Slowenien

Psst: 5 Orte in Slowenien, die ihr garantiert noch nicht kennt

Das kleine, oft übersehene Slowenien ist ein wunderschönes Reiseziel, das haben wir nun schon zum zweiten Mal festgestellt. 5 Orte in Slowenien, die uns wirklich verzaubert haben, zeigen wir euch in diesem Beitrag zum Träumen.

5 Orte in Slowenien

Magisches Ende eines zauberhaften Tages: einfach S-LOVE-nia ♥

Wie schön Slowenien ist, davon konnten wir uns nun bereits zweimal überzeugen. Jedes Mal waren wir mit Auto und Zelt unterwegs und haben vor allem den Westen des kleinen Landes erkundet – wobei Slowenien so klein ist, dass man es locker in wenigen Stunden durchfahren kann, selbst wenn man in der nordwestlichsten Ecke am Lake Bled startet.

Unser erster Slowenien-Urlaub mit Kindern war ganz anders als unser zweites Mal in Slowenien im Corona-Sommer 2020 – aber beide waren toll. Vor der zweiten Reise habe ich andere Slowenien-Fans gebeten, mir ihre Slowenien-Tipps zu verraten. Und schon bald nach unserer Ankunft war klar: Wir können uns auch beim zweiten Mal nicht entscheiden, ob wir Lake Bled oder Lake Bohinj schöner finden.

Was uns in Slowenien besonders beeindruckt hat, waren aber einige regelrecht magische Momente und Orte, die uns verzaubert haben wie kaum ein anderer. Wo sonst sieht man fast jeden Tag einen gigantischen Regenbogen oder betritt eine Landschaft, bei der einem buchstäblich die Kinnlade herunterklappt?

Was wir sonst nur in Neuseeland erwarten, haben wir in Slowenien fast täglich gesehen: geheime, magische Orte (ohne Touristen, versteht sich – das gehört ja irgendwie dazu zur Magie). 5 Orte in Slowenien, die wir per Zufall entdeckt haben, verraten wir euch hier – zum Nachmachen, aber auch zur Inspiration: nicht nur die Highlights besuchen, auch mal einfach loslaufen!

Škocjan Caves – Škocjankse Jame

Bereits als wir das erste Mal in Slowenien waren, haben wir den Škocjan Nature Park besucht – ein Naturschutzgebiet im Süden des kleinen Landes, das man vom Lake Bled aus in einer knappen Stunde erreicht. Dachten wir jedenfalls! Durch einen Fehler bei der Navigation (ich hab mich bei Google Maps schlicht verkuckt) landeten wir in den Škocjan Caves. Der Unmut über meinen Irrtum war nur kurz und wurde umgehend durch heruntergeklappte Kinnladen ersetzt.

Slowenien Skocjan Caves

Die Größenverhältnisse sind gigantisch, oder?

Die Škocjan Caves (auf Slowenisch: Škocjanske Jame) sind ein mächtig gewaltiges Naturwunder, das etwa 1,5 Fahrstunden von Bled entfernt beim Örtchen Matavun liegt. Der Fluss Reka hat sich dort auf einer Länge von mehr als 6 km tief in den Karstfelsen eingeschnitten und fließt streckenweise komplett unterirdisch. Dazwischen sind die ausgehöhlten Felsen über weite Strecken auch teilweise oder komplett eingebrochen. So entstanden ein riesiges, bewaldetes Loch (an dessen Rand der Ort liegt) und mehrere enorm beeindruckende Felsenbögen und Höhlenöffnungen.

Zwar kann man in den Škocjan Caves nicht frei herumturnen, sondern muss auf den Wegen bleiben, und Eintritt zahlt man auch – aber dieser magische Ort ist jeden Euro wert, versprochen!

-> Mehr über unseren Besuch in den Škocjan Caves habe ich im Beitrag über unsere erste Slowenienreise geschrieben

Slowenien Skocjan Caves

Škocjan Nature Park – Rakov Škocjan

Der zweite Anlauf brachte uns zwei Jahre später zum richtigen Ziel: dem Rakov Škocjan, der gar nicht weit entfernt von unserem wunderschönen, abgeschiedenen Zeltplatz lag, dem Camp Plana 66. Ein Geheimtipp ist dieser älteste Naturpark Sloweniens nicht, der ein 2,5 km langes Tal umfasst, das durch den großflächigen Einsturz einer Karst-Höhle entstand (die Felsenbögen am Anfang und Ende sind quasi der Rest der Höhlendecke). Aber allzu viele Besucher trafen wir dort bei unserem Besuch auch nicht an – zumal sich die Möglichkeiten, auf den 8 km langen Rundweg einzusteigen, auf mehrere Parkplätze gut verteilen.

