Vietnam Vietnam/Kambodscha

Das große Fazit: Vietnam – Licht und Schatten

Seit Tagen verspreche ich es Gott und der Welt und seit Tagen drücke ich mich darum herum: Ein Fazit unserer Reise durch Vietnam und Kambodscha zu ziehen, ist schwieriger als gedacht. Achtung, das hier wird lang…

HanoiFanden wir unsere Reise schön, sind wir zufrieden mit dem Erlebten, würden wir alles wieder genauso machen? Ja, ja und (mit Einschränkungen) ja.

Werden wir Vietnam als Reiseland weiterempfehlen, werden wir wiederkommen? Nein.

Zuerst einmal: Die Reise durch Vietnam und Kambodscha war wesentlich anstrengender, aber auch reichhaltiger, als es eine Neuseelandreise jemals sein kann: Anstatt Ruhe zu finden und Zeit für uns selbst zu haben, beschäftigten uns diese beiden Länder, ihre Eigenarten, ihre Geschichte und ihre Probleme so sehr, dass wir quasi konstant Neues lernten und das Gelernte an unsere Kinder weitergaben (na ja, zumindest an das Größere). Selbstfindung nein, dafür maximaler Input auf allen Kanälen sozusagen.

Cham Island Hoi AnBereits während der Reise ist es uns immer wieder passiert: Wir haben gemeckert, geflucht und geseufzt über Vietnam und die Vietnamesen, die es uns nicht einfach gemacht haben, sie und ihr Land zu mögen. Das ist zum einen die asiatische Mentalität, auf die man sich einfach einstellen muss: immer lächeln, niemals direkt Nein sagen, kaum Privatsphäre und ein anderes Zeitverständnis – das muss man akzeptieren, auch wenn es im Alltag mitunter nervt. Gruselig und eklig ist das eklatant andere Verhältnis aller Asiaten zu Tieren – nix mit Feng Shui und Einklang mit der Natur, die wird gegessen, genutzt und ausgebeutet, so weit es geht. Damit muss man klarkommen, mögen muss man es nicht.

Dass Vietnam darüber hinaus ein Entwicklungsland ist, das immer noch an den Folgen von mehreren Jahrzehnten Krieg knabbert, sieht man allerorten; an der dünnen Infrastruktur, den maroden Wasserleitungen, den ärmlichen Dörfern usw. Bis zum Ende der 1980er-Jahre waren die Vietnamesen abhängig von Hilfslieferungen aus Osteuropa und mussten Tierfutter essen; die Freude darüber, nun wieder nach Herzenslust essen und konsumieren zu können, sieht und schmeckt man überall. Für uns Touristen bedeutet das: kaum akzeptable Krankenversorgung (zum Glück nicht gebraucht), schlechte Straßen, viel Dreck, aber auch – nicht zu vergessen – pittoreske Bilder und Erinnerungen daran, wie Alltag auch ohne Elektrizität, Hygiene und Technik funktioniert.

Dass man um Preise grundsätzlich feilschen muss und von Straßenhändlern regelrecht belästigt wird, ist zwar nervig, aber auch in anderen Ländern üblich. Dass man in Vietnam der Meinung ist, Touristen wollten hauptsächlich shoppen und kutschiert werden – okay. Die vietnamesischen Touristen sind offenbar tatsächlich dieser Meinung, und dass man mehrere Kilometer freiwillig läuft, wenn man doch genug Geld für ein Moped-Taxi hätte, ist einem Vietnamesen mit einem Monatseinkommen von unter 30 Dollar sicher schwer verständlich.

Viel häufiger haben wir uns in Vietnam aber darüber geärgert, wie unverschämt man versuchte, uns Geld aus der Tasche zu ziehen – teils durch windiges Gebaren und halbseidene Versprechungen von Tourismusveranstaltern, teils durch nicht nachvollziehbare bürokratische Windungen, die wir einfach akzeptieren oder glauben mussten. Mitunter aber auch durch freche Betrugs- und Abzockversuche, die aggressiv machen – wir versuchen als Reisende, unser Gastland so offen wie möglich wahrzunehmen und den Menschen größtmöglichen Respekt entgegenzubringen, um im Gegenzug wie wandelnde Geldautomaten ohne Hirn behandelt zu werden?!

Temple of Literature HanoiEine oder zwei dieser Erfahrungen macht man in jedem Urlaub, verbucht sie als dumm gelaufen und lacht später darüber. In Vietnam haben wir jedoch immer wieder und fast täglich solche kleinen Erlebnisse gehabt, die uns nicht nur kurzfristig die Stimmung trübten, sondern leider ein tief sitzendes Misstrauen gegenüber jedem freundlichen Vietnamesen erzeugten, der uns zu offen begegnete. Mit so einer Grundeinstellung machen wir nicht gern Urlaub.

Da hilft es wenig, wenn man sich über die politischen Hintergründe informiert und daran erinnert wird, wie absolut die Kommunistische Partei Vietnams im Stil Mao-Chinas immer noch das Sagen hat. Eine nicht vorhersehbare, zum Großteil fehlgelenkte Wirtschaftspolitik, die ständig zwischen Öffnung und panischer Abschottung oszilliert, schafft kaum eine gute Basis, um zahlungskräftige Gäste langfristig willkommen zu heißen. Wer die Gelegenheit hat, der macht so viel Geld mit den Ausländern wie möglich – morgen könnte es schon wieder vorbei sein. Ein katastrophales Korruptionsgewirr in einer kafkaesken Bürokratie und einer Klassengesellschaft, in der nur diejenigen mit Parteibeziehungen eine Chance auf Wohlstand haben, bringen nicht das Beste im Menschen hervor.

