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Kochen wie in Neuseeland: Buchtipp und Verlosung

Liebe geht durch den Magen – und Fernweh auch. Wenn wir mal wieder so richtig Sehnsucht nach Neuseeland haben, dann schlagen wir das Kochbuch auf und füllen unsere Teller mit Soulfood. Das weltbeste Neuseeland-Kochbuch für diese Zwecke stellen wir euch hier vor und verlosen auch noch zwei Exemplare!

Neuseeland-Kochbuch

Neuseeländische Küche galt lange Zeit als die schlechtere Version der englischen Küche – und die ist ja schon legendär schlecht. Wer aus Neuseeland wiederkam, der erinnerte sich an kochendheiße Pies aus der Mikrowelle, gruselige Kombinationen wie Spaghetti on Toast oder fett-triefende Fish and Chips.

Heute, bzw. eigentlich schon seit mindestens zehn Jahren, sieht das gaaanz anders aus – wir selbst erinnern uns mit regem Speichelfluss an frisch gepflückte und in neuseeländischem Sauvignon Blanc gedämpfte green lipped mussels, an hervorragendes Ethnic Food aus aller Herren Länder und an Maori-Spezialitäten wie Muttonbird.

-> Hier haben wir schon vor einiger Zeit die leckersten neuseeländischen Früchte und Gerichte vorgestellt.

Als uns das wunderschöne Neuseeland-Kochbuch aus dem Knesebeck Verlag ins Haus geflattert kam, mussten wir natürlich sofort probe-kochen – die 190 Rezepte, die hier von Murray Thom und seinem Team im ganzen Land gesammelt wurden, sind mit so appetitlichen Fotos angerichtet, dass man quasi gar nicht anders kann, als sofort zum Kochlöffel zu greifen.

Das Große Neuseeland-Kochbuch

Dabei präsentiert das Große Neuseeland-Kochbuch nicht etwa nur die typischen Kiwi-Spezialitäten, aber auch nicht ausschließlich „Hohe Küche“. Genauso verschieden, wie die Neuseeländer heute sind, zeigen sich auch die Gerichte, die von ihnen vorgestellt werden.

Neuseeland ist heute kein trauriger kleiner Bruder von Großbritannien mehr, sondern ein echter Schmelztiegel der Kulturen. In den Küchen der Restaurants und der Menschen treffen sich Einflüsse der Maori, der Pazifik-Insulaner und Asiaten, der verschiedenen europäischen Küchen… und eben auch ganz ureigene neuseeländische „Erfindungen“, über deren Geschmack man durchaus streiten kann 😉

Die Bandbreite der Rezepte beginnt tatsächlich bei Spaghetti on Toast und Whitebait Fritters, reicht über Beer Can Chicken (!) und „Mum’s Ingwer Crunchies“ bis hin zu Marokkanischem Hühnchen oder Oka i’a (Kokossalat mit rohem Fisch).

Auch wenn ihr gar nicht selbst kochen wollt – die vielfältige Art, in der hier Neuseeland präsentiert wird, ist äußerst lesenswert.

Neuseeländisch kochen: drei Rezepte

Wir haben drei Rezepte für euch ausprobiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und hatten viel Spaß beim Nachkochen und Verkosten.

Neuseeland-Kochbuch

Naaa – das sieht doch lecker aus, nicht wahr?

Spaghetti on Toast à la Peter Gordon (Whanganui)

Zugegeben: Um dieses Rezept mit meiner Familie nachzukochen, musste ich Überzeugungsarbeit leisten. Und wir alle sind überzeugt, dass statt Dosenspaghetti ganz normal zubereitete Pasta wesentlich besser schmecken würde.

Man braucht:

  • eine Dose Spaghetti in Tomatensoße à 400 g
  • sechs Toastscheiben (unser deutscher Toast war etwas zu unflexibel)
  • zerlassene Butter
  • 3 Esslöffel geriebenen Cheddar

Die Zubereitung ist einfach: Ein Muffinblech buttern, die reichlich gebutterten Toastscheiben in die Mulden drücken, mit den Spaghetti auffüllen und mit geriebenem Cheddar bestreuen – und dann ab in den Ofen.

Das Endergebnis auf dem Teller war aber doch überraschend gut und zumindest die jüngste Weltwunderin verlangte Nachschlag!

