! Aktualisiert am 19. Juni 2026
DER “Herr der Ringe”-Drehort in Neuseeland, den Mittelerde-Fans auf keinen Fall auslassen dürfen, ist das Hobbiton Movie Set nahe Matamata. Wir waren schon dreimal mit unseren Kindern dort und sind überzeugt: Ein Besuch des Hobbiton Movie Set lohnt sich selbst für Nicht-Fans!

Das Hobbiton Movie Set in Matamata: ein Traum für große und kleine Mittelerde-Fans ;-)
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Inmitten der weiten, sattgrünen und sanft gewellten Schafweiden von Waikato liegt das Hobbiton Movie Set (also das Filmset von Hobbingen), gut versteckt und rundum abgezäunt auf der riesigen Schaffarm der Familie Alexander. Für Mittelerde-Fans auf der Suche nach Drehorten ist es nicht ohne Weiteres zugänglich – ohne Teilnahme an einer Führung gelangt man nicht auf das private Gelände.
Anders als alle anderen “Herr der Ringe”-Drehorte, deren Kulissen nach den Dreharbeiten abgebaut und akribisch renaturiert wurden, kann man das Hobbiton Movie Set auch mehr als 20 Jahre nach Abschluss der Dreharbeiten im kompletten Originalzustand bewundern – oder vielmehr: wieder.
In diesem Beitrag erfahrt ihr alles über das Filmset, wie ihr es besuchen könnt und ob sich der Besuch mit Kindern lohnt!

Auf zum Hobbiton Movie Set!
Das Hobbiton Movie Set ist keine Attraktion wie jede andere, auch wenn sie in den letzten Jahren wirklich massiv vermarktet wird und die Tickets immer teurer werden. Bei unserem ersten Besuch 2011 haben wir 66 NZ$ bezahlt – heute (2026) kostet ein Ticket 130 NZ$. Unserer Meinung nach ist eigentlich jeder Eintrittspreis gerechtfertigt – selbst wenn man kein eingefleischter Mittelerde-Fan ist.
Ihr seid richtige “Herr der Ringe”-Fans? Dann braucht ihr meinen “Inoffiziellen Herr der Ringe Reiseführer” (Bruckmann Verlag), der euch zu allen Drehorten in Neuseeland führt!*

Das Hobbiton Movie Set bei Matamata: auch mit 500.000 Besuchern im Jahr bekommt man hier ein (relativ) authentisches Erlebnis
Hobbiton Movie Set: Wie alles begann
Wir haben das Hobbiton Movie Set schon besichtigt, als es noch gar nicht existierte – bzw. nicht mehr. Wir waren 2002, 2011, 2018 und 2024 in Matamata alias Hobbingen und haben das Filmset von “Der Herr der Ringe” und “Der Hobbit” in vier sehr verschiedenen Zuständen gesehen.
Die Geschichte, wie alles begann, wird am Anfang jeder Hobbiton-Tour erzählt: Es war der große Baum am Ufer eines kleinen Sees, den die Location Scouts von Regisseur Peter Jackson aus dem Helikopter erblickten. Sie fuhren daraufhin zur Fam von Ian Alexander, der ihnen beinahe nicht die Tür geöffnet hätte, weil er gerade Rugby schaute.
Dank Mrs. Alexander akzeptierte er den Vorschlag des Filmteams und stellte seine Schaffarm für die Dreharbeiten zum “Herr der Ringe”-Epos zur Verfügung. Das Team ging ans Werk und grub Hobbit-Höhlen in die Seiten der Hügel, unterstützt von der neuseeländischen Armee, die eine Zufahrtsstraße baute, und einer weiteren Armee von Gärtnern, die aus dem Grasland ein blühendes Hobbit-Dorf machten.
Nach dem Ende der Dreharbeiten zur “Herr der Ringe”-Trilogie im Jahr 2001 sperrte Mr. Alexander zunächst das gesamte Gelände seiner Farm in Matamata wieder zu. Er ließ alle Höhlen, Wege usw. abbauen und abreißen, weil ihn der Rummel des Filmdrehs sehr genervt hatte. Was blieb, waren einige weiß gestrichene, runde Holztüren in den Hügeln – mehr nicht.
Etwa zu der Zeit kamen wir Weltwunderer – noch ohne Kinder – zum ersten Mal nach Neuseeland, auf der Suche nach “Herr der Ringe”-Drehorten. Unsere einzigen Hinweise waren Gerüchte und Wegbeschreibungen von Anwohnern – die, wie man ja weiß, in Neuseeland gern mal ins Blaue hinein führen. Trotz beharrlichen Herumlaufens auf privatem Farmgelände konnten wir 2001 keinen Hobbitfuß mehr entdecken.

