Freedom Camping

10 goldene Regeln fürs Freedom Camping in Neuseeland

Zum Thema Camping in Neuseeland ist offenbar noch immer nicht alles gesagt – immer wieder erreichen uns Fragen, wie denn das mit dem Freedom Camping funktioniert. Wir wollen daher heute mal erklären, wie man sich als vorbildlicher Freedom-Camper verhält.

No camping signJa, es ist schade, dass Freedom Camping in Neuseeland heutzutage immer öfter verboten oder streng eingeschränkt wird. Viele Ortschaften und Gemeinden verbieten es komplett, einige halten speziell ausgewiesene Stellflächen dafür frei und nur noch wenige halten es umgekehrt: Da, wo nichts dransteht, ist es erlaubt.

Warum sich die Toleranz der Kiwis gegenüber freedom-campenden Touristen gewandelt hat, ist klar, wenn man das Stichwort in den Zeitungen des Landes sucht. Hier wird immer wieder von rücksichtslosen Urlaubern berichtet, die ihre Camps vermüllt und beschädigt zurücklassen – inklusive Fäkalien. Bäh! Ob das nun wirklich immer die bösen Touristen gewesen sind, mag man angesichts eigener Beobachtungen von sorglos picknickenden Eingeborenen und Müll werfenden Jugendlichen in Parks bezweifeln; auch die so oft beschworenen „used nappies“ stammen sicherlich in der Regel nicht von Reisenden (von denen benutzen nämlich nur wenige Windeln!).

Lake Taupo TrashDurch vorbildliches Verhalten kann der Reisende trotzdem dazu beitragen, den Unmut der Kiwi-Öffentlichkeit nicht weiter zu schüren und im Gegenteil die Wahrnehmung campender Touristen in eine positive Sache verwandeln.

Diese zehn goldenen Regeln fürs Freedom Camping könnt ihr euch daher gleich ausdrucken und in den Campervan hängen, damit auch alles klappt 🙂

  1. „Ask a local“: Eine offene und ehrliche Frage bringt meist gute Stellplatz-Tipps. Keine Angst, Kiwis verpfeifen Freedom Camper nicht an die Polizei.
  2. „Don’t disturb“: Stellt euch nicht direkt neben Häusern oder andere Wohnmobile, ohne deren Bewohner vorher zu fragen.
  3. „Don‘t sneak in“: Kommt ihr doch einmal spät an und seid nicht sicher, was die Anwohner meinen, dann packt morgens zeitig wieder zusammen und zeigt guten Willen, indem ihr auch rückwirkend noch fragt.
  4. „Don‘t crowd“: Vermeidet größere Ansammlungen von bereits Freedom-campenden Wohnmobilen.
  5. „Don’t litter”: Das „Take only photos, leave only footprints“-Motto der Nationalparks gilt exakt genauso für Freedom-Camping-Plätze. Das heißt: Müll wieder mitnehmen (auch solchen, der schon da liegt!), keine Äste für Feuerholz abbrechen und natürlich nicht in den Wald sch…
  6. „Don’t light a fire“: In Nationalparks, Scenic Reserves und staatlichen Wäldern dürfen keine Feuer gemacht werden, in der „prohibited fire season“ sind Feuer generell verboten (natürlich nicht, wenn es eine speziell ausgezeichnete Feuerstelle gibt). Wenn nicht absolut sicher ist, dass Feuer erlaubt sind, lasst es lieber sein, bei Waldbrandgefahr verstehen die DOC-Ranger keinen Spaß …
  7. „Don’t pollute“: Nicht direkt im Fluss (ab-) waschen, Abwasser in den Boden gießen (damit es gefiltert wird, bevor es ins Grundwasser eintritt), keine Seife verwenden; Abfälle mindestens 50 Meter von Wasserläufen, Wegen etc. entfernt vergraben …
  8. „Don‘t annoy“: Verhaltet euch dezent – das heißt: keine Disco am Abend veranstalten, keine Umgestaltung der Camp-Stelle (egal wie kreativ) vornehmen und generell nicht (negativ) auffallen.
  9. „Don‘t cheat“: Sehr, sehr wichtig: Holt den fehlenden Luxus nicht heimlich auf einem Campingplatz in der Nähe nach! „Shower theft“ und „toilet paper theft“ werden von den Betreibern extrem ernst genommen und sind offenbar keine Kavaliersdelikte!Shower theft NZ campsite
  10. „Don‘t overstay“: Nicht zu lange an derselben Stelle campen – nach ein oder zwei Tagen sollte man weiterziehen und den Platz für andere Reisende frei machen.

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