Anreise: Rund ums Fliegen

Fliegen nach Neuseeland: die 25 wichtigsten Fragen

Ihr habt euch für eine Neuseeland-Reise mit eurer Familie entschieden – Gratulation! Wenn ihr keine erfahrenen Vielflieger seid oder gar zum ersten Mal mit Kind fliegt, habt ihr bestimmt viele Fragen. Uns ging es nicht anders, daher beantworten wir hier die wichtigsten Fragen zum Thema Fliegen nach Neuseeland.

Ein Flug nach Neuseeland ist ja erst einmal nicht viel anders als ein Flug nach New York oder nach Thailand. Aber da Neuseeland am anderen Ende der Welt liegt und ihr entsprechend lange fliegt, da ihr mehr als zwei Urlaubswochen dorthin reist und entsprechend mehr Gepäck braucht, und da viele von euch eure Elternzeit in Neuseeland verbringen und daher das erste Mal mit Baby fliegen, ist es eben doch etwas ganz anderes.

Wir jedenfalls hatten vor unserem ersten Flug nach Neuseeland eine Menge Fragen – und ihr habt die auch. Wir listen deshalb hier alles auf, was uns zum Thema Fliegen nach Neuseeland mit Baby und Kind eingefallen ist – wenn ihr noch andere Fragen habt, dann stellt sie uns gern!

Inhalt

Wann sollten wir unsere Flüge nach Neuseeland buchen?

11 Monate im Voraus stellen die Airlines ihre Flugpläne online. Genau in diesem Moment solltet ihr anfangen, nach dem günstigsten Angebot zu suchen. Wartet nicht zu lange, die Preise werden nicht sinken. Vor allem wenn ihr in der Hauptsaison zwischen November und Februar fliegen wollt, heißt es früh buchen!

-> Hier haben wir noch ein paar weitere Tipps für euch, worauf ihr bei der Flugbuchung achten solltet.

Lohnt es sich, auf Schnäppchen zu warten?

Nein. Es gibt zwar immer wieder tolle Sonderangebote, aber die gelten meistens für die absolute Nebensaison, für abgelegene Abflughäfen oder für eng begrenzte Reisezeiträume. Wenn ihr nicht spontan auf so einen Neuseeland-Schnäppchenflug oder gar einen Error Fare stoßt, dann wartet lieber nicht darauf.

Machen wir im Reisebüro einen besseren Deal als online?

Bei klassischen Flugverbindungen werdet ihr auf der Langstrecke nach Neuseeland im Reisebüro keine günstigeren Flüge bekommen. Wenn ihr einen Fernreisespezialisten habt, kann er oder sie euch aber vielleicht eine gute Verbindung besorgen, die ihr ansonsten nicht gefunden hättet – vor allem wenn ihr einen Stopover einlegen wollt oder einen Gabelflug sucht (unser Favorit ist die Weltreiseagentur Reissaus!family, die auf Familien spezialisiert ist).

Unsere Empfehlung: Sucht erst einmal selbst nach Neuseeland-Flügen (wir nehmen dafür immer Skyscanner) und wendet euch dann an ein Reisebüro, wenn ihr nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis seid.

Was ist besser: nonstop durchfliegen oder mehrere Zwischenlandungen?

Seit Kurzem gibt es tatsächlich die Möglichkeit, ab Dubai oder Qatar bis nach Neuseeland durchzufliegen – 17 Stunden dauert das. Klar, man spart sich (gerade mit Kindern) den Stress des Umsteigens. Aber 17 Stunden am Stück sitzen? In der Economy? Mit zappeligen Kindern??

Mehr als zwei Umstiege solltet ihr auf eurem Flug nach Neuseeland nicht einlegen, aber prinzipiell sind solche Pausen gar nicht schlecht. Einen Aufenthalt von drei bis fünf Stunden könnt ihr nutzen, um etwas ordentliches zu essen, euch zu strecken, eventuell Frischluft auf einer Freiterasse zu atmen und vor allem, damit sich die Kinder austoben können.

