Reiseplanung und Vorbereitung

Replik: Neuseeland mit Baby – 10 andere Antworten auf eure Fragen

Julia und Johannes waren mit ihrer Tochter während der Elternzeit für sieben Monate in Neuseeland. Sechs davon sind die „Jäger des verlorenen Schmatzes“ mit ihrem gekauften kleinen Camper über Nord- und Südinsel gekreuzt. Auch sie werden immer wieder von anderen Eltern mit Neuseeland-Reiseplänen um Tipps gebeten. Und weil ihre Antworten auf die 10 häufigsten Fragen zum Reisen mit Baby teilweise ganz anders lauten als unsere, haben sie ihre Erfahrungen und Tipps netterweise hier für euch aufgeschrieben.

www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de Am Mount Cook

Mit Baby unterwegs am Mount Cook © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Neuseeland mit Baby, macht das überhaupt Sinn?

Wir würden unsere Reise sofort wiederholen! Natürlich hat unsere Tochter später keine bewusste Erinnerung daran. Aber wir hatten den Eindruck, dass sie es toll fand, saubere (!!) Strände zu erforschen, mit Muscheln und Steinen zu spielen, über Treibholz zu klettern und Wekas oder Enten zu „jagen“. Erstaunlich, wie flink sie bald krabbeln konnte … und fast noch besser klettern.

Neuseeland ist sensationell kinderfreundlich, man spürt es in tausend Kleinigkeiten im Alltag. Es gibt auch viele Kinder in Neuseeland, und über unsere Kleine sind wir noch leichter als bei früheren Neuseelandreisen mit den Kiwis in Kontakt gekommen. Und wir haben auch immer mal wieder andere deutsche Touristen mit Babys getroffen 🙂

Wie sicher und gesundheitlich unbedenklich ist Neuseeland?

Das einzige, was Babys (aber auch Erwachsenen!) richtig gefährlich werden kann, ist die Sonne. Sonnenschutz (LSF 50) ist Pflicht. Da wir unsere Kleine nicht von Kopf bis Fuß einschmieren wollten, trug sie immer luftige, lange Sachen und einen Sonnenhut mit Nackenschutz.

An einigen Orten (vor allem an der West Coast) gibt es Sandflies. Die verursachen sehr fiese Stiche, welche ewig jucken, wenn man sich auch nur ein einziges Mal kratzt. Hier hilft ebenfalls lange Kleidung.

Und drittens besteht die Möglichkeit, ein Erdbeben oder einen Vulkanausbruch zu erleben, denn unter Neuseeland treffen zwei Kontinentalplatten aufeinander. Aber man muss vielleicht auch nicht immer gleich ans Schlimmste denken …

Wir empfanden Neuseeland als sehr sicher. Zwar stehen an manchen touristischen Hotspots Warnschilder, man solle nichts Wertvolles im Auto zurücklassen. Klar gibt es im Land auch Kriminalität, aber nicht mehr als hierzulande auch. Wir haben nichts dergleichen erlebt, stattdessen unglaublich viel Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Gastfreundschaft.

Was Eltern, gerade mit kleinen Kindern, sicher beruhigt: Es sind für eine Neuseelandreise keine speziellen Impfungen nötig und die medizinische Versorgung ist so gut wie bei uns. Obwohl wir auf unserer Reise bei Wind und Wetter sehr viel draußen waren, haben wir uns alle Mann bester Gesundheit erfreut. Zusätzlich gibt es das Hebammen-Krankenschwestern-Netzwerk PLUNKET mit Zweigstellen in jedem größeren Ort, das speziell für junge Eltern da ist. Wir haben hier sogar sehr günstig einen Kindersitz für sechs Monate leihen können.

Wie kommen wir nach Neuseeland?

Die reine Flugzeit (ohne Umsteige- und Wartezeiten) beträgt 24 Stunden. Wir haben daher auf dem Hin- und Rückweg einen mehrtägigen Stopover auf halber Strecke eingelegt, was uns sehr gut getan hat. Und zwar in Südkorea – absolut empfehlenswert!

