland. Was war der Unterschied zwischen dieser Auszeit und anderen Reisen?

Annegret: Insgesamt also war es für uns eine gute und nachhaltig erholsame Zeit. Diese Tiefenentspannung hat seit 20 Jahren kein Urlaub bewirkt. Peter hat danach seine Arbeitszeit reduziert und wir bauen beide mehr Zeiten für Entspannung im Arbeitsleben ein.

Ich selbst habe eine künstlerisch schaffende Tätigkeit entdeckt und mich mit einem zweiten Standbein selbstständig gemacht. Dazu haben mich die wunderschönen Muscheln und Schnecken am Strand von Tahunanui animiert.

WW: Wir danken euch für das Gespräch und drücken die Daumen, dass ihr bald in eure „zweite Heimat“ zurückkehren könnt!

Auszeit in Neuseeland Strand

Diese Auszeit war eindeutig ein Traum! © Annegret Bernstein

Ihr wollt ebenfalls mit euren Kindern eine Auszeit in Neuseeland machen? Wenn ihr über den Weltwunderer-Blog den Service von Study Nelson bucht, schicken wir euch als Dankeschön ein Exemplar von 111 Gründe, Neuseeland zu lieben mit persönlicher Widmung!

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