Was kostet eine Neuseelandreise im Wohnmobil – und ist sie wirklich so viel teurer als mit dem Mietauto? Diese Frage beschäftigt nicht nur Familien, aber wer mit Kindern reist, für den ist die Frage nach dem Preis eben doch meist entscheidend. Wir zeigen euch, welche Kosten ihr beim Vergleich berücksichtigen müsst und haben einen praktischen Preisrechner, der euch bei der Entscheidung Camper vs. Mietauto hilft.
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Erst war es die Corona-Pandemie bzw. die daraus folgende komplette Abschottung Neuseelands, die die Mietpreise für Camper extrem in die Höhe getrieben hat (viele Anbieter haben ihre Flotten deutlich reduziert und modernisiert – eine hohe Nachfrage trifft auf ein verkleinertes und hochwertigeres Angebot). Seit dem Ukraine-Krieg und dem Angriff der USA auf den Iran kommen nun immer weiter steigende Kraftstoffpreise hinzu.
In diesem Artikel stellen wir alle wichtigen Kosten für die Neuseeland-Reise im Mietwagen und im Wohnmobil gegenüber und ermöglichen euch so einen realistischen Kostenvergleich – garniert mit eigenen Erfahrungen als Familie und mit Spartipps für Camper- und Mietauto-Reisende.
Das Highlight unseres Beitrags ist ein interaktiver Preisrechner, mit dem ihr genau ausrechnen könnt, welches Verkehrsmittel für eure Neuseelandreise das günstigere ist!
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Wohnmobil vs. Mietauto: woraus sich die Kosten zusammensetzen
Wichtig ist es, beim Kostenvergleich zwischen Wohnmobil und Mietauto die Gesamtkosten statt nur einzelner Positionen zu betrachten. In die Gesamtkosten zählen mehrere große Blöcke ein:
- die Fahrzeugmiete: Diese ist extrem unterschiedlich. Sie hängt von der Reisezeit, der Reisedauer (ab 21 Tagen gibt es meist einen Langzeitrabatt) sowie dem Abhol- und Abgabeort ab (sind diese unterschiedlich, kommt ein Oneway-Aufschlag hinzu). Mit der Buchungsmaske herumspielen lohnt sich – die Preisunterschiede können mehrere hundert Euro betragen!
- Versicherung – bei Wohnmobilen bedeutet der Unterschied zwischen der Basisabdeckung (mit hoher Selbstbeteiligung im Schadensfall) und Rundum-Sorglos-Vollkasko-Abdeckung 20 bis 50 Prozent Aufschlag auf die Tagesmiete.
- Treibstoff – große, schwere Wohnmobile mit altem Motor verbrauchen deutlich mehr als leichte Autos mit modernem Antrieb. Verbraucht ein Mietauto um die 7 Liter pro 100 km, schlürft ein älteres Budget-Wohnmobil mit Alkoven locker 15 Liter und mehr weg.
…aber auch die Kosten für Unterkünfte sind abhängig davon, ob ihr im Wohnmobil auf Campsites übernachtet (oder kostenlos Freedom Camping macht) oder ob ihr im Auto herumreist und in Motels oder Ferienhäusern übernachtet. Wichtig: Eine Nacht auf einer Luxus-Campsite kann teurer sein als in einem schlichten Motel!
➜ So unterschiedlich sind die Preise für Unterkünfte in Neuseeland
Was kostet Treibstoff in Neuseeland?
Generell konnte man immer sagen, dass Treibstoff in Neuseeland etwas günstiger war als in Deutschland – Benzin kostete um die 2,60 NZ$, Diesel war mit 1,90 NZ$ etwas günstiger. (Den Preisunterschied gleicht man als Camper-Mieter jedoch mit der Nachzahlung der Road User Charge wieder aus – was das ist, erklären wir gleich.)
Seit dem Ölpreisschock, der mit dem Ukraine-Krieg startete und mit der Blockierung der Straße von Hormuz eskalierte, ist Treibstoff auch in Neuseeland deutlich teurer geworden – speziell in Neuseeland noch angetrieben durch den Fakt, dass die isolierten Inseln im Pazifik immer nur einen oder zwei ausbleibende Öltanker von einer existenziellen Treibstoffkrise entfernt sind.