Ist der Aufenthalt noch länger, kann es wieder anstrengend werden, weil ihr dann wieder aktiv „Zeit rumkriegen“ müsst; mit älteren Kindern lässt sich dann aber vielleicht eine Stadtrundfahrt einplanen (viele Flughäfen bieten solche geführten Aktivitäten an, einfach mal nachfragen). Oder ihr macht gleich einen Stopover und schlaft euch richtig aus.

Fliegen nach Neuseeland: Brauchen wir da für unser Baby einen eigenen Sitzplatz?

(Leider) nein. Vorgeschrieben ist es nicht, und ihr könnt viel Geld sparen, wenn ihr für euer Baby unter 2 Jahren den Infant-Tarif ohne eigenen Sitzplatz bucht (die Tickets kosten dann nur etwa 10 Prozent der Erwachsenentickets – allerdings plus den kompletten Zuschlag für Steuern etc.).

Allerdings ist es weder komfortabel noch sicher, einen Langstreckenflug nach Neuseeland mit einem zappeligen Baby auf dem Schoß zu absolvieren. Wenn ihr rechtzeitig bucht, könnt ihr ein Babykörbchen reservieren, in dem euer Baby (bis zu einer maximalen Größe/Kilozahl, die jede Airline unterschiedlich festlegt) liegen kann, solange die Anschnallzeichen nicht leuchten.

Unsere Empfehlung: Informiert euch darüber, wie gefährlich der Loop Belt ist, mit dem Babys im Flugzeug auf dem Schoß „gesichert“ werden, und entscheidet dann, ob ihr das (geringe) Risiko (schwerer) Verletzungen eingehen wollt. Wenn ihr es euch irgendwie leisten könnt: Die bessere Wahl ist immer ein eigener Sitzplatz für jedes Kind.

Achtung: Kinder unter 2 Jahren müssen auf einem eigenen Sitzplatz mit einem zugelassenen, passenden Rückhaltesystem gesichert werden. In der Regel ist das die Babyschale, ab etwa 1,5 Jahren können auch andere Kindersitze oder der Cares-Gurt genutzt werden.

-> In diesem Beitrag erklären wir, welche Möglichkeiten ihr habt, um euer Kind im Flugzeug zu sichern.

Achtung: Wer sein Kind beim Fliegen in einem Kindersitz sichern will, braucht einen langen Atem, weil jede Airline andere, zum Teil haarsträubend unsinnige Regelungen hat, welche sie erlaubt. Hier lest ihr mehr darüber.

Welche Sitzplätze sollten wir wählen?

Bei Linienfliegern ist die Sitzplatzreservierung noch kostenfrei – nutzt dieses Angebot am besten gleich bei der Buchung und sucht euch gute Plätze für euren Flug nach Neuseeland aus. Aber welche sind das?

Jede Maschine hat einen anderen Aufbau. Schaut euch daher zuerst auf www.seatguru.com mit eurer Flugnummer genau an, wie euer Flugzeug von innen aussehen wird, wie groß die Sitzabstände sind, wo die Toiletten sind usw.

Familien mit Babys ohne eigenen Sitzplatz werden (solange genug Platz ist) in der ersten Reihe („bulkhead“) platziert, wo ihr sehr viel Beinfreiheit genießt und ein Baby Bassinet für euch installiert werden kann (das müsst ihr rechtzeitig reservieren!).

Habt ihr allerdings einen Sitzplatz für euer Baby reserviert, fällt die erste Reihe für euch aus. Das ist aber nicht schlimm – dort habt ihr nämlich den Nachteil, dass ihr euer Handgepäck nicht unter dem Vordersitz verstauen könnt und es bei jeder Turbulenz (und bei Start und Landung) in die Gepäckfächer räumen müsst.

