Rund um Dresden Städtetrips

Weltwunderer goes local: Dresden für Familien von A bis Z

Die Weltwundererfamilie ist kürzlich um eine kleine Weltwunderin reicher geworden. Mit Baby (und entsprechend reduziertem Einkommen) werden wir Tropen und andere attraktive Reiseziele für’s erste auf der Bucket List nach hinten schieben. Natürlich werden wir trotzdem unterwegs sein – aber eben eher regional in unserer Heimat. Mit einer A-bis-Z-Vorstellung geht es los.

Die Idee, seine Heimatstadt einmal ganz streng von A bis Z vorzustellen, ist ehrlich gesagt nicht auf unserem Mist gewachsen – Annette von der Rumreiserei hat uns dazu inspiriert. Das Ganze findet im Rahmen einer Blogparade von Birgit Ebbert statt, bei der Dresden überraschenderweise auch nach einer Woche und vielen Teilnehmern noch nicht aufgelistet wurde. Da fangen wir doch mal an:

Die Dresdner Skyline

Dresden ist unangefochten unsere Lieblingsstadt – hier der Blick auf die „Skyline“ vom Stadtteil Pieschen aus

Dresden für Familien – von A bis Z

A wie … Waldspielplatz im Albertpark am Rand der -> Dresdner Heide, mit echtem Rotwild, vielen Holzspielgeräten, Finnhütte für schlechtes Wetter, Feuerstelle und viel Platz für wilde Wald-Spiele; das Ganze in praktischer Entfernung zum Biergarten Saloppe und dem -> Lingnerschloss an der Elbe

B wie … Burg Stolpen, einen Katzensprung von Dresden, mit gruseligem Brunnen, Gewölben zum Entdecken und – am besten – dem eigenen Burggeist „Basaltus“! (für die Erwachsenen gibt es auch noch Historie über August den Starken und seine ins Turmzimmer verbannte Mätresse, die Gräfin Cosel)

C wie … Café Lösch in DD-Striesen; jeder Dresdner kennt diese kleine, feine Konditorei mit Softeisverkauf; im Sommer stehen hier täglich lange Schlangen

D wie … Dresdner Heide; Dresdens riesiger, urtümlicher Stadtwald mit geheimnisvollen Pfaden, Bächen, Wasserfällen, Mountainbike-Strecken, einer echten Ruine und einer Badestelle mit richtigem weißem Sand im Prießnitzgrund

Die Dresdner Heide - unser eigener Urwald

Die Dresdner Heide – unser eigener Stadt-Urwald

E wie … Elbwiesen, die sich fast durch das gesamte Stadtgebiet an beiden Ufern der Elbe ziehen; hier kann man chillen, grillen, Drachen steigen lassen, an Sandstränden baden oder auch ein Floß oder ein Kanu besteigen (Elbdampfer sind was für Touristen, pff…)

F wie … Frühstücken – ob samstags neben dem Markt im Alaunpark, in einem der vielen Cafés in der Neustadt oder etwas edler beim (familienfreundlichen!) Brunch im Louisenhof hoch über Dresden

Fühstücken fetzt immer - hier im "England England" in der Neustadt

Fühstücken fetzt immer – hier im „England England“ in der Neustadt. Danach gehts auf den Spielplatz oder an die Elbe!

G wie … Großer Garten, die grüne Lunge von Dresden; wer hier nicht einfach spazieren, Enten und Schwäne füttern oder über riesige Wiesen toben will, der kann im Biergarten sitzen, Minigolf spielen, auf den breiten Wegen inline-skaten oder in den Zoo gehen. Nur ein Freibad fehlt hier – aber das gibt es direkt gegenüber, gleich neben dem sehr familienfreundlichen Hygienemuseum.

H wie … Hechtfest! Einmal im Jahr im August steigt in Deutschlands geburtenreichstem Viertel das schönste Stadtteilfest der Welt; viel familienfreundlicher, nachbarschaftlicher und unkommerzieller als die eher Party-orientierte „Bunte Republik Neustadt“. Ratet mal, wo die Weltwunderer wohnen …

I wie … Indoorspielplatz: bei Regen ein Segen. Neben den üblichen Verdächtigen gibt es im Elbepark in DD-Kaditz das überraschend tolle, mit viel Holz und Kreativität gebaute „Kuddeldaddeldu„. Besonders mit Kindern ab fünf Jahren solltet ihr ein, zwei Stunden für das Rätselspiel einplanen!

J wie … Jugendfarm (okay, bisschen geschummelt) und Kinderbauernhof Nickern. Einer der wenigen Kinderbauernhöfe in Dresdens Stadtgebiet, der nicht nur Tiere und Landwirtschaft zum Anfassen und Mitmachen bietet, sondern auch einen tollen Abenteuerspielplatz und viele Veranstaltungen für Familien.

K wie … die Kasematten unter der Brühlschen Terrasse. Hier in den Resten der alten Festung ist es angemessen gruselig und spannend, so dass auch Kinder etwas von der obligatorischen Altstadt-Tour haben. Die Weltwundertochter hebt den Daumen!