Grüner Hügel, grüner Hügel, noch ein grüner Hügel… herrlich! Aber ob das wirklich das Herr-der-Ringe-Set ist?
Die Kunde vom “echten Hobbiton” verbreitete sich allerdings in Neuseeland immer weiter. Immer mehr Touristen stapften durch die grünen Hügel rund um Matamata auf der Suche nach dem richtigen Ort – den man am hoch aufragenden “Party Tree” am Ufer eines kleinen Sees erkennen können sollte.
Nachdem sich Mr. Alexander der Fans erbarmt (und den darin liegenden finanziellen Mehrwert entdeckt) hatte, stellte er zumindest den Abriss der mehr als 30 Hobbit-Höhlen ein. Das “Wirtshaus zum Grünen Drachen” brennt ja am Ende von “Die Rückkehr des Königs” zumindest in einer Vision von Frodo ab und wurde daher nicht neu aufgebaut.
Insgesamt 17 Fassaden der originalen Hobbit-Höhlen aus weißen Brettern und Styropor standen nun auf dem Farmgelände zur Besichtigung – was recht dürftig aussah und nur hartgesottene Fans zufriedenstellte. Immerhin – eines der so geretteten Löcher konnte man sogar betreten.
Hobbiton Movie Set 2011: Die Wiederauferstehung
Als Sir Peter Jackson nach jahrelangen Verhandlungen den Zuschlag für das Herr-der-Ringe-Prequel „Der Hobbit“ erhielt, kam Bewegung in die Sache – denn „Der Hobbit“ beginnt genau wie seine große Fortsetzung am Wohnort von Bilbo Baggins/Beutlin, in Hobbingen.
Bereits vor dem Beginn der Dreharbeiten war das Hobbiton Movie Set für Besucher zugänglich – wovon wir bei unserer Neuseelandreise Anfang 2011 aus der Zeitung erfuhren. Und so durften wir das frisch wieder aufgebaute und begrünte Filmset im Februar 2011 schnell noch anschauen, bevor sich Peter Jackson wieder hinter die Kamera klemmte. (Dass wir es überhaupt geschafft haben, verdanken wir einer Magenverstimmung bei ihm, die den Beginn der Dreharbeiten um drei Wochen nach hinten verschob.)
Unser Beweis: Wir mussten vor dem Betreten des Geländes eine Verschwiegenheits-Erklärung unterzeichnen und versichern, dass wir keine Details über das Gelände verraten würden!

Pssst: Wir dürfen nichts verraten!
Wunderschön sah das Hobbiton Movie Set schon damals aus: Als kleine Gruppe durften wir über das Gelände stromern, alles anfassen und bestaunen – nur Bilbos Höhle in Beutelsend war “off limits”, so wie sich Bilbo selbst das ja vor seiner 111. Geburtstagsparty gewünscht hatte.

Das wohl berühmteste Schild in Hobbiton
Der Unterschied dieser Erlebnisses im Vergleich zu den späteren Jahren ist rückblickend echt krass: Wir parkten nachmittags allein auf einer Wiese vor dem Besucherzentrum, durften hier auch über Nacht gern mit unserem Camper stehen, und trafen ganz zufällig nach unserer Besichtigung noch auf eben jenen Mr. Ian Alexander – der war im Quadbike mit Hund auf seiner Farm unterwegs.

