Slowenien

13 Slowenien Highlights, die ihr bestimmt noch nicht kennt

Vor zwei Jahren haben wir uns Hals über Kopf in Slowenien verliebt. Und auch wenn es uns damals so schien, als wären wir die einzigen, die Slowenien mit Kindern in Ruhe entdecken und nicht nur als Zwischenstopp auf der Fahrt nach Kroatien nutzen – die Fan-Gemeinde ist größer, als wir dachten. Auf unsere Frage nach Slowenien Highlights für unseren nächsten Trip bekamen wir viele tolle Tipps. Jetzt freuen wir uns noch mehr auf unseren Urlaub in Slowenien!

Slowenien-Highlights Lake Bled

Slowenien Highlights gibt es reichlich – Lake Bled ist nur eines davon!

Was kann man in Slowenien erleben? Ganz klar: Lake Bled und Ljubljana. Auch den wunderschönen Lake Bohinj haben wir uns angeschaut, und noch einige andere schöne Orte.

-> Das haben wir beim ersten Mal in Slowenien gemacht

Aber war das schon alles, was Slowenien zu bieten hat? Ganz klar: nein, stellte sich heraus. Wir haben andere Reiseblogger gefragt, was sie am schönsten in Slowenien fanden – und bekamen überraschend viele begeisterte Antworten. Offenbar sind wir nicht die einzigen, die sich Hals über Kopf in Slowenien verliebt haben!

Die bekanntesten Slowenien Highlights sind schon richtiggehende Touristen-Hotspots:

  • der Bleder See, aka Lake Bled
  • die Postojna-Höhlen
  • die Felsenburg Predjama
  • das Soča-Tal

Aber neben diesen offensichtlichen Slowenien Highlights stehen jetzt noch 13 weitere Punkte auf unserer Slowenien-Bucket-Liste. Mal sehen, ob wir die im Sommer alle besuchen können!

Auf ein Glas Wein nach Maribor

Ilona bloggt auf Wandernd.de vor allem über Italien – aber da liegt Slowenien ja gleich um die Ecke bzw. direkt auf dem Weg. Ein überraschendes Slowenien Highlight war für Ilona das Städtchen Maribor im Osten des Landes. Warum? Der Wein…

Slowenien Maribor

Chillen mit Wein in Maribor © Wandernd.de

Ach, Maribor. Wenn ich an meinen damaligen Kurztrip in die kleine slowenische Stadt direkt hinter der österreichischen Grenze zurückdenke, dann sehe ich mich vor meinem inneren Auge wieder beim Wein an der Drau sitzen.

Vinoteka Maribor im Vodni Stolp, so heißt die Vinothek, die direkt am Fluss liegt. Der ehemalige Turm der Stadtbefestigung, der 1555 gebaut wurde, wird „Wasserturm“ genannt – eben auf slowenisch Vodni Stolp. Die Vinothek darin ist spezialisiert auf slowenische Weine – und die können sich sehen (oder besser: trinken) lassen!

Rund um Maribor wird auch Wein angebaut. Und in der Stadt gibt es eine besondere Sehenswürdigkeit: Die alte Rebe, die es mit ihren 400 Jahren sogar ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hat. Sie trägt übrigens heute noch Trauben, aus denen auch Wein gekeltert wird. Er wird in kleinen Fläschchen abgefüllt und als „wertvolles, protokollarisches Geschenk eingesetzt“.

Aber nicht nur beim Wein kann man sich in Maribor gut die Zeit vertreiben – die Altstadtgassen laden zum bummeln ein. Und überall weht einem ein bisschen k.u.k.-Luft entgegen. Kein Wunder: man befindet sich ja auch in der Südsteiermark. Historisch und kulturell trennt den Süden Österreichs von Slowenien nicht besonders viel. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass man sich manchmal an österreichische Altstadtgässchen erinnert fühlt.

Slowenien Maribor Alte Rebe

Die älteste Weinrebe der Welt wächst in Maribor © Wandernd.de

-> Hier lest ihr mehr über Ilonas Solo-Kurztrip nach Slowenien.

Chillen in Ljubljana

Anne und Clemens haben schon die ganze Welt gesehen. Wichtig ist es ihnen, auf ihrem Blog Travellers Archive ehrlich zu berichten, auf Reisetrends und Influencer-Hypes verzichten sie gern. Da war es eigentlich klar, dass sie Slowenien und seine kleine Hauptstadt mit ihrem besonders entspannten Vibe mögen würden ;-)

Die größte Überraschung auf unserem Roadtrip durch Slowenien war ganz klar die Hauptstadt Ljubljana. Mit ihren engen Gassen, den hübschen Häusern und roten Dächern erinnerte sie uns ein bisschen an Prag und vielleicht auch an Wien und doch hat sie einen ganz eigenen Charme.

