Budget und Sparen Wohnmobil in Neuseeland

Reisekosten Neuseeland: Wohnmobil mieten

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Ein Wohnmobil ersetzt bzw. verbindet Fortbewegung und Unterkunft. Das Wohnmobil mieten ist damit der zweite Megaposten in den Reisekosten Neuseeland. Nicht zu vergessen die zusätzlichen Stellplatz- und Stromgebühren auf Campingplätzen, Benzin oder Diesel, Parktickets, Knöllchen, Bußgeldern

Reisekosten Neuseeland Wohnmobil mieten

Das Miet-Wohnmobil ist einer der größten Posten in den Reisekosten für Neuseeland

Was kostet ein Wohnmobil in Neuseeland denn nun? Tja, das kann man unmöglich so pauschal sagen.

In Neuseeland gibt es zig kleine und große Wohnmobil-Vermieter. Ihre Preise schwanken genauso wie das Angebot; welches Modell man wählt, hängt von persönlichen Vorlieben (manche Vans sind schlicht weiß, manche verrückt und individuell mit Graffiti verziert…), Luxusbedürfnis (nach oben offen) und Risikobereitschaft ab (einige Anbieter vermieten preiswert alte Fahrzeuge, die dann natürlich gern mal schlapp machen).

Wer mit Kindern reist, für den schränken sich die günstigen Varianten sofort deutlich ein, denn nun braucht man einen Drei- bis Viersitzer, von denen es im Low-Budget-Segment kaum welche gibt. Wir hatten nach langer Suche nur den Toyota Voyager von Britz gefunden. Familien mit zwei Kindern haben wir aber auch in kleinen Campervans von Jucy Campers gesehen.

Mit drei Kindern waren wir einige Jahre später in einem Alkoven-Wohnmobil mit sechs Sitzplätzen unterwegs. Das war natürlich deutlich teurer – aber relativ alternativlos, da es schlicht keine kleineren Busse mit ausreichend Sitzplätzen auf dem neuseeländischen Markt gibt (in Japan sieht das anders aus…).

Das kostete unser Miet-Campervan für 7 Wochen Neuseeland

Unseren 4-Sitzer-Campervan, einen Toyota Hiace mit festem Dachaufbau, hatten wir für 49 Tage gemietet. Für diesen Mietzeitraum haben wir insgesamt knapp 4.200 Euro bezahlt; das sind knapp 86 Euro pro Tag.

 

Reisekosten Neuseeland Wohnmobil mieten

Unser Miet-Campervan, ein Toyota Hiace 4-Berth

Dazu kam noch eine One-way-Gebühr von 250 NZ$, weil wir den Campervan in Christchurch angemietet und aber in Auckland wieder abgegeben haben.

4.200 Euro (bzw. etwa 7.000 NZ$) waren sehr preiswert. Dafür gibt es drei Erklärungen:

  • Wir haben uns auf ein kleines Modell beschränkt und dafür auf WC und Dusche an Bord sowie Bewegungsfreiheit in der Wohnkabine verzichtet. Jeden Abend und jeden Morgen hieß es: umbauen und aufräumen. Das hat erstaunlich gut geklappt; wir hatten aber auch Glück mit dem Wetter und konnten uns fast immer draußen aufhalten.
  • Wir haben auf das Bonus-Pack mit Vollkasko-Versicherung und ohne Selbstbeteiligung verzichtet, weil wir es uns schlicht nicht hätten leisten können. Zum normalen Tagesmietpreis kamen bei Britz noch einmal 45 NZ$ dazu. Gegen die Zahlung der Selbstbeteilung im Schadensfall (7.500 NZ$, die bei der Fahrzeugübernahme von der Kreditkarte abgebucht werden!) haben wir uns mit einer extern abgeschlossenen CDW-Versicherung zum Preis von 350 Euro abgesichert – dachten wir zumindest. Wir hatten jedenfalls Glück und sind unfallfrei gefahren. Mehr zu diesem wichtigen Thema könnt ihr hier lesen.
  • Unsere Reise fand noch vor dem Neuseeland-Boom statt, der die Reisekosten enorm in die Höhe getrieben hat. Wie stark man den Anstieg der Preise spüren kann, haben wir hier beschrieben.

Das kostete unser Miet-Wohnmobil für 3 Wochen Neuseeland

Unser Alkoven-Wohnmobil, den Koru 6-Berth, hatten wir für 25 Tage gemietet – davon lagen 7 Tage in der günstigsten Nebensaison im September und 18 Tage in der mittelgünstigen “shoulder season” im Oktober.

Wendekreisen Koru 6 Wohnmobil Godley Head

Unser Koru 6-Berth Wohnmobil

Diesmal haben wir uns das teurere “All Inclusive Package” mit Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung geleistet. Dafür fielen 40 NZ$ extra pro Tag an.

Weil die Mietdauer 21 Tage überschritt, bekamen wir immerhin einen Rabatt von 5 % auf den Grund-Mietpreis. Und die Extras wie Kindersitze oder die Road User Charge für den Diesel waren im “All Inclusive Package” inklusive.

Insgesamt kostete unser Miet-Wohnmobil für 25 Tage damit 7.813 NZ$, plus 1.000 NZ$ für das “All Inclusive Package”. In Euro umgerechnet, sind das etwa 5.200 Euro (bei einem Kurs von 1 Euro zu 1,6 NZ$).

Nicht vergessen: Extrakosten fürs Wohnmobil

Zum Mietpreis kommen weitere kleingedruckte und nicht zu vermeidende Schmankerln hinzu, die die Reisekosten Neuseeland in die Höhe treiben:

  • die Wechselkursschwankungen bei der Zahlung und Rückzahlung der Selbstbeteiligung (für uns ergab sich auf diese Weise ein Minus von über 500 Euro!)
  • die Diesel-Tax wird nachträglich auf die günstigeren Preise für Diesel aufgeschlagen, wodurch Diesel im Endeffekt nahezu genauso teuer ist wie normales Benzin. Pro gefahrenen 100 km werden bei Fahrzeugabgabe noch einmal 4,45 NZ$ (Stand: März 2011) Steuern erhoben. Wer viel gefahren ist, zahlt entsprechend mehr.
  • Außerdem brauchen die Kleinen ja noch einen Kindersitz, den man für 25 NZ$ leihen kann (inzwischen verlangt Britz 35 NZ$). 27 NZ$ kostete die gefüllte Propangasflasche, für 15 NZ$ gab es einen Campingstuhl, ein Tisch kostete 25 NZ$. Und all das braucht man, wenigstens ab und zu!
  • Im Kleingedruckten kommen schließlich noch die Kosten für Parktickets (in Städten kann das schnell ins Geld gehen!) und Strafzettel dazu. Die haben wir aber schamhaft vergessen zu notieren… 

Was kostet Benzin oder Diesel in Neuseeland?

Tanken ist eines der wenigen erfreulichen Dinge im Budget: Benzin und Diesel sind aus deutscher Sicht in Neuseeland extrem billig.

Wir haben für einen Liter Diesel zwischen 1,32 und 1,46 NZ$ bezahlt. Der Tank unseres Campervans fasste 70 l, der Verbrauch wurde mit 15 l/100 km angegeben. Bei über 6.000 gefahrenen Kilometern haben wir insgesamt für ca. 900 NZ$ getankt; ein Schnäppchen, hm?

-> Was haben andere Familien für ihr Miet-Wohnmobil in Neuseeland bezahlt?

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Hier haben wir noch weitere Posten aufgeführt, die ihr bei den Reisekosten für Neuseeland einkalkulieren müsst:

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