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Heute (Stand: Oktober 2026) kostet ein Liter Benzin in Neuseeland 3,50 NZ$ pro Liter, Diesel liegt bei 3,20 NZ$ – das sind an die 50 Prozent Preissteigerung für Benzin und Diesel in weniger als einem Jahr. Schluck.
Zwischenzeitlich ist Diesel sogar teurer als Benzin geworden – historisch einmalig und besonders bitter für Wohnmobil-Reisende, die zusätzlich noch die Road User Charge abdrücken müssen.
➜ Aktuelle Preise für Benzin und Diesel in Neuseeland vergleicht ihr am besten über die Gaspy-App
Was ist die Road User Charge in Neuseeland?
Die Road User Charge (RUC) ist eine streckenabhängige Abgabe für die Straßennutzung – eine Art Maut, mit der das Straßennetz instandgehalten und ausgebaut wird.
RUC zahlen prinzipiell alle Fahrzeuge in Neuseeland, jedoch wird die Abgabe unterschiedlich abgeführt:
- Benzin-betriebene Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zahlen die RUC über die “fuel tax” beim Tanken gleich mit (80,5 Cent/Liter).
- Für Dieselfahrzeuge (also die allermeisten Camper und Wohnmobile) wird die Road User Charge im Voraus bezahlt; seit 2020 zahlt man je 1.000 km 76 NZ$.
Übrigens: Auch Elektroautos müssen RUC bezahlen!
Auto-Besitzer müssen die Road User Charge im Voraus bezahlen (Pakete kauft man z.B. bei der Post). Camper-Vermieter stellen euch die Road User Charge nachträglich in Rechnung, abhängig von eurem Tachostand.
![Wohnmobil vs. Mietwagen in Neuseeland – der große Kostenvergleich [mit Preisrechner] 12 Preisrechner Wohnmobil Road User Charge in Neuseeland](https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2026/10/Road-User-Charge.jpg)
Wichtig: Zusätzlich zu den 76 NZ$/1.000 km, die sie als Besitzer der Fahrzeuge an den Staat abführen, berechnen sie euch noch einen kleinen Aufschlag – der variiert von Vermieter zu Vermieter und sollte in den Mietbedingungen aufgeführt sein.
Tabelle: Wer zahlt Road User Charge in Neuseeland?
| Road User Charge | Fuel Tax | |
|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | Dieselfahrzeuge Fahrzeuge über 3,5 t Elektro-Autos | Benziner unter 3,5 t |
| Berechneter Betrag | gefahrene Kilometer (in 1.000er-Paketen) | getankter Treibstoff |
| Bezahlung | online an NZTA | an der Tankstelle |
| Betrag | 76 NZ$/1.000 km für Fahrzeuge unter 3,5 t | 80,5 Cent/Liter |
Für eine typische Neuseeland-Reise von 4.000 km zahlt ihr also zusätzlich zum Camper-Mietpreis noch einmal 4 x 76 NZ$ = 304 NZ$.
Psst: Einige Camper-Vermieter bieten in ihrem Rundum-Sorglos-Paket auch die Übernahme der Road User Charge an – in dem Fall zahlt ihr nach eurer Rückkehr nichts extra, ihr müsst euch also über eure Fahrtkilometer keine Gedanken mehr machen.
Wohnmobil, Camper, Mietauto: Was verbraucht wie viel Treibstoff?
Neben den typischen Verbrauchswerten von Wohnmobil und SUV, Benziner und Diesel kommen noch weitere Einflussfaktoren hinzu, etwa die Windanfälligkeit (bei großen Alkoven-Wohnmobilen und integrierten Campervans sehr hoch!), eure Fahrtstrecke (jeder Berg erhöht den Verbrauch), eure durchschnittliche Geschwindigkeit und die Beladung des Fahrzeugs (viel Gepäck = viel Verbrauch).
Das Alter eines Fahrzeugs ist interessanterweise weniger ausschlaggebend als die Höhe des Aufbaus, das Gewicht und die Motorisierung.
