Gut zu wissen Routenplanung

Das Neuseeland-Erdbeben 2016: Was ihr darüber wissen müsst

Am 14. November 2016 war es wieder einmal so weit: Ein Erdbeben erschütterte Neuseeland. An sich nichts Ungewöhnliches, leichtere Erdbeben in Neuseeland passieren jedes Jahr hunderte Male. Aber dieses war heftiger, und es traf mit Kaikoura eine Region, die viel zu verlieren hat. Wir sagen euch, was passiert ist und was das für eure Neuseeland-Reise bedeutet.

Kurz nach Mitternacht zwischen Sonntag und Montag (bei uns in Europa war das etwa zur Mittagszeit am Sonntag) begann in Culverden, etwa 90 Kilometer nördlich von Christchurch, die Erde zu beben. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer unter der Erde, die dabei freiwerdende Energie war unglaublich: Bis hinauf nach Auckland und Gisborne und bis hinunter nach Dunedin spürten die Menschen den Boden schwanken. Eine Tsunami-Warnung trieb Anwohner der Ostküsten aus den Betten und in höher gelegenes Gelände; die befürchtete Fünf-Meter-Welle war zum Glück nur 2,5 Meter hoch und richtete keine großen Schäden an.

Auch in den folgenden Stunden und Tagen hörte das Beben nicht auf. Hunderte „„aftershocks““ von geringerer Stärke rissen mehrere „fault lines“ auf und schüttelten vor allem die Region um Kaikoura durch, wo bereits zahlreiche Touristen den Schock ihres Lebens erlitten hatten. In die Hauptstadt des „„whale watching““ kommen jedes Jahr Hunderttausende, und die Saison hatte gerade begonnen.

Kaikoura Erdbeben Neuseeland 2016

Die „shakemap“ des Nord-Canterbury Erdbebens © Wikimedia Commons

Auf den ersten Blick sah es aus, als sei Neuseeland diesmal glimpflich weggekommen: Das Epizentrum des Erdbebens lag in einer relativ dünn besiedelten Region, deshalb wurde bis auf ein paar historische Gebäude nicht viel zerstört und es gab auch nur zwei Tote. Die beschädigten Fährterminals in Picton und Wellington konnten so schnell repariert worden, dass die wichtigsten Fährverbindungen über die Cook Strait schon nach drei Tagen wieder standen.

Hanmer Springs, das mitten in der Erdbebenzone lag, hatte Glück – hier ist kaum etwas beschädigt worden und sowohl die Zufahrtsstraßen als auch die Thermalbäder sind wieder offen.

Aber: An der Ostküste der Südinsel wurden viele Straßen und Highways so stark beschädigt, dass sie komplett unpassierbar sind. Einige kleinere Orte (Waiau, Hanmer Springs und eben Kaikoura) waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Flüsse wurden durch Erdrutsche angestaut und traten über die Ufer, die Nord-Süd-Bahnlinie (über die zum Beispiel der Coastal Pacific fährt) wurde unterbrochen, Gas- und Wasserleitungen sind zerstört.

Kaikoura Erdbeben Neuseeland 2016

Zerstörte Ladenfronten in Picton am Morgen des 14. November 2016 © Twitter Pic @morgtait

Und: Es wird sehr wahrscheinlich noch viele weitere Nachbeben geben. Christchurch, das bei dem Erdbeben im September 2010 kaum Schäden erlitten hat, erlebte wenige Monate später im Februar ein Nachbeben, das die Stadt in Schutt und Asche legte.

GeoNet warnt, dass es in der Region um Christchurch und Kaikoura ein starkes oder viele schwächere Nachbeben geben könnte – die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 95 Prozent!

Was das Neuseeland-Erdbeben 2016 in Kaikoura angerichtet hat

Kaikoura, das genau zwischen dem Pazifik und der Kaikoura Range liegt, ist nur über den Küsten-Highway SH 1 an das Fernstraßennetz angeschlossen. Das Beben hat große Teile dieser Straße unpassierbar gemacht. Kaikoura war für einige Wochen von der Außenwelt abgeschnitten und ist auch jetzt (Stand: Dezember 2016) nur eingeschränkt erreichbar.

Helikopter, Kleinflugzeuge und Schiffe brachten in der Woche nach dem Beben Wasser, Nahrungsmittel und andere Versorgungsgüter und evakuierten gleichzeitig hunderte Touristen und Einwohner Kaikouras nach Christchurch. Die etwa 100 Wohnmobile, die von den evakuierten Neuseeland-Reisenden zurückgelassen werden mussten, konnten von den Vermietern zurückgeholt werden.