Neuseeland-Kochbuch

Gebutterten Toast in Muffinformen drücken…

Neuseeland-Kochbuch

… mit Dosenspaghetti auffüllen…

Neuseeland-Kochbuch

… und im Ofen mit Cheddar überbacken.

Austern Kilpatrick à la Willie Calder (Bluff)

Über den Geschmack dieser lebend verzehrten Weichtiere kann man streiten – bei uns werden sie von zwei Dritteln der Familie geliebt, vom Rest ohne Leidenschaft verzehrt, wenn es sein muss.

Bisher haben wir Austern (immer frisch bei Metro erhältlich) nur roh geschlürft. Diese Variante war sehr lecker und überzeugt vielleicht auch Zweifler, die sich an der schlabberigen Konsistenz stören!

Man braucht:

  • 12 frische Austern (australische Flachaustern waren leider nicht zu bekommen…)
  • 3 Scheiben Bacon
  • ca. 50 g Käse (wir haben gleich nochmal Cheddar genommen)
  • Worcestersauce

Auch hier ist die Zubereitung simpel: Die Austern öffnen und auslösen, aber in der Schale liegenlassen, mit gewürfeltem Bacon und geriebenem Cheddar bestreuen und ab in den Ofen. Nach drei Minuten unter dem Grill rausnehmen, einen Spritzer Worcestersauce drauf und hmmm, lecker!

Neuseeland-Kochbuch

Frische Austern…

Neuseeland-Kochbuch

…mit viel Kraft knacken…

Neuseeland-Kochbuch

…und mit Bacon und Cheddar überbacken.

Meeresfrüchte-Cassoulet mit Akaroa-Lachs aus dem „Little Bistro“ in Akaroa

Nachkochen konnten wir dieses Rezept von Emma Mettrick und Paul Howell leider nur mit norwegischem Lachs, aber auch der hat fantastisch geschmeckt – man muss halt einen Weltwundermann haben, der ihn exakt auf den Punkt brät. Zusammen mit dem Cassoulet ergab sich ein tolles Hauptgericht, das wenig Arbeit macht.

Man braucht:

  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 kleine rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Safranfäden, ca. 30 Minuten in 100 ml Wasser eingeweicht
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 250 g Puy-Linsen (wir haben Beluga-Linsen genommen)
  • 250 ml Fischfond
  • 800 g geschälte Dosentomaten
  • 1 Glas Rotwein
  • 4 green lipped mussels (ersatzweise Miesmuscheln)
  • 4 Lachsfilets
  • 1 Zitrone
  • 1 Packung gemischte rohe Meeresfrüchte
  • frische Kräuter

Hier ist die Zubereitung etwas aufwendiger:

Das Gemüse feinhacken und in einem Topf anbraten. Gewürze und Linsen zufügen und 5 Minuten weiterbraten, dann mit Fischfond, den gehackten Tomaten, Rotwein und Safranwasser aufgießen und einkochen lassen. Die Cassoulet ist jetzt fast fertig.

In einem anderen Topf die Muscheln kochen. Die Lachsfilets in einer Pfanne anbraten, die Zitronenscheiben dazugeben, nach 3 Minuten in den Ofen stellen und 5 Minuten weitergaren.

Jetzt die Cassoulet wieder aufwärmen, die Meeresfrüchte und die gekochten Muscheln einrühren, Kräuter und einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen.

Guten Appetit!

Neuseeland-Kochbuch

Zu den Zutaten gehören frische Meeresfrüchte – nicht so einfach…

Neuseeland-Kochbuch

Das Cassoulet im Topf sieht noch nicht so einladend aus…

Neuseeland-Kochbuch

… aber jetzt!

Das große Neuseeland-Kochbuch enthält noch 187 weitere Rezepte, die von den Autoren im ganzen Land eingesammelt wurden. Das sehr persönliche Konzept ist absolut überzeugend: Auf einer kleinen Karte kann man immer sehen, wo genau sich die vorgestellte Küche und der Mensch darin befand, dessen Lieblingsrezept vorgestellt wurde. Und neben dem Rezept selbst liest man auch jedes Mal eine kleine Geschichte darüber, warum es ein persönliches Lieblingsrezept ist.

Schön!