Ein Gefühl für Ljubljana bekommt man am besten, wenn man sich einfach ein bisschen durch die einzelnen Straßen treiben lässt und ab und zu mal einkehrt.

Ljubljana Slowenien CREDIT Travellers Archive

Die Ljubljanica fließt durch Ljubljana © www.TravellersArchive.com

Besonders gut kann man das Flair von Ljubljana am Abend spüren, wenn sich die ganze Stadt am Wasser trifft. Quer durch Ljubljana fließt der Fluss Ljubljanica. Genau an dessen Ufer sitzen am Abend etliche Menschen und genießen die letzten Sonnenstunden des Tages. Wir haben uns damals einfach dazwischen getummelt, vorher eine Pizza in einem der vielen Restaurants am Uferrand gekauft und einen echt slowenischen Abend verbracht.

Auch sonst ist die Ljubljanica wirklich das Herzstück der Stadt. Mit den vielen Brücken ist sie außerdem ein ziemlich schickes Fotomotiv.

Wer noch ein bisschen mehr Zeit für Ljubljana einplant, der sollte unbedingt über den Bauernmarkt auf dem Zentralen Marktplatz schlendern, der immer am Samstag stattfindet. Hier treffen sich die Bauern aus den umliegenden Dörfern und verkaufen das frischste Obst und Gemüse.

Den allerbesten Ausblick über die Hauptstadt des Landes hat man von der Burg von Ljubljana. Die steht nämlich seit rund 900 Jahren auf einem Hügel, von dem aus man die ganze Stadt begutachten kann. Man kommt ganz einfach mit einer Seilbahn nach oben, kann aber natürlich auch laufen.

-> Mehr Infos über den Urlaub in Slowenien gibt es auf dem Travellers Archive Blog.

Mostnica-Schlucht: Wanderung zum Mostnica-Wasserfall

Stefan und Nadine haben sich von der Gebirgslandschaft rund um den Lake Bohinj verzaubern lassen. Sie beschreiben hier eine von vielen fantastischen Wanderungen im Triglav-Nationalpark.

Türkisblaue Flüsse, malerische Wasserfälle und schroffe Gipfel: der Nationalpark Triglav in Slowenien bietet unzählige Wanderungen durch atemberaubende Landschaften. Eines unserer Highlights war dabei die gemütliche Tour durch die wilde Mostnica Schlucht zum gleichnamigen Wasserfall. Obwohl sie längst kein Geheimtipp mehr ist, stellt sie eine tolle Alternative zur bekannten Vintgar Klamm dar. Immerhin war es hier bei unserem Besuch noch so ruhig, dass wir etliche Wasseramseln, Füchse und Rehe beobachten konnten!

Die abwechslungsreiche Wanderung beginnt in Stara Fužina, wo wir das Auto an der Touristeninformation parken. Entlang der Mostnica und vorbei am Schloss Zois geht es zur Teufelsbrücke, wo ein Eintritt von 3€ pro Person fällig wird. Ab jetzt wandern wir auf dem Panoramaweg mit seinen zahlreichen Brücken 2 km lang durch die sehr enge und bis zu 20 Meter tiefe Schucht. Dabei haben wir immer wieder die Möglichkeit, auf Felsplatten am Fluss zu pausieren und die Katarakte, türkisblauen Strudeltöpfe und Felsformationen (besonders sehenswert ist der “Kleine Elefant”) aus nächster Nähe zu betrachten.

Elefant Mostnica-Klamm

Der “Elefant” in der Mostnica-Klamm © www.travelmorebabbleless.com

Hinter der Mostnica Schlucht breitet sich das malerische Voje-Tal vor uns aus, über dem sich stolz der majestätische Triglav erhebt. Wir überqueren die grünen Almwiesen und pausieren in der urigen Almhütte Okrepčevalnica Slap Voje. Auf der schönen Terrasse bekommen wir leckere Eintöpfe und Topfenstrudel zu zünftiger Musik serviert.

Nun ist es nicht mehr weit zu dem 21 Meter hohen Mostnica Wasserfall, der am Ende des Tals über eine steile Felswand rauscht. Am anderen Flussufer geht es zurück zu unserem Ausgangsort, so dass sich eine 11,8 km lange Rundtour mit knapp 250 Höhenmetern ohne nennenswerte Schwierigkeiten ergibt.

-> Hier findet ihr den Blogbeitrag mit vielen weiteren tollen Wanderungen rund um den Lake Bohinj.

