Dresden: Heimatreisen

Dresden im Winter: 12 eiskalte Tipps für Familien

! Aktualisiert am 12. März 2022

Wenn es draußen grau ist und schneeregnet, der Boden in den Parks zu einer Pampe aus Matsch und Eis wird und man weder Hunde noch Kinder vor die Tür jagen möchte, dann ist guter Rat teuer: Wohin mit den Kindern? Wir haben 11 coole Tipps für Dresden im Winter, bei denen euch bestimmt nicht kalt wird!

Dresden im Winter mit Kindern

Dresden im Winter kann so schön sein ♥

Dresden im Winter: Schnee genießen

Was viele nicht wissen: Klimawandel bedeutet nicht, dass es bei uns keinen Schnee mehr geben wird. Die steigenden Temperaturen sorgen dafür, dass Gletscher und Alpenschnee abschmelzen. Aber in Dresden, das zwischen 101 und 383 m über dem Meeresspiegel liegt, wird immer mal wieder Schnee fallen. Dafür muss es nämlich gar nicht allzu kalt sein.

Der Winter 2020/21 war schneetechnisch ein echter Kracher. Von Anfang Januar bis in den März hinein lag Schnee, wochenlang sogar direkt in den tiefsten Lagen Dresdens. Dass es so lange weiß bleibt, ist allerdings tatsächlich eine Ausnahme. Heißt: Wenn ihr Dresden im Winter besucht und es liegt Schnee, dann genießt ihn voller Dankbarkeit! Zum Glück gibt es dafür viele Gelegenheiten.

Dresden im Winter Frauenkirche

Dresden im Winter: ziemlich romantisch!

Rodelhänge in Dresden

Kaum fallen die ersten Flocken, wird es laut in Dresden, wo auch immer es einen kleinen Hügel gibt. Direkt nach Schulschluss strömen die Dresdner Kids auf die Rodelhänge. Wir haben schon viele ausprobiert und stellen euch hier unsere Favoriten vor:

Dresden im Winter Rodeln

Dresden im Winter: Es darf gerodelt werden!

  • Alaunpark: Die Nordseite des winzigen Alaunparks in der Neustadt ist steil genug für einen „Todeshang“, daneben gibt es einen netteren Hang für Familien und wieder daneben einen vereisten Hohlweg, der zum Rennschlitten-Tunnel wird (und unglücklicherweise der Fahrradweg durch den Park ist…). Alle paar Jahre findet hier sogar ein Skisprung-Wettbewerb am „Mount Alaun“ statt! Das Schöne beim Rodeln im Alaunpark: Es gibt einen sehr breiten, sicheren Auslauf auf der Wiese, Kneipen für heißen Punsch (und Toiletten) sind direkt gegenüber und mit der Straßenbahn 13 gelangt ihr bequem hin.
  • Elbwiesen: Auf den ersten Blick sind die Elbwiesen ganz flach. Aber es gibt ein paar steilere Stücke: Mit Superblick auf die Frauenkirche rodelt man am Narrenhäusel, und einen riiiiesigen Hang gibt es an der Waldschlösschenbrücke. Beide Rodelhänge bieten einen sicheren, autofreien Auslauf und liegen ziemlich zentral.
  • Trümmerberge: Dresden hat, da es 1945 großflächig zerstört wurde, seine Trümmer in mehreren großen Hügeln begraben. Das sind heute im Winter perfekte Rodelberge! Ein Trümmerberg, der Proschhübel alias Hellerberg, liegt nördlich vom Alaunpark; ein weiterer befindet sich am Rand der Flutrinne gegenüber der Dresdner Messe. Die Hänge der Trümmerberge sind ziemlich steil, was sowohl den Aufstieg als auch das Rodeln eher für ältere Kids empfehlenswert macht.
  • Die Dresdner Heide am nördlichen Stadtrand ist ein Waldgebiet mit einigen ziemlich steilen Stücken. Rodeln ist hier aber nur auf einigen Waldwegen möglich, baut das Schlittenfahren also am besten in einen Winterspaziergang ein.
  • Im Dresdner Süden führt der Rand des Talkessels ziemlich steil bergauf und dann wieder bergab – wer hier weiterfährt, erreicht schnell das Erzgebirge. Noch in Dresden könnt ihr auf dem Kaitzberg und auf dem Weg unterhalb des Bismarckturms herrlich rodeln, wobei ihr achtgeben müsst: Unten rast ihr entweder in den Kaitzbach oder auf die Straße.
  • Südlich von Dresden liegen die Ortschaften Kreischa und Possendorf. Fahrt einfach die B170 nach Süden und haltet Ausschau nach Parkplätzen am Wegrand – an der Quohrener Kipse rodelt ihr auf endlos langen Streuobst-Wiesen zu Tal, die sogar zum Skifahren taugen.
  • Ihr wohnt eher im Dresdner Norden? Dann empfiehlt sich ein Abstecher zum Triebenberg im Schönfelder Hochland. Der höchste Berg Dresdens macht von weitem kaum Eindruck, hinunterrodeln ist aber ein großer Spaß!
Dresden im Winter Triebenberg