Für Wandermuffel ist Rakov Škocjan perfekt: Eine Straße führt parallel zum Wanderweg entlang, sodass man wirklich nur für die einzelnen Attraktionen aussteigen muss. Buh, sage ich – yay, sagte der Rest der Familie. Wir hielten also tatsächlich nur an einigen Punkten des Weges für Stippvisiten an, etwa am ersten Felsenbogen, der “Great Natural Bridge” (Veliki Naravni Most), die wahrlich gigantisch ist.

Rakov Skocjan Slowenien

Die Great Natural Bridge im Rakov Skocjan

Zuletzt parkten wir an der Small Natural Bridge (Mali Naravni Most), und dort entdeckten wir schon an unserem ersten Urlaubstag eine so magische versteckte Höhle, dass ich mich ernsthaft beunruhigt fragte, was denn jetzt noch kommen sollte. Ist ja irgendwie auch blöd, wenn das beste Erlebnis gleich am Anfang des Urlaubs kommt… Aber da musste ich mir keine Sorgen machen, wie sich herausstellte ;-)

Rakov Skocjan Slowenien

Nach dem Start fließt der Rak erstmal recht friedlich dahin

Jedenfalls nun am Ende die Small Natural Bridge: Nach langem Muffeln konnte ich die Kids überzeugen, hier doch auch noch mal auszusteigen und eeendlose 100 Meter hinzulaufen. Jammer, nöl, nörgel. (Kennt ihr, oder?)

Hier kann man nun einen schmalen Felsenbogen sehen und auch (mit Geländer, puh) überqueren, der vom eingestürzten Dach einer Karsthöhle übrig geblieben ist. Tief unten sieht man ein Flüsschen fließen, das für den Einsturz und die ganze Aushöhlung verantwortlich ist: den Bach Rak, der dem Naturpark seinen Namen gegeben hat und der hier im Erdboden verschwindet, um erst in Italien wieder aufzutauchen.

Außerdem sahen wir einen Trampelpfad, und fragten uns, wie man wohl da hinunterkommen könnte…

Skcocjan Nature Park Slowenien

So sah es von oben aus…

Die Antwort fanden wir in Gestalt eines Warnschilds am Rand eines regennassen Steilhangs, den ein schlammiger Pfad hinabführte. “Achtung, hier nicht runterklettern, wenn Sie nicht lebensmüde sind”, oder so ähnlich warnte das Schild. Unsere Kinder (!) wollten denn auch lieber oben bleiben, aber wir Eltern (!) überredeten (!!) sie, doch wenigstens kurz mal zu schauen, ob der Weg wirklich so schlimm sei.

Nach kurzer (echt nicht gefährlicher) Kraxelei gelangten wir auf den Boden des eingestürzten Höhlensystems, aber an einer ganz anderen Stelle als die, die wir von oben gesehen hatten. Also geht es vielleicht hier in diese Höhle hinein…? Ja, das tat es!

Und nur, weil ich so furchtbar neugierig bin und zwischen Felsen und Fluss immer noch einen Schritt weiterkletterte, entdeckte ich einen schmalen Pfad, der tatsächlich durch die Höhle führte – und gelangte auf der anderen Seite in ein Land vor unserer Zeit.

Skcocjan Nature Park Slowenien

Habt ihr Jule Vernes “Reise zum Mittelpunkt der Erde” gelesen? Genauso kam ich mir vor, als ich in ein von hohen Felswänden umschlossenes Tal trat, in dem nebelverhangene Bäume standen, überall Wasser tropfte und das Flüsschen rauschte – unter einer romantischen gemauerten Steinbrücke hindurch, die dem Insta-Fame die Krone aufsetzte.

Es ging dann tatsächlich NOCH weiter durch weitere Felsenbögen in weitere eingestürzte Höhlen, die nur von oben oder eben durch solche geheimen Zugänge zu betreten waren – und ich hätte mich nicht gewundert, hier entweder auf einen Saurier oder auf Indiana Jones zu treffen.

Skcocjan Nature Park Slowenien

Skcocjan Nature Park Slowenien

Und noch eine Höhle, und noch eine…

Fun Fact: An irgendeiner dieser Höhlen wurde 1964 “Winnetou 2” gedreht! Hach, was war ich in Pierre Brice verliebt… ♥

Sveta Trojica bei Postojna

Ebenfalls gleich ums Eck von unserem Campingplatz haben wir einen echten Geheimtipp entdeckt, und zwar auf die klassische Art: Am Horizont auf einem Berggipfel sahen wir morgens beim Frühstück und abends beim Dinner eine winzige Kirche stehen. “Da will ich hin”, sagte der Weltwundermann und stieg mit uns ins Auto.