Border Crossing Vietnam CambodiaDazu kam der Ärger über so viele vermeidbare Dummheiten, die uns das Herz schmerzen ließen. So viele herrliche Strände, die von Müll verschandelt sind, direkt neben riesigen (und leeren) Luxus-Hotelanlagen, mit denen Kilometer um Kilometer der Küste zugebaut wird. Tolle Panoramen, die mit grottenhässlichen Beton-„Viewing Towers“ blockiert werden. Schnorchelausflüge in marine Schutzgebiete, bei denen man im trüben Wasser gar nichts sehen kann und am Strand statt Muscheln nur Korallenstücke findet. Naturparks, in denen man überhaupt keine größeren Tiere mehr sehen kann, denn die sind inzwischen fast ausgerottet, vertrieben oder aufgegessen worden.

Und schließlich brachten uns Vietnam und seine Nachbarländer mit dunklen bis tiefschwarzen Kapiteln der neueren Geschichte in Berührung, die einem bei näherer Beschäftigung einen Stein ins Herz legen – ganz zu schweigen von der Problematik, einer wissbegierigen Siebenjährigen die Roten Khmer, Landminenopfer oder die Schattenseiten der Globalisierung zu erklären. Woher kommt das Böse im Menschen und warum steckt es in jedem von uns?

Tuol Sleng Prison Phnom PenhIch könnte noch lange so weiterschreiben …

… tue es aber nicht, denn wir haben auch jeden Tag tolle Dinge erlebt und sehr freundliche und warme Menschen getroffen, die uns berührt haben. Wir mussten immer wieder wohlmeinende Hände von unserem blonden Sohn fernhalten, der schwer genervt war – aber weder wurden die Tätschler gegen seinen Willen handgreiflich, noch konnten wir ihnen etwas vorwerfen, denn sie wollten wirklich immer nur freundlich zu ihm sein. Wir haben uns an Nudelsuppen verschiedenster Art übersatt gegessen und den besten Kaffee unseres Lebens getrunken. Wir haben so gute Freunde kennengelernt, dass wir uns eine Vietnam-Reise ohne sie im Rückblick gar nicht vorstellen mögen.

Vietnamese Independence Day in SapaUnsere Favoriten in Vietnam:

  1. eine Straße in Saigon oder Hanoi überqueren – ein Wahnsinnsgefühl, wenn man sich traut, den Verkehr einfach um sich herumfließen zu lassen
  2. Moped fahren im gemäßigten Stadtverkehr von Hoi An und auf den Bergstraßen von Sapa
  3. An Bang Beach in Hoi An
  4. Cao Lau essen im „Mermaid Restaurant“ in Hoi An
  5. die Berge und Wasserfälle von Sapa
  6. die Pagoden und alten Häuser von Hoi An
  7. die Höhlen in den Marble Mountains, besonders die riesige Huyen-Khong-Höhle
  8. die roten und weißen Dünen in Mui Ne
  9. in Saigon im Straßencafé sitzen und einfach nur schauen
  10. „Ca Phe Sua Da“ trinken – hmmm…

Marble Mountains DanangUnser Alltime-Favourite des gesamten Urlaubs aber, und das ist wohl auch symptomatisch für die gesamte Reise, war überhaupt nicht in Vietnam. Wir waren überwältigt von der Schönheit, der Freundlichkeit und der Fremdheit von Kambodscha – nicht nur im Tempelkomplex von Angkor Wat, der einfach alle Maßstäbe sprengt. Die unglaubliche Offenheit der Kambodschaner und vor allem das Selbstbewusstsein und die Schönheit (sorry, liebe Vietnamesen) der kambodschanischen Kinder haben uns wirklich beeindruckt.

Cambodia Tonle Sap

Kambodschas Vergangenheit ist so tiefschwarz, dass wir prinzipiell in jedem Gleichaltrigen ein Trauma-Opfer (oder einen Täter) vermuten mussten, und auch seine Gegenwart und Zukunft sehen traurig aus – und doch sahen wir hier, bei den Straßenkindern, den Souvenirverkäufern und auch bei den amputierten Minenopfern so viel Lachen und Lebensfreude wie nirgends in Vietnam. Die sanfte, orangerote buddhistische Lebensart, von der man in Vietnam wenig spürt, ist hier noch sehr lebendig. Nach Kambodscha werden wir definitiv zurückkommen!

Red Sand Dunes Mui Ne

 