Das große Neuseeland-Kochbuch: die Verlosung

Was ist euer Lieblingsrezept aus Neuseeland? Nennt es uns in den Kommentaren (oder erklärt gleich, wie es zubereitet wird) und hüpft damit in den Lostopf. Aus diesem haben wir am 30. September zwei Gewinner gezogen, die sich über ein Großes Neuseeland-Kochbuch freuen dürfen.

Die Gewinner heißen: Angela und Kimberly – herzlichen Glückwunsch an euch beide!

Das Kleingedruckte: Gewinnspiel-Bedingungen

Das Gewinnspiel beginnt am 19. September 2018 und endet am 30. September 2018 um 18 Uhr. Teilnahmebedingung ist die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse, an die die Gewinnbenachrichtigung erfolgen kann. Die GewinnerInnen werden per Zufallsgenerator aus allen eingegangenen Kommentaren gezogen. Auf jedeN TeilnehmerIn kann nur ein Gewinn entfallen.

Die GewinnerInnen werden binnen drei Tagen nach Verlosungsende ermittelt und per E-Mail benachrichtigt. Die Gewinne werden anschließend per Post verschickt. Dabei wird keine Haftung für Beschädigung oder Verlust der Gewinne auf dem Versandweg übernommen. Die Postadresse wird von uns für den Postversand an den Knesebeck Verlag weitergegeben und danach sofort gelöscht.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten der Gewinnspiel-Teilnehmenden werden nur für den Zweck der Auslosung erhoben, verwendet und aufbewahrt und sofort nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht.

Disclaimer: Das Gewinnspiel findet mit Unterstützung des Knesebeck Verlags statt. Das von uns vorgestellte Buch ist ein kostenfrei zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar.

44 Kommentare

  • Mein Lieblingsgericht sind Fish & Chips, die gehen immer!
    Das Buch beinhaltet aber sicher noch viele andere, etwas „ausgefallenere“ Anregungen….

    Danke für die Verlosung!

  • Wenn ich ans Essen in Neuseeland zurückdenke, schwelge ich in Erinnerungen an Lamm, Käse mit Cider, an einen Fergburger und unzähligen Fish&Chips.
    Das Buch wäre toll, um wieder etwas von downunder zu kochen und -noch viel lieber- essen zu können. Vielleicht schaffen wir es im kommenden Jahr mit den zwei großen und den Babytwins mal wieder nach Neuseeland. Ich hoffe.

  • Wir haben natürlich ganz viele Lieblingsessen aus Neuseeland, aber absolut süchtig sind wir nach Pies ;-P
    Mit diesem Kommentar nehmen wir allerdings nicht am Gewinnspiel teil, den das tolle Buch haben wir schon und gönnen es lieber einer anderen Familie 🙂
    Aber sag mal, wo habt ihr denn in Deutschland Spaghetti in Tomatensauce aus der Dose gefunden?? Ich frage aus reiner professioneller Neugierde, nicht weil ich die unbedingt essen will….

    • Öhm, den Fraß gibt es doch (leider!) in jedem Supermarkt und Discounter? Normalerweise geh ich an diesem Regal mit abgewendetem Blick vorbei… 😉

    • Überall wo es Dosenravioli gibt… 😉

      Aber Spaghetti sollte man immer selber kochen, selbst wenn die Sauce dann aus dem Glas kommt, ist es immer noch 1000 mal besser als diese matschigen Nudeln aus der Dose….

  • Wir haben in Neuseeland unheimlich gute Fish & Chips gegessen, der Fisch war fangfrisch vom selben Morgen Kein Vergleich natürlich zu denen, die man bei uns in den FastFood-Restaurants bekommt

  • Wir wollen nächstes Jahr März/April zum ersten Mal nach Neuseeland, daher kann ich noch nicht sagen, was mich besonders ansprechen wird…, aber ich bin ein großer Burger Fan und muss diese überall probieren, außerdem hat mir Fish ’n‘ Chips bei unserem diesjährigen Schottland Urlaub sehr gefallen. Lamm muss natürlich auch mal sein, wenn man schon an der Quelle is(s)t 😉

    Als Einstimmung wäre dieses Buch doch perfekt, oder? 🙂

    • @Jenny: Das habe ich schon von verschiedenen Leuten gehört (gelesen ;-)) und ich freue mich schon drauf, auch auf die anderen regionalen Spezialitäten – aber mehr noch natürlich auf die Natur 😀

      @Nadine: Danke für den Tipp Fergburger steht bereits auf der To-Do Liste, aber ein weiterer Zuspruch ist immer gut

  • Whitebait pattie. Erst die whitebaits mit den lokals in hokitika an der flussmündung fangen. Dann im Auto auf einem kleinen gaskocher zubereiten. Whitebait, Ei, Pfeffer und Salz und dann mit einem Weißtoast servieren. Unvergessliches Erlebnis.