Entscheidend für einen entspannten Flug war für uns aber auch, dass wir ein Baby-Bassinett hatten. Das ist eine Art Bettchen, das an die Trennwand zur ersten Klasse geschraubt wird. Selbst wenn das Kind nicht darin schläft, hat man dadurch sehr viel mehr Platz für sich, das möglicherweise auf den Knien sitzende, herumkrabbelnde oder auf dem Boden spielende Kind und die tausend Sachen, die man als Eltern mit sich herumschleppt.

Wir empfehlen, sich bereits bei der Recherche eines passenden Fluges um das Bassinet zu kümmern. Je nach Fluggesellschaft gibt es unterschiedliche Grenzen, bis zu welcher Größe und welchem Gewicht ein Baby in so ein Bassinet darf. Nicht alle Fluggesellschaften garantieren bei der Flugbuchung dieses Baby-Bassinet. Wir haben ziemlich viel recherchiert und herumtelefoniert und landeten schließlich bei Korean Air.

Unsere Tipps für den Flug mit Baby:

Bauchtrage, ein bis zwei dunkle Tücher, ein bisschen Schnur und Gaffa Tape mit an Bord nehmen. Erst wenn man mit Baby fliegt, fällt einem auf, zu welchen unmöglichen Zeiten das Licht angeschaltet wird. Und selbst wenn es dunkel ist, kann das leuchtende Nichtraucherzeichen für Babys sehr aufregend sein. Bei uns hat es mit dem Einschlafen gut geklappt, wenn wir mit Baby in der Bauchtrage im Gang auf und ab liefen und sie dann vorsichtig ins Bassinet legten. Mit Schnur und Gaffa Tape bastelten wir ein kleines „Zelt“ aus Tüchern darüber, um das Licht etwas abzuschirmen.

[Anmerkung der Redaktion: Ein Bassinet bekommt ihr für euer Baby nur, wenn es keinen eigenen Sitzplatz gebucht hat! Das kostet zwar (viel) mehr, wir empfehlen es euch aber trotzdem – hier erklären wir, warum.]

Wie viele Wochen sollten wir für eine Neuseelandreise einplanen?

Mit Kind würden wir sagen: mindestens drei Wochen pro Insel. Der Biorythmus eines Kindes stellt sich langsamer auf die Zeitverschiebung ein als der eines Erwachsenen. Bei den 10-12 Stunden, die zwischen Deutschland und Neuseeland liegen, soltet ihr mit mindestens einer Woche rechnen, eher mehr, bis euer Baby in der neuen Zeitzone angekommen ist. Genau so lange braucht ihr dann nach eurer Rückkehr nochmal.

Je weniger Zeit man hat, umso sinnvoller ist ein Gabelflug. Der Süden der Südinsel hat eine andere Klimazone als der Norden der Nordinsel: Wenn ihr im Frühling fliegt, solltet ihr also lieber vom warmen Norden gen Süden reisen, bei Reisebeginn im Spätsommer umgekehrt.

Die Schmatz-Jäger beim Schlemmen mit Baby © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Die Schmatz-Jäger beim Schlemmen mit Baby – rechts ist der improvisierte Hochstuhl zu erkennen © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Wie reist es sich mit Baby am besten durchs Land?

  1. Mit Campervan!

In unserem rollenden Zuhause hatten wir jederzeit alles dabei, was unsere jüngste Mitreisende möglicherweise brauchte: etwas zu essen, ihr Bett, einen Rückzugsort (wenn ihr die Welt da draußen zu aufregend wurde), einen trockenen Spielplatz, Windeln, Wechselklamotten … Denn natürlich richteten sich unser Reiserhythmus und unsere (sehr spontane) Tagesplanung nach den Bedürfnissen unseres Babys. Unser Bus war die Konstante während unserer Reise, der vertraute Ort inmitten neuer Landschaften und Eindrücke.