Die bittere Wahrheit für Campervan-Mieter: Wenn ihre Kasko-Versicherung nicht die Kosten für „recovery“ und „relocation“ übernahm, blieben sie auf den Kosten dafür sitzen. Immerhin wollten die meisten Vermieter nichts für die zusätzlichen Miet-Tage berechnen. Größere Firmen konnten ihren Kunden Ersatzfahrzeuge anbieten, die kleineren Anbieter hatten dafür natürlich am Beginn der Sommersaison keine Kapazitäten.

Auch die Tiere haben durch das Erdbeben leiden müssen. Das betrifft zum einen die zahlreichen Kühe und Schafe, die von Versorgung abgeschnitten waren. Klingt erstmal nicht dramatisch, aber wenn drei Kühe meterhoch auf einer winzigen Insel inmitten weggebrochener Erde stehen oder ganze Herden von Milchkühen über Tage nicht gemolken werden können, ist es das schon.

Am nachhaltigsten hat das Erdbeben in Kaikoura aber wohl das Leben der Meeresbewohner beeinflusst und verändert. Binnen Minuten hat sich die Küste vor Kaikoura um mehrere Meter angehoben, so dass nun hunderte von Quadratmetern Seeboden plötzlich „auf dem Trockenen“ liegen. Für die dort lebenden Paua, Langusten und andere Meerestiere war das quasi ein Todesurteil. Entweder sie starben direkt, oder sie gingen ein, weil ihr Lebensraum zerstört war. Hunderte Freiwillige versuchten, so viele Pauas wie möglich zurück ins Meer zu bringen. Aber ob das genügt hat? In den kommenden Jahren wird es in Kaikoura wohl erst einmal weniger der Delikatessen geben, für die der Ort so berühmt ist („kai“ heißt auf Maori „Essen“).

Schlimme Folgen hatte das Beben auch für einen endemischen, seltenen Meeresvogel, den „Huttons Shearwater“: Eine von weltweit nur zwei Brutkolonien dieser Vögel, die nur in Kaikoura brüten, ist durch das Beben zerstört worden. Dabei sollen zwischen 25 und 50 Prozent der Tiere getötet worden sein 🙁

Für Tierfreunde die allerschlimmste Nachricht: Der Seelöwen-Kindergarten am Ohau Point, wo die „Fur Seals“ ab November gleich neben dem Highway mit ihren süßen Babys am Ufer liegen, ist durch einen Erdrutsch zerstört worden. Dasselbe gilt für den versteckten Wasserfall, wo zwischen April und September die kleinen Seelöwen im Wasser spielten und auf ihre Eltern warteten, die derweil im Meer „auf Arbeit“ waren.

Zum Glück waren die schwangeren Seelöwinnen fast alle auf dem Meer bei der Futtersuche unterwegs, so dass wenigstens kein kleiner Seelöwe bei dem Erdbeben getötet wurde – aber wo die Seelöwen-Mamas in Zukunft ihre Babys aufziehen werden, ist ungewiss.

Update: Ein mutiger Kiwi, der über den verschütteten Pfad zum Ohau Stream geklettert ist, meldete kaum Schäden an der Stelle selbst – nur der Zugang für menschliche Besucher wird wohl eine Weile versperrt bleiben.

Kaikoura Erdbeben Neuseeland 2016

Auch der „seal pup kindergarden“ am Ohau Point wurde zerstört © Ohau Point von Andrea Schaffer unter CC 2.0

Was bedeutet das Erdbeben in Kaikoura für eure Neuseeland-Reise?

Wie nach jedem Erdbeben in Neuseeland sind stärkere Nachbeben vor allem in der Region um Christchurch sehr wahrscheinlich – bereitet euch also darauf vor, wenn ihr dort unterwegs seid. Schließt unbedingt eine Vollkasko-Versicherung für euer Wohnmobil ab, die „relocation costs“ und ein Ersatzfahrzeug abdeckt.

Informiert euch regelmäßig beim Verkehrsministerium NZTA über die aktuelle Situation auf den Straßen, und bei GeoNet.org.nz über die Erdbebenlage.

Wie Reiseveranstalter und Kiwis im ganzen Land nicht müde werden zu betonen, sind in Neuseeland Erdbeben etwas relativ Normales. Und auch wenn das Beben vom 14. November 2016 keine Kleinigkeit war – der größte Teil von Süd- und Nordinsel ist dabei unbeschadet geblieben oder hat nicht einmal etwas mitbekommen.