Mit Kindern wollt ihr nicht allzu weit von den Toiletten und der Galley entfernt sitzen, aber auch nicht direkt dort (das ist zu unruhig, wenn ihr schlafen wollt). Fensterplätze sind natürlich sehr beliebt, und wenn ihr einen Kindersitz installieren wollt, auch verpflichtend. Kinder schauen allerdings in der Regel dann doch nie aus dem Fenster (kleine Kinder sitzen auch oft nicht hoch genug dafür), wenn ihr keinen Kindersitz verwendet, könnt ihr den Fensterplatz daher ohne schlechtes Gewissen für euch reklamieren.

Vermeidet die Mittelreihe, wenn es eine gibt, und bucht keine Plätze in der letzten Reihe – dort lassen sich meistens die Rückenlehnen nicht zurückklappen!

Unser Tipp: Reist ihr zu viert oder gar zu fünft, ist es cleverer, nicht alle Sitzplätze in eine Reihe zu legen (dann sitzt einer von euch auf der anderen Seite des Gangs, wenn ihr nicht mit dem A380 fliegt). Bucht lieber 2×2 Sitzplätze hintereinander. So nerven die Kinder nur euch, wenn sie an den Lehnen rütteln, können ihr eigenes Ding machen oder auch bei Streit getrennt werden, und wenn eines schlafen will, kann das andere trotzdem einen Film schauen (ist auch praktisch, wenn das 12-Jährige einen Film schauen will, den das Dreijährige bitte nicht sehen soll). Und ihr habt zwei Fensterplätze!

Welche Airlines sind die besten für einen Flug nach Neuseeland?

Die Frage beantworten wir ausführlich in einem eigenen Beitrag 🙂

Wie viel Gepäck dürfen wir mitnehmen?

Jede Airline hat andere Gepäckrichtlinien, die solltet ihr gleich nach der Buchung herausfinden. In der Regel dürfen alle Passagiere mit eigenem Sitzplatz mindestens ein Gepäckstück à 20 kg mitnehmen; bei den arabischen Airlines sind es oft sogar 32 kg.

Faustregel: Je günstiger das Flugticket, desto weniger Gepäck (-stücke) dürft ihr mitbringen.

-> Mehr zum Thema Fluggepäck lest ihr in diesem Beitrag.

Wann sollten wir spätestens am Flughafen sein?

Für einen Langstreckenflug, bei dem ihr Gepäck (und wahrscheinlich auch noch Sondergepäck wie Buggy etc.) einchecken wollt, solltet ihr zwei Stunden vorher am Flughafen sein – nicht früher, aber auch nicht später. Rechnet zur Anfahrtzeit auch noch einen Puffer für das Abstellen eures Autos und den Transfer zum Terminal ein, eventuell noch Wege zum Sperrgepäck-Schalter für das Einchecken eures Sondergepäcks.

Wartezeit am Check-in-Schalter oder Stress am Check-in-Automaten (dahin verweisen nämlich immer mehr Airlines ihre Economy-Passagiere) könnt ihr sparen, indem ihr vorher schon online eincheckt und/oder den Vorabend-Check-in für euer Gepäck nutzt.

Was ist besser am Flughafen: Buggy oder Babytrage?

Wir haben für unseren Zweijährigen den Buggy mitgenommen und waren froh darüber, denn hier kann man während des Aufenthalts am Flughafen so einiges abstellen – Rucksäcke, Jacken, Trinkflaschen, Autositz… In Neuseeland haben wir den Buggy dann aber fast nur in Städten genutzt, zum Wandern war hier die Trage wesentlich praktischer.

Den Buggy kann man an fast jedem Flughafen direkt bis zum Gate oder sogar bis zur Flugzeugtür mitnehmen (dann bekommt er beim Check-in einen „baggage tag“-Anhänger, den ihr nicht verlieren solltet!).