31 Kommentare

  • Hallo zusammen,

    hier meine aktuellen Erfahrungen: Ich bin gestern von einem 12-tägigen Vietnam-Urlaub zurückgekommen. Die ersten drei Tage verbrachte ich in Hanoi, wo ich zwei Freunde aus meiner Promotionszeit traf. Das Wiedersehen verlief herzlich und beide versorgten mich guten Starttips für meinen weiteren Aufenthalt in Vietnam. U.a. besorgten sie mir eine geeignete SIM-Karte von Viettel (2 GB Datenvolumen) und empfahlen mir die App „Grab“, um bei Taxifahrten nicht übervorteilt zu werden. Nachdem ich mich an den chaotischen Verkehr gewöhnt hatte und mich dazu überwunden hatte, auch die Straße als Gehweg zu nutzen und trotz fließenden Verkehrs Zebrastreifen zu überqueren, konnte ich sogar ein paar Sehenswürdigkeiten bewundern, z.B. das Ho Chi Minh-Mausoleum oder den Tempel der Literatur. Im Tempel der Literatur, der für mich eine echte Oase der Ruhe darstellte und optisch äußerst reizvolle Perspektiven bot, wurden sogar Postkarten und Briefmarken angeboten, um den Liebsten zu Hause meine Urlaubsgrüße zu senden. Diese hatte ich zuvor in den Straßen vergeblich gesucht. Laut meiner einheimischen Freunde sollen diese aber auch an offiziellen Poststellen erhältlich sein. Danach ging ich für mich die Reise per Transfer-Service weiter nach Halong, wo ich ebenfalls drei Nächte verbrachte. Nach anfänglichem Schock, dass das Hotel, was ich nur 2 Monate vorher bei Booking.com gebucht hatte, nicht mehr existierte, hatte ich Glück im Unglück: das Hotel (Thang Long, 27 Huang Tram, Bai Chay, Ha Long) hatte bereits eine neue Eigentümerin und bot mir die Übernachtung zu den gleichen günstigen Konditionen an wie das ursprünglich gebuchte Hotel. Die Eigentümerin kümmerte sich rührend um mich, auch wenn sie leider kaum Englisch sprach. Für meinen Aufenthalt in Halong hatte ich zuvor online (Get Your Guide) eine 4,5-stündige Bootsfahrt in der Halong-Bucht gebucht (L´Azalee Cruises). Der Service war Spitzenklasse und die Szenerie einfach nur phantastisch. An einem anderen Tag ging ich auf den Bai Tho Mountain, von wo man eine hervorragende Aussicht über die Bucht und die Stadt genießen kann. Der Zugang zum überwiegend mit Stufen versehenen Aufstiegspfad ist schwer zu finden, aber für ein minimales Trinkgeld von 20000 Dong (ca. 74 Cent) sind die Einheimischen bereit, einem Zutritt zum nicht allzu hohen Berg zu gewähren. In Halong hatte ich auch das erste Mal das Problem, mich von aufdringlichen Händlern belästigt zu fühlen. Ich habe relativ viel fotografiert, weil es echt sehr viele lohnenswerte Motive gab. Aber leider wurde die Schönheit des Anblicks oft durch permanentes Nachfragen, ob man denn wirklich keine Roller- oder Taxifahrt haben möchte, zerstört. Gefühlt alle 5 Meter hielt jemand an und stellte derartige Fragen. Genervt hat mich vor allem, dass das Problem nicht immer mit einem einmaligen Verneinen oder Kopfschütteln erledigt war. Zum Beispiel bin ich abends einem Herren an der Strandpromenade begegnet, der offensichtlich Massagen für ein in der Nähe befindliches Hotel vermittelte. Ich habe ungefähr zehnmal versucht, ihm klar zu machen, dass ich keinerlei Massage möchte und nur auf dem Weg zum Abendessen bin, aber er ließ sich nicht abschütteln und ist mir dann sogar per Roller gefolgt. Glücklicherweise konnte ich ihn in einer Gruppe chinesischer Touristen abschütteln. Von Halong aus ging es ebenfalls per Transfer Service nach Ninh Binh, wo ich 4 Tage verbrachte. Auch hier hatte ich großes Glück mit meinem Hotel (Ninh Binh Central) und war äußerst zufrieden mit den Hoteleigentümern, die gute Ratschläge für eine effiziente und auf die individuellen Wünsche zugeschnittene Tour-Organisation parat hatten. Ich entschied beispielsweise zur Buchung eines privaten Fahrers für drei Tage. An Tag 1 besichtigte ich Tam Coc, die Bich Dong Pagode und Mua Caves, an Tag 2 Trang An, Hua Lu und die Bai Dinh Pagode, und an Tag 3 ging es zum Cuc Phuong Nationalpark. Tam Coc war landschaftlich atemberaubend schön und das Rudern der Bootsführerin mit den Beinen war eine echt interessante Erfahrung. Weniger schön war der Anblick mehrerer Pestizid-sprühender Reisbäuerinnen, die sich an den Zurufen der Bootsführerin nur wenig störten. Dass im Nationalpark und UNESCO-Weltkulturerbe Tam Coc Pestizideinsatz unerwünscht ist, verwunderte mich nicht. Von daher war ich wenig überrascht, als kurze Zeit später ein Motorboot mit ein paar Männern an uns vorbeifuhr, welche den weiteren Pestizideinsatz umgehend stoppten. Fraglich ist allerdings, was passiert, sobald keine Bootstouren mehr gemacht werden und die Reisbäuerinnen unbeobachtet ihrem Treiben nachgehen können. Gleich zu Beginn der Tour wurde mehrfach versucht, uns Touristen Fotos von uns auf dem Boot zu verkaufen. Am Ende der Bootstouren wurden Lebensmittel zum Kauf angeboten, mit zum Teil verwerflichen Taktiken. Zum Beispiel wurde versucht, Mitleid für die anstrengende Arbeit der Bootsführerin zu nutzen („Buy it for her, please“). Natürlich tat mir die arme Frau, die uns 2 Stunden bei praller Sonne umher ruderte leid, deshalb bekam sie ein großzügiges Trinkgeld bei unserer Rückkehr zur Ablegestelle, anstatt Geld bei den Händlerinnen zu lassen, was ihr wohl kaum genutzt hätte. Der abschließende Besuch der Mua Caves erlaubte wieder herrliche Ausblicke und u.a. einen Blick auf einen Teil der zuvor per Boot zurückgelegten Strecke aus der Vogelperspektive. Leider habe ich von einheimischen Freund erfahren, dass die Stufenanlage für den bequemen Aufstieg als unzulässiger Eingriff in die geschützte Landschaft betrachtet wird und sehr bald komplett abgerissen werden soll. Zukünftige Touristen dürften sich dann also zunächst einmal an einer Baustelle erfreuen. Trang An empfand ich als landschaftlich noch reizvoller als Tam Coc, und die Bai Dinh-Pagode war gigantisch und absolut sehenswert. Der Tag im Cuc Phuong Nationalpark war für mich als Biologen natürlich ein tolles Erlebnis, vor allem die riesigen Schmetterlingsschwärme an diversen Stellen, die Affen- und die Schildkröten-Rettungsstationen, die uralten Bäume mit den Dschungel-typischen Brettwurzeln, Lianen und der Vielzahl der auf den Stämmen wachsenden Pflanzen. Weniger gefallen hat mir der Lärmpegel der zum Teil betrunkenen Parkbesucher, dass zum Teil geraucht wurde und Abgrenzungen einfach überschritten wurden. Einmal wurde mir wiederholt ein Glas Schnaps angeboten und auf mein ständiges Verneinen mit der Aussage gestraft „Then you are no real man“. Nach einer interessanten Zugfahrt mit dem Reunification-Express vom günstig zum Ninh Binh Central Hotel gelegenen Bahnhof verbrachte ich zwei weitere Tage in Hanoi, wo ich mich nochmal mit einem meiner Freunde traf und ins Water Puppet Theatre (sehr sehenswert) ging. Auf dem Weg zum Hoan Kiem-See kam es dann zu einem gravierenderen Vorfall: Ich stand an einer Straßenkreuzung und machte Fotos von der Umgebung des Sees, als ich plötzlich bemerkte, wie sich zwei junge Typen an meinen Schuhen zu schaffen machten. Den Foto-Apparat in der Hand versuchte ich, sie davon abzubringen, aber sie ignorierten mich einfach, zogen mir die Schuhe aus, drückten mich auf eine Treppenstufe und verschwanden mit den Schuhen in entgegengesetzte Richtungen links und rechts von mir. Während ich noch ratlos dasaß und überlegte, wie ich möglichst rasch meine Schuhe zurückbekomme, kam eine ältere Straßenverkäuferin und bot mir ihr frittiertes Backwerk an. Nachdem sie mehrfach versuchte, mich von einer Gratis-Probe ihrer Fett-triefenden Bällchen zu überreden, konnte ich sie endlich abwimmeln und mich wieder meinem Schuh-Problem widmen. Die beiden Typen hatten meine Schuhe inzwischen auf Hochglanz poliert und irgendetwas mit Klebstoff veranstaltet und wollten nun umgerechnet ca. 60 Euro von mir. Für diesen Preis gibt es sogar hier in Deutschland ein komplett neues Paar Schuhe, also absoluter Wucher! Nachdem ich aber meine Schuhe wiederhaben wollte und Preisverhandlungen eigentlich zu Beginn einer Dienstleistung ausgehandelt werden, und zugegebenermaßen auch aus Feigheit vor eventuell entstehender Auseinandersetzung bei einer Zahlungsweigerung meinerseits zahlte ich schließlich diesen unverschämt hohen Preis nach einem vergeblichen Versuch, diesen wenigstens auf die Hälfte zu drücken. Schlussendlich bekam ich meine Schuhe wieder, aber der letzte Tag meines Aufenthaltes in Vietnam war völlig ruiniert. Ich ignorierte von da an sämtliche Ansprachen durch Passanten oder Hupgeräusche von Rollern und Autos, lief also mehr oder weniger blind für äußere Eindrücke durch die Straßen und hielt mich überwiegend im Hotel auf. Wirklich schade!!!
    Mein Fazit: Vietnam bietet wunderschöne Landschaften und sehr freundlichen Service, aber die aufdringlichen Händler wenden z.T. aggressive oder gar kriminelle Taktiken an und hemmen nur all zu oft den Genuß von potenziell schönen Momenten. Erholsam ist was anderes. Gerade Touristen, die nur wenig Urlaub im Jahr zur Verfügung haben und nicht nur auf Abenteuer, sondern auf ein hohes Maß an Entspannung und Erholung aus sind, kann ich von einer Vietnam-Reise daher nur abraten.