Slowenien Kraina

Irgendwo da hinten am Horizont steht die Sveta Trojica

Mit freundlicher Unterstützung von Google Maps näherten wir uns dem anvisierten Gipfel schnell und fanden eine extrem schmale, extrem kurvige Zufahrtsstraße, die hinauf zur “Sveta Trojica” (der “Heiligen Dreifaltigkeit”) führte. Unterwegs kreuzten wir einen Wanderweg und überholten etliche schwitzende Radfahrer, die steil bergan traten. Etwa einen Kilometer vom Gipfel entfernt endete die Straße in einem Matschloch.

Wir stiegen aus, entdeckten eine Wegmarkierung auf einem Felsen am Straßenrand (rot-weißer Ring, wenn ihr es uns nachmachen wollt) und marschierten los – mitten in den Wald hinein. Nach einer Viertelstunde traten wir keuchend auf eine Bergwiese hinaus, auf der uns ein herrlicher Wind den Schweiß kühlte. Weiter ging es bergan durch hohes Gras voller Wildblumen, bis wir den Gipfel auf 1.123 m erreichten – und fast umfielen vor Staunen (und Wind).

Slowenien Sveta Trojica

Wir hatten den Himmel erreicht, schien es uns. Auf dem höchsten Punkt der näheren und weiteren Umgebung stehend, lag ganz Slowenien vor uns ausgebreitet. Der Rundblick fiel auf die Gipfel des Snežnik, des Nanos, der Vremščica und der Planina-Berge im Norden – im Westen hätte man mit einem Fernglas die Adria erkennen können.

Die recht neue Ruine (wiedererrichtet 2009, nachdem sie 1811 abgebrannt war) eines Kirchleins, der Sveta Trojica, lag unter uns, überblickt von einem steinernen Gipfelkreuz. Und die Sonne ging langsam unter…

Slowenien Sveta Trojica

Fast im Himmel: die Sveta Trojica

Slowenien Sveta Trojica

“Ich bin der König der Welt!”

Von dem magischen Gefühl, das uns dort oben die Herzen erfüllte, zehren wir immer noch.

-> Andere Blogger waren auch begeistert (und haben eine Tour von 16 km dafür auf sich genommen!)

Petelinje Lake: der verschwundene See

Einen See zu sehen, von dem es nichts zu sehen gibt, ist irgendwie bekloppt, oder? Wir hatten deshalb auch erstmal kein allzu großes Interesse daran, den Petelinje Lake (oder Petelinjsko Jezero), der ganz in der Nähe unseres ersten Campingplatzes lag, zu besuchen. Er war nämlich nicht da im Sommer. Ganz zufällig fuhren wir dann aber doch dort vorbei – und waren verzaubert.

Über die verschwundenen Seen von Slowenien muss man wissen: Sie sind eigentlich nur im Winter richtige Seen, wenn der Grundwasserspiegel hoch genug steigt. Das geht ganz schnell: Drei Tage Regen, und der größte See Sloweniens taucht auf. Wird es im Sommer trockener, verschwindet das Wasser binnen weniger Wochen in den Untergrund, der von Karsthöhlen durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse.

Der größte der slowenischen Seen und gleichzeitig der größte Sickersee der Welt ist der Cerkniško jezero, der maximal 10 Meter tief wird. Unser deutlich kleinerer Petelinje Lake gehört zusammen mit seinem Nachbarn, dem Palčje Lake zum Naturschutzgebiet Pivka – benannt nach dem kleinen Örtchen in der Nähe und gleichzeitig dem Fluss, der sich in wilden Kurven über und unter der Erde durch Slowenien hindurch irgendwie bis ans Schwarze Meer windet. Der Fluss ist irgendwie auch der Wasserlieferant für die Sickerseen, während er gleichzeitig die spektakulären Höhlen von Postojna speist. Seinen Verlauf auf einer Landkarte zu verfolgen, ist echte Detektivarbeit!

Auf dem “Grund” aller slowenischen Sickerseen erblühen ab dem Frühjahr riesige weite Wiesen voller Wildblumen. Man erkennt wirklich nicht, dass hier ansonsten ein See ist – außer vielleicht daran, dass alle Wanderwege und Radwege um das weite Wiesental drumherumführen und keiner mittendurch.