Wenn ihr mit Baby unterwegs seid, ist eine Trage oder ein Tragetuch natürlich praktisch, weil ihr die Hände frei habt. Rechnet aber damit, dass ihr bei der Sicherheitskontrolle euer Baby aus der Trage nehmen und diese durchleuchten lassen müsst, auch wenn das Baby gerade schläft!

Unsere Empfehlung: Ein Buggy am Flughafen ist sinnvoll (auch als Ergänzung zur Trage), wenn ihr ihn auf der Reise ohnehin nutzen wollt.

Dürfen wir einen Buggy, eine Rückentrage, einen Fahrradanhänger, einen faltbaren Bollerwagen im Flugzeug mitnehmen?

Eigentlich jede Airline erlaubt die kostenlose Mitnahme von Sondergepäck für Kinder, das sind in der Regel Autositze, (faltbare) Buggys und Kinderwagen sowie (faltbare) Babyreisebetten.

Andere Gegenstände sind nicht ausdrücklich geregelt, hier müsst ihr geschickt argumentieren und auf nettes Bodenpersonal am Check-in hoffen.

Gerade ein Kinderfahrradanhänger ist so ein Zweifelsfall: Als Fahrrad (-zubehör) wäre es kostenpflichtig, als Kinderwagen (-ersatz) nicht. Habt ihr keine Fahrräder dabei und lässt sich der Anhänger wirklich schmal falten, könntet ihr Glück haben.

Tipp: Alles, was ihr in einer Kinderwagen- oder Autositz-Transporttasche unterbringen könnt, dürfte als kostenfreies Sperrgepäck durchgehen.

Um zu vermeiden, dass ihr diese Dinge dann als (ziemlich teures) Sperrgepäck aufgeben müsst, solltet ihr euch unbedingt vorher bei der Airline informieren, ihnen die Maße schicken etc. Druckt euch die Bestätigung aus und bringt sie mit zum Check-in.

Sollen/dürfen wir unseren Autokindersitz mit ins Flugzeug nehmen?

Ihr dürft prinzipiell jeden Autositz mit an Bord nehmen, der notfalls in ein Gepäckfach passen würde. Da ihr nie wissen könnt, wie die eingecheckten Gepäckstücke behandelt werden, schützt ihr euren teuren Autositz so vor Beschädigungen (die können auch unsichtbar sein!).

Ist der Sitz für die Verwendung im Flugzeug zertifiziert (mit dem Siegel „for use in aircraft“ vom TÜV Rheinland oder der FAA), dürft ihr euer Kind auch während Starts, Landungen und Turbulenzen darin sichern – alle anderen Sitze sind dafür nicht zugelassen und müssten dann fix verstaut werden (oder euer Baby muss auf euren Schoß).

Ob die Schlepperei Sinn macht, hängt auch davon ab, ob und wie ihr den Sitz in Neuseeland benutzen wollt (Autositze mit dem ECE-Siegel sind auf jeden Fall in Neuseeland zugelassen).

-> Hier haben wir eine Hilfe zur Entscheidungsfindung für euch: Autokindersitz mit nach Neuseeland nehmen – ja oder nein?

Dürfen wir Babymilch und Babynahrung mit an Bord nehmen?

Ja. Bis euer Kind drei Jahre alt ist, steht euch das ohne Weiteres zu. Rechnet aber damit, dass ihr an der Sicherheitskontrolle von der Babyflasche oder dem Brei probieren müsst, um zu beweisen, dass das kein Flüssigsprengstoff ist 😛

Dürfen wir Wasser oder andere Getränke mit an Bord nehmen?

Ja. Allerdings dürft ihr sie nicht mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen. Entweder ihr kauft euch also nach der Security im Transit-Bereich des Flughafens neue Getränke, oder ihr füllt eure leeren Trinkflaschen in einem Waschraum oder an einem Trinkbrunnen auf (vorher kosten – in vielen Ländern wird Leitungswasser gechlort und schmeckt furchtbar).

