Spanien

Home away from home – wie wir fast in Andalusien geblieben wären

Unser Ferienhaus in Andalusien war eine derartige Überraschung, dass wir ihm einen ganzen Blogpost widmen. Kein Wunder: Die Casa Vista al Mar in Conil de la Frontera ist nicht nur ein Haus. Sie ist ein Zuhause, weg von zuhause.

Andalusien fewo-direkt

Nachdem wir im Osten von Andalusien Highlights wie die Alhambra in Granada, den Caminito del Rey und die außerirdisch anmutenden Treibhausfelder am Fuße der wilden Alpujarras bewundert hatten, wollten wir uns den Westen ebenso gründlich anschauen. Wir wechselten dafür die Homebase und auch den Anbieter – Ferienhaus Nr. 1, eine schicke, aber recht unpersönliche kleine Villa in den Bergen bei Orgiva, hatten wir über Airbnb gebucht, aber im Westen Andalusiens waren wir auf dieser Plattform nicht fündig geworden.

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Die Casa Vista al Mar in Conil de la Frontera

Die Casa Vista al Mar entdeckten wir auf fewo-direkt.de, einer Buchungsplattform für „echte“ Ferienwohnungen – dachten wir. Schon bei der Anfahrt nach Conil de la Frontera, das etwa 50 km südlich von Cádiz direkt am Atlantik liegt, wurden wir eines Besseren belehrt. Hajo, unser Vermieter, beschrieb uns nämlich nicht etwa den Weg, sondern er holte uns direkt von der Autobahnausfahrt ab. Ein super Service, den jeder seiner Gäste bekommt – und das ist nur der erste.

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Herzlich willkommen in Andalusien!

Noch ehe wir unsere Taschen ausgepackt hatten, waren wir schon über den besten Supermarkt und die netteste Tapas-Bar in Conil, die Schrullen des uralten spanischen Nachbarn und die wilde Lebensgeschichte von Hajo informiert. Außerdem hatte er uns zum abendlichen Pizza-Essen in die benachbarte Finca eingeladen – eine Einladung, die wir am Samstagabend nach einer vier Stunden langen Fahrt dankbar annahmen (allerdings erst nach einem Sprung in den Pool!).

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Hier fällt kein Kleinkind aus Versehen hinein – und Grundschulkinder können gerade noch stehen

In der langsam hereinbrechenden Dämmerung saßen wir dann gemeinsam mit unserem Vermieter und einer kunterbunten Mischung von Spaniern, deutschen Urlaubern und Exil-Deutschen unter Olivenbäumen zusammen und bekamen von einigen Althippies köstliche Pizza aus einem selbstgebauten Steinofen (und aus Bio-Dinkelmehl!) serviert. Die Kinder streiften währenddessen mutig über das Gelände, streichelten herumstreunende Truthähne und Hunde und kicherten über kreativ zusammengezimmerte Tipi-Zelte und Freiluftduschen.

Da beschlich uns schon der Gedanke, dass unser Ferienhaus kein normales Ferienhaus war – sondern eher ein Zuhause auf Zeit. Dieses wunderschöne Haus mit Blick aufs Meer hat Hajo vor zwölf Jahren für sich und seine Familie gebaut, als sie aus Hamburg nach Andalusien auswanderten. Es ist also ein „echtes“ Zuhause, und das sieht und fühlt man.

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Guten Appetit! Frühstück auf der Terrasse (seht ihr das Huhn, das unten im Lamellenschrank brütet?)

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Groß, geräumig, gemütlich – was will man mehr?

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Der beste Platz ist leider schon besetzt…

Die üblichen Ferienhaus-Problemchen (zu wenig Geschirr oder Besteck, unpraktische oder fehlende Einrichtung, geschmacklose Bilder an der Wand) wurden durch ganz neue ersetzt: Wo sollten wir unseren Wein am besten trinken, auf der Terrasse, im Garten oder auf der Dachterrasse mit 360°-Blick? Wo konnten wir die wunderschönen Wandteppiche herbekommen, die die Wände des Hauses schmückten? Und wieso mussten wir nach einer Woche schon wieder abreisen?

Im Sommer, wenn Urlauber wie wir in seinem Zuhause wohnen, zieht Hajo mit seinem Sohn in einen umgebauten uralten amerikanischen „Winnebago“, der versteckt hinter einigen Olivenbäumen an der Grundstücksgrenze steht (und den wir, zusammen mit der uralten Harley, dem uralten Hamburger Feuerwehrauto und dem uralten Jeep Defender gebührend bewunderten).

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Katzmandu, unser Hauswart

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Vorsicht, freilaufende Zitronen!