    • Ja die Gegend um den Hoan Kiem-See kann speziell für Single – Touristen unangenehm werden.
      Ist mir auch schon passiert.Nicht so teuer und nicht so dreißt,buche ich unter „Erfahrung“ ab.
      Als ich die ersten Male in VN war habe ich oft beobachtet,dass Touristen die Straßenverkäufer einfach ignorierten.Ich habe das damals als sehr unhöflich empfunden.
      Heute weiß ich,die waren schon öfter dort und ich tue es ihnen nach.Dann ist Ruhe.Das ist wirklich die einzige und elegante Methode die Typen los zu werden.

  • Als Vietnamesen der seit 1991 immer wieder nach Vietnam reise. Kann ich vieles was negative in der Bericht teilweise zustimmen.

    Ich kann mir wie folgt die Sachen erklären.

    Vietnam ist im Jahr 2018 immer noch offizielles sozialistische Land.
    Das heißt die Beamter sind noch faulere und korrupter als es in westliche Länder.
    Der Kehrseite eines Kommunisten land ist. Menschen die den Staats betrügt wurde von die
    Bevölkerung als „Held“ angesehen. Das prägt natürlich auch das täglich die Bürger. Anfangs der Öffnung, gab es in Vietnam offiziell zwei Preis fur alle Produkten: Einheimisch und Ausländer oder Ausland Vietnamesen. Das Vietnamesen Handler noch diese Haltung haben, also Ausländer über den Tisch zu ziehen ist Schuld der jahrelang falsche Politiken der Vietnamesen Regierung.

    In Bezug auf Freundlichkeit:

    wurde ich wie folgt den deutschen Sprichwort anwenden “ Wie man in der Wald ruft, so schallt es wieder heraus.“ Natürlich gibt es auch „schwarze Löcher“.

    Außerdem, wir Vietnamesen haben in den letzten Jahrhundert über 100 Jahr unter die Herrschaften von Frankreich gelitten. Um die gehorsam der Vietnamesen zu erzwingen, verbrennen die französischen ab und zu lebende Kinder vor die Menschen mengen. Oder wie die Amerikaner 30 Jahr das Land mit Bombe bombardierte. USA war bis ende 70 immer noch ein Land mit offizielle Rasse Trennung also Schwarz und Weiss in USA haben ein anderes Status und Wert. Die US Soldaten haben und Vietnamesen in unsere Land belieb getötet, ohne irgend ein Rechenschaft ablegen zu müssen.