Mr Ian Alexander himself hält für einen Schnack mit uns an
Damit ging der Boom des Hobbiton Movie Set los: Auch nachdem die “Hobbit”-Trilogie abgedreht war, durfte das flugs gegründete Unternehmen Hobbiton Movie Tours fleißig weiter Gäste über die grünen Weiden der Alexander-Farm führen. Und es wurden immer mehr!
Hobbiton Movie Set: Das könnt ihr heute erwarten
Hobbiton in Zahlen sieht so aus: 500 Hektar Gelände mit 44 Hobbit-Höhlen, davon seit 2024 zwei begehbare. Dazu kommen rund ums Jahr gepflegte Gärten, Obsthaine und 13.500 Schafe – die für den Filmdreh ironischerweise gegen eine andere, “Hobbit”-passendere Rasse ausgetauscht werden mussten. Die Schafe, die man heute auf dem Gelände sieht, sind alle echt und gehören der Alexander-Familie.
In Matamata, einem Nest mit gerade einmal 6.000 Einwohnern, sieht es auch heute ganz normal aus – mal abgesehen von der thematisch passend umgestalteten iSite. Aber wer der Beschilderung hinter die Stadtgrenzen folgt, trifft nach ca. 20 Kilometern zwischen grünen Hügeln auf ein funkelndes Besucherzentrum mit Café und großem Freisitz.

Das Hobbiton Movie Set im Jahr 2018
Angekommen im „The Shires Rest“, kann man für 66 NZ$ 79 NZ$ 84 NZ$ 89 NZ$ 120 NZ$ 130 NZ$ pro Person eine 2,5 Stunden dauernde Tour über das Filmgelände buchen. (Zu jeder Tageszeit ist es hier unglaublich voll – besser, ihr bucht eure Tour schon weit im Voraus online*!)
Ein Guide mit sehr umfangreichem Wissen zu den Filmdrehs begleitet jede Tourgruppe (das sind etwa 15 Personen) über das Gelände. Zuerst fährt man in einem Reisebus vom Besucherzentrum eine ganze Weile durch grüne Hügel, bis man das Hobbiton Movie Set erreicht hat.
Hier beginnt dann ein Rundgang über gewundene Pfade, der zwar nicht anstrengend, aber auch nicht unbedingt rollstuhltauglich ist – insgesamt sind es ca. 2 Kilometer, die man in gemächlichem Tempo und mit vielen Pausen zurücklegt.

Unser Tour Guide von 2011 ist inzwischen bestimmt auch in die Grauen Anfurten gereist…
Und was man auf dieser Runde alles zu sehen bekommt! Es steckt unglaublich viel Arbeit in Hobbingen, und das spürt man an jeder Ecke. 70 „set builder“, Landschaftsarchiteckten und Zimmerleute arbeiteten über neun Monate am ursprünglichen „Herr der Ringe“-Set. Dabei wurden acht Kilometer Straßen angelegt, drei Kilometer Hecken gepflanzt und um jede der Hobbit-Höhlen zwischen 30 und 200 Sträucher und Blumen gesetzt.
Ganz abgesehen von der eigens herangekarrten 26 Tonnen schweren Eiche, aus der mit viel künstlichem Grün der Party-Baum gebastelt wurde. Um den gepflegt-natürlich aussehenden Look zu erhalten, arbeiten ganzjährig mindestens fünf Gärtner am Set.

Die Gärten im Hobbiton Movie Set sind wunderschön

Hier kommt Gandalfs Wagen lang…

Der Blick von Bilbos Terrasse auf den “Green Dragon Inn”
Nach den ersten ungläubig-frohlockenden Blicken über die grünen Hügel, auf den kleinen See mit Brücke und Mühle und den Party-Baum wird die Besuchergruppe in jede Ecke des Geländes geführt. Anschauen und fotografieren sind nach Herzenslust erlaubt, anfassen und betreten nicht (mit einer Ausnahme, von der wir weiter unten berichten).
Auch bummeln sollte man nicht allzu sehr – denn mit zehn Minuten Abstand folgt schon die nächste Tourgruppe auf dem Fuß.
Tipp: Kommt entweder sehr früh und bucht die erste Tour am Morgen – oder macht es wie wir und nehmt den letzten Rundgang am späten Nachmittag. Dann könnt ihr ein wenig trödeln und am Ende eurer Gruppe hoffentlich Bilder ohne viele Menschen drauf machen (und das schöne Spätnachmittagslicht genießen).