  • Muscheln selber pflücken? Das darf ich meinem Sohn nicht erzählen, sonst will er sofort nach Neuseeland! Dabei hab ich doch immer noch keinen Plan, wie ich das mal mit der Schule regle …. Aber: Yummy! Die Rezepte sehen alle super lecker aus – auch die sehr eigenartigen Spaghetti on Toast.
    Liebe Grüße und eine gute Reise!
    Gela

  • Ich bin eher die Süße:D
    Natürlich sind Timtams das beste! Habe hier noch ein Uraltexemplar von meiner letzten Reise liegen und traue es mich nicht abzubrechen. 😀

    Wenn es etwas Selbstgemachtes sein soll, dann gibt es den Banoffee-pie ♡

  • nur eine kleine spitzfindige Frage: warum schreibst du die Cassoulet? auf Franz. ist es maskulin und auf Dt. doch auch der Eintopf. Steht das so im Buch? und egal, ob der, die oder das: das nächste Mal ladet ihr uns gefällig ein, wenn ihr sowas Leckeres kocht! :-p

    • Ja, das stand so im Kochbuch. Interessant, das ist dann wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler? Und klar, beim nächsten Mal denken wir an euch 🙂

  • Ich liebe Meeresfrüchte aller Art, egal ob gekocht, gebraten oder lecker paniert und frittiert und Muffins,die schmecken nirgendwo besser. Ich war vor 4 Jahren in Neuseeland und denke noch jeden Tag daran zurück! <3

  • Ich habe mal eine neuseeländischen Schokoladenkuchen (Chocolate Mudcake) bei einer Freundin probiert. War echt Lecker…andere rustikale Rezepte oder Gerichte habe ich noch nicht probiert…

  • Ich fahre zum Jahresende erstmalig nach Neuseeland. …also ich freue mich auf das Land und die Küche. …und als Erinnerung Nachkochen ist immer gut

  • Also ich fand den Paua-Fritter klasse und gegrillte Greenlip mussles mit viel Knoblauch 😀 die gab’s beim Kaikoura Seafood BBQ Kiosk am Strand.
    In Picton waren wir im Wave Cafe, da hatten wir spezielle, ungewöhnliche Burger, die waren auch super!

  • Die Hokey Pokey Kekse, gehen super schnell und man braucht nicht viel dazu, das wichtigste ist Ahornsirup, oh ich will wieder zurück.
    Danke für das Gewinnspiel!

  • Wir haben das Buch seit 3 Jahren und können es wirklich empfehlen! Wir haben einige Restaurants bei unserem letzten Aufenthalt besucht. Besonders empehlenswert: Fleurs Place in Moeraki! Absolut enttäuscht waren wir vom Little Bistro, denn bereits an der Tafel vor der Haustür steht, dass keine Reservierungen für Familien mit Kindern unter 10 Jahren angenommen werden.

  • Mussels Mussels Mussels……Meeresfrüchte was braucht man mehr? Fliegen erst im Februar bin aber schon total aufgeregt ….. will meine eigenen muscheln sammeln und koche.

  • Hei, unsere Reise nach Neuseeland steht erst noch bevor, aber was ganz oben auf unserer to-eat-liste steht sind die green lipped mussels.
    und da wir das Reisefotoszeigen immer mit entsprechenden kulinarischen Beispielen würzen, wäre es toll das Kochbuch trotzdem zu gewinnen…. 🙂

  • Ok, mitmachen darf ich ja wie immer nicht, aber mir läuft bereits das Wasser im Munde zusammen… ich komme einfach mal zu euch nach Dresden und probiere den vom Weltwundermann perfekt auf den Punkt gebratenen Lachs – ok? Wie schon an anderer Stelle erwähnt bin ich ja ein großer Fan von echt neuseeländischem Real Fruit Ice Cream.
    Guten Appetit!
    Hartmut

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