    Es heißt nicht umsonst dass Chinesen, Europäern und Westlicher Männer als – der weise Teufel (Gouy Lu) – bezeichnet.

    Es ist also auch etwas Verständnis wenn wir Vietnamesen westlich Menschen mit etwas misstrauisch und aggressive antreten, wenn die sich aufführen als wenn es zu kolonial zeit oder zeit der Amerika sind.

    Wenn wir nicht der „widerstand“ Starrsinn besaßen und zu alle Ja und Amen sagte, dann wären wir vielleicht ein Provinz von China oder noch der koloniale Land von Frankreich.

    Seit 1975 gibt es in Vietnam keine Kriegt mehr, welche 30 Jahr lange jeden Tag bombardiert haben , aber es wurde von die Kommunisten geführt, die keine Bildung, keine Kultur, also das Land von Leute geführt die Nachweis können, dass die aus ein Familie stammt, die drei Generation Bauer sind, und nicht die schule nie besucht hat. Hinzu kommt der Embargo von der USA, welche uns Vietnamesen nicht erlaubt irgend was mit der Welt zu Handel. Seit ca. zwanzig Jahr, als President Clinton die Embargo aufgehoben haben hat sich Vietnam viel geändert.

    Vietnam ist das Einzige Land in Ost Asian, welche Touristen ohne lästige Formular Ausfüllung reinlasst. Mann sieht das Land bemüht sich in vielen Punkten sich zu verbessert. Ich denke in zehn bis zwanzig sollte der Infrastruktur viele besser, vielleicht auch der Service. Aber sicherlich nicht der bedienungslos gehorsam Service, wie mache Touristen in Thailand gewohnt sind.

    Ich wollte mit meine Kommentare sagen, dass es alles gute ist, was in Vietnam passiert. Aber vielleicht doch nicht so schlimm wie in der Bericht steht. Wie ware mit ein zweite versuch ?

    Ich möchte das Vietnam ein gutes Licht in der Touristen Welt hat, aber ich habe manche Touristen gesehen wie sie sich auffuhren, wurde ich die gleich links liegen lassen und keine geld der welt mit dem irgend was zu tun haben möchte.

    • Ich möchte das erste mal mit meiner Frau nach Vietnam reisen und möchte die Schönheit dieses Landes erkunden. Wir sind einfach nur auf dieses Abenteuer gespannt. Die Menschen sind nett. Das Land super und der Rest ergibt sich !!! Wir waren in Thailand 2011 und es war genial. Wir haben nichts ausser dem Flug gebucht.

  • Seit 17 Jahren regelmäßig in diesem Land zu Gange und seit 6 Jahren familär eingebunden, habe ich natürlich nur meine ganz privaten Erfahrungen gemacht. Es ist riskant, leichtfertig auf das Allgemeine zu schließen. Für mich muss ich sagen, war es dieses Jahr die letzte Reise. Der sprichwörtliche Fleiß der Vietnamesen artet sachte in puren Aktionismus aus. Sie hetzen den Insignien der westlichen Industriekultur hinterher, wie die Windhunde dem Stoffhasen. Ihr Glück ist der relative Reichtum des Landes an Bodenschätzen. Erdöl, Erdgas, Bauxit, Antrazit und noch einiges mehr. Das erlaubt einige Fehlschläge, die mit Geld wieder ausgeglichen werden können. Doch der Schnellzug mit den wenigen reichen Passagieren ist längst abgefahren. Jetzt bleibt nur noch der Personenzug und dann der offene Güterzug. Aber alles wollen an die große Futterkrippe. Das verändert die Menschen, selten zu Guten hin. Schade, es waren schöne Zeiten dabei.

  • Mieten Sie sich ein Motorbike in Saigon und fahren sie etwas weiter raus, dann bin ich sicher, werden sie positivere Erfahrungen mit den Einheimischen machen! (Bin selbst in Deutschland geborener Vietnamese)

  • Hallo! Danke für diesen interessanten Bericht. Mir haben die Informationen jedenfalls sehr geholfen um eine Vietnam Reise zu organisieren. Lg

  • Uiuiui, ich habe heute mit jemandem gesprochen der ähnliches zu berichten hatte und musste direkt mal nachschauen was andere zu dem Thema zu sagen haben. Ich habe in den vergangenen Jahren schon viele asiatische Länder kennengelernt, aber vergleichen möchte ich sie dennoch nicht miteinander da jedes Land seine Besonderheiten und auch Eigenarten hat.
    Ich war 2012 für 2 Monate in Vietnam (4 Wochen waren eigentlich nur geplant) und fand es herrlich. Es war meine erste Backpacking Tour voll und ganz auf mich allein gestellt. Die Vietnamesen haben es mir leicht gemacht in ihr Land und ihre Kultur einzutauchen. Ich wurde herzlich aufgenommen, habe Freunde gefunden mit denen ich nach wie vor Kontakt habe und ein Wiedersehen bestimmt nicht ausgeschlossen ist. Das Essen bezeichne ich als ausgezeichnet, frisch, abwechslungsreich und super lecker.
    Es macht mich fast schon etwas traurig von so vielen anderen so viel negatives zu hören und zu lesen, wo ich Vietnam ganz klar als Reiseziel weiterempfehlen würde und ich wüsste zu gern woran das liegt, dass die Meinungen und Erfahrungen so weit auseinander liegen können. Vielleicht ist es eine Mischung aus falschen Erwartungen und der ein oder anderen schlechten Erfahrung.
    Bspw. habe ich mich in Kambodscha nicht ganz so wohl gefühlt da ich nicht so richtig gut Anschluss gefunden habe und ich das Essen weniger vielseitig erlebt habe.