  1. Bucht möglichst wenig schon von Deutschland aus!

Schon bevor wir Eltern wurden, sind wir viel gereist, immer mit Rucksack und ohne festen Reiseplan. Deshalb haben wir für unsere Neuseelandreise von Deutschland aus nur die Flüge und ein Hostel für die ersten Nächte gebucht (sehr empfehlenswert mit Baby: „Vagabond Backpackers“ in Christchurch, eines der zwei Zimmer im Gartenhaus reservieren!). Wer nicht wie wir einen Campervan kaufen will, sollte auch den Mietwagen schon vorab buchen und gründlich die Preise vergleichen.

Alles andere findet sich easy-peasy vor Ort! Neuseeland macht es Reisenden wirklich leicht. Selbst in der Hauptsaison war es kein Problem, spontan einen Campingplatz zu finden. Manchmal haben wir am Vortag angerufen und reserviert, meistens sind wir hingefahren und haben geschaut, ob es uns dort überhaupt gefällt.

Jedem, der sich diese Art zu reisen zutraut, kann ich sie nur empfehlen. Erstens gibt es sooo viel zu entdecken, wer will sich da vorher festlegen, wann er wo übernachtet und wie lange er dort bleibt? Zweitens verschätzt man sich oft bei den Fahrtzeiten, denn die Straßen sind meist kurvig und schmal und außerdem will man (siehe oben) einfach ständig anhalten 🙂

Wie sieht der ideale Campervan für eine Reise mit Baby aus?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie ein Campervan innen eingerichtet sein kann: Wo sich die Betten befinden (und wie viele es davon überhaupt gibt), wo die Sitzecke ist, wie viel Ausstattung er bietet (Mikrowelle? Dusche?) und entsprechend, wie viel man täglich umbauen muss. Manche Features sind nicht wirklich relevant (man muss sich so oder so an das Leben auf sechs Quadratmetern gewöhnen), aber manches finden wir wichtig, damit das Reisen auch mit Baby Spaß macht:

– Wo ist der Kindersitz?

Wir hatten in unserem Campervan (Baujahr 1992) vorn eine Dreierbank und fanden es toll, da zu dritt nebeneinander den Highway hinunterzureiten. Das erlauben aber viele Verleiher bei neuen Modellen mit Beifahrer-Airbag nicht, also unbedingt nachfragen! Ggf. genau anschauen, wo der Kindersitz ansonsten hindarf/muss und wo dann (wahrscheinlich) abwechselnd Mama und Papa sitzen müssen, damit das Baby hinten nicht allein ist. Wenn man ständig gegen die Fahrtrichtung sitzt, obwohl man das hasst, oder während der Fahrt nicht richtig aus dem Fenster gucken kann, drückt das die Reisestimmung doch gewaltig.

– Wo schläft euer Kind?

Wie viele „Abgründe“ gibt es rings um das Bett und wie lassen die sich sichern? Vielleicht wollt ihr ja draußen in der Sonne sitzen, während euer Baby friedlich ratzt – ohne befürchten zu müssen, dass es im Schlaf abstürzt.

– Die Sicherheitsfrage

Wo im Campervan wird voraussichtlich Babys Spielwiese sein? Wie ist die Umgebung beschaffen? Grenzt zum Beispiel eine Arbeitsfläche mit spitzen Kanten/Ecken an? Gibt es viele „Absturz“-Möglichkeiten?

– Die Komfortfrage

Gibt es neben dem Bett, auf dem euer Baby schläft, noch einen anderen Platz im Camper, wo ihr euch bei miesem Wetter aufhalten könnt? Zum Beispiel, wenn ihr abends noch einen Wein trinken möchtet, anstatt schon mit eurem Kind schlafen zu gehen.

– Der Hochstuhl-Hack

Wir haben aus einem Gartenklappstuhl und einem auf die Armlehnen geschraubten Brett einen Hochstuhl improvisiert, der gut in den Camper passte. So musste unsere Tochter beim Essen nicht immer bei einem von uns auf dem Schoß sitzen.

Was ist die beste Reisezeit mit Baby?