Der Blick auf Hobbiton im Jahr 2011…

… und mit anderem Kind im Jahr 2018
Das Wirtshaus zum Grünen Drachen
Das Wirtshaus zum Grünen Drachen (auf Englisch “Green Dragon Inn”) wurde nach seiner filmbedingten Zerstörung am Ende von “Die Rückkehr des Königs” komplett neu errichtet, obwohl er im “Hobbit” gar nicht vorkommt. Die Besucher der Hobbiton Movie Tour können hier am Ende ihres Rundgangs ein zünftiges Hobbit-Bier oder ein alkoholfreies Ginger Beer (gratis) trinken, einen leckeren Hobbit-Snack essen und auf Wunsch sogar einen Abend lang gepflegt dinieren.
Dieses Schmankerl gab es bei unserem Besuch 2011, direkt vor Beginn der “Hobbit”-Dreharbeiten, noch nicht – wir konnten den “Green Dragon Inn” nur von Weitem bewundern. Also mussten wir 2018 ein zweites Mal das Hobbiton Movie Set besuchen.

2018 hieß es für uns: Willkommen im “Green Dragon Inn”
Der Green Dragon Inn fühlt sich so gemütlich an wie ein richtiger Pub, samt prasselndem Kaminfeuer und dicker Katze, die sich ungerührt streicheln lässt. Die herzhaften Pies, Scones und Sandwiches, die man dort kaufen kann (und in der nur 20-minütigen Aufenthaltszeit verzehren muss!), sind überraschend lecker. Genauso wie die vier Biersorten und das Gingerbeer!

Extra-Angebote: Zweites Frühstück, Abend-Bankett und “Hinter den Kulissen”
Wir können uns sehr gut vorstellen, wie schön es sein muss, gemeinsam mit anderen Fans ein großes Hobbit-Abendbankett oder ein zünftiges “zweites Frühstück” einzunehmen – diese Extra-Erlebnisse könnt ihr für 240 NZ$ bzw. 200 NZ$ buchen, die Führung über das Movie Set ist dann im Preis inklusive.
Ein neues Angebot ist die Führung “Hinter den Kulissen”/”Behind the Scenes” für 290 NZ$. Hier bekommt ihr zusätzlich zum gewohnten Rundgang noch weitere Highlights:
- ein Lunch-Büffet in der Mühle am Wasser
- ein Besuch bei den Kunsthandwerkern auf dem Gelände, die für die Ausgestaltung der Hobbit-Höhlen verantwortlich sind
- ein Spaziergang auf eigene Faust in einem Bereich des Beutelsend-Geländes, den die “normalen” Tourbesucher nicht sehen
- ein Käseplatten-Snack mit Blick auf das Filmset, bevor ihr zum Tourbus zurücklauft
Der Vorteil dieser Extra-Touren: Ihr habt deutlich mehr Zeit und könnt das Gelände ungestört erkunden, wenn die anderen Besuchergruppen schon gegangen sind.
Der Nachteil: Kinder zahlen bei diesen Sondertouren ab 11 Jahren einen reduzierten Preis; für Kinder ab 5 Jahren (die ja ansonsten kostenlos bei den Führungen mitlaufen) braucht ihr hier aber ebenfalls schon ein Ticket, das etwa 50 % des Erwachsenentickets kostet.
Nur mit Kindern unter 5 Jahren kommt ihr bei diesen Sondertouren günstig weg; mit Kleinkind empfiehlt sich so eine fast fünfstündige Aktivität mit ausgedehntem Essen aber vielleicht nicht so sehr.

Speisen und Trinken im “Green Dragon Inn” macht Spaß und ist überraschend lecker

Das “Green Dragon Inn”: gemütlich!
Neu seit 2024: Bitte eintreten im Beutelhaldenweg
Auch auf unserer Neuseelandreise 2024 stand das Hobbiton Movie Set auf unserer Reiseliste – denn es gab wieder etwas Neues zu bestaunen! Diesmal haben sich die Hobbiton-Leute selbst übertroffen und einen Traum vieler Fans erfüllt, indem sie zwei “echte” Wohnhöhlen zum Betreten in die Hügel gegraben haben.
Damit ist das Mittelerde-Feeling in Beutelsend perfekt ♥
Es handelt sich nicht um die aus den Filmen bekannte Höhle von Bilbo, die er an Frodo weitergibt (und nicht an die Sackheim-Beutlins, ha!). Stattdessen wurden zwei “anonyme” Hobbit-Familien am Beutelhaldenweg (Englisch: Bagshot Row) ausgewählt – da, wo Frodos Gärtner Samweis und sein alter Ohm wohnen.
Die beiden Höhlen sollen das alltägliche Leben von normalen Hobbit-Familien zeigen, und das ist hervorragend gelungen.