L wie … Lingnerschloss; eine Augenweide sind das Schloss an sich und der Panoramablick über Dresden, Gaumenschmaus auch für Mäkelfritzen bietet der Biergarten auf der Terrasse und Tobespaß und Entdeckerfreude erlaubt der riesige Schlossgarten, der bis an die Elbe hinunterreicht.

M wie … Moritzburg; der Ort in der Nähe von Dresden bietet nicht nur Wälder, Seen und verwunschene Freibäder mit Ost-Feeling, es gibt auch ein Barockschloss, das jeder aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kennt (drinnen können die Mädels das Original-Kleid bestaunen!) und für die Sportlicheren unter euch zwei Kletterparks, Kanus und viele, viele Wanderwege. Ganz zu schweigen vom Wildgehege mit echten Wölfen!

Schloss Moritzburg

Barockschloss Moritzburg, im Herbst weniger pittoresk vor abgelassenem Fischteich

N wie … die Dresdner Neustadt natürlich. Hier einfach zum Frühstück aufschlagen und dann den Tag verbummeln mit Spazieren durch das Gründerzeitviertel, Shoppen in den vielen kleinen Läden, die Wasserspiele in den Kunsthöfen entdecken und Spielplatz-Testen auf fast jeder Straße.

O wie … oben auf der Frauenkirche den Blick über Dresden genießen. Die Familienkarte ist zwar nicht billig, aber schon der Aufstieg durch die riesige Kuppel der Kirche ist das Geld wert. Oben pfeift der Wind, nehmt also eine Jacke mit!

Blick von der Frauenkirche

Echter Rundum-Blick von der Frauenkirche (ganz hinten die berüchtigte Waldschlössschenbrücke!)

P wie … Abenteuerspielplatz Panama, natürlich in der -> Neustadt. Hier kann man nicht nur klettern, spielen und toben, sondern auch Kaninchen und Ziegen füttern, Pferde striegeln und Hühner fangen (wenn man das schafft…). Eintritt? Frei!

Q wie … Dr. Quendt’s Russisch Brot, einer der vielen Dresdner Delikatessen. Macht nicht so dick wie Eierschecke oder Christstollen und wird von jedem Kind gern geknabbert.

R wie … Café Rosengarten an der Elbe; hier keinesfalls einkehren, sondern einfach drei bis sechs Kugeln vom leckeren Eis kaufen und ab an die -> Elbwiesen

Elbwiesen, idyllisch

Elbwiesen, idyllisch, auf Höhe des Café Rosengarten

S wie … historische Standseilbahn und Schwebebahn in DD-Loschwitz; hinauf geht es am Körnerplatz, gleich neben dem berühmten Blauen Wunder (und einem tollen Biergarten mit Strandkörben); der Ausblick ist eine Wucht und an der Bergstation der Standseilbahn warten leckerer Kuchen im „Louisenhof“ oder die -> Dresdner Heide

T wie … Technische Sammlungen; das altehrwürdige Museumsgebäude in DD-Striesen beherbergt vor allem die von der TU Dresden gesponserte Dauerausstellung „Epsilon – Wunderland Mathematik„, in der wirklich jeder, vom Rechen-Freak bis zum Mathe-Hasser, Spaß haben wird, garantiert. Auch Kleinkinder ab etwa zwei Jahren finden hier schon viel zu tun!

U wie … Übigauer Schloss; eine verwunschene Schlossruine mit riesigem Biergarten fast ohne Gäste, ein traumhafter Blick über die träge dahinfließende Elbe und ein Stadtteil, der so verschlafen ist, dass er an einen Dorfkern erinnert.

Romantisches Schloss Übigau

Romantisches Schloss Übigau

V wie … Verkehrsmuseum; zentral neben der -> Frauenkirche gelegen und immer gut für einen Regennachmittag. Die Ausstellungen sind interessant und das Erlebnisland für Kinder wird regelmäßig umgestaltet, so dass es immer etwas neues zu entdecken gibt. Daumen hoch!

W wie … Biergarten an der Konzertmuschel auf dem Weißen Hirsch; hier gibt es einen tollen Spielplatz, Theater- und Konzertaufführungen für Kinder, im Winter eine Eisbahn, für die Eltern einen 5-Sterne-Biergarten (vom Edelrestaurant „Bean and Beluga“) und ringsherum die -> Dresdner Heide.

Y wie … Yenidze am Bahnhof Mitte. Nicht wundern, wieso da die Kuppel einer Moschee samt Minarett die Dresdner Skyline ziert; die Nahost-Optik gehört zu einer historischen Zigarettenfabrik, in deren Kuppel man heute lecker essen und abends einem Märchenerzähler lauschen kann. Einen Muezzin gibt es leider nicht …

Z wie … Zschoner Mühle; der Kulturhof mit Saison-Restaurant, Biergarten, Sommerkino und Puppentheater ist eine der letzten funktionierenden Wassermühlen Deutschlands; am Stadtrand von Dresden im Landschaftsschutzgebiet und gleichzeitig perfekt in Autobahnnähe für eine kurze Rast im Grünen für Vorbeifahrer

Was sind eure Favoriten in Dresden? Schreibt uns eure Tipps, wir entdecken immer gern Neues! (Natürlich könnt ihr auch eure eigene Heimatstadt von A bis Z vorstellen.)

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