Piran an der Adria

Wolfgang und Jessica sind perfekt organisiert, um die meist knappe Zeit am Reiseziel bestmöglich zu nutzen. Auf reiseblitz.com berichten die beiden von ihren gut geplanten Roadtrips, Kurz- und Rundreisen um die ganze Welt. Und auch nach Slowenien!

Slowenien Piran CREDIT Reiseblitz.com

Piran von der Stadtmauer im Sonnenuntergang © Reiseblitz.com

Nicht einmal 50 Kilometer ist Sloweniens Adriaküste lang. Und doch gibt es einige Schätze zu entdecken. Allen voran das einstige Fischerdorf Piran. Seine Altstadt liegt auf einer nur knapp einen Kilometer langen, spitz zulaufenden Landzunge. Dicht an dicht drängen sich die bunten Häuschen an der langgezogenen Uferpromenade. Dreh- und Angelpunkt der Stadt ist der zentrale Tartiniplatz mit seinem kleinen Hafen.

Hinter der Altstadt steigen die Felsen rasch an. Dadurch ist Piran in mehrere Ebenen unterteilt. Direkt auf Seehöhe liegen die verwinkelten Gässchen des alten Zentrums. Eine Stufe darüber wacht die St.-Georgs-Kathedrale mit ihrem schönen Uhrturm über die Stadt.

Den höchsten Punkt der Altstadt markiert die alte Stadtmauer. Sie ist gut erhalten und gegen ein geringes Eintrittsgeld zugänglich. Diesen Besuch solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen! Von oben hast du einen fantastischen Blick über Piran und das Mittelmeer. Besonders empfehlen können wir die Aussicht zum Sonnenuntergang.

Um deinen Tag in Piran ausklingen zu lassen, findest du rund um den Tartiniplatz gute Fischrestaurants, leichte Mittelmeerküche und gemütliche Straßencafés. Da die engen Altstadtgassen weitgehend autofrei sind, steht einem abendlichen Bummel nichts im Wege.

Wir haben Piran zweimal in der Nebensaison besucht und beide Male sehr entspannt und beschaulich erlebt. Im Sommer ist sicherlich mehr los, dennoch solltest du das hübsche Städtchen auf einer Reise durch Slowenien nicht verpassen.

Piran lässt sich darüber hinaus gut mit dem italienischen Triest und der kroatischen Küste verbinden. Über diese Kombination berichten wir in unserem Blogeintrag 4 Tage Roadtrip nach Slowenien und Kroatien.

Glamping am Kolpa River in Bela Krajina

Eva, eine in die Niederlande ausgewanderte Münchnerin, kennt sich naheliegenderweise in Slowenien aus. Weil sie auch ein Faible für coole Unterkünfte hat, stellt sie uns eine solche vor – und wir sind schwer versucht, unser Zelt mal für ein paar Tage im Kofferraum zu lassen…

Slowenien Glamping Bigberry EvaGrossert

Luxus-Glamping in “Big Berry” © Eva Grossert, www.hiddengem.de

In Slowenien in der Region Bela Krajina liegt eigentlich der Hund begraben. Diese Gegend ist touristisch noch viel weniger ausgeschlachtet als zum Beispiel der Triglav Nationalpark. Dafür aber auch etwas weniger aufregend. Hier im Südosten von Slowenien tickt die Uhr langsamer, Traditionen werden noch intensiver gelebt. Genau richtig für ein paar geruhsame Urlaubstage mit genügend Abstand und Privatsphäre.

Der Fluss Kolpa trennt Slowenien und Kroatien voneinander. Direkt am Ufer befindet sich ein kleines, luxuriöses Glamping-Areal namens „Big Berry“. Ein Himmel voller Sterne, am frühen Morgen wabert der Nebel über Fluss und Wiesen, grasende Kühe und die Vögel zwitschern. Heile Welt.

Big Berry ist kein gewöhnlicher Campingplatz. Man wohnt in modernen Mobilheimen, teils mit eigenem Jacuzzi. Das Frühstück wird im Körbchen, gefüllt mit heimischen Köstlichkeiten, direkt vor die Tür geliefert. Es gibt ein Badefloß (auch für Kleinkinder geeignet), kostenlosen Verleih von Kajaks und Mountainbikes, man kann reiten, wandern, Beachvolleyball spielen, gemeinsam grillen oder Yoga machen. Kräuter und Beeren darf man sich aus dem Garten direkt in den Mund pflücken.

