Top Ten Campingplatz Moke Lake: einfach unbeschreiblich

Dies ist Teil 7 von 11 der Artikelserie Campingplätze in Neuseeland

Wenn ich meine Erinnerungen an Moke Lake beschreiben will, muss ich lange überlegen. Alles, was ich aufschreibe, sieht irgendwie pompös und übertrieben aus – aber die in grandiosem Schweigen aufragenden Berge, die sich in der stillen Fläche des Moke Lake spiegeln und eine riesige, flache Weidelandschaft umsäumen, lassen sich tatsächlich nur als atemberaubend schön und beeindruckend bezeichnen.

Moke Lake steht auf unserer Top-Ten-Campingplatz-Liste wirklich sehr, sehr weit oben.

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Die Stille, die hier alles beherrschte, war so gewaltig, dass sie jedes Geräusch schluckte: ein vereinzeltes verschämtes „Mäh“ von den herumstreunenden Schafen genauso wie das Juchzen der spielenden Kinder und das Kichern und halbschiefe Gitarrenklimpern von den Lagerstellen der U20-Backpacker in ihren coolen “Wicked”-Campern. Nach holpriger Fahrt über gewundene Gravel Roads mit lebensbedrohlichen Viehgattern, nur wenige Kilometer außerhalb des wuseligen, bunten und schicken Queenstown, fühlten wir uns hier in einer anderen Welt.

„Anders“ im Sinne von urtümlich, abgeschieden und fern der Zivilisation – das bedeutete natürlich auch: ohne jeden Komfort. Außer zwei wahllos auf der großen Fläche verstreuten Toilettenhäuschen und einem Badesteg am See (der eigentlich eine Brücke ist, die zu einem Wanderweg um den See gehört) sieht man am Moke Lake kein Zeichen davon, dass es sich hier um einen Campingplatz handelt, und der wird vom DOC noch nicht einmal in die kostenlose Basic-Kategorie eingeordnet.

Nein, jeden Morgen um 8 Uhr weckte uns (nein, mich…) freundlich klopfend der Ranger, der die Gebühr in Höhe von 6 NZ$ pro Erwachsenem und 3 NZ$ pro Kind (zahlbar erst ab 5 Jahre!) kassierte und ein nettes Schwätzchen übers Wetter hielt.

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Braucht man Wasser, muss man es aus dem See schöpfen, will man sich waschen, muss man in diesen hineinspringen – und das Wasser ist kalt, wir befinden uns hier schließlich mitten in den Southern Alps! Alles andere ist „up to you“, Selbstversorgung wird groß geschrieben. (Das “tap water” und den “cooking shelter”, verzeichnet auf der DOC-Campingplatzkarte, haben wir nicht gefunden!)

Umso größer war unser Respekt vor den Kiwis aus Dunedin, die hier mit sechs Kindern in einem riesigen Wohnwagen ihre Sommerferien verbrachten. Ohne Strom, ohne fließendes warmes Wasser, ohne die Möglichkeit, sich mal in einem Gemeinschaftsraum aufzuwärmen; und vor allem: ohne Internet! Dafür spielen und Fahrrad fahren auf der wahrlich grenzenlosen Wiese, träumen und in die Wolken schauen, wandern auf den vielen Tracks in der Gegend und Boot fahren auf dem See … Einen Spielplatz haben unsere Kinder hier jedenfalls nicht vermisst.

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Ausflüge nach Queenstown und Glenorchy sind natürlich auch empfehlenswert, schließlich sind es ja nur 17 km aus der “Großstadt”: Von Queenstown kommend, ca. 10 km auf der Glenorchy Road nach Westen fahren, dann rechts abbiegen auf die Moke Lake Road (Achtung, das ist ein steiler Abzweig, nicht verpassen!) und noch 7 km auf gewundener, zunehmend holpriger Straße fahren, die am Ende nur noch ein einspuriger Viehweg mit mehreren gemeingefährlichen Cattle Grids ist. Besonders spannend ist die Zufahrt im Dunkeln, denn das ist es hier draußen wirklich!

Moke Lake Top Ten Campingplatz Moke Lake: einfach unbeschreiblich

Nur drei Tage sind wir in diesem Paradies ohne Komfort geblieben und haben uns danach immer wieder dorthin zurückgewünscht …

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