    Daher an alle die Vietnam planen und jetzt verunsichert sind, gebt dem Land eine Chance, taucht ein, und behaltet immer im Hinterkopf, dass sich das Land immernoch im Aufbau befindet. Ich lerne bis heute immer wieder Menschen kennen die mir zustimmen und Vietnam toll fanden. Es ist echt interessant zu sehen, dass Vietnam so viele kontroverse Erfahrungen hervorbringt.

  • Hallo Jenny,

    na du hast ja ein paar nette Kommentatoren hier… das Leute es nicht ertragen können, wenn man eine andere Meinung hat und die einfach mal schildert. Schrecklich immer.

    Aber deswegen kommentiere ich nicht.

    Wir waren schon in Thailand, Malaysia, Indonesien, Kambodscha und zuletzt in Myanmar. Und das sogar mit Kind (unsere Reiseberichte dazu kommen auch grad online). Aber vor Vietnam schrecken wir auch immer wieder zurück, wenn wir uns damit befassen. Warum? Auch weil ich immer wieder höre, dass die Vietnamesen so unfreundlich sind. Oder netter ausgedrückt, viel weniger freundlich als die meisten anderen in den Süd-Ost-Asiatischen Ländern.

    Zuletzt auch in Myanmar waren wir begeistert, wie freundlich und offen die Menschen sind. Wir hatten nie das Gefühl abgezockt zu werden und viele wirkten ganz glücklich aufgeregt, wenn wir uns in ihr Lokal setzen. Einmal kauften wir ein Wasser für 400 Kyat und zahlten mit 500 Kyat. Die Dame konnte keine 100 Kyat rausgeben und wir deuteten ihr, so kann das Wechselgeld behalten. Das wollte sie aber nicht, stattdessen lief sie los und gab uns für das Wechselgeld ein Paket Taschentücher. So etwas ist uns in Myanmar oft vorgekommen. Wenn ich mir dein Fazit durchlese, bezweifel, ich, dass dort sowas passieren würde.

    Irgendwann werden wir Vietnam testen. Vielleicht in Kombination mit einem Land, dass uns gefällt. Wenn Vietnam dann nicht unseren Vorstellungen entspricht, ist es nicht ganz so traurig und wir können im zweiten Land unsere positive Energie wieder aufladen 😉

    Liebe Grüße und immer so weitermachen, ich mag eure offene und ehrliche Art,

    Nina

  • Hab‘ rein zufällig diesen Blog entdeckt. Als ehemaliger Fotoreporter, der die Welt aus allen Winkeln erlebt hat, kann ich mich über die Betrachtungen so mancher Reisenden nur wundern. Es fehlt mir dramatisch an Realitätssinn. Alle finden „wunderbare Menschen“, obwohl sie mit denen mangels Sprachkenntnissen kein Wort wechseln konnten. Sie finden „schöne Kinder“, die sie zuhause vom Hof jagen würden. Sie finden pittoresk, was sie zuhause zum Wahnsinn treiben würde. Alles was im eigenen Land keinesfalls hinnehmbar erscheint, wird in der Fremde positiv als exotisch eingestuft.

    Nur ein Beispiel: Die Gebetsrufe der Muezzin sind, am Beispiel Dubai, wunderbar friedliche, beruhigende und wohlklingende Töne, die einen wirklich angenehm berühren können. Das gleiche Geräusch löst in unserer Heimat Ablehnung bis hin zu Gewaltexzessen aus. Warum ändert sich unsere Toleranz- und Akzeptanzgrenze, wenn wir den Herd verlassen ?

    Auf den Malediven sprang ein Reiseleiter vom Ausflugsboot auf eine winzige Insel, blickte um sich und erklärte „so stell‘ ich mir das Paradies vor, Sie nicht ?“ „Nein“ sagte ich „wäre hier nicht dieses Ausflugsboot, wären Sie hier am Arsch der Welt, in der Hölle. Die Sandflöhe fressen Ihre Füße, die Moskitos Ihre Haut, die Sonne Ihr Hirn, Sie würden verdursten und verhungern, bevor man Sie hören und retten könnte. Was für eine Scheiß-Insel !“

    Und dann diese organische Ökotümelei. Herrgottnochmal, so einen Mist von sich zu geben, ohne den Hintergrund zu erkennen, zeugt von höchster Ingoranz und Überheblichkeit. Nur wer im Überfluss schwimmt, kommt auf so einen Trip. Wer dagegen nichts zu fressen hat, frißt eben Hunde und Katzen und was sonst noch die Flucht verpasst hat. Lieber retten wir herrenlose Vierbeiner von Spaniens Landstraßen, als ein verhungerndes Kind in Vietnam.

    Was für eine bescheuerte Welt.

    PS:
    „… der unglaubliche Müll und Schmutz an den Straßenrändern und am Strand entlang aufgefallen …“
    Tja, die haben eben keine Türken als Müllmänner …

    „Leider haben wir direkt nach der Ankunft und Sichtung der Unterkunft gleich wieder die Segel gestichen und sind den strapatiösen Weg freiwillig wieder zurück gefahren und werden nun die restlichen zehn Tage in einer ökologischen Hotelanlage am Mekong River verbringen.“
    Genau, Hauptsache ökologisch ! Wo kein Hirn, da wenigstens öko …

    „Wir sind sehr über die allgemeine Verschmutzung und den Umgang mit der Natur erschrocken“
    Ja schrecklich, nicht wahr ? Und nicht einmal Mülltrennung, man glaubt es kaum.

    Herr, lass Hirn vom Himmel fallen !