Ein Traum für alle, die sich gerne Komfort gönnen und trotzdem mitten in der Natur sein möchten. Wenn’s langweilig wird: Ausflüge zu lokalen Betrieben in der Region geben einen Einblick in die Herstellung von Craft-Bieren, Ölen, Honig, traditionellem Brot und vielem mehr. Ljubljana und Zagreb liegen nur eineinhalb Stunden Fahrt entfernt.

-> Evas Blog HiddenGem enthält tatsächlich echte Juwelen – ausgesuchte, exquisite, glänzende Reise-Schmuckstücke. Schaut mal rein!

Geheimtipp Vipava-Tal

Gerfried war immer schon im Wohnmobil unterwegs. Heute schreibt er im Wohnmobil-Ratgeber womoguide.de nicht nur Reiseberichte, sondern auch Tipps und Tricks für Einsteiger ins Thema Wohnmobil. Das Vipava-Tal erkundete er (natürlich mit dem Camper) im Mai 2019.

Auch Slowenien bietet trotz seiner jüngsten Popularität noch weitgehend unentdeckte Regionen. Dazu kann man wohl das Vipava-Tal zählen, das nur wenige Reisende am Radar haben. Zu Unrecht, denn nicht nur die Landschaft beeindruckt, auch die Kulinarik des Tals hat einiges zu bieten.

Slowenien Vipava Tal CREDIT WoMoGuide

Lecker Essen im Vipava Tal © WoMoGuide

Das Vipava-Tal verläuft in West-Ost-Richtung von der italienisch-slowenischen Grenze bei Nova Gorica bis zum Ort Vipava, wo auch der Fluss Vipava entspringt. Es lässt sich daher auch als Zwischenstation für Reisen nach Italien, Slowenien und Kroatien gut in den Tourplan einbauen.

Das Vipava-Tal wird auf zwei Seiten von Bergen begrenzt. Dieser Umstand sorgt gemeinsam mit der nahen Adria für ein besonderes Klima. Dieses Klima begünstigt unter anderem den Weinbau, was die vielen Weingüter in der Region erklärt, die gerne zu Weinverkostungen einladen. Zum Wein gehört auch gutes Essen, und da kam dem Vipava-Tal Italien zu Hilfe.

Italien verschärfte nämlich eines Tages seine Glücksspiel-Gesetzgebung, viele grenznahe Casinos „flohen“ über die Grenze ins nahe Slowenien. Damit entstand eine Spitzengastronomie, die man in einem relativ einsamen Tal ohne große Städte nicht erwarten würde. Traditionelle, aber modern interpretierte slowenische Gerichte mit regionalen Zutaten lassen die Herzen von Genießern höher schlagen.

Tatsächlich sind viele Besucher des Tals klassische „Foodies“. Doch auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten, sowohl am Mountainbike als auch am Rennrad und Tourenrad. Die Berglandschaft bietet Gleitschirmfliegern geeignete Startpunkte, der Himmel über dem Tal ist manchmal voller bunter Schirme. Und natürlich sind Wander- und Klettertouren beliebt.

Unser Geheimtipp: Das Weingut Lepa Vida, wo man dich mit allen Insider-Tipps zur Region versorgt.

Slowenien Vipava Tal CREDIT WoMoGuide

Guten Appetit im Vipava Tal! © WoMoGuide

Die Kirche Sveti Duh am Osterberg

Barbara ist Psychologin und reist gern – unter dem naheliegenden Alias Reisepsycho entdeckt sie am liebsten ihre Heimat Österreich und die angrenzenden Länder. Aus Slowenien hat sie uns einen echten Geheimtipp mitgebracht.

Kaum ein Slowenien-Urlauber kennt die Kirche zum Heiligen Geist am Osterberg (slowenisch Sveti Duh). Sie versteckt sich nämlich im hintersten Winkel, weit weg von jeder Stadt.

Slowenien Steiermark Reisepsycho

Der Blick von Sveti Duh in die Steiermark reicht bis nach Graz © www.Reisepsycho.com

Menschen, die in der Südsteiermark unterwegs sind, kennen das Kirchlein schon eher. Denn Sveti Duh steht nur wenige Steinwürfe von der steirischen Grenze entfernt. Über die Heiligengeistklamm in Leutschach und den anschließenden Grenzwanderweg zwischen Österreich und Slowenien gelangt man in einer angenehmen Wanderung hierher. Sveti Duh ist sozusagen der grenzüberschreitende Zielpunkt.