Rodeln am Triebenberg: Stadtblick inklusive

Eislaufen in Dresden

Wenn der Winter eisig kalt ist, sollte man das nutzen und eislaufen gehen. Bei schlechtem Winterwetter geht das am besten in der Eishalle am Ostragehege – also drinnen, wo zwischendurch Eishockey-Turniere stattfinden und Eisprinzessinnen ihre Pirouetten drehen. Warm eingepackt, kann man größere Runden auf der Außenbahn vor der Freiberger Arena drehen (mit demselben Ticket).

Die Außenbahn hat von November bis Anfang März geöffnet, die Eishalle mitunter sogar mitten im Sommer! Tickets sind mit 4,50 Euro für 2 Stunden (für Erwachsene) im Vergleich zu den anderen Eisbahnen recht günstig.

Eislaufen Ostragehege

Wenn der Winter nur kalt und nicht nass ist, macht Eislaufen richtig Spaß!

Mit deutlich mehr Advents-Atmosphäre und Stil dreht ihr im schicken Taschenberg-Palais gegenüber der Semperoper eure Runden um den Tannenbaum im Innenhof (nur bis Ende Januar). Richtig romantisch-naturnah sieht die Eisbahn am Weißen Hirsch neben der Konzertmuschel aus – der Profi mäkelt allerdings, dass das Eis auf dieser 800 m2 Fläche nicht gut gepflegt wird.

Dresden im Winter Konzertplatz

Der Konzertplatz am Weißen Hirsch: absolute Winter-Romantik

Ihr findet Eislaufen zu teuer und habt eh eure eigene Ausrüstung? Dann wartet ab, bis es richtig kalt wird und geht zum Carolateich im Großen Garten. Der ist so flach, dass er im Winter schnell zufriert – genauso wie der benachbarte Palaisteich. Allein seid ihr dort aber nicht; die Dresdner*innen sind begeisterte Eisläufer.

Dresden im Winter Carolateich

Auf dem Carolateich im Großen Garten fahren alle Dresdner*innen Schlittschuh

Noch romantischer (und vielleicht sogar noch voller…) sieht es aus, wenn der Großteich am Jagdschloss Moritzburg zugefroren ist. Auch dort wird dann nach Herzenslust geschlittert. Und man kann gleich noch einen Besuch in der Aschenbrödel-Ausstellung verbinden – aber dazu weiter unten mehr.

Wir sagen: Egal wo, Hauptsache machen. Die Kids lernen es schneller als die Erwachsenen!

Moritzburg

Schlittschuhlaufen auf dem Großteich in Moritzburg: eine schönere Kulisse gibt es dafür nicht!

Elbufer-Spaziergang

Das Elbufer in Dresden ist immer ein schöner Ort für einen Spaziergang. Wenn Schnee liegt und/oder Eisschollen auf der Elbe treiben, wird es noch schöner. Richtig zugefroren ist die Elbe in meiner Lebenszeit nie mehr, aber man kann durchaus in den flachen Uferbereichen schlittern.