Dürfen wir Kühlakkus mit an Bord nehmen?

Gelpacks sind nur zulässig für die Kühlung von Medikamenten. Habt ihr Essen oder Milch dabei, müsst ihr komplett gefrorene Kühlakkus mitbringen. Alles, was irgendwie flüssig ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit konfisziert werden.

Tipp: Da ihr die aufgetauten Kühlakkus spätestens beim Umsteigen in Dubai nicht mehr durch die Kontrollen bringen werdet, lasst sie zu Hause und packt euer Essen besser in einen Thermobehälter.

Dürfen wir Snacks und Essen mit an Bord nehmen?

Festes Essen und Snacks sind grundsätzlich okay. Am besten nehmt ihr fertig abgepackte Tüten mit Brezeln, Nüssen oder Müsliriegeln ein. Auch Gemüsesticks, Sandwiches usw. sind erlaubt, solange sie ordentlich verpackt sind.

Kritisch wird es bei Marmeladenbroten, Kartoffelbrei und anderen halbfesten Sachen – spart euch Diskussionen und nehmt so etwas nicht mit.

Tipp: Habt ihr ein Kind unter drei Jahren dabei, sind auch Obstquetschies etc. erlaubt!

Dürfen wir eine Bastelschere, ein Feuerzeug, Medikamente für unser Kind mit an Bord nehmen?

  • Bastelschere: theoretisch nein, praktisch ja (wir haben sehr oft eine vergessene Schere im Kindergepäck, die dann zwar immer angemahnt, aber nie konfisziert wird)
  • Feuerzeug: ein normales Gasfeuerzeug darf mit, allerdings nicht im Handgepäck, sondern nur „am Körper“ (warum??)
  • Medikamente: na klar. Alles, was ihr wirklich unbedingt braucht, sollte auf jeden Fall ins Handgepäck und nicht ins große Gepäck. Sind Spritzen, Ampullen oder verschreibungspflichtige Medikamente in größeren Mengen dabei, lasst euch vom Arzt ein (englisches) Attest dafür ausstellen.

Wie kommen wir ohne Stress mit Baby/mit Kindern durch die Sicherheitskontrolle?

Mit guter Vorbereitung! Jacken schon vorher ausziehen, Schnürschuhe öffnen (oder Klettschuhe tragen), Hosentaschen ausleeren, Sonnenbrillen ablegen und Gürtel mit Metallschließen ausziehen. Laptops müssen fast immer einzeln durch die Kontrolle, nehmt diese also aus dem Handgepäck raus. Ebenfalls einzeln muss der Plastikbeutel mit den Flüssigkeiten vorgezeigt werden.

Buggys und Babyschalen müssen ohne Kind durch den Röntgenapparat geschoben werden, klappt den Buggy also rechtzeitig zusammen (Gepäcknetz ausleeren!).

Babyflaschen mit Flüssigkeiten darin solltet ihr ebenfalls einzeln vorzeigen, damit sie schnell kontrolliert werden können. Alles, was die Beamten IN eurem Handgepäck entdecken, sorgt für Diskussionen und Verzögerungen.

Euren Kindern solltet ihr vorher erklären, was gleich passieren wird. Sie müssen nämlich (wenn sie laufen können) allein durch den Metalldetektor gehen und unter Umständen auch in den Körperscanner. Am besten geht zuerst ein Erwachsener und lässt dann das Kind zu sich laufen.

Was gehört unbedingt ins Handgepäck auf einem Langstreckenflug?

In unserer ultimativen und seit Jahren verfeinerten Packliste für Neuseeland-Reisen mit Kind findet ihr selbstverständlich auch eine genaue Anleitung für das Handgepäck.

Was darf auf keinen Fall ins Handgepäck?