Tabelle: Typische Verbrauchswerte für Fahrzeuge in Neuseeland
| Fahrzeug-Art | Verbrauch pro 100 km | Kraftstoff | Beispiel |
|---|---|---|---|
| normaler Viertürer | 6-8 l | Benzin (oder Hybrid) | Toyota Corolla Sedan |
| SUV | 7,5-10 l | Benzin (oder Hybrid) | JUCY Mitsubishi ASX |
| Campingbus (klein) | 10-12 l | Benzin | Happy Scout, Toyota Hiace |
| Campingbus mit Hochdach | 13-14 l | Benzin/Diesel | Travellers Autobarn Hi 5, JUCY Condo |
| modernes Wohnmobil (integriert) | 10-12 l | Diesel | Maui Cascade |
| Wohnmobil (Alkoven) | 15 l | Diesel | Wendekreisen Koru 6Berth |
Preisrechner: Was kostet eure Neuseeland-Reise?
Unser Preisrechner hilft euch herauszufinden, welche Reiseform für eure Reise günstiger ist, indem er alle relevanten Budgetposten zusammenrechnet:
Gesamte Reisekosten pro Tag = Fahrzeugmiete + Treibstoffverbrauch + Fahrstrecke + Übernachtung
Gebt eure Reisedaten ein (wir haben typische Werte voreingestellt, ihr könnt sie aber auch ändern) und spielt ein wenig herum, um zu schauen, wo ihr sparen könnt:
Vergleicht Wohnmobil + Campingplatz mit SUV + fester Unterkunft. Die Beispielreise ist auf 28 Tage mit durchschnittlich 200 km pro Tag eingestellt. Alle Preise und Verbrauchswerte könnt ihr anpassen.
Berücksichtigt werden Fahrzeugmiete, Kraftstoff, RUC und Übernachtung.
| Kostenblock | Wohnmobil | Mietwagen + Unterkunft |
|---|---|---|
| Fahrzeugmiete | – | – |
| Kraftstoff | – | – |
| Road User Charges | – | – |
| Camping / Unterkunft | – | – |
| Gesamt | – | – |
Annahmen & Hinweise zum Rechner
- High-Class integriert/teilintegriert: 11 l/100 km Diesel als typischer Richtwert moderner, aerodynamischer Miet-Wohnmobile.
- Budget-Alkoven: 14 l/100 km Diesel als realistischer Vergleichswert für ältere bzw. weniger aerodynamische Modelle.
- Kompakter Campervan: 12 l/100 km Benzin; aktuelle Happy-Campers-Modelle liegen je nach Modell meist bei etwa 10–14 l/100 km.
- Kompakt-/Mittelklasse: neutraler Rechenwert 7,0 l/100 km Benzin.
- SUV: neutraler Rechenwert 8,5 l/100 km Benzin; der reale Verbrauch hängt stark von Modell, Antrieb und Beladung ab.
- RUC: wird nur beim Diesel-Wohnmobil angesetzt. Der eingetragene Satz ist editierbar, weil das Fahrzeuggewicht den Tarif beeinflussen kann.
- Nicht enthalten sind Versicherungen, Fähren, Einweggebühren, Parken, Gas, Aktivitäten und Verpflegung. Diese Posten können ergänzt werden, wenn sie für beide Varianten sauber vergleichbar sind.
- Der Rechner ist eine Budgethilfe, keine verbindliche Preisprognose.
Quellenbasis für die Voreinstellungen: Wilderness Motorhomes (Verbrauchsvergleich, 2026), Happy Campers NZ (Fahrzeugspezifikationen, 2026), NZ Transport Agency / Waka Kotahi (RUC-Sätze), MBIE Weekly Fuel Price Monitoring (Kraftstoffpreise).
Legende zum Treibstoffrechner
- Reisedauer & Fahrstrecke: Voreingestellt sind 28 Reisetage × 200 km pro Tag = 5.600 km. Das entspricht einer längeren Neuseeland-Rundreise über beide Inseln. Die Werte lassen sich individuell ändern.
- Kraftstoff: Im Rechner sind 2,98 NZ$/l für Regular 91 und 2,68 NZ$/l für Diesel hinterlegt (Preisstand 28. August 2026). Diese Felder könnt ihr ändern, um aktuelle Preise oder einen persönlichen Sicherheitsaufschlag verwenden zu können.
