Routenplanung

Unsere Neuseeland-Reiseroute für Familien: 2 Monate, 6.000 Kilometer

Da während unserer Reise immer wieder Stimmen laut wurden, die nach einer Karte fragten, habe ich nun mit blutenden Fingern (und blutendem Herzen…) unsere Reiseroute durch Neuseeland einmal nachgezeichnet. Insgesamt sind wir dabei knapp 6.000 km gefahren.


Reiseroute auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es in Christchurch, von wo wir nach zwei Tagen im Motel auf die Banks Peninsula hinüberfuhren. Nach einer Nacht Freedom Camping in Purau sausten wir südwärts nach Ashburton und am nächsten Morgen gleich weiter nach Timaru an der Caroline Bay. Dort war es uns zu windig, so dass wir weiterfuhren nach Oamaru mit dem ersten Pinguin.

Von Oamaru machten wir einen Abstecher ins Inland auf dem „Vanished World Trail“ zu den Elephant Rocks bei Ngarata und wieder an die Küste zurück zu den Moeraki Boulders, wo wir ganz in der Nähe in Waikouaiti übernachteten. Der nächste Nachmittag sah uns bereits in Dunedin, wo wir nicht verweilten, sondern bei wildem Unwetter wild campten auf der Otago Peninsula bei Portobello.

Das nächste Etappenziel hieß Balclutha und diente als Tor zu den Catlins, wo wir eine Nacht in Pounawea und weitere zwei Nächte in der Curio Bay genossen. Bevor wir uns zu sehr eingewöhnten, ging es weiter über Invercargill nach Te Anau, das Tor zum Milford Sound. Denselben befuhren wir auch gleich am nächsten Tag und schliefen nach unserer Bootstour unter dem weltschönsten Sternenhimmel am Lake Gunn.

Einen Regentag verbrachten wir in Queenstown, die aufgeklarte Nacht aber lieber am idyllischen Moke Lake vor den Toren der Stadt; und nach einem Ausflug nach Glenorchy hängten wir gleich noch eine Nacht dran, bevor es über Arrowtown weiterging zum Lake Wanaka. Zwei Tage später entdeckten wir das karge Mackenzie-Land um Twizel und wagten uns in das über dem Mount Cook dräuende Unwetter.

Vorbei am Lake Tekapo, ging es schon am nächsten Tag zurück nach Norden mit einem Zwischenstopp in Geraldine und einem Erholungsbad in Hanmer Springs, bevor wir über Murchison und den sandfliegenverpesteten Lake Rotoroa schnell ins subtropisch warme Marahau fuhren. Mit der Erkundung des Abel Tasman National Park verbrachten wir dort drei Tage, danach hängten wir noch ein wenig Hitzefrei und Kinderspaß in Linkwater und dem Kennepuru Sound an, bevor die nächste Schlechtwetterfront in Picton auf uns wartete.

Die Nordinsel begrüßten wir mit einer Übernachtung in (!) Wellington. Nach ausführlicher Stadtbesichtigung ging es nach Norden über Paekakariki, von wo aus wir uns an die Bewältigung der Whanganui River Road machten. Am oberen Ende dieser Monsterstraße wartete Ohakune am Rand des Tongariro National Parks. Dort verbrachten wir noch eine weitere vulkanausbruchsbedrohte Nacht in Whakapapa Village. Eine halblegale Freedom-Camping-Übernachtung am Ufer des Lake Taupo folgte, dann waren wir in Matamata.

Weiter ging es nach Rotorua, wo wir die Valentinstag-Nacht in Golden Springs in der Nähe des „Hidden Valley“ verbrachten und eine weitere am Lake Okareka. Von hier fuhren wir an der Bay of Plenty gen Norden, mit einem Stopp in Matata und zwei weiteren in Mount Maunganui. Nun folgte ein gemächlicher Kringel um die Coromandel Peninsula, den wir in der Karangahake Gorge begannen. In Tairua blieben wir wild campend zwei Tage lang  hängen und kehrten nach einem Zwischenlager in Coromandel Town noch einmal hierher zurück. Einfach zu schön…

Die letzte Etappe führte uns über den Omana Regional Park dann schnell durch Auckland hindurch und weiter nach Norden nach Pakiri Beach. Hier waren die Wellen aber zu hoch, so dass wir weitere Versuche in Sandspit und schließlich Muriwai Beach starteten, wo wir unsere letzten Tage mit Surfen und Strandwandern verbrachten, bevor es zurück nach Auckland ging.