Wer wegen der grandiosen Natur nach Neuseeland kommt (also die allermeisten), möchte sich auch draußen aufhalten können. Im Frühling (September/Oktober/November) kann es noch empfindlich kalt sein und sehr regnerisch. Wir mussten uns in den ersten Wochen unserer Reise viel drinnen aufhalten, was – gerade wenn man im Campervan unterwegs ist – durchaus für Lagerkoller sorgen kann. Die Rettung in der Not sind dann Holiday Parks, die Gemeinschaftsräume anbieten, und die Public Libraries, denn in Neuseeland ist die Ecke mit den Kinderbüchern oft eine Art Spielzimmer. In den ersten, kühlen Wochen haben wir immer in Holiday Parks gecampt, damit wir Strom für unsere Standheizung hatten. Es gibt Leute, die das mögen, aber es reißt ein ziemliches Loch ins Budget.

Sobald wir uns mehr draußen aufhalten konnten, hatte unsere Kleine die tollsten Abenteuerspielplätze der Welt – und wir ständig neue, postkartenschöne Wohn- und Esszimmer. Am besten fanden wir den Spätsommer (Februar/März/April). Der ist in Neuseeland oft sehr stabil, sonnig und noch recht warm, es sind aber weniger Touristen unterwegs.

Aber auch die absolute Hauptsaison (Dezember/Januar) hat ihre Vorteile!

In Neuseeland sind ab kurz vor Weihnachten bis Anfang Februar Sommerferien, also Urlaubszeit. Wir haben in dieser Zeit fast ausschließlich auf DoC-Campingplätzen übernachtet, die zwar gut besucht waren, aber überwiegend von Kiwis mit vielen, vielen Kindern. Wir fanden das richtig schön, gerade zu Weihnachten und Silvester, weil wir uns kaum wie Touristen fühlten.

Spätestens am 26.12. bis Anfang Januar fährt praktisch das ganze Land campen. Dann wird es möglicherweise schwierig, einen Stellplatz zu finden, denn auf den DoC-Campingplätzen kann man überwiegend nicht reservieren. Wir sind in dieser Zeit ein, zwei Mal weitergefahren und am Ende immer untergekommen.

Einige, aber nicht alle, Holiday Parks und Motor Camps haben unterschiedliche Preise für Haupt- und Nebensaison. Wir empfehlen für die Campingplatzrecherche www.rankers.co.nz (gibt es auch als kostenlose App), hier kann man nach Regionen suchen und das Budget eingrenzen (z. B. „bis 10 NZ$“). DOC-Campingplätze kosten das ganze Jahr über dasselbe.

Freedom Camping in Taranaki © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Freedom Camping in Taranaki © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Was kostet eine Neuseeland-Reise mit Kindern?

Das können wir unmöglich pauschal beantworten, weil es sehr vom individuellen Reisestil abhängt. Nur ein paar Anhaltspunkte:

  • Campervan: Die Weltwunderer haben viel geschrieben zu Miet-Campervans, auf dem Blog stöbern lohnt sich also. Vergleichen auch, die Preise sind sehr unterschiedlich! Die Größe ist entscheidend. Unser Tipp: Sehr genau überlegen, wie viel Platz man wirklich braucht und wie groß die Kiste sein darf, damit ihr euch am Steuer wohl fühlt. Wer Campingerfahrung hat, ist bei dieser Einschätzung natürlich klar im Vorteil. Aber selbst der größte Camper ist im Vergleich zur heimischen Wohnung winzig und man muss sich daran gewöhnen.
  • Benzin: etwas günstiger als bei uns.
  • Lebensmittel: Im Supermarkt etwa wie bei uns. Guter Käse ist leider viel teurer, Rindfleisch dagegen sehr günstig, beim Metzger kriegt man echt leckere Bratwurst und 1a Steaks. Fisch ist ebenfalls günstiger und frischer als bei uns. Gutes Brot muss man suchen (am besten unsere Liste ausdrucken 😉 Auf Farmers Markets kauft man ziemlich günstig (im Winter fällt das natürlich flach). Man kann an fast jedem Strand Muscheln sammeln, superfrisch und kostenlos, und wenn man‘s drauf hat, auch überall im Meer angeln. (Fürs Angeln in den Seen und Flüssen muss man eine Lizenz kaufen.)
  • Campingplätze: Holiday Parks kosten für zwei Personen pro Nacht zwischen 30 und 50 NZD. Neben den großen Ketten gibt es auch sogenannte „motor camps“ oder „camping grounds“, die zwar oft etwas älter und nicht ganz so schick, aber oft sehr charmant sind – und sehr viel günstiger. Die meisten DOC-Campingplätze kosten 12 NZD für einen Campervan mit zwei Personen oder gar nichts, einige wenige 20 NZD. Kinder unter fünf Jahren zahlen fast überall nichts.
  • Windeln & Co.: Es gibt verschiedene Marken und eine davon ist immer im Angebot. Unser Hostel-Vater gab uns als Tipp (Stand: 2013), mehr als 30 Cent sollte das Stück nicht kosten. In Neuseeland gibt es übrigens die tollsten, robustesten Wickelunterlagen für unterwegs (von Huggies).