Seit Jahren gelten sehr strenge Bestimmungen dafür, was man im Handgepäck mitnehmen darf. Das beginnt bei offensichtlichen Dingen wie Handfeuerwaffen und endet noch lange nicht bei Flüssigkeiten.

Streng verboten sind:

  • alles, was spitz und/oder scharf ist (ausgenommen sind aber Klingen, die kürzer als 6 cm sind!)
  • alles, was explodieren kann, also Benzin und Gase (auch Campingkocher-Kartuschen und Benzinfeuerzeuge)
  • alles, was aussieht wie eine Waffe (also Spielzeugwaffen)

Erlaubt sind:

  • Nagelscheren
  • Rasierer
  • Pinzetten
  • kleine Taschenmesser
  • Batterien
  • flüssige Medikamente und Spezialnahrung (sicherheitshalber mit Attest)
  • Babybedarf (auch Beißringe, die mit kühlender Flüssigkeit gefüllt sind)
  • Flüssigkeiten, die ihr im Duty free eingekauft habt und die versiegelt verpackt sind (Achtung, bei Zwischenlandung in den Arabischen Emiraten werden alkoholische Getränke trotzdem konfisziert!)

Was Flüssigkeiten betrifft: Jeder Passagier (auch ein Kind ohne eigenen Sitzplatz) darf maximal zehn Behälter à 100 ml mit Flüssigkeiten (inklusive Gele, Sprays, Creme, Deospray, Zahnpasta etc.) mitnehmen. Und zwar nur, wenn diese in einer maximal 1 Liter fassenden, durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastiktüte vorgezeigt werden.

Klingt dämlich, ist aber so.

Wie beschäftigen wir unser(e) Kind(er) während des endlos langen Fluges?

Dafür haben wir schon einige Ideen zusammengetragen, die könnt ihr hier lesen.

Unsere Empfehlung: Macht euch vorher nicht zu viele Gedanken. Alle Kinder ab etwa 4 Jahren werden begeistert stundenlang Trickfilme schauen (auch wenn die nur auf Englisch zur Verfügung stehen sollten). Ein Tablet mit Hörbüchern und Spiele-Apps ist immer gut. Und mit kleineren Kindern? Na, man übersteht die Zeit irgendwie…

Bekommen wir an Bord auch außerhalb der Mahlzeiten etwas zu essen oder zu trinken?

Ja! Ihr müsst nur fragen. Da es ohnehin empfehlenswert ist, sehr viel zu trinken, solltet ihr „eure“ Stewardess direkt bitten, euch eine ganze Wasserflasche zu bringen oder eure Trinkflasche zu füllen. Zwischen den Mahlzeiten könnt ihr nach Snacks fragen und bekommt dann zumindest Tütchen mit Erdnüssen, Chips oder Schokoriegel.

Tipp: Das Kindermenü gibt es nicht automatisch, ihr müsst es bei der Buchung eurer Flugtickets mit bestellen (geht auch noch nachher, bis etwa 24 Stunden vor dem Abflug). Wir sind immer wieder überrascht, wie unterschiedlich die Qualität ist; nehmt also auf jeden Fall ein Notfall-Essen mit, falls es euren Kindern nicht ansteht.

Tipp 2: Wenn eure Kinder gerade schlafen, dann weckt sie nicht extra, wenn das Essen serviert wird (knatschige Kinder essen eh nichts). Blöd ist es aber auch, die vollen Tabletts am Sitz aufzuheben. Und noch einmal aufwärmen geht nicht. Sagt also am besten, sobald eure Kinder eingeschlafen sind, dem Personal Bescheid, dass sie euer Essen erst dann servieren sollen, wenn ihr darum bittet. Dann wird es frisch aufgewärmt und alles ist gut.

Müssen wir vor der Landung in Neuseeland noch irgendetwas tun?