    • Hallo Günter,
      danke für deine ausführliche Meinung. Ich lasse sie mal so stehen, obwohl ich nicht so recht erkennen kann, was deine Tirade mit unserem Beitrag zu tun hat. Hauptsache, du konntest mal alles rauslassen! 🙂

  • Hallo!
    So kann ich Euer Fazit wirklich nicht nachvollziehen.
    Ich möchte mich aber grundlegend zu Touren nach SOA oder generell Entwicklungsländer / Schwellenländer äußern, gerade wegen der Kinderthematik der Vorredner.
    Meine Frau und ich sind zur Zeit auf Tour – erst Moskau, St. Petersburg und von dort nach Vietnam.
    Nach ein paar Tagen Saigon sind wir nun in der Nähe von Mui Né, bis jetzt immer sehr anständige Hotels und das für gutes Geld als Europäer. Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wunderbar, auch wenn jemand kein englisch kann sucht er den nächsten der uns versteht.
    Paradoxe, ja krasse Zustände? Natürlich.
    Bezahlt man für viele Dinge im Vergleich zu Einheimischen zu viel? Bestimmt.
    Aber rechnet das doch mal in unsere Währungen um.
    Bauch vollschlagen in Saigon für 2 Personen 6€ mit Getränken maximal.
    Mit Kindern unter 13 würde ich gar kein asiatisches Land besuchen, meine Eltern haben mich mit 10 nach Hongkong und Bangkok mitgenommen, ich fand es dort einfach zum #@?!.
    Man weiß doch vorher worauf man sich in einem Entwicklungsland einläßt. Und wer sich hier in Vietnam eine Tour oder Reiseleiter aufschwatzen läßt – wo bleibt denn da das Vergnügen? Haben solche Komiker mit Guide in Saigon getroffen 😀
    Gerade wegen der abenteuerlichen Zustände sind wir hergekommen, entscheiden alle 2-3 Tage aufs Neue wohin es gehen soll und wir sind total geschlaucht (mit Kindern? Ehrlich jetzt??) erstmal für 90€ die Nacht 2-3 Tage in einem 5 Sterne mäßigen Resort zur Erholung eingecheckt – Preis je Bungalow, nicht Person.
    Jetzt erklär mir mal einer wo ich das in Europa bekomme. So fällt mein Fazit bis jetzt aus.
    P.S.: ESSEN IST WAHNSINNIG GUT, ÜBERALL!

  • Meine Reise nach Vietnam ist zwar schon viele Jahre her, aber das was du hier beschreibst, habe ich so auch erlebt und hat dazu geführt, dass ich seither nie mehr zurückgekommen bin. Nach allem, was ich sonst gelesen habe, dachte ich, dass sich das seither verbessert hat. Aber du schilderst ziemlich alles, was mich damals gestört hat. Kambodscha hat mich hingegen – zumindest bei meinem zweiten Besuch in diesem Frühling – ziemlich begeistert.

    Eine Beispiel für Vietnam, das mir symptomatisch in Erinnerung geblieben ist. Ich hatte eine dreitägige Tour mit dem Boot durch die Halongbucht gebucht. Als ich am zweiten Tag im Hotel etwa zwei bis fünf Minuten zu spät in die Lobby kam, war der Rest der Reisegruppe schon weg und ich wurde von der Reiseleiterin regelrecht angeschrien, dass ich pünktlich zu sein habe. Mein Einwand, dass ich eine Urlaubsreise und kein Militärcamp gebucht habe, hat sie auch nicht gerade besänftigt.

    Gruss,
    Oli

  • Hallo,
    je näher der Tag unserer Reise nach Vietnam rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir über die Ernährung der Kids… Die sind nämlich eh schon ziemlich mäkelig beim Essen und nicht gerade experimentierfreudig. Also Reis pur 5 Wochen lang? Und kiloweise Dinkelkekse und Fruchtschnitten einpacken??
    Habt Ihr vielleicht ein paar Tipps für uns?
    LG, Caro

    • Hallo Caro, lies doch mal unseren Beitrag „Essen in Vietnam“, da gehen wir auf genau diese Frage ein. Ich wünsch euch verträgliche Kinder, wohl wissend, dass das Glückssache ist 🙂

    • Hallo Caro,
      mein Vorschlag zu Deinen Überlegungen: lass sie doch mal selber herrausfinden, was sie essen möchten! Wer Hunger hat ist nicht mäkelig 🙂 LG Susanna

  • Hallo Zusammen, wir sind seit etwa zwei Wochen im Süden Vietnams und können den Bericht bestätigen. Eigentlich wollten wir vor ein paar Tagen die Küste von Phan Thiet besuchen, nach unsere Aufenthalt in Saigon und im Mekong Delta hatten wir uns sehr darauf gefreut. Auf der unerwartet langen Anreise ist uns allerdings schon der unglaubliche Müll und Schmutz an den Straßenrändern und am Strand entlang aufgefallen. Wir hofften auf Besserung in unserer Hotelanlage, die aus kleinen Bungalows bestand. Leider haben wir direkt nach der Ankunft und Sichtung der Unterkunft gleich wieder die Segel gestichen und sind den strapatiösen Weg freiwillig wieder zurück gefahren unf werden nun die restlichen zehn Tage in einer ökologischen Hotelanlage am Mekong River verbringen. Wir sind sehr über die allgemeine Verschmutzung und den Umgang mit der Natur erschrocken und wünschen den Menschen und dem Land für die Zukunft, dass ein Umdenken und Lernprozess im Umgang mit der Natur in Gang gerät. Empfindliche Besucher des Landes sind nicht vor Atemwegsproblemen und kleineren Infektionen gefeit, dies sollte bei einer Reise gerade mit Kindern bedacht werden.