Steht man oben bei der Kirche, blickt man weit ins Land hinein. Also in die Steiermark, nicht nach Slowenien. Das macht aber nichts, denn die beiden Regionen sind gerade hier sehr eng miteinander verwoben. Als sogenannte „Untersteiermark“ gehörte dieser Teil von Slowenien lange zu Österreich und war teilweise auch von Deutschsprachigen besiedelt. Im nahegelegenen Gasthof bekommt man ein wunderbares Gefühl, was die europäische Idee der offenen Grenzen bedeutet. Hierher pilgern sowohl Österreicher als auch Slowenen, Sveti Duh ist der Treffpunkt der Nationen.

Bevor du dich – in welche Richtung auch immer – verabschiedest, solltest du noch einen Blick in die Kirche werfen. Das 1667 von Anna von Stubenberg erbaute Gotteshaus ist mit barocken Altären ausgestattet. Wenn du dann wieder aus der Kirche heraustrittst, blick noch einmal ins Land und sei dir unserer Freiheiten bewusst. Denn mehr als als alles, was ich bisher gesehen habe, ist Sveti Duh ein Ort der Völkerverständigung und ein Denkmal für ein vereintes Europa.

Slowenien Steiermark Sveti Duh Reisepsycho

Die Kirche Sveti Duh steht zwischen zwei Ländern © www.Reisepsycho.com

> Hier lest ihr mehr über die Wanderung zur Heiligengeistklamm in der Steiermark.

Ptuj: Kleinod zwischen Ljubljana und der Grenze zu Österreich

Zugegeben, Ptuj stand nicht auf der Liste der Orte, die Ria auf ihrem Roadtrip durch Slowenien sehen wollte. Aber wie das auf einer halb-spontanen, individuell gestalteten Rundreise so ist: Es ergeben sich vor Ort immer wieder neue Pläne.

Die Kleinstadt Ptuj war meine letzte Station in Slowenien, bevor es über Wien wieder zurück nach Deutschland ging. Und sie war der perfekte Abschluss dieses Roadtrips.

Slowenien Highlight Ptuj

Ptuj: ein überraschendes Slowenien-Highlight © Ria on Tour

Ptuj überrascht. Sie ist eine der ältesten Städte in Slowenien und somit reich an Geschichte. Die Stadt ist klein und überschaubar. Von meinem zentral gelegenen Hotel habe ich meine Stadterkundung zu Fuß gestartet. Zuerst solltet ihr euch den historischen Stadtkern um die Kirche St. Georg anschauen. Anschließend folgt einfach eurem Gespür duch die historischen Gassen der Altstadt von Ptuj.

Ihr kommt vorbei an bunten und restaurierten Straßen. Ich war im August dort und bin kaum Menschen begegnet. Diese Ruhe und Entspanntheit, die einem in Ptuj begegnet, ist wundervoll.

Auf jeden Fall solltet ihr der Burg von Ptuj einen Besuch abstatten. Sie ist zu Fuß in wenigen Minuten aus dem Stadtzentrum zu erreichen. Die kleine Anstrengung (die Burg liegt auf einer Anhöhe) lohnt sich. Denn von der Burg aus habt ihr einen wunderschönen Blick über die Stadt, den Fluss Drava und die umliegende Landschaft. Der Besuch der Burg ist kostenlos, nur wenn ihr die Gemäuer innen und das Museum dort besuchen wollt, zahlt ihr Eintritt.

Ptuj Slowenien

Blick von oben auf Ptuj und die Drava © Ria on Tour

-> Mehr über Ptuj und Rias Roadtrip durch Slowenien

Der slowenische Teil Istriens: das Hinterland

Lynn alias Lieschen Radieschen hat sich bei einem dreiwöchigen Roadtrip durch Slowenien ebenfalls verliebt – ganz besonders in das wenig bereiste Hinterland.

Slowenien Istrien

Eine Kapelle im idyllischen slowenischen Hinterland © Lynn Benda, www.LieschenRadieschenreist.com

Wer sich mit Slowenien befasst wird schnell feststellen, wie divers dieses kleine Land zwischen Österreich und Kroatien ist. Wusstest du zum Beispiel, dass Slowenien auch einen kleinen Küstenabschnitt hat, wo man sogar schwimmen kann, und dass das angrenzende Hinterland so einige kulinarische und kulturelle Highlights verbirgt?

Aus diesem Grund kann ich einen Aufenthalt nahe der kroatischen Grenze sehr empfehlen. Selbst in den Sommerferien findet man hier noch Ruhe und Abgeschiedenheit.

Nur Sandstrände sucht man vergeblich.

Fangen wir mit dem Hinterland an. Kleine, verschlafene Orte, die sich entlang der Berghänge drängen, Weinberge, die auf vielversprechende Tropfen hoffen lassen und eine herzliche Gastfreundschaft der lokalen Bevölkerung. All das macht das Hinterland für mich aus. Zwar ist es nicht sonderlich groß, aber es gibt so viel zu entdecken!