- Road User Charge (RUC): Voreingestellt sind 76 NZ$ je 1.000 km für Dieselfahrzeuge bis 3,5 t. Bei schwereren Wohnmobilen kann der RUC-Satz höher sein; deshalb ist auch dieser Wert editierbar. Die RUC wird bei benzinbetriebenen Campern und Autos nicht zusätzlich berechnet.
- Für die Fahrzeugmiete gibt es keine Voreinstellung. Die Preise schwanken je nach Saison, Mietdauer, Buchungszeitpunkt, Anbieter und Versicherungsumfang enorm.
- Auch für die Unterkunft gibt es keine Voreinstellung. Beim Wohnmobil reicht das Spektrum vom kostenlosen Freedom Camping über günstige DOC-Campsites bis zum Holiday Park; bei festen Unterkünften ebenso von einfachen Cabins/Motels bis zu hochwertigen Ferienwohnungen.
- Für die Gesamtkosten werden Fahrzeugmiete + Kraftstoff + ggf. RUC + Campingplatz/Unterkunft addiert. Nicht berücksichtigt sind u. a. Versicherungen, die Fähre, Oneway-Gebühren etc.; der Rechner soll nur die unterschiedlichen Grundkosten der beiden Reiseformen vergleichen.
- Die Gesamtkosten werden zusätzlich durch 28 Reisetage bzw. 5.600 km geteilt – oder durch die von euch eingegebenen individuellen Werte.
Am Ende vergleicht der Treibstoff-Rechner beide Gesamtsummen und zeigt die absolute Differenz in NZ$ als auch die prozentuale Mehrbelastung gegenüber der jeweils günstigeren Variante an.
So spart ihr Kraftstoff in Neuseeland
Richtig viel sparen kann man nicht, wenn man nicht den schlichten Spartipp befolgen möchte: weniger fahren 😜
Ein paar praktische Treibstoff-Spartipps für Neuseeland haben wir aber dennoch für euch:
- langsamer fahren (Richtwert: 10 km/h unter der Höchstgeschwindigkeit)
- Fahrzeug nicht unnötig beladen (beim Gepäcksparen hilft unsere ultimative NeuseelandPackliste für Familien)
- eine Vergleichs-App wie Gaspy verwenden, um günstige Tankstellen zu finden
- Kassenzettel von Countdown und Pak’n Save aufheben, um Treibstoff-Rabatte mitzunehmen (lest unseren Supermarkt-Guide)
- Tankstellen in Nationalparks und einsamen Regionen meiden
- Rush-hour morgens und nachmittags in Großstädten vermeiden (Auckland, Wellington, Tauranga, Christchurch, Queenstown) – Stop and Go erhöht den Verbrauch
- Reiseroute planen, um sinnlose Umwege zu vermeiden (dabei hilft euch unsere persönliche Reiseberatung!)
Mit ein paar kleinen Anpassungen wie reduzierter Geschwindigkeit, leichtem Gepäck und der Gaspy-App, um günstige Tankstellen zu finden, senkt ihr eure Treibstoffkosten locker um 10 %.
![Wohnmobil vs. Mietwagen in Neuseeland – der große Kostenvergleich [mit Preisrechner] 13 Preisrechner Wohnmobil Mietwagen in Neuseeland](https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5128-1024x768.jpg)
Was eine Neuseeland-Reise im Wohnmobil oder Mietwagen wirklich kostet
Genau den Vergleich, was so eine Neuseeland-Reise in den verschiedenen Verkehrsmitteln kostet, haben wir am eigenen Leib gemacht – als wir 2024 mit unseren Kindern in Neuseeland waren. Damals sind wir 14 Tage im Camper über die Südinsel gefahren, plus 17 Tage im Mietauto.
Für unser Wohnmobil (ein Maui Cascade 4 Berth, den wir über die CamperOase gemietet hatten), sind dabei folgende Kosten angefallen:
Wohnmobil-Kosten in Neuseeland 2024:
- Fahrzeugmiete: 348 Euro pro Tag (!) – lange im Voraus gemietet, ohne Langzeitrabatt (14 Tage), ohne Oneway-Aufschlag
- Treibstoff (Diesel): 494 NZ$ auf 1.850 km – das war noch vor dem Iran-Schock!