Dresden im Winter

Canalettoblick mit Eisschollen

Im Winter 2020 war es dank gleichzeitigem Hochwasser und Eiseskälte sogar möglich, auf der Höhe der Waldschlösschenbrücke Schlittschuh auf den (überfluteten) Elbwiesen zu fahren!

Dresden im Winter Elbe

Elbespaziergang mit Schnee und Hochwasser

Japanisches Palais Winter

Noch schöner als das Japanische Palais selbst ist der Park davor, direkt an der Elbe

Zugegeben: Ein Spaziergang an den verschneiten Elbwiesen im Stadtzentrum ist für Kinder nur mittelspannend, es sei denn, ihr zieht sie auf dem Schlitten. Abwechslung bietet zum Beispiel das Japanische Palais mit seinen sehr kindertauglichen Ausstellungen, oder ein Kinderpunsch-Stopp. (Dazu weiter unten mehr.)

Winter im Großen Garten

Rodeln kann man im ziemlich flachen Großen Garten leider nicht. Aber im Winter gibt es hier trotzdem viel zu erleben. Das reicht vom Skilanglauf auf den breiten Parkalleen über Eislaufen auf dem Carolateich und Eichhörnchen-Füttern in den wilderen Bereichen des Parks. Die Parkeisenbahn bietet an zwei Adventswochenenden spezielle Adventsfahrten durch den Großen Garten an. Mit dabei ist das Maskottchen Parkolino, und mit etwas Glück wartet auch der Nikolaus auf die Fahrgäste. Achtung, nicht alle der Wagen sind geschlossen, also zieht euch warm an!

Dresden im Winter

Nicht der Große Garten, sondern der Alaunpark: auch im Winter geht es hier bunt zu

Dresdner Heide: Wanderung zum (zugefrorenen) Haarweidenstausee

Wenn Dresden im Winter tatsächlich mal kalt und verschneit und nicht matschig-nass ist, dann ist die perfekte Zeit, um durch die Dresdner Heide zu stromern. Aber bitte bleibt auf den Wegen: Unser „Stadtwald“ ist riesig und gerade im Winter brauchen die Tiere des Waldes ihre Ruhe!

Winter Dresdner Heide

Winter in der Dresdner Heide

Ein wunderbarer Start für einen Heide-Spaziergang im Winter ist am Weißen Hirsch. Der Konzertplatz mit der Eisbahn (siehe oben) bietet sich dafür an. Weit weniger Wanderer trefft ihr, wenn ihr weiter oben in den Wald hineingeht. Vom Gasthof Ullersdorf aus gelangt man in etwa 30 Minuten zum einsamen Haarweidenstausee, auf dem es sich bei Frost sogar schlittern lässt (psst, bitte wirklich nur nach eingehender elterlicher Prüfung aufs Eis gehen und besser am Rand bleiben!).

-> Hier gibt es noch mehr Anregungen für Wanderungen in der Dresdner Heide

Dresdner Heide Haarweidenstausee

…vor allem dort, wo zugefrorene Seen warten

Exklusiv: Das gibt es in Dresden nur im Winter!

Christmas Garden im Schlosspark Pillnitz

Die Idee des Christmas Garden stammt zwar nicht aus Dresden, aber sie passt wunderbar in den romantischen Schlosspark Pillnitz hinein. Kinder finden es sicher spannender, hier im (Halb-) Dunkeln herumzulaufen und über die glitzernden Lichter zu staunen, als im Hellen durch den brav manikürten Park zu spazieren. Wenn ihr also ohnehin schon immer mal den Schlosspark Pillnitz besuchen wolltet, ist das im Winter die perfekte Gelegenheit.