Zum Beispiel das Ohr Istriens: eine bizarr geformte Steinformation, die Geräusche aus dem Tal auffängt und als Echo verstärkt. Im goldenen Licht der Abendsonne, wenn es nicht mehr zu heiß ist, lohnt sich eine Wanderung dorthin.

Am besten lernt man das Land allerdings kennen, wenn man sich mit seinen Bewohner*innen unterhält. Dazu gehört zum Beispiel Vinko, in dessen kleinem Steinhaus wir wohnten und der uns Christin und ihren privaten Weinberg vorstellte. Oder der Zusammenschluss verschiedener Gasthäuser, die mit unterschiedlichen Aktivitäten die Region beleben wollen.

Wir beginnen die original istrische Erfahrung mit einem Frühstück mit Spezialitäten aus der Region. Eigentlich wollen wir den Frühstückstisch nicht verlassen, aber wir sind im Nachbardort mit einem älteren Ehepaar verabredet, die uns in die Herstellung von Trockenobst einweisen. Weil wir uns gut verstehen, laden sie uns gleich noch auf einen Spaziergang zu einem versteckten Wasserfall ein. Im Anschluss besiegeln wir die neue Bekanntschaft mit einem selbstgebrannten Schnaps in ihrem Garten.

Mir geht immer noch das Herz auf, wenn ich daran denke, wie bemüht die Menschen waren, uns ihr geliebtes Hinterland näher zu bringen. Außerdem kann man hier viele historische Stätten besuchen. Es gibt alte Kirchen, Burgen und Überbleibsel aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Und das Beste? Vom Hinterland sind es nur wenige Autominuten bis zu den Stränden der Küste und ihren wunderschönen historischen Orten. Tatsächlich gibt es sogar einige schöne natürliche Buchten, die zum Schwimmen einladen. Zwar muss man immer etwas bergab und im Anschluss bergauf kraxeln, um dorthin zu gelangen, aber es ist jede Anstrengung wert.

Meine Bade-Highlights in Slowenien sind die Moon Bay und die Bucht bei Isola. Hier findet man auch an heißen Sommertagen ein ruhiges Plätzchen und das türkisfarbene Wasser lädt zum Baden ein.

Slowenien Moon Bay

Die Moon Bay an der sehr kurzen Küste Sloweniens © Lynn Benda, www.LieschenRadieschenreist.com

-> mehr Informationen zu Slowenien gibt es bei Lieschen Radieschen im Blog

Slow-enien: Slow Food in den “Gostilnas”

Die Jäger des verlorenen Schmatzes (mit Chef-Jägerin Julia) haben mit ihrer dreijährigen Tochter an Bord einen Sommer lang im Bulli den Balkan erkundet – von Berlin bis nach Montenegro. Sie haben naturnahe Camping- und freie Stellplätze entdeckt und unterwegs die lokale Küche probiert.

Slowenien Slow Food

Slowenisches Slow Food in der “Gostilna Vovka” © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Slowenien hat uns mit seiner Liebe zum Slow Food begeistert und mit Gerichten, die über die Jahrhunderte von Italien und Österreich beeinflusst wurden. Unser Favorit: die deftigen Strudel mit Wildschwein- oder Käsefüllung! Wir haben gelernt, dass Apfelstrudel auch eine slowenische Spezialität ist und dass in der kleinen Alpenrepublik richtig gutes Bier gebraut und frisch gezapft wird.

Das Zauberwort auf der Suche nach guten, landestypischen Restaurants lautet “Gostilna”. Im Südosten Sloweniens haben wir ausgezeichnet und günstig in der “Gostilna Vovko” gegessen, ein trotz Leinenservietten und gutem Porzellan sehr kinderfreundliches Lokal. Ganz in der Nähe, direkt am Ufer des Flusses Krka, in dem man auch schwimmen kann, liegt der freundliche kleine “Campingplatz Irena Potočar”.

Unsere zweite Empfehlung ist “Camping Trenta” im Soča-Tal, direkt am Fluss gelegen und umgeben von Bergen, eine gute Basis für Wanderungen und Radtouren. Wir sind hier vorbeigekommen, nachdem wir auf dem Wurzen- und Werschetzpass die Alpen überquert hatten. Im Campingplatzrestaurant haben wir das erste Mal slowenisches Essen genossen.