Wie man sieht, haben wir so einiges weggelassen; teils, weil wir schon da waren (das betrifft zum Beispiel Kaikoura, die Banks Peninsula, die Bay of Islands usw., und besonders das Northland, das wir ansonsten natürlich unbedingt angeschaut hätten!), teils, weil keine Zeit war (die Westküste der Südinsel, die Gletscher und die Gegend westlich vom Abel Tasman NP und den Te Urewera NP auf der Nordinsel) und teils, weil es uns nicht sooo doll interessiert hat bzw. hauptsächlich aus Fahrerei bestanden hätte – was die Kinder nur mittelspaßig gefunden hätten (das betrifft Mount Taranaki, Napier und das East Cape auf der Nordinsel und den Arthur’s Pass auf der Südinsel).

Dafür können wir sagen, dass kein Punkt auf dieser Route überflüssig oder doof war – an jedem Ort (mit Ausnahme von Ashburton, aber das war ja nur eine Zwischenstation…) fanden wir es toll.

Das noch Fehlende schauen wir uns dann eben beim nächsten Mal an – und das wird es bestimmt geben!

8 Kommentare

  • Hallo,
    wir (Vater, Mutter, Tochter 5J, Sohn 4J) sind ab Mitte Januar 2017 für 6 Wochen mit Wohnmobil 6 Wochen in NZL unterwegs. Plane gerade die Route (Start AKL, Ziel CHC) und wüsste gerne, ob es irgendwelche praktischen Routenplaner für PC/Handy gibt. GoogleMaps hab ich mir mal angeschaut, bekomm ich aber irgendwie nicht gebacken. Habt ihr Tipps? Wie steckt ihr eure Routen ab?
    Wie ist es mit dem Reservieren von Campingplätzen? Wahrscheinlich nur HotSpots reserviern, Rest einfach anfahren?
    Mir raucht gerade der Schädel – zum Glück haben wir das wichtigste schon abgehakt (Flüge, Wohnmobil).
    Danke für eure Antwort(en)…

  • Danke für Eure tollen Beiträge, die unglaublich hilfreich sind. Mich würde mal interessieren, warum ihr die westcoast mit den Pancake rocks ausgelassen habt und wir ihr von Geraldine nach Hanmer Springs gefahren seid, sieht sehr weit aus. Was liegt spannendes auf der Strecke? Dank für Eure Infos…jetzt aber erstmal einen guten Rutsch:-)

    • Liebe Martina,

      für die Westcoast blieb uns einfach nicht genug Zeit, weil wir auf dem Weg vom Fiordland zurück nach Norden unbedingt den Mt Cook/Aoraki sehen wollten und aber ja auch schon Tickets für Hobbiton in Matamata auf der Nordinsel gebucht hatten (das war der letzte Termin vor Beginn der „Hobbit“-Dreharbeiten gewesen…). So blieb uns schlicht nicht genug Zeit 🙁
      Die Strecke von Geraldine nach Hanmer haben wir tatsächlich an einem Tag abgerissen, mit Mittagspause an der Rakaia Gorge (ich hab gerade nochmal im Reisetagebuch nachgeschaut). Die Gegend bis zum Lewis Pass ist nicht allzu interessant, vor allem Felder und dann Weinberge; daher ging das ganz gut. War eine der längsten Etappen auf unserer Route.