“In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.”
Und das ist sooo gut gelungen! Für die unglaublich detailreiche Ausgestaltung der Hobbit-Höhlen wurden dieselben Zeichner, Set-Designer und Handwerker engagiert, die bereits die Original-Kulissen für den “Herrn der Ringe” gestaltet haben, und das merkt man deutlich – es fühlt sich so unglaublich echt an, als würde da tatsächlich ein Hobbit auf dem Sofa sitzen, wenn man das niedrige Wohnzimmer betritt.

Zu Hause bei den Nachbarn von Samweis
Die Besuchergruppen werden vor dem Gartentor in aufgeteilt und dürfen sich zwischen der linken und der rechten Tür entscheiden. Wir haben uns für rechts entschieden (glaube ich) und betraten die Höhle einer kleinen Familie – komplett mit Stockbett-Kinderzimmer und natürlich Wohnzimmer, Küche, Bad mit Wanne (und Extra-Toilette!) sowie einem kleinen Arbeitszimmer für jemanden, der (oder die) sich auf Pilze und Heilpflanzen spezialisiert hat.
Etwa 20 Minuten hat man Zeit, um erst den vorderen Bereich der Höhle und dann den hinteren zu besichtigen – das Ganze wird so geschickt geführt, dass man die nachfolgende Besuchergruppe nicht bemerkt und zwischendrin das Gefühl hat, sich ganz allein umzuschauen.
Wir waren schwer beeindruckt von der Organisation!
Nach dem Verlassen der Hobbit-Höhle durch die Vordertür geht der Rundgang zusammen mit dem Rest der Gruppe weiter in Richtung “Green Dragon Inn” – wo man Zeit hat, das Gesehene buchstäblich zu verdauen.
Hobbiton Movie Set: Lohnt sich der Besuch?
Ja, ein Besuch des Hobbiton Movie Set ist verdammt teuer – und die Preise steigen jedes Jahr.
Und nein, man ist definitiv nicht allein; selbst auf der letzten Tour des Tages Anfang Oktober, also komplett in der Nebensaison, war im “The Shires Rest” noch einiges los und wir liefen gemeinsam mit etwa 15 anderen Touristen (die meisten aus China und Indien) über das Gelände. Was uns nicht gestört hat.

Mein Versuch eines Instagram-Klassikers – mit Chinesen am Bildrand…
Trotzdem waren und sind wir nachhaltig fasziniert von diesem Erlebnis. Es sieht alles so unheimlich echt aus! Die Blumen blühen, die Bienen summen, im Herbst hängen echte Äpfel an den Bäumen und echte Kürbisse liegen in den Beeten…
Nur die Bewohner des Dorfs scheinen alle plötzlich verschwunden zu sein. Wir hatten immer wieder das Gefühl, als müsste gleich ein Hobbit um die Ecke eines Hauses schauen oder als würde Gandalfs Karren auf dem Weg nach Beutelsend erscheinen.
Die Hobbit-Höhlen sind für den neuen „Hobbit“-Film aus haltbaren Materialien neu errichtet worden und sehen auch von nahem richtig echt aus – inklusive echten Äpfeln an den Bäumen, Gardinen in den Fenstern und aufgesprühten „Flechten“ auf einigen Zäunen. Bei unserem zweiten Besuch, 7 Jahre später, konnten wir uns überzeugen, dass das Dorf gewachsen ist und sogar noch schöner aussieht.
Der Massentourismus hinterlässt überraschenderweise keine Spuren.