Ja, tatsächlich: Ihr müsst die „Passenger Arrival Card“ ausfüllen, die etwa eine Stunde vor der Landung ausgeteilt wird. Und zwar für jeden von euch, das kann eine Weile dauern 🙂

Auf der Karte müsst ihr alle möglichen Daten angeben, auch die Adresse eurer ersten Unterkunft (schreibt die Adresse eures Campervan-Vermieters auf, wenn ihr direkt am Flughafen euren Campervan abholen wollt).

Das Wichtigste auf der PAC sind die Angaben zu Gegenständen, die ihr einführen wollt. Gebt vorsichtshalber alles ehrlich an, es wird euch nicht automatisch weggenommen! Ein nicht angegebener Apfel oder eine nicht gereinigte Angel können euch sonst heftige Bußgelder kosten.

Tipp: Nehmt euch für diese Aufgabe extra einen Stift mit, das Bordpersonal hat nämlich in der Regel keine. Er sollte nicht rot schreiben!

Was dürfen wir nicht nach Neuseeland einführen?

Neuseeland ist enorm pingelig, wenn es um den Schutz seiner einheimischen Pflanzen- und Tierwelt geht. Deshalb darf grundsätzlich nichts eingeführt werden, was irgendwie biologisch und verderblich ist oder gar lebt.

Jegliche Lebensmittel, die frisch oder in einer angerissenen Verpackung sind, müsst ihr vor der Landung in Neuseeland aufbrauchen oder dort wegwerfen. Weder im Handgepäck noch im eingecheckten Gepäck sollte sich etwas Essbares befinden, wenn ihr nach Neuseeland einreist.

Auch Schmutz und Erde, die an Schuhsohlen oder Zeltböden haften, sind böse – wenn ihr also mit verschmutzten Wanderschuhen antretet oder ein nicht originalverpacktes Zelt dabeihabt (auch im eingecheckten Gepäck!), dann stellt euch darauf ein, diese gemeinsam mit den Sicherheitsbeamten gründlich zu reinigen.

Auf der Website des Ministry for Primary Industries könnt ihr genau nachlesen, was ihr nach Neuseeland einführen dürft, was ihr vorher deklarieren müsst und was auf keinen Fall geht.

Wie kommen wir vom Flughafen Auckland/Christchurch in die jeweilige Stadt?

Der öffentliche Nahverkehr ist in Neuseeland leider nicht allzu gut ausgebaut.

Eure einfachste und sicherste Option ist es, ein (Großraum-) Taxi zu eurer Unterkunft zu nehmen. Wenn ihr euren Autositz dabeihabt, ist das super, denn die Taxifahrer haben nur selten passende Kindersitze dabei.

Einige Campervan-Vermieter und Hotels bieten auch einen Transfer vom Flughafen an; fragt einfach bei der Buchung danach.

In Auckland könnt ihr den „Airbus Express“ nehmen, der vom International Terminal über das Domestic Terminal in die Stadt fährt. Kosten: 16 NZ$, Fahrtzeiten: alle zehn Minuten zwischen 6 und 19 Uhr, abends und nachts alle 15 bis 30 Minuten. Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert ca. 45 Minuten.

Teurer ist der Shuttle-Service, den ihr schon im Vorhinein buchen könnt und der ebenfalls ins Zentrum und zu einigen zentrumsnahen Hostels und Hotels fährt; er kostet etwa 22 Euro und fährt vor beiden Terminals ab.

In Christchurch gibt es ebenfalls einen Shuttledienst für etwa 15 Euro. Hier könnt ihr ansonsten mit der Linie 29 und der „Purple Line“ ins Stadtzentrum fahren, die tagsüber alle halben Stunden fahren und auch etwa eine halbe Stunde in die Stadt brauchen. Kosten: 8 NZ$ für die Fahrt ins Zentrum oder nach Sumner.

So, jetzt seid ihr angekommen! War gar nicht so schlimm, oder?

Welche Frage zum Fliegen nach Neuseeland haben wir vergessen?

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