Wie sieht es mit baby- oder kleinkindtauglichem Essen in Neuseeland aus?

Gläschen, Flaschenmilch („formula“) und diese Brei-Snacks, die man aus der Tüte saugen kann, bekommt man in jedem größeren Supermarkt, auch in Bio-Qualität. Unser Tipp: Die neuseeländischen Avocados schmecken unfassbar lecker, machen ziemlich satt, sind sehr gesund und so cremig, dass man sie mit einem Löffel aus der Schale kratzen kann – der ideale Baby-Reisesnack, unsere Kleine hat sie geliebt. Wir sind aus Budgetgründen nicht allzu oft essen gegangen, haben aber jedes einzelne Restaurant als kinderfreundlich erlebt – vom zuvorkommenden Service (oft kam unser Essen besonders schnell) über Hochstühle bis zu Wickeltischen im „family room“ statt in der Damentoilette. Wir waren auch nie die einzige Familie mit Baby oder Kleinkind im Restaurant.

Guten Appetit! © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Guten Appetit! © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Was sollten wir unbedingt im Gepäck haben? Und was am besten zu Hause lassen?

  • Matschhose! Gibt es für Babys auch mit Füßen dran (unsere war von CeLaVi und hat die Reise trotz Mega-Beanspruchung über Stock und Stein ohne Löcher überstanden).
  • Wenn Baby noch nicht krabbelt: Wolldecke mit isolierender und schmutzabweisender Beschichtung
  • Für alle, die schon laufen können: Gummistiefel! Die sind nützlich im taunassen Gras, wenn man morgens zum Klo spaziert, und heben bei Regenwetter die Laune. Gibt es sehr günstig im Warehouse.
  • UV-Schutz-Sonnenhut, am besten mitbringen. Sonnencreme bekommt man in Neuseeland überall und günstig.
  • Wolle-Seide-Bodys als „base layer“ für den Zwiebellook (der beste Kleidungsstil, da das Wetter sehr schnell wechseln kann – in Neuseeland wird beim Wetterbericht immer dazu gesagt, wie viele Kleidungsschichten man am besten trägt). Außerdem Fleecepullis. In den Outdoorläden vor Ort bekommt man Bekleidung aus Merinowolle verhältnismäßig günstig.
  • Kindertrage/Tragetuch bzw. wenn Baby schon allein sitzen kann, Kraxe. Damit haben wir auch kleinere Wanderungen gemacht. Kinderwagen hatten wir nicht dabei und haben wir nicht vermisst.
  • Wir hatten ein Kuscheltier, ein paar Pixiebücher und ein paar wenige Spielsachen mit. Unsere Tochter hat sich begeistert mit den Dingen beschäftigt, die sie draußen vorgefunden hat. Daraus haben wir dann neue Spielsachen improvisiert, die uns ein Stück des Weges begleitet haben – zum Beispiel Muscheln, die wir in eine leere Plastikflasche steckten, oder Tannenzapfen, die sich im warmen Bus langsam öffneten.
  • Eine gute Karte! Wir haben in zwei Straßenatlanten (Nord- und Südinsel) von Kiwi Maps investiert (zusammen 50 NZD bei Whitcoulls), die Gold wert waren, weil darin nicht nur tausend kleine Sehenswürdigkeiten links und rechts des Weges eingezeichnet sind, sondern auch Praktisches wie Campingplätze, Dump Stations, iSites. Die Karten waren so gut, dass wir damit auch die kleinsten Nebenstraßen gefunden haben.
  • Nach eurer Ankunft in NZ am besten gleich die Campingplatz-Broschüren des DOC holen (kostenlos in jedem DOC-Büro; könnt ihr auch online anschauen und als PDF runterladen: Nordinsel und Südinsel, Achtung groß!).
  • Wenn ihr eure Reise spontan unterwegs organisieren wollt, empfehlen wir eine neuseeländische SIM-Karte mit „prepaid“ mobilem Internet. Die Preise sind bei allen Anbietern etwa gleich: ca. 20 NZ$ einmalig und dann nochmal etwa 20 NZ$ pro Monat für 500 MB. Die Telekom hat viele Telefonzellen mit WLAN ausgestattet, als Mobilkunde (das Produkt dazu heißt SPARK) darf man die kostenlos nutzen. Stellt euch aber drauf ein, dass ihr in manchen (einsamen) Gegenden des Landes weder mobiles Internet noch überhaupt Handy-Empfang habt. Ist aber ja auch ganz schön so 🙂