Lichterhausen in Freital

Der Indoor-Spielpark Oskarshausen in Freital ist eine Art Karl’s Erdbeerland, nur ohne Erdbeeren – stattdessen wird hier versucht, die Tradition des Stuhlbauens in den Vordergrund zu rücken, die rund um Freital seit Jahrhunderten gepflegt wird. Im Sommer macht es großen Spaß, die vielen Spielgeräte und Anregungen in Oskarshausen auszuprobieren. Im Winter verwandelt sich der Erlebnispark nun in das „Lichterhausen“, mit vielen Leuchtfiguren, Projektionen und Selfie-Gelegenheiten. Ausprobiert haben wir es noch nicht, aber ihr vielleicht?

Aschenbrödel-Ausstellung im Schloss Moritzburg

Hach ja, der Aschenbrödel-Hype. Ich ziehe ja meinen Hut vor den Tourismus-Strategen, die es geschafft haben, den alten tschechischen Schinken wiederzubeleben und zum Kultfilm zu machen. Wer im Winter nach Moritzburg fährt, der kommt an „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nicht vorbei.

Schloss Moritzburg Aschenbrödel

Schloss Moritzburg – oder für Fans: das Aschenbrödel-Schloss

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Schuh

Der Schuh von Aschenbrödel: zu klein für die jüngste Tochter!

Da unsere Töchter ebenfalls zu den glühenden Fans zählen (und zwar schon lange vor dem Einsetzen des Hypes!), müssen wir natürlich auch immer wieder am Schloss Moritzburg vorbeischauen. Jedes Mal probieren wir den Schuh auf der Treppe an (er ist verdammt eng!), lugen von draußen in den Ballsaal hinein und grüßen das Pferd Nikolaus in seinem Stall.

Gegen Eintritt kann im ehemaligen Jagdschloss auch das „wuuunderschöne“ Kleid von Aschenbrödel und diverse andere Originalteile aus dem Film bestaunen. Wer es richtig originalgetreu will, der schaut sich hier noch einmal den Film an. Bis Anfang März geht das noch, danach wird es langweilig für Märchenfans in Moritzburg!

Pssst: Auch wenn ihr mit tschechischen Märchen nichts am Hut habt, der kostenlos zu betretende Bereich des Museums ist nicht minder spannend. Hier wird unter anderem gezeigt, welche Mengen an Hirschen, Enten und Fasanen bei den Festgelagen von König August aufgetischt wurden, der hier seinen Sommersitz hatte und regelmäßig zum Jagen und Chillen aus Dresden hinaufkutschiert kam.

-> Hier lest ihr mehr über die Aschenbrödel-Ausstellung im Schloss Moritzburg

Öffnungszeiten: vom 17. November bis 3. März Di-So 10-17 Uhr (in der Weihnachtszeit am besten Zeitfenster-Tickets online kaufen)

Preise: 9 €/Erwachsene, 1,50 Kinder 6-16 Jahre

Dresdner Weihnachtsmärkte

Dresden im Winter ist ein enorm beliebtes Reiseziel für Städtetrips, und das vor allem wegen der Weihnachtsmärkte. Es gibt so viele kleine und große in der Stadt und in den Ortschaften drumherum, dass ich sie hier nicht aufzählen werde – demnächst wird es einen eigenen Beitrag dazu geben.

Im Corona-Winter 2021 ist es selbst jetzt im November noch nicht klar, ob und in welcher Form die Weihnachtsmärkte in Dresden stattfinden werden. Aber selbst wenn es dieses Jahr nicht so schön „gemiedlich“ sein wird wie sonst – wir sind ganz sicher, dass die Dresdner Weihnachtsmärkte die Corona-Krise überleben werden. Dann eben nächstes Jahr!

Dresden im Winter Weihnachtsmarkt

Das historische Stufenkarussell dreht auf dem Dresdner Striezelmarkt seine Runden © Sylvio Dittrich (DML-BY)

Für Kinder sind nicht alle Weihnachtsmärkte in Dresden geeignet. Ob es klug ist, mit Kindern auf dem riesigen Striezelmarkt zu bummeln und was man beim „Hechtzauber“ erleben kann, lest ihr genauer im Beitrag zu den Weihnachtsmärkten.