  • Hallo liebe Weltwunderfrau,
    Deine Berichte sind klasse, kurzweilig und informativ – aber nach Lesen Deines Vietnam-Fazits ist mir nun doch etwas mulmig zumute. Mein Mann und ich fliegen Anfang April für gut 4 Wochen mit unseren 2 Mädels, 3 & 5 Jahre, nach Vietnam. Wir sind Fernreise-erprobt (Australien, Neuseeland (!), USA, Argentinien, Chile), bisher allerdings ohne Kinder und noch nie in Asien unterwegs gewesen. Nun fürchte ich, dass es nicht nur abenteuerlich, sondern stressig werden wird… Und ich hätte sooooo viele Fragen…..!!
    Liebe Grüße
    Caro

    • Hallo Caro, so ganz ohne SOA-Erfahrung werdet ihr bestimmt einige spannende Sachen in Vietnam erleben – aber keine Angst, sooo schrecklich wird es nicht werden. In unserem Blog dürftet ihr so einiges an Tipps finden, und eure Fragen könnt ihr uns gern stellen!

  • Hallo Jenny, interessanter Artikel – immer wieder spannend zu sehen, wie andere Leute „Vietnam“ sehen wobei ich der Meinung bin, dass man Vietnam nicht als ein Ganzes sehen sollte sondern die einzelnen Städte und Regionen differenzieren sollte – ich wohne nun seit 3,5 Monaten in Hanoi und habe (zum Glück) ganz gegenteilige Erfahrungen gemacht und keineswegs den Eindruck, dass hier jeder darauf aus ist, mein Geld zu wollen. Sobald man sich etwas mit der Sprache beschäftigt hat und die wichtigsten Wörter zum Handeln parat hat, macht das Ganze sogar Spaß und gehört wie selbstverständlich zum Alltag dazu. Bei verschiedensten Reisen und Ausflügen in kleinere Dörfer im Norden Vietnams habe ich wahnsinnig viele tolle Erfahrungen gesammelt und auch hier wurde ich nicht „ausgenommen“ – ich für meinen Teil würde Vietnam bezogen auf das, was ich bisher erlebt und gesehen haben ohne zu Zögern als Reiseziel weiterempfehlen und würde jederzeit zurückkommen!So viele tolle Menschen, die sich freuen, dass man Vietnam besucht und daran interessiert sind, woher man kommt und was man macht. Touristische Orte wie die Altstadt oder organisierte Touren zu Touristenattraktionen meide ich übrigens da die Leute hier ganz klar auf gute Geschäfte aus sind.

    • Sarah, du hast natürlich Recht, dass man die „unschönen“ Erfahrungen in Vietnam v.a. im touristischen Sektor erlebt – und je länger man im Land ist, desto mehr verschiebt sich das Verhältnis von Erlebnissen in diesem Bereich zu den „off the beaten track“-Erlebnissen. Leider hatten wir nicht viel Zeit, um so richtig „einzutauchen“.

  • Hallo Jenny,

    auch wenn dieser ehrliche Bericht mit seinen Licht- und Schattenseiten nicht bedingungslos Lust auf Vietnam macht, oder vielleicht gerade deshalb, weil nicht alles einfach nur so klasse war, bestätigt mich das in meinem Wunsch, dort auch mal mit meiner Familie hinzureisen. Schon allein der Nudelsuppen wegen…

  • Hi Jenny,
    toller und ehrlicher Artikel über Eure Reise- klasse! Bin gespannt, welches Reiseziel Ihr Euch dann als nächstes aussuchen werdet. Wir sind viel unterwegs gewesen in den letzten Monaten, ich muss noch meinen Blog aktualisieren. Letztendlich haben wir Wellington verlassen und sind nun wieder in Köln. So viel zu Deiner Frage, warum lange keine Einträge mehr kamen. Werde aber das Bloggen nun wieder aufnehmen, es gibt noch viel zu berichten. Lieben Gruß, Tina

    • Neiiin, da sind ja spannende Dinge passiert down under! Bin gespannt, von euren Gründen für die Rückkehr zu lesen 🙂

  • Ein ganz toller Artikel von Vietman. Haben 6 Monate von Singapur, Malyasien, Thailand, Kambodscha und Vietnam bereist. Vietnam ist noch sehr vom Krieg gezeichnet. Auch bei der Ernährung sieht man immer noch die ganzen noch lebenden Tiere von Schlangen und Echsen welche frisch zubereitet werden. Die sind diese Nahrung noch von den schweren Zeiten gewohnt. Als Tourist ist dies natürlich oft schockierend. Vietnam braucht sicher noch lange um Thailand als Touristenland nachzukommen. Danke für den tollen Artikel.

  • Hallo Jenny,

    wahnsinn, da habt ihr ja wirklich Licht und Schatten erlebt. Ich reise auch nicht gerne, wenn ich das Gefühl habe, dass mich jemand übers Ohr hauen will. Aber doch auch schön, dass ihr so viele tolle Dinge erlebt habt. Danke für den Artikel und die Einsicht in das Land und die Kultur. Jörg

  • Ich kann Euer Fazit voll und ganz nachvollziehen, habe ich doch genau die gleichen Erfahrungen gemacht. In Kambodscha war ich zwar schon 2003 und in Vietnam gar 1999, aber ich dachte seitdem hätte sich bestimmt viel geändert. Scheinbar ist dem aber nicht so. Nach Kambodscha würde ich immer wieder fahren. Die Menschen, ihre Geschichte und die Kultur haben mich sehr berührt. Vietnam fand ich zwar superinteressant, aber oftmals auch einfach nur anstrengend, nervig und unglaublich heiss. Und die asiatische Freundlichkeit konnte ich in Vietnam auch oft nicht finden. Im Gegenteil – wenn wir kein Geld rausrücken wollten, wurden wir zum Teil lauthals beschimpft. Das fand ich sehr befremdlich und fühlte mich oft einfach nur wie ein durch die Gegend laufender Dollar-Schein. Danke für den Bericht! Sehr interessant. Liebe Grüße!

    • Danke für deine Bestätigung, Frau Hibbel! Auch wenn es in diesem Fall schon eher traurig ist, wie viele Reisende das ähnlich sahen wir wir…

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