Katze Katzmandu und die Hühner des Nachbarn bleiben natürlich, mit denen würde es im Wohnmobil zu eng – und die Weltwunderkinder kümmerten sich mit Begeisterung um ihre Versorgung. Belohnt wurden sie mit einem wahren Schatz an Kinderbüchern und Spielen von Hajos Sohn, der seine Sommerferien in Deutschland verbringt. Die Kinder zu Städtetrips und Ausflügen zu motivieren, fielen uns von nun an schwer: „Nööö, wir wollen noch spielen/baden/lesen!“, hieß es. Der Weltwundersohn wurde sogar dabei gesehen, wie er ein Buch las, das kein Manga war!

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Spielen, spielen, spielen. Herrje!

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Poolfreuden in der Casa Vista al Mar

Wir Erwachsenen bekamen zum Ausgleich frische Hühnereier, die wir an den überraschendsten Stellen fanden, erntereife Zitronen direkt vom Baum – und Familienanschluss. Hajo war da, wenn wir ihn brauchten, und auch sonst immer mal wieder. Wir haben in dieser Woche mehr über Spanien, Hamburg und das Leben von Auswanderern gelernt als in allen Auswanderer-Dokus, die wir je auf VOX gesehen haben.

Und ich gebe zu: Wir sind ein klein wenig nachdenklich geworden. Was, wenn es zum Alles-hinter-sich-Lassen und Neu-Anfangen gar nicht spektakulär und teuer bis ans andere Ende der Welt gehen muss, sondern „nur“ nach Andalusien?

Die im Abendlicht liegenden sanften Hügel, auf denen dunkelbraune Stiere unter Olivenbäumen weiden, dazwischen hingekleckst die kleinen weißen Dörfer, die in der Ferne winkende Costa de la Luz mit ihren endlos breiten, weißen Stränden unter dem regelmäßig aufblitzenden Leuchtfeuer vom Cap Trafalgar, die sommerweiche, nach Salzwasser und Zitronen duftende Luft mit der Andeutung eines kühlen Levante auf der Haut, auf dem Tisch ein von Kälte getrübtes Glas Tinto de Verrano und ein paar köstliche Tapas – ist das nicht alles, was man zum Glücklichsein braucht?

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Blick von der Dachterrasse der Casa Vista al Mar – ganz hinten steht der Leuchtturm des Cap Trafalgar!

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Die Casa Vista al Mar könnt ihr euch auf der fewo-direkt-Seite ausführlich ansehen und natürlich auch gern buchen! Wir hatten zu fünft mehr als genug Platz, das Weltwunderbaby schläft allerdings mit bei uns Eltern im Bett. Ideal ist das Haus für Familien mit zwei Kindern. Und: Ihr braucht ein Auto!

Disclaimer: Unser Aufenthalt in der Casa Vista al Mar wurde freundlich unterstützt von fewo-direkt. Unsere Begeisterung ist wenig objektiv, aber echt!

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5 Kommentare

  • Hallo Jenny,
    ein erneutes „Gib-mir-Fünf“! Herrlich! 🙂
    Denn wir hatten in der Provence ebenfalls ein „echtes“ Ferienhaus, ebenfalls gebucht über fewo-direkt, ebenfalls mit ganz neuen Problemchen (Wo kriegen wir dieses tolle Geschirr her? Aaah, dieser Bücherschrank, den will ich auch haben! Und der kleine Fischteich mit den Goldfischen drin, die wir füttern durften…nun sitzt unser Sohn hier und zeichnet einen Plan nach dem anderen, wo denn unser Teich mal hinsoll…)
    Und auch das Frühstücksproblem ist sehr bekannt 🙂
    Unsere Vermieter besitzen tatsächlich ein Restaurant, dementsprechend war die Ausstattung der Küche sowieso ein Traum:-)
    Und unser größtes Problem ist jetzt dieses hier: Hmm, wenn wir jemals wieder ein Ferienhaus buchen wollen…dann wird unser Häuschen echt schwer zu toppen sein! (Allein schon wegen des Whirlpools mit LED-Beleuchtung! :-))
    Haaach 🙂
    Aber nach Andalusien müssen wir auch mal, ich merk das schon…
    Gegen einen Katzen-Hauswart hätte unser Sohn auch mal so rein gaaar nix!

    Liebe Grüße, Heike

  • Wow! Wirklich toll beschrieben. Ich kann mir richtig die Stimmung vorstellen. Das spricht uns gerade sehr an. 😉 Vielleicht mal ein eine Reise mit dem VW-Bus wert und als 1 Wöchige Zwischenstation denkbar. War die Strecke gut zu fahren? Gab es Zwischenstationen? *grübel* *grübel* 😉

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