Ihr könnt weiterhin unbesorgt (na ja…) nach Neuseeland reisen, nur eure Route auf der Südinsel müsst ihr anpassen. Der SH 1 von Picton nach Christchurch wird wahrscheinlich noch für Monate unpassierbar sein.

Update: Am 21. Dezember wurde der Abschnitt des SH 1 von Christchurch nach Kaikoura wieder eröffnet. Der Abschnitt von dort bis nach Blenheim wird aber noch längere Zeit geschlossen sein, ab Seddon versperren Erdrutsche die Straße.

Kaikoura erreicht ihr von Norden aus über den SH 7 – auch diese Straße ist aktuell wieder offen für alle Fahrzeuge.

Die Umgehungsroute über den SH 63, 65, 6 und 7, die Lewis Pass Road oder neu: Kaikoura Emergency Access Road, ist sehr stark befahren, weil nicht nur Touristen, sondern vor allem auch der gesamte Lieferverkehr diese Strecke nutzen müssen. Und die Straße ist überhaupt nicht für solchen starken Verkehr ausgelegt.

Derzeit wird überlegt, eine direkte Fährverbindung von Wellington nach Christchurch einzurichten, um die Route zu entlasten. Für Reisende kann es in den nächsten Monaten eine gute Idee sein, die Strecke nicht mit dem Campervan zu fahren, sondern einen Inlandsflug zu buchen – von Christchurch nach Wellington, oder auch von Christchurch nach Blenheim (mit Sounds Air).

Stellt euch auf dieser Strecke auf Staus und längere Wartezeiten ein; ein Verkehrsunfall bedeutet hier direkt Vollsperrungen, manchmal ohne Umgehungsmöglichkeit. Dringend nötige Bauarbeiten, um die Straße zu erweitern und auszubauen, bedeuten kurzfristig ebenfalls Verzögerungen. Als Mindestfahrzeit werden 7,5 Stunden angegeben. Rechnet auch mit intensiven Verkehrskontrollen – es wird geblitzt!

Kaikoura Erdbeben Neuseeland 2016

Zahlreiche Erdrutsche zerstörten den SH 1 nach Kaikoura © New Zealand Defence Force

Was passiert nun mit dem Tourismus in Kaikoura?

Zwar ist der Hafen von Kaikoura zerstört, es starten aber offenbar bereits wieder Whale Watching Touren, per Helikopter oder Kajak könnt ihr ebenfalls problemlos hinaus aufs Meer. Die Wale und Delfine kehrten einige Tage nach dem Beben zurück an die Küste, was für großes Aufatmen sorgte. Und auch die Seelöwen sind noch da – sie ziehen ihre Babys jetzt eben an anderen Stellen auf.

Es gibt sogar bereits eine neue Attraktion, die durch das Erdbeben entstand: Die Hope Springs sind eine Stelle im Meer, wo aus einer Erdspalte in der Tiefe kleine Blubberblasen aufsteigen, man fährt hier mit dem Kajak wie durch Champagner.

Kaikoura hat offenbar wirklich Glück gehabt: Gerade rechtzeitig zum Start der Saison 2016/17 ist die Stadt wieder zugänglich und kann ihren Besuchern „business as usual“ anbieten – wenigstens teilweise. Fahrt hin, gebt Geld aus und erzählt anderen Reisenden, dass Kaikoura offen ist!

Seid ihr gerade in Neuseeland unterwegs oder steht eure Reise unmittelbar bevor? Erzählt uns von euren Erlebnissen, Erfahrungen und Sorgen!

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20 Kommentare

  • Wie sieht es denn aktuell auf der Südinsel aus nach dem Erdbeben? Ist soweit alles wieder normal oder gibt es noch Einschränkungen? Unsere Reise beginnt nächste Woche. Da wird es Zeit für die Routenplanung 😉

    • Liebe Constanze, derzeit könnt ihr zwar von Christchurch nach Kaikoura auf dem SH 1 fahren, aber von dort aus müsst ihr weiter über die Inland Route (SH 70) fahren, wenn ihr nach Norden wollt. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.

      Auf der Website der NZTA findet ihr immer die aktuellsten Informationen.

      Gute Fahrt!!