Slowenien verschwundene Seen

Wie Sie sehen…

Die Bauern der Region mähen die Wiesen übrigens nicht aus Blödheit ab, sie tun das schon seit Jahrhunderten (oder lassen ihr Vieh darauf weiden). Würden sie es nicht tun, wüchsen die Wiesen zu hoch und die Seen würden versumpfen – hat uns jedenfalls jemand Ortskundiges erklärt.

Slowenien verschwundene Seen

… sehen Sie nichts! Der See ist im Sommer eine riesige Wiese

Sei es, wie es sei – mitten auf einer riesigen Wiese voller Blumen zu stehen und ringsherum nur das Summen der Bienen und Hummeln zu hören, war so ungemein friedlich, dass selbst unsere Kids ganz verzaubert dreinschauten. (Dann rümpften sie die Nase, denn hier wuchs auch unheimlich viel wilder Knoblauch, der sehr intensiv duftete!)

Slowenien Petelinje Lake

Entspannt schaukeln und dabei auf den Petelinje Lake schauen

Vom Petelinje Lake aus kann man übrigens zur Sveta Trojica wandern oder radeln – war uns aber zu weit (ihr wisst schon, wir und wandern…).

Lake Bohinj

Ein gaaaanz langes, tiefes Seufzen höre ich – jedes Mal, wenn ich hier zu Hause den Namen “Lake Bohinj” fallenlasse. Mei, es war aber auch echt schön dort. Obwohl wir uns nach wie vor nicht entscheiden können, welcher See schöner ist – Lake Bled oder Lake Bohinj – ist für die ganze Familie klar, dass letzterer eine absolut bezaubernde Magie ausstrahlte.

Das begann schon, als wir den See von der Bergstation des Vogel Mountain bewunderten – eine Gewitterwolke war gerade über uns hinweggezogen und donnerte einen Regenbogen in das Panorama, der so krass kitschig war, dass ich mich nicht über vorbeizwitschernde Einhörner gewundert hätte.

Slowenien Lake Bohinj

Lake Bohinj von oben: unglaublich, oder?

Aber das war noch lange nicht alles an Magie, was der Bohinjsko Jezero für uns parat hatte: Von da oben an der Seilbahn entdeckten wir nämlich auch noch eine kleine, weiß leuchtende Landzunge, die gleich neben dem Zufluss der Sava in den See lag. Ob man da baden konnte? Wir fuhren hin und schlugen uns mit Hilfe von Google Maps durchs Gebüsch, bis wir sie gefunden hatten – kein weißer Sand lag hier, sondern weiße Flusskiesel.

Ansonsten war diese versteckte Badegelegenheit (an der wir, zugegeben, nicht ganz allein waren, aber wo es lange nicht so voll war wie an den offiziellen Badestellen am Ostufer und am Camp Zlatorog!) ein echtes Wunder: Uns blieben buchstäblich die Münder offen stehen, als wir hier ans Wasser traten.

Slowenien Lake Bohinj

Der eiskalte Sava-Zufluss sieht aus wie im Märchen

Die hohen Berge, an denen noch die Fetzen der Gewitterwolken hingen, dazu das tiefblaue Wasser, das so kristallklar war wie an einem Karibikstrand, und daneben die eiskalte Sava, deren Zufluss in märchenhaften Nebel getaucht war… Kennt ihr dieses Gefühl, dass man irgendwo steht und gar nicht glauben kann, dass das echt ist? Ich konnte im Lake Bohinj gar nicht entspannt baden und chillen, weil ich so geflasht war und ständig Fotos machen musste.

Slowenien Lake Bohinj

Lake Bohinj: noch spektakulärer geht es eigentlich nicht

Slowenien 2020 Bohinj

Wo kommen 2020 die ganzen SUPs her?

Begunje: Sveti Peter

Das Örtchen Begunje nad Gorenjskem liegt nur ein paar Fahrminuten von Bled entfernt am Fuß der Karawanken, die Slowenien von Österreich trennen. Ein wenig berühmt ist das Dorf wegen der Burgruine Grad Kamen, die ein wenig hinter dem Ort liegt – wir hatten sie bei unserem ersten Slowenien-Trip besucht und waren damals sehr angetan.

Diesmal wollten wir aber ein bisschen mehr wandern und hatten uns an der detaillierten Wanderkarte auf dem Campingplatz Sobec eine nette Tour ausgesucht: Wir wollten die kleine Sveti Peter besuchen, die hoch über Begunje thront. Unsere Wanderung begann mit einer sehr kinderfreundlichen Überraschung – einem riesigen Spielplatz am Ortsrand neben dem Wanderparkplatz im Ortsteil Krpin (die sehr hübsche Bar dort hatte 2020 wegen Corona leider geschlossen, wie auch viele andere Wanderhütten und Restaurants in der Gegend).