Das Hobbiton Movie Set ist wirklich eine Augenweide

Der “Party-Platz” auf dem Hobbiton Movie Set (hier stand das Festzelt zu Bilbos 111. Geburtstagsfeier)
Inzwischen arbeiten 40 Angestellte allein am Erhalt von Hobbingen – und die Alexander-Familie, die seit 2003 eine Viertelmillion Besucher auf ihr Gelände gelassen hat, verdient sich eine goldene Nase.
Der eben angekündigte neue “Herr der Ringe”-Teil The Hunt for Gollum kommt genau richtig, um den Mittelerde-Hype neu anzuheizen. Und für uns war es sicherlich nicht der letzte Besuch im Hobbiton Movie Set!

Auf Wiedersehen im Green Dragon Inn?!
Das Hobbiton Movie Set besuchen
Ihr wisst jetzt, ob sich ein Besuch des Hobbiton Movie Set für euch lohnt oder nicht. Öffnungszeiten erfahrt ihr auf der Website, wo ihr auch gleich eure Tour buchen könnt.

Auf zur Hobbiton Movie Set Tour!
Das kostet der Eintritt (Stand 2026): 130 NZ$ für Erwachsene, 65 NZ$ für Kinder ab 11 Jahren -> Kinder unter 11 Jahren zahlen nichts! -> bucht hier euer Ticket zum Wunschtermin*
Das kostet das Abendbankett (Stand 2026): 24o NZ$ für Erwachsene, 182 NZ$ für Kinder von 11 bis 17 Jahren, 124 NZ$ für Kinder von 5 bis 10 Jahren -> Kinder unter 5 Jahren essen kostenlos mit!
Das kostet die “Behind the Scenes” Tour (Stand 2026): 290 NZ$ für Erwachsene, 232 NZ$ für Kinder von 11 bis 17 Jahren, 174 NZ$ für Kinder von 5 bis 10 Jahren -> Kinder unter 5 Jahren sind kostenfrei dabei! -> Bucht diese Sonderführung direkt über die Hobbiton-Website
Hier liegt das Hobbiton Movie Set: 501 Buckland Road, Hinuera, Matamata
Das Gelände ist ziemlich abgelegen und über kurvige Straßen erreichbar (wo immer wieder Verkehrsunfälle durch Touristen verursacht werden) – keine gute Idee, dort direkt am ersten Tag in Neuseeland oder unter Zeitdruck hinzufahren!
Ihr könnt euch die Anfahrt sparen und den Abholservice an die i-Site in Matamata bestellen – oder ihr lasst euch gleich in Rotorua oder Auckland abholen (solche Touren werden häufig kombiniert mit einem Besuch der Waitomo Caves*).
Tipps für euren Besuch des Hobbiton Movie Set
- Eine Tour über das Filmset dauert ziemlich genau 2,5 Stunden, Bummeln ist nicht. Das Abendbankett dauert 4,5 Stunden.
- Am besten sind die erste Tour am Morgen und die letzte am späten Nachmittag, dann fühlt sich das Gelände nicht so voll an und man hat das beste Licht.
- Es gibt täglich zig Touren über das Movie Set, sie sind aber gerade im Sommer oft lange im Voraus ausgebucht. Online reservieren ist sehr empfehlenswert!
- Die Guides erklären sehr viel auf Englisch und es gibt unheimlich viele Details zu bewundern und zu fotografieren. Wenn ihr kleine Kinder dabeihabt, überlegt gut, ob ihr mit der geteilten Aufmerksamkeit glücklich werdet. Eventuell bleibt lieber einer von euch mit dem Kleinkind draußen, damit der andere die Tour in Ruhe genießen kann.
- Das Hobbiton Movie Set liegt ein ganzes Stück außerhalb von Matamata. Der Weg ist zwar ausgeschildert, aber keine Autobahn. Plant für die Anfahrt also genügend Zeit ein! Es gibt immer wieder schwere Unfälle auf der Anfahrt nach Hobbiton, weil Touristen beim Abbiegen nicht aufpassen.
Lohnt sich das Hobbiton Movie Set mit Kindern?
Die Frage ist bei uns vielleicht falsch gestellt, denn ihr seht ja schon, dass wir drei Mal sehr begeistert mit unseren Kindern hier waren.
Dennoch: Eine geführte Tour über ein Filmset, verbunden mit viel Lauferei und vielen Erklärungen (die nicht einmal auf Deutsch für jüngere Kinder interessant wären), ist nicht von vornherein die beste Wahl für Familien.
Unsere Kinder waren mit 2 und 4 Jahren nur milde an den Hobbit-Höhlen interessiert. Als sie aber zum zweiten und dritten Mal dort waren und sämtliche Bücher und Filme zu Mittelerde inhaliert hatten, sah das ganz anders aus!