Dresden im Winter: aufwärmen!

Brr, Dresden im Winter kann echt eiskalt sein. Unten an der Elbe weht oft ein eisiger Wind, denn das Elbtal ist unser Frischluft-Korridor. Auf den Hügeln ringsherum ist es nicht wärmer – oft liegt in Stadtteilen wie Bühlau und Klotzsche Schnee, während im Stadtzentrum alles grün ist.

Die Dresdner haben sich darauf eingerichtet – und so findet man an vielen Stellen in Dresden schöne Gelegenheiten, um sich bei einem Winterspaziergang zwischendurch aufzuwärmen.

Dresden im Winter

Bei einem Winterspaziergang braucht man auch mal was zum Aufwärmen

Bei einem eiskalten Winterspaziergang an der Elbe könnt ihr zum Beispiel einen Aufwärm-Stopp im Winterbistro des Citybeach in Pieschen einlegen. Auf der anderen Elbseite wartet der Fährgarten Johannstadt – von der Neustädter Seite aus am spannendsten zu erreichen mit der Elbfähre Johanna. Die fährt sommers wie winters, solange kein Hochwasser ist oder zu viele Eisschollen auf der Elbe treiben. Vorteil dieser Location: Dort gibt es auch noch einen tollen Piratenspielplatz.

Dresden im Winter Citybeach

Winterzauber an der Elbe im Winterbistro

Wenn ihr keine Tickets für die Parkeisenbahn im Großen Garten bekommen habt oder wenn die Parkeisenbahn gar nicht fährt, macht das nichts: Am östlichen Rand des Großen Gartens liegt das „Paul Rackwitz„, wo ihr Eisstockschießen und heißen Kinderpunsch trinken könnt.

In der Dresdner Heide wartet sommers wie winters der liebevoll restaurierte Bauernhof an der Hofewiese, wo ihr an den Wochenenden in der Weihnachtszeit adventliche Stimmung genießen und allerlei Heißgetränke zu euch nehmen könnt.

Auch in der Zschonermühle geht es im Winter gemütlich zu; hier bekommt ihr zum Aufwärmen nach eurem Winterspaziergang durch den Zschoner Grund oder über die Felder von Podemus lecker Bio-Glühwein und Kinderpunsch. Geheimtipp ist das Puppentheater in der Scheune! An Winterwochenenden hat die Zschonermühle ab 11 Uhr geöffnet, in der Woche erst ab 17 Uhr.

Dresdner Museen

Logisch kann man in Dresden im Winter auch Dinge machen, die sich generell als Schlechtwetter-Aktivitäten bei Regen oder im Herbst eignen – Museen für Familien gibt es in Dresden reichlich. Denkt nur daran, dass die meisten von ihnen montags schließen.

Hygienemuseum Dresden

Hygienemuseum Dresden: eines der besten in Dresden

Hier listen wir unsere Lieblingsmuseen in Dresden auf, die wir ebenfalls ausführlicher in einem eigenen Beitrag vorstellen:

Märchenhaft: Vorlesen lassen in der Yenidze

Yenidze Dresden mit Kindern

Die Yenidze am Elbufer ist die vielleicht schönste Zigarettenfabrik der Welt

Dass es keine Moschee ist, sondern eine alte Zigarettenfabrik, müsst ihr euren Kindern erst einmal glaubhaft erklären! Kein Wunder, die bunt glitzernde Kuppel sieht wirklich unglaublich märchenhaft aus – komplett mit einem Fake-Minarett und den passenden Ornamenten über den Eingangstüren, die direkt aus der Alhambra zu stammen scheinen.

Bis 2020 wurden unter dieser Kuppel Märchen aus 1001 Nacht vorgelesen. Heute sitzt hier das Yenidze Theater, das moderne und klassische Stücke aufführt, Kunst-Performances präsentiert, Bauchtanz-Workshops anbietet und in der Weihnachtszeit natürlich auch ein Familienprogramm hat.

theater junge generation

Spontan hingehen ist hier nicht zu empfehlen, und leider sind für die beliebtesten Stücke oft weit im Voraus keine Karten mehr zu bekommen. Das ist aber eigentlich ja ein Kompliment für dieses tollste aller Dresdner Theater.