  • Hallo
    Wir sind ab dem 13.12.16 in Neuseeland und haben ein Wohnmobil bis am 21.1.17
    Wr wollten zuerst die Südinsel befahren und dann die Nordinsel.
    Nun haben wir gehört, dass man monentan mit dem Camper gar nicht auf die Fähre kann? Weiss das jemand?
    Danke
    Gruss Esther

    • Hallo Esther, das wäre mir neu. Was stimmt, ist, dass die Fußgängerzugänge auf die Fähre nach dem Beben beschädigt waren. Campervans können wie gehabt mitfahren (und Fußgänger inzwischen wohl auch wieder).

      Gute Reise!

    • Hallo, also wir sind bereits am 24.11. mit dem Camper per Fähre von der Nord- auf die Südinsel und auch andersrum kamen Camper und Lkws von den Fähren. Auch Fußgänger können mitfahren, die Fähren waren lediglich 3 Tage nicht in Betrieb! Und bis ihr dann übersetzt, sollte das Ganze auch wieder ohne 1-2 Stunden Verzögerung (die wir noch hatten) laufen.

      Viele Grüße von der Südinsel

  • Hallo zusammen, wir sind im Moment im Abel Tasman und waren zur Zeit des Bebens noch auf der Nordinsel. Bis auf die Umbuchung der Fähre (was wirklich super organisiert wurde mit mehreren Benachrichtigungen per SMS und E-mail) und natürlich der Routenänderung (schweren Herzens) ist NZ der Wahnsinn! Lasst euch die vorfreude nicht vermiesen. Die Einheimischen kümmern sich so gut um die touristen, Informationen erhält man überall, auch wenn man mal wieder kein Internet hat. Strassen werden bereits jetzt repariert.
    Freut euch, es wird der Hammer

    • Hallo Fränzi
      Danke für deine Infos betreffend Fähre.
      Hast du ev gute Tipps für die Südinsel oder auch Nordinsel?
      Gruss Esther

  • Danke für den informativen Artikel!
    Wir fliegen Ende Dezember nach Neuseeland und obwohl man ja weiß, dass dort immer mit Erdbeben zu rechnen ist, habe ich doch ein etwas mulmiges Gefühl jetzt.
    Ich habe v.a. Angst, vor Ort irgendwelche Warnungen zu verpassen (z.B. Tsunamis nach Erdbeben, die man selbst gar nicht gespürt hat). Sollten wir jedes Mal bevor wir zum Strand gehen das Radio checken oder wie hält man sich am besten auf dem Laufenden (gerade, wenn man evtl. keine Internetverbindung hat)?

    • Hallo Kerstin, ich kann dir nur aus den Erfahrungen aus bisherigen Tsunami-Warnungen dienen: Normalerweise ist man ja nicht mutterseelenallein an einem Strand. Und dann wird man garantiert benachrichtigt von einem Nachbarn oder Passanten, der die News gehört hat. So lief es bisher jedenfalls ab. Nicht vergessen außerdem: In Neuseeland gab es bisher noch kein einziges Tsunami-Opfer, die Flutwellen waren (und sind hoffentlich auch in Zukunft) nicht vergleichbar mit denen von 2004 in Thailand/Sri Lanka oder 2011 in Japan. Und auch das aktuelle Erdbeben hat nur einen kleinen Teil Neuseelands betroffen, der Großteil des Landes hat überhaupt nichts davon mitbekommen.
      Alles wird gut und ihr werdet eine tolle Reise haben! 🙂

  • Wir sind noch in NZ und haben das Beben an der Westküste erlebt. Mitten in der Nacht mussten wir die Kinder aus dem Bett werfen und auf höhere Ebenen fahren, da die erste Tsunamiwarnung ja für die gesamte Küste galt. Jetzt nähern wir uns Christchurch und etwas mulmig ist einem schon. Aber wir hatten Glück, eigentlich (wenn es nach meiner ursprünglichen Planung) gegangen wäre, wären wir mitten drin gewesen.
    Jetzt frage ich ehrlich gesagt bei jedem Campingplatz, wohin ggf. evakuiert werden muss – zumindest wenn wir direkt am Wasser stehen. Frei direkt am Wasser zu stehen, haben wir uns seitdem nicht mehr getraut.
    Aber jeder reagiert auch anders, ich hatte mich vorher schon erkundigt woran man einen Tsunami erkennt. Mein Mann lacht bis heute drüber ; )
    Auf jeden Fall möchten wir die Reise nicht missen und hoffen, dass die Erde jetzt nicht mehr wackelt 🙂