Unbedingt zu Hause lassen: sperrige Koffer und andere Dinge, die sich nicht in einen der Campervan-Schränke stopfen lassen. Man muss sowieso ständig Dinge von A nach B räumen, weil der Platz sehr begrenzt ist und Babys neugierige Finger oft da sind, wo sie nicht hin sollen. Da braucht man nicht auch noch unnötige Hindernisse und Fußfallen, die im Weg herumstehen, oder die man bei Wind und Wetter rausstellen muss, um sich im Bus bewegen zu können (haben wir alles gesehen …).

Abendstimmung am Campervan © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Abendstimmung am Campervan © www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Wir hoffen, dass für eure Planung ein paar gute Ideen dabei sind, und wünschen euch jetzt schon eine tolle Reise. Uns wird die intensive Familienzeit in einem so schönen und entspannten Land ewig in Erinnerung bleiben!

PS: Wer mehr über die Reise der „Schmatz-Jäger“ lesen möchte: Sie haben uns schon mal ein Interview gegeben. Und auf ihrem Blog haben sie über all die tollen und skurrilen kulinarischen Entdeckungen unterwegs geschrieben. Auf dieser Karte könnt ihr euch einen Überblick verschaffen.

4 Kommentare

  • Hey Julia,
    ich will mit meiner Kleinen künftig auch etwas mehr in der Natur unterwegs sein. Und suche deshalb jetzt eine passendes Tragetuch dafür. Jedoch habe ich keinen Schimmer welches, dafür am Besten ist. Ich habe [Link entfernt] eine riesige Auswahl an Tragetüchern und Tragehilfen gefunden. Vielleicht könntest du mir ja bei der Entscheidung helfen…
    Mit geht es vor allem darum, dass ich mit dem Tuch nicht zuviel schwitze. Da ich bereits von Vielen gehört habe, dass das Schwitzen das größte Problem sein soll wenn man mit einem Tuch wandern geht.
    LG Maya

  • Avocado kam bei eurem Kleinen gut an? Wie habt ihr es ihm schmackhaft gemacht? Finde es super, wenn Eltern ihren Kindern schon so früh wie möglich zeigen, was es für gesunde und leckere Lebensmittel gibt. Aber meine kleine Leni will Avocado noch nicht ans Herz schließen.

    Liebe Grüße
    Vicky

    • Falls Deine Leni nur die Avocados kennt, die man in Deutschland bekommt, kann ich sie verstehen …. Da sie in Neuseeland wachsen, schmecken die dort einfach sooooooo viel besser, ich würde den Geschmack als buttrig und leicht nussig beschreiben, und haben auch eine viel cremigere Konsistenz. Also wir mussten sie unserer Kleinen nicht erst schmackhaft machen 😀

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