Camping Trenta Soca Tal

Auf dem Campingplatz Trenta im Soca-Tal © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Kajak fahren auf der Soča

Gina und Marcus schreiben auf ihrem Blog 2 on the go über individuelle Reisen, seit sie 2016 eine Weltreise gemacht haben. Slowenien lag nicht auf ihrer Route, aber das kleine Land hat den beiden trotzdem sehr gut gefallen!

Slowenien Soca Tal

Die Soča ist ein wunderschöner Gebirgsfluss in Slowenien © www.2onthego.de

Die Soča (auf Deutsch eigentlich: Isonzo) ist ein Wildfluss in Slowenien. Ihr Wasser strahlt in einem unfassbar intensiven Smaragdgrün und ist kristallklar. Die Soča-Quelle entspringt im Triglav-Gebirge (sprich: Triglau).

Für Wildwassersportler ist der kleine Ort Bovec der “place to be”. Hier hat sich ein Outdoorsport-Zentrum entwickelt, dass keine Wünsche offen lässt. Verschiedene Anbieter von Rafting-Touren gibt es hier, ebenso wie natürlich Übernachtungsmöglichkeiten sowie Restaurants und Cafés.

Die meisten Kajakfahrer wählen einen der drei Campingplätze, die an der Mündung der Koritnica in die Soča liegen, als Basis.

Die Soča ist als Wildwasser-Paradies unter Kanusportlern bekannt. Auf relativ kurzer Entfernung wechseln sich hier Paddelstrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade ab. Blutige Anfänger können auf dem nahe gelegenen Predil-See auf absolut ruhigem Wasser die ersten Paddelschläge üben. Für unerfahrene Paddler empfiehlt sich ein Kajak-Kurs. Es gibt mehrere deutschsprachige Anbieter. Nicht vergessen: Die schwierigeren Abschnitte der Soča können gefährlich sein!

Wir haben unsere ersten ernsthaften Wildwasser-Erfahrungen auf der Soča gesammelt. Es war unglaublich schön, über das rauschende, kristallklare Wasser zu gleiten, die Gischt der Wellen ins Gesicht gesprüht zu bekommen und in ruhigen Abschnitten die atemberaubende Natur der Karstlandschaft herum zu bewundern.

Mit einem charismatischen Kanulehrer, der uns täglich zu neuen Wagnissen anspornte (und uns sicher aus dem Wasser zog, wenn diese mal schiefgingen) eroberten wir uns immer neue Abschnitte des Flusses. So konnten wir uns von Tag zu Tag steigern und die Abende klangen mit einem fetten, zufriedenen Grinsen im Gesicht am Lagerfeuer aus.

-> Hier lest ihr mehr über die Abenteuer von Gina und Marcus auf der Soca

Slowenien Soca Kajak

Kajaken auf der Soča – nichts für Weicheier! © www.2onthego.de

Paragliding in Bovec

Imke gibt auf ihrem Blog Crappy Radio Stations and Candy Bars (was für ein Name!) Teilzeit-Weltenbummlern Inspiration für kleine und große Abenteuer fernab vom Büroalltag. Uns hat sie ein echtes Slowenien Highlight empfohlen: Paragliding!

Slowenien Bovec Paragliding

Was für eine Aussicht beim Paragliding! © Imke Duin, www.crappyradiostationsandcandybars.de

Für alle, die in ihrem Urlaub gern mal die eigene Komfortzone verlassen und Angstgrenzen austesten, ist das Städtchen Bovec im Norden von Slowenien genau der richtige Ort. Denn von Juni bis August verwandelt sich Bovec in ein Paradies für Action-Urlauber. Hier kannst du zum Beispiel beim Kajak fahren, Rafting oder Canyoning den smaragdgrünen Fluss Soča aus einer neuen Perspektive erleben.

Oder du machst es wie ich und wagst einen Blick von oben – beim Tandem-Paragliding. Es ist schon ein ziemlich cooles Gefühl, wenn die eigenen Füße langsam vom Boden abheben und dann schwebt man plötzlich in der Luft. Etwa eine halbe Stunde dauert der Flug – genug Zeit, um einfach die Aussicht zu genießen. Mir hat es total gut gefallen und es war superschön, die Landschaft rund um den Triglav Nationalpark aus der Vogelperspektive zu sehen.

Für das Tandem-Paragliding in Bovec solltest du mit ca. 160 Euro rechnen. Kein ganz günstiger Spaß, aber ein einmaliges Erlebnis! Ein Anbieter ist z. B. “Aktivni Planet”.