  • Wir waren ja wie ihr im Februar 2011 während des verheerenden Erdbebens in Christchurch in NZ. Wir waren zum Zeitpunkt des Bebens gerade im Norden der Südinsel unterwegs, und ich kann mich noch heute ganz genau erinnern, wo uns die Nachrichten über das Ausmaß der Zerstörung erreichten… irgendwie reagiert man seit damals immer sehr sensibel auf Nachrichten über Erdbeben aus diesem Teil der Erde.
    Aber wie du schon sagst, Jenny, man muss in NZ eben immer mit Erdbeben und evtl auch Tsunamis rechnen. Aber wirklich kein Grund, auf einen Besuch in diesem wunderschönen Land zu verzichten.
    Hartmut

  • Vielen Dank! Eure Informationen sind wirklich toll.
    Wir sind gerade in Neuseeland und haben das Beben mit erlebt. Eine sehr beängstigende Erfahrung.

    • Hallo Ines und Birger, wo habt ihr das Erdbeben denn erlebt? Ändert ihr eure Reisepläne deswegen jetzt? Erzählt doch mal…

    • Hallo Jenny, wir waren und sind noch in Christchurch. Wir sind fast aus den Betten gefallen. Es hat sehr lange gebebt. Ruckzuck hatten wir uns was angezogen und sind in den Garten gerannt. Zum Glück ist nichts Schlimmeres hier passiert. Die Menschen in Kaikoura hat es viel mehr getroffen. Eigentlich wollten wir an dem Tag nach Hanmer Springs oder Kaikoura fahren, haben dann aber einen anderen Ausflug gemacht. So ist es eben manchmal. Am Donnerstag ist unser Urlaub leider schon zu Ende.
      Viele Grüße Ines und Birger

  • Liebe Jenny,
    vielen Dank für Deinen aufschlussreichen und informativen Beitrag.
    Wir fahren im Januar nach Neuseeland und werden unsere Tour nun ein wenig umplanen.
    Für den Norden der Südinsel ist es ein schwerer Schlag wenn der Tourismus wegbricht.
    Wer weiß, vielleicht sieht es ja Anfang 2017 schon wieder besser aus und Kaikoura ist auch für Touristen erreichbar.
    Zu wünschen wäre es allen.
    Aber zuerst müssen sich die Umstände für die 2000 Bewohner wieder normalisieren.
    Wir wünschen den Neuseeländern und allen die jetzt dort sind alles Gute.

    André, Nadine, Til

    • Hallo André, uns erging es 2011 ähnlich, als wir kurz nach dem Erdbeben vom September 2010 nach Christchurch geflogen sind. Wir hatten Glück und waren im Februar 2011 schon wieder auf der Nordinsel, als das große Beben Christchurch in Schutt und Asche legte. Das Risiko geht man ein, wenn man nach Neuseeland reist. Zum Glück ist es, für den einzelnen Reisenden gesehen, immer noch extrem gering. Viel mehr Gefahren drohen euch, wie auch zu Hause in Deutschland, im Straßenverkehr! 😉 Wir drücken euch die Daumen und wünschen euch eine ruhige und wunderschöne Reise!

  • Vielen Dank für den Bericht und die Infos!

    Wir fliegen in 3 Wochen nach Christchurch — Kaikoura haben wir schweren Herzens von unserer Route gestrichen.
    Wir haben unseren Camper bei einem kleinen Anbieter gebucht… und hoffen, dass alles während der Zeit alles klappt. Und auch, dass wir während unseres Roadtrips kein Erdbeben miterleben müssen.
    Das macht mir im Moment die meisten Sorgen… aber wir wollen den Trip nun auch nicht absagen – da Neuseeland unser TRAUM ist und wir nun solange jetzt darauf hingefiebert haben!

    So fiebern wir dem Urlaub weiter mit einiem mulmigen Gefühl entgegen und hoffen, dass es das mit Erdbeben für die nächste Zeit war… und die 95% Wahrscheinlichkeit für ein schweres weiteres Beben innerhalb von 30 Tagen sich in die 5% ohne Gefahr umkehren.

  • Vielen Dank für diesen ausführlichen und detaillierten Bericht. Ich war noch nicht in Neuseeland aber für Feb/März 2018 ist der Camper bereits gebucht. Daher sind diese fundierten Informationen gerade für mich sehr hilfreich!

    • Hallo Günther, ich wusste gar nicht, dass man Campervans SO zeitig buchen kann!? Erdbeben sind in NZ immer ein Risiko, das muss man einkalkulieren. Zum Glück ist es sehr gering, und auch diesmal ist ja kaum jemand zu Schaden gekommen.

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