  • Liebe Weltwunderer/-in, liebe Anita,
    vielen Dank für die prima Tipps. Schön, dass Ihr mitreist :o). Sind gerade – endlich mal wieder geduscht und mit gewaschenen Klamotten on board – am Fuße des Fox Glacier und leisten uns nach Tagen des Sparens auf DOCs (danke übrigens für den Tipp bzgl. Moke Lake, was für eine Nacht bzw. ein Erwachen dort!) morgen einen Heli-Flug auf den Gletscher. Scheint für uns die einzige Möglichkeit, den Gletscher tatsächlich auch anzufassen, und nicht „nur“ anzugucken. Danach führt uns der Weg wohl nach Anraten von Anita erstmal nach Okarito – vielen Dank für’s „Einmischen“. Sind schon sehr gespannt drauf! Bericht folgt.
    Überglückliche Grüße
    Claudia, alias Reisemama, mit Reisepapa und den beiden Reisemäusen
    PS: Sorry für’s Verdrehen- waren natürlich am Lake Tekapo und nicht am Lake Takepo, wie ich fälschlicherweise kürzlich berichtet hab – ich schieb den Verschreiber mal auf den Jetlag ;o)…

  • Hallo Claudia
    misch mich mal ein 😉 Uns hat der menschenverlassene völlig am Ende der Strasse liegende Strand von Okarito (viele tolle Steine!) super gefallen – „leider“ hatten wir da abends mit Freunden abgemacht und mussten weiter, ein anderes Mal (ja, wir glauben dran) wollen wir da aber sicher übernachten. Und Kanufahren mit Kindern kann man da auch, ist allerdings tidenabhängig.

  • Liebe Weltwunderer,

    so, da sind wir also… Sind nun seit 4 Tagen hier und langsam können wir’s auch tatsächlich glauben… Vielen Dank an dieser Stelle gleich mal noch für die tollen Tipps bzgl. on-flight entertainment und Lesetipps. Haben das eine oder andere vorgeschlagene Buch erstanden, wie z.B. die Schnecke und der Buckelwal – zu Tränen rührend schön! Und zum Rest fällt uns eigentlich auch nicht viel mehr ein als einfach nur traumhaft schön! Singapur war schon nicht ganz ohne, so als Einstieg. Nein im Ernst, hatten zwei ganz ganz tolle Tage bei tropischen Temperaturen dort. Sind inzwischen nach einer kurzen Zeit im hübschen aber auch tristen Christchurch (das Erdbeben hat Land und Menschen dort zutiefst erschüttert) am Lake Takepo angekommen. Dazwischen durften wir schon 2x in traumhafter Umgebung morgens aufwachen und uns samt Camper inmitten von Landschaften wiederfinden, die jedes mir bekannte Bild von NZ übertreffen. Sind einfach nur glücklich – und die Kinder auch, Hauptsache sie können ab und zu an irgendeinem Wasser plantschen, mit Steinen oder Sand spielen, dann ist auch ihre Welt perfekt.
    Werden uns sicher wieder melden, sofern Internet verfügbar.
    Ach ja, und falls zur Hand :o), habt Ihr uns evtl. irgendwelche ultimativen Tipps bzgl. Campingplätzen am Strand? Fahren weiter über Franz Josef, Kaikura, Golden Bay, Nordinsel-Pläne stehen noch aus. Aber wir werden uns weiterhin wohl eher in Strandnähe aufhalten, da wir allsamt auch eher Wasser- und Strandfans sind. Just in case, würde uns freuen!
    Herzliche Grüße aus Down Under
    Claudia

    • Liebe Claudia,
      ich freue mich sehr, dass ihr euch wirklich von unterwegs meldet! Das treibt wiederum mir Tränen der Rührung (na, eher Sehnsucht) in die Augen… Eure weitere Reiseroute weicht von unserer ganz schön ab, daher habe ich keine persönlichen Empfehlungen. Aber schaut doch einfach bei Rankers vorbei, da findet ihr bestimmt einen günstigen Campingplatz an eurem Wunschziel.
      Viel Glück beim Whale Watching und Glacier Walking – und vergesst nicht, auf der Nordinsel in Matamata das Hobbit-Set anzuschauen!!

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