Mit 4 Jahren waren die Hobbits noch nicht so interessant…
Überlegt euch, ob eure Kinder mit diesen Situationen zurechtkommen:
- eine ca. 10-minütige Fahrt in einem Reisebus voller fremder Menschen (hier gibt es natürlich auch keine Kindersitze)
- über 2,5 Stunden (oder bei den Sondertouren 4,5 Stunden) zusammen mit etwa 20 fremden Menschen und wahrscheinlich ohne andere Kinder zurechtkommen
- eine Führung auf vorgegebenen Wegen, von denen man nicht einfach weglaufen kann – man muss die gesamte Zeit über bei seiner Gruppe bleiben
- viele verlockende Dinge, die man nicht anfassen oder mitnehmen kann
- Eltern, die selbst gern einer fremden Person zuhören wollen und damit nicht 100 % aufs Kind konzentriert sein können
Mit Baby dürfte ein Besuch des Hobbiton Movie Set kein Problem sein, wenn ihr es in der Trage oder im Tuch tragt. Die Wege sind nicht durchgängig buggytauglich, ein kleiner Buggy (den man zusammenklappen oder kurz tragen kann) ist aber okay.
Mit kleinen Kindern, die den “Hobbit” noch nicht kennen, würde ich gut überlegen und nach Temperament des Kindes entscheiden. Auf jeden Fall solltet ihr hier vorher absprechen, wer von euch sich auf das Kind konzentriert und wer der Führung zuhören darf (am besten abwechselnd!).
Ab dem Grundschulalter ist das Hobbiton Movie Set mit Kindern eine tolle Idee, und je älter sie werden, desto mehr werden sie sich dafür interessieren – wo auf der Welt kann man schon durch ein echtes Filmset laufen, das man (wahrscheinlich) schon selbst aus dem Fernseher kennt? Für unsere Teenager war das Hobbiton Movie Set ein Mega-Highlight.
-> Neuseeland mit Teenager: hell yeah!

DAS Neuseeland-Highlight für unseren Teenie: “Hobbiton”
Übernachten am Hobbiton Movie Set
Die 2024 eröffneten Hobbit-Höhlen sehen unglaublich gemütlich aus, übernachten kann man darin aber leider nicht – und auch auf dem gesamten Gelände des Hobbiton Movie Set gibt es keine Unterkünfte, noch nicht einmal Camper-Stellplätze. (Wir gehen fest davon aus, dass sich das ändern wird – eine Übernachtung im Hobbit-Stil ist ja der logische Abschluss einer Tour über das Filmset. Stellt euch vor, abends in einer Hobbit-Höhle zu sitzen und “Der Herr der Ringe” zu schauen…)
Gerade, wenn ihr die letzte Tour am Spätnachmittag oder das Abendbankett gebucht habt, wollt ihr danach nicht mehr weit fahren (Stichwort: Hobbit-Bier!). Im 15 km entfernten Matamata gibt es immerhin einen Freedom Camping Stellplatz im Ortszentrum, allerdings mit nur 4 Stellplätzen.
Einen Holiday Park gibt es in Matamata nicht (mehr). Der nächstgelegene Campingplatz ist der Opal Hot Springs Holiday Park ca. 7 km nordöstlich des Ortszentrums – wir waren 2011 hier sehr zufrieden, weil der Platz mehrere große Thermal-Pools hat, inzwischen mehren sich aber die negativen Bewertungen, weil die Ausstattung sehr in die Jahre gekommen ist.
Ganz in der Nähe des Hobbiton Movie Set, nur 2,2 km die Buckland Road runter, liegt Brock’s Place: eine schlichte, aber wunderschön gelegene Campsite auf einem Privatgrundstück, das eigentlich ein Garten ist. Eine Nacht hier kostet 10 NZ$, die bar bezahlt werden müssen; es gibt Toiletten und heiße Duschen. Was früher ein Geheimtipp war, sollte heutzutage vorher per E-Mail über die CamperMate-App reserviert werden.
Wir haben 2018 mit unserem Wohnmobil in “Da Barn” übernachtet: Das ist ein schlichter Stellplatz auf der benachbarten Farm (2 km in der anderen Richtung auf der Buckland Road), wo zwei Camper (nur Self Contained!) auf dem Vorplatz neben der Scheune parken dürfen und wo man als Gast auf Wunsch Stromanschluss, Frühstück (gegen Aufpreis) und eine kleine Führung über die Farm bekommt (wir haben dort Ziegen, Schafe und sogar junge Bullenkälber streicheln dürfen). Buchen könnt ihr diese Unterkunft über die Campable-Plattform.