(Eine Karte mit der eingezeichneten Wanderroute konnte ich hier leider nicht einfügen, weil der Weg, den wir genommen haben, nirgends markiert ist – eine extreme Seltenheit heutzutage!)

Slowenien Begunje Sveta Peter

Da hinten ragt die kleine Sveti Peter auf

Von hier ab wurde es quasi mit jedem Meter besser: Der Weg hinauf zur Sveta Peter – die ein bekanntes Wallfahrtsziel in der Region ist! – zog sich nämlich entlang eines sehr familienfreundlichen Trimm-dich-Pfads. Beim Klettern, Schwingen und Balancieren bemerkten wir gar nicht, wie steil der Aufstieg war, bis wir an einem kleinen (ebenfalls geschlossenen) Restaurant herauskamen. Uff! Kein Wunder, dass der Weg so steil ist: Im Winter ist das hier der Skihang von Krpin!

Immer weiter bergauf quälten wir uns in der Sommerhitze durch einen verwunschenen Wald (wo wir dummerweise den echt coolen Kletter-Abkürzungsaufstieg verpassten und ihn erst auf dem Rückweg bemerkten – bergab ist der aber nicht begehbar), über blühende Bergwiesen vorbei an einer Kapelle, unter der eine heilige Höhle liegen sollte, die heilende Kräfte für Wallfahrer hat – gegen unsere Erschöpfung konnte sie nichts ausrichten.

Slowenien Begunje Sveta Peter

Rechtschaffen erschöpft vor dem Haus der “Wächter” der Sveti Peter

Oben angekommen, hatten wir dann riesiges Glück: Die beiden Bewohner des Gipfels waren zu Hause und konnten unsere Wasserflaschen auffüllen. Überdies schlossen sie uns auch die Peters-Kirche auf, die sonst fast immer abgeschlossen ist. Die beiden alten Leutchen marschieren hier jeden Tag zu Fuß hinauf, erzählten sie uns – unglaublich!

Slowenien Begunje

Einsam steht die Sveta Peter auf dem Berg…

Die schönen alten Wandgemälde in der Sveti Peter wurden nicht nur pflichtgemäß bewundert, sie sind wirklich schön. Noch schöner ist aber natürlich der Blick von draußen – weit über die Ebene von Radovljica bis hinüber zum Triglav, wo der Lake Bohinj liegt. Nachdem wir die Kirche bewundert hatten, durften wir auch noch einem Paraglider beim Start helfen, der seinen schweren Rucksack mehrmals am Tag hier hinaufschleppt.

Slowenien Begunje

Spontane Besichtigung – danke nochmal fürs Aufschließen!

Slowenien Begunje

Manche steigen nur hier hinauf, um wieder hinabzufliegen

Wenn man den St Peters Trail nicht als Rundweg laufen will, geht es auf demselben Weg zurück. Da die Kids noch einmal Trimm-dich-Spaß wünschten, machten wir das. Und wurden auch noch belohnt mit dem magischen Anblick zweier weißer Pferde, die uns auf den letzten Metern des Abstiegs sanft kauend beobachteten. (Es waren in Wirklichkeit Einhörner, aber bei Tageslicht erkennt man das nicht – sagt die Weltwundertochter.)

Die Moral von der Geschichte? Slowenien besteht aus wesentlich mehr aus den bekannten Touristen-Attraktionen. An jeder Ecke warten hier echt magische Erlebnisse, für die man nicht einmal weit wandern muss. Die schönsten Entdeckungen macht man, wenn man einfach der Nase nach losgeht oder neugierig auf die Landkarte schaut.

Habt ihr auch solche tollen Entdeckungen in Slowenien gemacht, auf die euch vorher niemand hingewiesen hatte?

3 Kommentare

    • Hallo Hendrik,

      das solltest du ganz gewiss tun, ich bin sicher, es wird dir gefallen!

      Liebe Grüße und danke fürs Vorbeischauen :-)
      Jenny

  • Slowenien hat echt so viele schöne Ecken! Davon konnten wir uns ja nun auchschon zum 2. Mal überzeugen. Die Gegend südlich von Postojna muss ich mir fürs nächste Mal merken. Die kenne ich noch gar nicht. Einen Sickersee haben wir aber auch erlebt – den großen. Und stell dir vor: Wir sind sogar durm herum geradelt :-)
    Liebe Grüße
    Angela

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