Hier werden Stücke für Kinder jeden Alters von einem Ensemble aus erwachsenen Schau- und Puppenspielern aufgeführt, das ich zum Teil seit meiner eigenen Kindheit kenne. Highlights für Dresdner Familien sind die Sommertheater-Aufführungen im (!) Zoo.

Die Preise sind human (vor allem mit der Familienkarte, die für 12 € einen 50%-Rabatt auf alle Tickets bietet), das Team ist wahnsinnig nett und es gibt viele kreative Angebote wie den regelmäßig stattfindenden Familiensonntag, Workshops für Kinder und Jugendliche etc.

-> Hier geht’s zum Spielplan

Im Kraftwerk Mitte sitzt das TJG zusammen mit der Staatsoperette seit 2018. Und es ist verdammt cool hier, also wenn ihr Karten für eines der Stücke ergattert habt: Kommt etwas eher und schaut euch im ehemaligen Kraftwerk von Dresden um!

Theater Junge Generation Dresden

Theater für Kinder und Jugendliche im Industrie-Setting

Natürlich gibt es noch viel mehr, das man in Dresden im Winter mit Kindern unternehmen kann. Selbst ein ganz normaler Stadtbummel hat seinen besonderen Reiz, wenn die Brühlsche Terrasse im Schnee versinkt und die weihnachtliche Straßenbeleuchtung die sonst so coole Neustadt in ein gemütliches Licht taucht.

Dresden im Winter

Welche Tipps habt ihr für das verschneite Dresden?

Wart ihr schon mal im Winter mit Kindern in Dresden? Wohnt ihr hier? Was sind eure Tipps für Dresden im Winter?

Jenny

8 Kommentare

  • Auf die „Insidertipps, die nicht einmal Dresdner“ kennen, war ich gespannt. Und was soll ich sagen: den Haarweidenstausee kannte ich tatsächlich noch nicht. Vielen Dank für den Tipp, da muss ich hin. : )
    LG Kerstin

  • Ahja Familienpass, da war doch was! Müssen wir warten bis wir das Kindergeld bekommen, dann holen wir uns denn, wir warten immer noch auf die Steuernummern der Kinder.

    Lg Ina

  • Ich darf es ja gar nicht laut sagen, aber ich kenne Dresden hauptsächlich durch Roland Kaiser. Einmal Konzert und zurück. Ohne Familie. Aber ich merke schon bei Deinen Tipps: Das würde uns auch gefallen. Müssen wohl noch einmal mit der ganzen Truppe hin. Nur, um mein Bild von Dresden gerade zu rücken, versteht sich…;-)

    • Ich fasse es nicht – der Weder Stefan ist Rolle-Kaiser-Fan ;-)
      Wir Dresdner sind ja auch die treuesten Fans von dem Suffkopp, so viele Konzerte wie bei uns gibt der sonst in ganz Deutschland nicht, glaub ich…
      Kommt doch gern mal alle her, wir freuen uns!

      LG
      Jenny

  • nimm doch noch das PK Ost mit rein! schließlich sollte das beste Kino Dresdens nicht unerwähnt bleiben :-p und so viele Lollies, wie es dort gibt … :-)

  • Mein Tipp natürlich das Hygienemuseum. Danke für deine Tipps, wir werden sicher den einen oder anderen ausprobieren und Dresden noch näher erkunden, erstmal ist jetzt aber Görlitz dran mit dem ganz intensiven erkunden.

    LG Ina

    • Stimmt, das Hygienemuseum hatte ich ganz vergessen! Das ist auch deshalb schon empfehlenswert, weil Kinder hier bis 16 Jahre freien Eintritt haben (und Dresdner mit mehr als zwei Kindern, die den Familienpass beantragen, sowieso ;-) )

      Liebe Grüße nach Görlitz!
      Jenny

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