- RUC: 173 NZ$
Für das Reisen im Mietwagen (wir hatten jeweils eine Woche auf der Südinsel und auf der Nordinsel einen SUV) kamen diese Kosten zusammen:
Kosten für Mietwagen in Neuseeland 2024:
- Fahrzeugmiete: 54 Euro pro Tag auf der Nordinsel, 60 Euro pro Tag auf der Südinsel
- Treibstoff (Benzin): 992 NZ$ auf ca. 1.950 km
Dazu kommen noch die Kosten für Übernachtungen auf Campingplätzen und in Motels/Ferienwohnungen – für den genauen Preisvergleich und die überraschende Erkenntnis, welche Reise-Art günstiger war, klickt euch in unsere ausführliche Kostenaufstellung!
Schaut am besten direkt bei unserem Partner CamperOase* nach spritsparenden Modellen, die zu eurer Familie passen!
![Wohnmobil vs. Mietwagen in Neuseeland – der große Kostenvergleich [mit Preisrechner] 14 CamperOase_Neuseeland_Camper_mieten](https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2026/08/CamperOase_NZ.png)
Fazit: Wann lohnt sich ein Wohnmobil – und wann ist ein Mietauto die bessere Wahl?
Psst: In unserer Reisekosten-Aufstellung für 4 Wochen Neuseeland haben wir einen eindeutigen Gewinner ermittelt in der Frage, welche Reiseform günstiger ist (wir waren selbst überrascht). Aber Geld ist natürlich nicht alles!
➜ Lest unsere Entscheidungshilfe: Wohnmobil oder Mietauto in Neuseeland?
Ein Wohnmobil hat gerade für Familien viele Vorteile, die den hohen Preis ausgleichen: Ihr seid flexibler, weil ihr keine vorgebuchten Unterkünfte ansteuern müsst, erlebt die Natur beim Camping viel direkter, spart euch das elende Ein- und Auspacken bei jedem Ortswechsel – und eure Kinder haben immer ihr Zuhause dabei. Das hilft enorm gegen das Heimweh bei längeren Reisen!
➜ So mietet man ein Wohnmobil in Neuseeland
Auch das Mietauto hat viele Vorteile: Abgesehen davon, dass ihr Mietautos in Neuseeland viel kurzfristiger buchen könnt (und sie dann immer noch viel günstiger sind), seid ihr im Auto wendiger und könnt engere (und schlechtere) Straßen befahren, kommt also im Zweifel sogar weiter in die Wildnis hinein als mit so manchem Wohnmobil. Dass ein Ferienhaus oder ein Motel bei schlechtem Wetter viel mehr Platz für eine Familie bietet (und Privatsphäre für genervte Teenager!), seht ihr ein – und das Kochen in einer ordentlichen Küche ziehe ich dem Herumgekrampfe im engen Wohnmobil immer vor.
➜ So reist man im Mietauto durch Neuseeland
Tabelle: Entscheidungshilfe Camper vs. Mietauto
| Wenn euch wichtig ist… | Dann passt eher… |
|---|---|
| möglichst günstig reisen | Mietwagen + Unterkünfte |
| maximale Freiheit | Camper (und Nebensaison!) |
| mit Baby/kleinen Kindern reisen | Camper |
| spontan buchen | Mietwagen + Unterkünfte (in Nebensaison) |
| möglichst bequem reisen | Mietwagen + Unterkünfte |
![Wohnmobil vs. Mietwagen in Neuseeland – der große Kostenvergleich [mit Preisrechner] 15 Jenny Menzel Weltwunderer Neuseeland](https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2020/01/Jenny-Menzel-Neuseeland-3-1024x681.jpg)
Psst: Ihr wollt eure Reiseroute treibstoffsparend planen oder überlegt, welche Reise-Art für eure Familie passt? Dann bucht unsere persönliche Neuseeland-Reiseberatung!
Blick in die Zukunft: Wird Reisen mit Verbrenner-Autos immer teurer?