-> Hier lest ihr mehr über Imkes Paragliding-Abenteuer in Slowenien

Wintersport in Planica/Kranjska Gora

Miriam von nordkap-nach-suedkap.de ist eigentlich am liebstens in Norwegen oder Afrika unterwegs – also an den zwei entgegengesetzten Enden der Welt. Sie hat uns ein ganz anderes Slowenien-Highlight empfohlen: Das kleine Land ist nämlich auch ein international bekanntes Zentrum für den Wintersport!

Slowenien Planica

Wintersport in Planica – ein ganz anderes Slowenien-Highlight! © Miriam Keilbach, www.nordkap-nach-suedkap.de

Planica: Der Name steht für Superlative. 252 Meter weit flog Skispringer Ryoyu Kobayashi hier im März 2017. Aber generell bedeutet Planica für viele Skisprung-Fans in Europa das Highlight des Jahres. Hier, in den Bergen vor Kranjska Gora, unweit der österreichisch-italienisch-slowenischen Grenze, findet traditionell der letzte Wettbewerb der Saison statt.

Kranjska Gora ist nur ein kleiner Ort mit rund 5.000 Einwohnern an der Save, aber dennoch eine Marke. Nicht nur Ende März, wenn die Skispringer kommen. Den ganzen Winter ist das Gebiet beliebt bei Wintersport-Fans. Hier findet sich, über fünf Ortschaften verteilt, das älteste Skigebiet des Landes: mit 30 Kilometern Pistenlänge, einem Loipen-Netz von 40 Kilometern für die Langläufer und einem Snow Fun Park.

Viel von Kranjska Gora habe ich nicht gesehen – dafür viel vom Nachtleben. Es ist nicht (nur) das typische Après Ski, es gibt einige nette Bars und Clubs, in denen man wunderbar tanzen und anstoßen kann. Meistens hat es meine Freunde und mich ins “Vopa” gezogen, den wahrscheinlich beliebtesten Club im Ort. Daneben warten das alpine Kulturzentrum (Alpska Vasica) sowie das eigentliche Wahrzeichen von Kranjska Gora: die gotische Kirche Jungfrau Mariä Himmelfahrt (Zupnija Kranj), die bereits 1510 errichtet wurde.

Für Adrenalin-Junkies wird im kleinen Kranjska Gora einiges geboten: von Ziplining über Canyoning und Caving bis Rafting. Für Abenteuerlustige gibt es einen Windtunnel und für Kultur- und Sportinteressierte das Planica Museum sowie das Slowenische Alpin Museum.

Slowenien Planica

Die Sprungschanze in Planica © Miriam Keilbach, www.nordkap-nach-suedkap.de

Puh – ob wir in zwei Wochen all diese Slowenien Highlights anschauen können? Ich glaube ja, wir werden noch ganz andere Höhepunkte entdecken. Und von denen erzählen wir euch nachher natürlich. Habt ihr noch mehr Tipps für Slowenien?

6 Kommentare

  • Slowenien ist ein wunderschönes Land, aber man hat tatsächlich den Eindruck, dass es ein kleiner Geheimtipp ist. Ich habe meine 2 bisherige Urlaube in dem Land auf jeden Fall immer sehr genossen :) Danke für die Tolle Übersicht mit euren Highlights! Da sind noch einige neue Sache für mich dabei, die ich mir gerne anschauen würde.

  • Schöne Tipps, Jenny! Auf Paragliding hätte ich auch mal Bock. Das wird auch am Lake Bohinj angeboten. Aber wenn ich das mache, will der Junior auch- und dann wirds doppelt teuer…
    Die Schluchtenwanderung hatte ich auch auf dem Plan. Aber hier geht – wie bei dir damals – gerade gar nicht außer See und Campingplatz. Dafür hab ich den kleinen Hobbit schon zur Hälfte durch. ;-)
    Liebe Grüße vom Lake Bohinj
    Gela

  • Oh, wow, das sind echt eine Menge Tipps! Ich kann noch die Krizna-Höhle beisteuern. Die ist wesentlich weniger “touristisch aufbereitet” als die Postojna-Höhlen, dafür geht es in sehr kleinen Gruppen auf sehr persönliche Führungen, inklusive Schlauchboot-Fahrt.

    • Dann setze ich die auch noch auf unsere Bucket List – wobei ich ja mit Tipps von dir vorsichtig bin, die leiten uns ja gern mal an völlig andere Orte ;-)

    • Hahaha, ja. Da wollte ich immer noch mal einen Warnhinweis setzen. Aber euer Alternativprogramm scheint ja auch ziemlich fantastisch gewesen zu sein. ;)

    • Ja, das war es! Ich bin versucht, da direkt nochmal hinzufahren und diesmal die “richtige” Höhlentour zu machen…

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