Campable: das ist oft Urlaub auf dem Bauernhof
Was kann man rund um das Hobbiton Movie Set unternehmen?
Das Städtchen Matamata und seine Umgebung sind auch ohne Hobbits sehenswert! Wenn es irgendwie möglich ist: Kommt nicht für einen kurzen Besuch des Filmsets hierher – das ist stressig und bringt den Menschen, die hier wohnen, gar nichts (außer Stau, Verkehrsunfällen und Lärm).
Bummelt ein wenig durch Matamata, besucht ein Café und die hübsche i-Site im Auenland-Stil (die vom DOC finanziert und gemanagt wird und deren Einnahmen direkt dem Land zugutekommen), übernachtet auf einem Campingplatz oder in einem Hotel in der Region. Und bleibt noch einen Tag länger, zum Beispiel für eine Wanderung in den Kaimai Ranges, einen Besuch der Opal Hot Springs oder den herrlichen Aufstieg zu den Wairere Falls.
Denn Neuseeland ist zwar schon irgendwie Mittelerde, aber auch so viel mehr!

Die Wairere Falls sind selbst für neuseeländische Verhältnisse sehr beeindruckend
Noch mehr Herr der Ringe Drehorte in Neuseeland
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- das “Hobbit”-Filmset von Trollshaw Forest in Waitomo
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Wie war euer Besuch am Hobbiton Movie Set? Hattet ihr Spaß oder war es das Geld nicht wert? Erzählt doch mal :-)


[…] darüber erfahren: Hobbiton Movie Set: Mittelerde-Must-do in Matamata! & […]
Liebe Jenny,
wenn ich mir die Eindrücke aus Deinem Bericht so ansehe, muss ich Dir Recht geben. In den letzten Jahren hat sich da tatsächlich sehr viel getan. Ich bin mir sicher der Touristenstrom zum Filmset hat sich um ein Wesentliches vervielfacht. Allein der riesige Parkplatz am Startpunkt lässt bereits erahnen, wie viele Touristen hier tagtäglich abgefertigt werden.
Trotzdem hat sich zumindest meine Tour am frühen Morgen nicht übermäßig touristisch angefühlt. Ich konnte immer noch den Zauber fühlen, den die kleine Siedlung ausstrahlt. Als Herr der Ringe Fan kann ich die Tour weiterhin empfehlen.
Für gute Bilder muss man sich aber schon hin und wieder ein wenig gedulden (oder einfallsreich und flexibel sein). Schließlich will jeder der im gleichen Bus gesessen ist auch das perfekte Bild haben…. ;)
Liebe Grüße,
Thomas
Wow. Anfang nächsten Jahres geht es für mich im Rahmen eines Austausches auch nach Neuseeland. Besser gesagt nach Hamilton. Die Stadt ist nur 50 Minuten von Matamata entfernt. Da cih ein Herr der Ringe und Hobbit Fanatiker bin, hat mir meine Austauschpartnerin versprochen, mir das Filmset zu zeigen. Ich bin schon total aufgeregt! Jetzt noch viel mehr!!! ;)
Sehr cool. Und schade. Denn als ich in Matamata war gab es das Gelände leider noch gar nicht (jedenfalls nicht offiziell) und Herr der Ringe wurde quasi gerade erst gedreht. Der neue Hobbit-Film steht jedoch auf meiner Must-See-Liste. Ich bin gespannt. Liebe Grüße!