Nicht nur die Mietpreise für Wohnmobile steigen in immer astronomischere Höhen – auch der Ölpreis scheint nur eine Richtung zu kennen: Er steigt und steigt. Geopolitische Krisen, Klimawandel und schlicht “Peak Oil” werden die Treibstoffpreise langfristig wohl kaum wieder sinken lassen – weder in Europa noch in Neuseeland.
Deshalb lohnt sich schon heute der Blick auf sparsame Mietfahrzeuge – teilintegrierte Camper mit modernem Motor und kleinere Mietautos haben hier die Nase vorn.
Und wie sieht es mit E-Autos in Neuseeland aus? Nun ja.
![Wohnmobil vs. Mietwagen in Neuseeland – der große Kostenvergleich [mit Preisrechner] 16 Kostenvergleich Mietwagen in Neuseeland E-Auto](https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5762-1024x768.jpg)
Das Netz an Schnellladesäulen ist zwar noch recht dünn (vor allem auf der Südinsel), aber es wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Besonders für Routen auf der Nordinsel kann ein Elektroauto in Neuseeland heute schon eine interessante Alternative sein. Darüber werden wir hoffentlich bald einen eigenen Artikel schreiben: “Mit dem Elektroauto durch Neuseeland – lohnt sich das schon?”
FAQ: Wohnmobil vs. Mietwagen Kostenvergleich für Neuseeland
Fast immer ist die Kombination Mietwagen plus Ferienwohnung oder Motels günstiger als ein Wohnmobil. Ausgleichen könnte das allenfalls eine Reise in der Nebensaison. Mit unserem Kostenrechner könnt ihr beide Varianten individuell vergleichen.
Je nach Größe und Bauart verbrauchen Wohnmobile in Neuseeland etwa 10 bis 15 Liter pro 100 Kilometer. Kleine Campervans benötigen häufig etwa 10–12 Liter, große oder ältere Alkoven-Wohnmobile eher 13–15 Liter pro 100 Kilometer.
Die Treibstoffkosten hängen von Strecke, Fahrzeugverbrauch und aktuellen Benzin- bzw. Dieselpreisen ab. Bei einer vierwöchigen Rundreise mit 5.600 km benötigt ein SUV mit 8,5 l/100 km beispielsweise rund 476 Liter Benzin, ein Camper mit 11 l/100 km etwa 616 Liter Kraftstoff.
Road User Charges sind eine kilometerabhängige Straßenbenutzungsgebühr, die unter anderem für Dieselfahrzeuge anfällt. Für leichte Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen liegt der Standardsatz bei 76 NZ$ pro 1.000 km; bei schwereren Wohnmobilen können höhere RUC-Sätze gelten.
Der Tagespreis besteht nicht nur aus der Wohnmobilmiete, sondern zusätzlich aus Kraftstoff, Road User Charges bei Diesel und gegebenenfalls weiteren Nebenkosten. Da die Mietpreise je nach Saison, Campermodell, Buchungsdauer und Abgabe-/Rückgabe-Ort stark schwanken, lässt sich ein Tagespreis nur für die konkrete Reise berechnen. Ihr könnt in der Hochsaison für ein Familien-Wohnmobil mit 4+ Sitzplätzen mit mindestens 300 Euro pro Tag rechnen.
Die Kosten hängen vor allem von der Reisezeit, von eurer Route und von den Kosten eurer Unterkünfte ab. Günstiger ist es immer auf der Nordinsel, wenn Abhol- und Rückgabe-Ort gleich sind und in der Nebensaison. Für 4 Wochen Neuseeland im Mietauto haben wir 2024 insgesamt 6.800 Euro bezahlt, inklusive Treibstoff und Unterkünften. In unserem Preisrechner könnt ihr eure tatsächlichen Preise einsetzen und einen Preisvergleich zum Wohnmobil machen.
Ein Wohnmobil kann sich für eine Familie lohnen, wenn euch Flexibilität, Camping und das Reisen mit einem festen „Zuhause“ wichtiger sind als der Preis. Rein finanziell ist ein Wohnmobil fast immer teurer als ein Mietwagen plus Ferienwohnung/Motel; vor allem die großen Familiencamper haben höhere Mietpreise und verbrauchen mehr Treibstoff, das wird nicht einmal durch kostenlose Campsites (Freedom Camping) ausgeglichen.

